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Vortragsreihe: Medientechnik ∙ Körper ∙ Gesundheit

Die Sektionen „Medialisierung von Gesellschaft“ und „Alter(n) in Gesellschaft“ des Gießener Graduiertenzentrums für Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften organisiert die Vortragsreihe „Medientechnologien ¬– Körper – Gesundheit“. Inhaltlich soll die Vortragsreihe u. a. das Wechselspiel von Körpern und Medien thematisieren.

Die Vortragsreihe richtet sich an die Sektionsmitglieder und grob an (alle) akademische(n) Zielgruppen (Public Health, Medizintechnik, Geschichte, Erziehungs-, Politik-, Sozial- und Kulturwissenschaft etc.) sowie Interessierte.

 

Wintersemester 2020/2021

 

Anmeldung: Nico.Wettmann@sowi.uni-giessen.de

 

 

01. Dezember 2020, 16-18 Uhr

 

Felix Krell (Friedrichshafen): Mediatisierte Körper in Virtual Reality. Empirische Einblicke in die Lebenswelt von VRChat-Nutzern

 

08. Dezember 2020, 16-18 Uhr:

 

Sven Lewandowski (Bielefeld): Die Praxen der Amateurpornographie (und ihre empirische Erforschung)

 

15. Dezember 2020, 16-18 Uhr:

 

Dorothea Mladenova (Leipzig): Die Vorbereitung auf das eigene Lebensende als Subjektivierungsregimezwischen Selbstbestimmung und normativen Vorgaben

 

Wintersemester 2019/2020


30. Oktober 2019, 16-18 Uhr: „Die Arbeit am Schwangerschaftsabbruch als Praxis der Wiederherstellung eines fruchtbaren Frauen*-Körpers“


Malin Houben (Essen): Der Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft ist auch heute noch mehr als eine individuelle autonome Entscheidung, sondern eingebettet in gesellschaftliche Diskurse um Geschlecht, Körper und Fortpflanzung, welche oftmals von medizinischen und rechtlichen Argumenten überlagert werden. Mittels ethnographischer Forschung werden Einblicke in die Praxis erschlossen.

 

27. November 2019, 16-18 Uhr: „Autopornografie. Die autoethnografische Erforschung mediatisierter Körperlichkeit in erotischen Online-Praktiken“


Dr. Tobias Boll (Mainz): Der Vortrag gibt ethnografische Einblicke in Praktiken des Onlinetausches erotisch-pornografischer Bilder schwuler Männer. Die Konstruktion von Männlichkeit wird nicht nur gender- und mediensoziologisch diskutiert, sondern beispielsweise die Bedeutung von Scham für die Grenzen zwischen inszenierter Darstellung und dem subjektiven Erleben der Interaktionen thematisiert.

 

12. Februar 2020, 16-18 Uhr: „Vom Patent zur App: Die Karriere der Personenwaage“


Dr. Debora Frommeld (Regensburg): In wissenssoziologischer Perspektive wird mit dem Artefakt „Personenwaage“ die Geschichte der Selbstvermessung nachgezeichnet. Von Prozessen der Technisierung, Individualisierung, Normalisierung, Medikalisierung und Ästhetisierung ausgehend werden Entwicklungslinien von Vermessungstechnologien vorgestellt.

 

Sommersemester 2019


20. Mai 2019, 14-16 Uhr: „Moderne Medizintechnik im Altenheim: Partizipation durch Mediengestaltung“

 

Dr. Julia Inthorn (Hannover) initiierte in ihrem Forschungsprojekt „Moderne Medizintechnik im Altenheim“ mediengestützte Diskurse über ethische Fragen und soziale Problemstellungen, die durch den Einsatz von Medizintechnologie bei hochaltrigen und dementen Menschen aufgeworfen werden. Im Bezug darauf stellte sie in ihrem Vortrag dar, wie über Partizipation und im Zuge dessen über Medienproduktion gesprochen wird und welche Einflussmöglichkeiten Pflegeschüler*innen für sich für denkbar halten.

 

17. Juni 2019, 14-16 Uhr: „Das Zeitalter der Fitness“

 

Prof. Dr. Jürgen Martschukat (Erfurt) befasste sich in seinem Vortrag mit einer Geschichte der Fitness. Dies meint mehr als Erfolg im Sport. Aus soziokultureller Perspektive stellt Fitness ein regulierendes Ideal moderner Gesellschaften dar und fordert dazu auf, an der Optimierung der eigenen körperlich-mentalen-sozialen Fähigkeiten zu arbeiten, um sie in die verschiedensten Lebensbereiche fruchtbar einzubringen.

 

8. Juli 2019, 14-16 Uhr: „Sein Leben in Ordnung bringen. Die Geschichte medienbasierter Selbsttechnologien von Rousseau bis Runtastic“

 

Dr. Gerrit Fröhlich (Trier) rückte in seinem Vortrag die mediale Verfasstheit von Selbsttechnologien in den Fokus. Entlang der Fallbeispiele des Tagebuchs und der digitalen Selbstvermessungen soll am Konzept der medienbasierten Selbsttechnologien aufgezeigt werden, wie mediensoziologische Ansätze für eine Soziologie des Subjekts fruchtbar gemacht werden können.