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Warum wir Monster lieben und wovor wir uns fürchten

Monster-Symposium des DFG-Netzwerks „Monstrous Matters“ – Kooperation des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU mit dem Theater Heilbronn

Eine Gruppe verschiedenfarbiger, flauschiger Monster unterschiedlicher Formen und Größen steht gemeinsam auf dem Dach des Theaters Heilbronn, eines modernen Gebäudes unter blauem Himmel.
Sind schon gespannt auf das Symposium: Monster auf dem Theater Heilbronn. Foto: Tina Gothe (Theater Heilbronn)

19. Oktober 2026

Welche Rolle spielt das Monströse auf der Bühne, in Geschichten, Bildern und in Bezug auf Körper? Welche Rolle spielt es im realen Leben?  Und wie gehen wir damit um? Was lernen wir über uns und unsere Gesellschaft, wenn wir uns anschauen, welche Monster wir kreieren, welche wir fürchten und welche wir lieben? Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt des Monster-Symposiums, das das interdisziplinäre DFG-Netzwerk „Monstrous Matters“ in Kooperation mit dem Theater Heilbronn veranstaltet. Die Theaterwissenschaftlerin und -macherin Dr. Ekaterina Trachsel vom Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU ist eine der beiden Koordinator:innen des Netzwerks. Das dreitägige Symposium in Heilbronn bietet vom 30. Oktober bis zum 1. November 2026 Beiträge zwischen Theorie und Praxis der Monster Studies.

Neben künstlerischen Gastspielen von Prof. Dr. Xavier Le Roy, Professur für Angewandte Theaterwissenschaft mit dem Schwerpunkt Praxis performativer Künste an der JLU, Ocean Stefan (THE MONSTER SPEAKS) und Monster Mansion gibt es wissenschaftliche Beiträge unter anderem von Michael Chemers (Leiter des Center for Monster Studies an der University of California in Santa Cruz, USA), Prof. Dr. Gerald Siegmund, Professur für Angewandte Theaterwissenschaft an der JLU und Dr. Ekaterina Trachsel. Zu Gast sind außerdem Mike Halekakis (Podcast „The Show Where They Talk About Monsters“) und Norbert Finzsch (Autor von „Abjekte Körper“).

Ein farbenfrohes, riesiges gestricktes Monster sitzt auf dem Theater Heilbronn, einem modernen Gebäude.
Am Theater Heilbronn findet das Monster Symposium in Kooperation mit dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft statt. Foto: Tina Gothe (Theater Heilbronn)

In seiner Lecture Performance „Monster of Circumstances“ untersucht Le Roy, wie Monster entstehen, wie sie aus Fantasiewelten entfliehen und in unser tägliches Leben eindringen, um unter uns und in uns zu sein – und wie sie uns vielleicht helfen können, unsere Ängste zu überwinden. Wie bei vielen seiner Arbeiten, die zu Klassikern der Performancekunst geworden sind, öffnet er gemeinsam mit dem Publikum einen Erfahrungsraum, in dem die Prinzipien der Performance selbst sichtbar werden und Theorie durch die Mittel der Performance sinnlich vermittelt wird.

Bei einem Vernetzungstreffen im Rahmen des Symposiums wird zudem pünktlich zum 30-jährigen Geburtstag der Monster Studies das European Center for Monster Studies gegründet. Es soll als interdisziplinärer Forschungs-Hub dienen und wird an der JLU angesiedelt sein.

Gefördert wird das Monster-Symposium sowie die Teilnahme und Mitarbeit von 30 Studierenden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU, dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt, der Hessischen Theaterakademie (HTA) und dem Theater Heilbronn.

Programm des Monster-Symposiums