Echte Gemeinschaftsleistung
Gießen und Marburg bewerben sich gemeinsam um den Titel „Exzellenzuniversität“ – Besuch der internationalen Gutachterinnen und Gutachter am 6. und 7. Mai 2026
1. Oktober 2026
dit/chb. Internationaler Besuch aus den Reihen des Wissenschaftsrats: Am 6. und 7. Mai fand die Begutachtung für den Exzellenzantrag H_CORE – Hessian Collaboration for Research Excellence statt. Die Gutachterinnen und Gutachter waren vor Ort in Gießen, um sich ein Bild von dem gemeinsamen Exzellenzantrag H_CORE zu machen. Im Verbund mit der Philipps-Universität Marburg (UMR) steht die JLU im harten nationalen Wettbewerb um den Titel „Exzellenzuniversität“. Ob der gemeinsame Antrag am Ende erfolgreich ist, werden wir am 2. Oktober wissen. Die Konkurrenz ist groß: Insgesamt elf Standorte konkurrieren einzeln oder im Verbund um maximal fünf freie Plätze.
Eindrückliche Gemeinschaftsleistung
Schauplatz der Begutachtung waren das Philosophikum mit dem kurz vor der Eröffnung stehenden Neubau der Universitätsbibliothek und weitere Campusbereiche der Universität. JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz dankte allen herzlich, die in die intensiven Vorbereitungen involviert waren: „Ich bin sehr dankbar für die Gemeinschaftsleistung von allen Beteiligten, die dafür gesorgt haben, dass die Veranstaltung, auf die wir uns monatelang vorbereitet haben, so eine runde Sache war.“
Was ist H_CORE?
„Mit H_CORE bauen wir auf dem Erfolg beider Universitäten in der Exzellenzstrategie auf, in der wir gemeinsam vier Exzellenzcluster einwerben konnten“, erläuterte die JLU-Präsidentin: „Wir möchten die langjährige Zusammenarbeit im For-schungscampus Mittelhessen – FCMH – auf ein neues Niveau heben und uns als internationalen Spitzen-forschungsstandort positionieren.“ Mit dabei sind die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) als assoziierte Partnerin, das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) sowie vier außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels und Ministerpräsident Boris Rhein hatten die Mitglieder der Allianz in Mittelhessen bei der Begutachtung persönlich begleitet und unterstützt. Dies zeige, so Prof. Lorenz, welchen Stellenwert dieses Vorhaben für das Land Hessen hat.
Vision
H_CORE lebt von der Vielfalt unserer wissenschaftlichen Gemeinschaft. Es geht darum, durch unsere fachliche Breite Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit zu finden – ganz im Geiste von Justus Liebig und Emil von Behring. Gleichzeitig legt H_CORE einen besonderen Fokus auf wissenschaftliche Talente in frühen Karrierephasen inklusive Unabhängigkeit als Postdoc oder Nachwuchs-gruppenleitung. Mit H_CORE sollen alle von einer gestärkten Forschungslandschaft, mehr wissenschaftsunterstützenden Angeboten und internationaler Sichtbarkeit profitieren. Für Studierende würde sowohl der Einstieg ins Studium als auch die frühe Einbindung in die Spitzenforschung weiter erleichtert.
Nächste Schritte
Und wenn es am Ende nicht klappt? Das JLU-Präsidium ist überzeugt: „Dann haben wir trotzdem sehr viel gelernt. Was in den vergangenen Monaten hier in Gießen und Marburg sowie mit den Partnerinnen und Partnern geleistet wurde, war beein-druckend. Viele haben mit großem Einsatz und Herzblut zu Antrag und Begutachtung beigetragen – aus Forschung, Verwaltung, zentralen Einrichtungen, Gremien und allen Statusgruppen – eine echte Gemeinschaftsleistung.“