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1777 – 2027: 250 Jahre Veterinärmedizin in Gießen

Im Jahr 2027 feiert die Veterinärmedizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen ihr 250-jähriges Bestehen: Bereits 1777 wurden die ersten Vorlesungen zur Tierheilkunde an der Universität gehalten. Einen entscheidenden Schritt markierte das Jahr 1830, als Gießen als eine der ersten Hochschulen Deutschlands das Promotionsrecht zum Dr. in arte veterinaria erhielt. Im Jahr 1914 wurde aus dem bis dahin in die Medizinische Fakultät eingegliederten Kollegium eine eigenständige Veterinärmedizinische Fakultät mit eigenem Campus, der nach weitgehender Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ab 1946 wiederaufgebaut wurde. Die jüngere Geschichte des Fachbereichs ist geprägt von Modernisierung und Vernetzung. Im Jahr 2006 schlossen sich die einzelnen Kliniken zu einem gemeinsamen Klinikum zusammen, 2017 wurde gemeinsam mit dem Fachbereich Medizin das interdisziplinäre 3R-Zentrum ICAR3R gegründet, und 2020 bezog der Fachbereich seine neue Klinik für Kleintiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische. Mit dem Jubiläumsjahr 2027 blickt der drittgrößte tierärztliche Ausbildungsstandort Deutschlands auf eine 250-jährige, kontinuierlich gewachsene Tradition zurück. Diese bildet zugleich ein starkes Fundament, um Forschung, Lehre und klinische Versorgung auch in Zukunft innovativ weiterzuentwickeln.
Ehrendoktorwürde für Ann Kathrin Linsenhoff

Im Rahmen der Promotionsfeier am 16. Juli 2026 hat der Fachbereich 10 die Ehrendoktorwürde an Dr. h. c. Ann Kathrin Linsenhoff verliehen. Sie studierte Veterinärmedizin an der Justus-Liebig-Universität und legte 1987 ihr Staatsexamen ab. International bekannt wurde sie durch ihre Erfolge im Dressurreiten, darunter der Olympiasieg 1988 in Seoul. Seit vielen Jahren engagiert sie sich für Wissenschaft, Sport und soziale Anliegen — unter anderem als Stifterin der Ann-Kathrin-Linsenhoff-UNICEF-Stiftung und der Linsenhoff-Stiftung sowie als Mitglied des JLU-Hochschulrats.
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