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Artikelaktionen

Projekte-Mediensoziologie

Derzeitige Projekte

Geschlechterdifferenzen in familialen Übergangsphasen. Ethnografische Analysen von Elternwerdung, Trennung und Auszug des Kindes (2020-2023)
Das soziologische Forschungsprojekt untersucht für verschiedene Elternschaftsphasen die Fremd- und Selbstzuschreibungen an Mütter und Väter. Die empirische Analyse nimmt dabei die potentiell krisenhaften Übergangssituationen der Elternwerdung, der Trennung/Scheidung und des Auszugs des (letzten) Kindes in den Blick. Aufbauend auf bereits aus dem Vorläuferprojekt vorliegenden Ergebnissen zur Elternwerdung nehmen wir dabei an, dass die sich während der Schwangerschaft manifestierenden Formen der elterlichen Arbeitsteilung zu Pfadabhängigkeiten führen. Eine elterliche Trennung bzw. der Auszug des letzten Kindes stellt dann vielfach eine Situation der Mehrdeutigkeit und Unsicherheit dar, in deren Folge die oftmals geschlechtsdifferenten Selbstverständnisse und Zuständigkeiten zum Gegenstand von Reflexion und Neuaushandlung werden. Ziel des Projekts ist eine vertiefte Einsicht in die unterschiedlichen Zuschreibungen an weibliche und männliche Elternschaft sowie die Beantwortung der Frage, wie ggf. Geschlechterdifferenzen in der Elternschaft begründet und legitimiert werden. Zur Beantwortung dieser Fragen sind (online-)ethnografische Analysen der drei genannten Übergangsphasen geplant: Hierzu werden narrative (Paar-)Interviews mit betroffenen Eltern und Experten, Gruppendiskussionen, qualitative Inhaltsanalysen von Ratgeberliteratur, Analysen von Internetforen sowie teilnehmende Beobachtungen von Familiengerichtsverfahren durchgeführt. Die Studie untersucht somit entlang der liminalen Phasen von Elternwerdung, Trennung und Auszug des letzten Kindes die unterschiedlichen Formen, Legitimationen und Folgewirkungen weiblicher und männlicher Elternschaft. Das geplante Projekt bietet weiterhin eine mikrosoziologische Fundierung der bislang vor allem von der makrosoziologisch ausgerichteten Lebenslaufforschung beschriebenen familialen Übergangsereignisse.
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Schlafwissen. Zur Wissensgenerierung in Schlaflabor und Sleeptracking (2020-2023)
Das von der DFG-geförderte Kooperationsprojekt von Soziologie und Zeitgeschichte untersucht am Beispiel des Schlafs, wie Wissen in unterschiedlichen historischen und zeitgenössischen Kontexten für Experten und/oder Laien Geltung erlangt. Das Projekt verzahnt in drei Teilstudien eine Analyse der Wissensgenerierung (a) im Schlaflabor seit den 1970er Jahren (Prof. Dr. Hannah Ahlheim), (b) im zeitgenössischen Alltag des Schlaflabors (Prof. Dr. Dariuš Zifonun) sowie (c) im Kontext der digitalen Selbstvermessung zum Schlaf (Prof. Dr. Nicole Zillien). Die eng aufeinander abgestimmten Teilprojekte gehen jeweils der Frage nach, durch welche Praktiken, Technologien, Mess- und Darstellungsverfahren (Quantifizierung, Visualisierung, Narration) bestimmten Formen des Schlafwissens Deutungsmacht verliehen und Geltung zugeschrieben wird. Die Studie erfolgt in enger Kooperation mit den Schlaflaboren in Marburg, Zürich und Berlin. Die (a) zeithistorische Untersuchung stützt sich in ihren Analysen primär auf die in den kooperierenden Schlaflaboren erhaltenen Unterlagen, die im Kontext der Labore entstandenen (inter-)nationalen Fachpublikationen sowie Zeitzeugen-Interviews mit Schlafforscher:innen. Diese historische Analyse wird flankiert von der (b) soziologischen Untersuchung des zeitgenössischen Schlaflabors, welche aus einer alltagssoziologischen Perspektive mit den Mitteln der (Video-)Ethnographie auf die Wissensherstellung in der Experten-Laien-Interaktion fokussiert. Die Analysen zum Schlaflabor werden weiterhin mit der (c) soziologischen Untersuchung des Sleeptrackings kontrastiert, welche in einem online-ethnographischen Vorgehen Foren- und Blogbeiträge sowie Video-Vorträge zur digitalen Selbstvermessung zur Auswertung bringt.
Das Gesamtprojekt leistet damit einen Beitrag zum besseren Verständnis einer Gesellschaft, die sich durch eine genuine Verunsicherung ihrer Gewissheiten charakterisieren lässt und deren Alltagsleben zunehmend wissenschaftliches Orientierungs- und Entscheidungswissen erfordert. Indem die Untersuchung am Beispiel der Generierung von Wissen über Schlaf die soziale und historische Bedingtheit scheinbar „gesicherten“ Wissens in den Blick nimmt, beleuchtet und hinterfragt sie grundlegende Macht- und Entscheidungsstrukturen der modernen Gesellschaft. Die Kombination zeithistorischer und soziologischer Ansätze ermöglicht es dabei, die auf beiden Feldern geführten Debatten um die Produktion und soziale Konstruiertheit von Wissen, um die Bedeutung des Quantifizierens und Visualisierens von Wissen und um die Genese des modernen Subjekts zusammenzubringen.
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Abgeschlossene Projekte

Retraditionalisierung pränatal? Eine empirische Analyse von Geburtsvorbereitungskursen und Schwangerenforen (2016-2019)

Das Projekt „Retraditionalisierung pränatal? Eine empirische Analyse von Geburtsvorbereitungskursen und Schwangerenforen“ ist an den Universitäten Gießen und Tübingen angesiedelt. Im Zentrum steht die Frage nach den Ursachen der geschlechtsdifferenzierten Aufteilung von Sorge-, Haus- und Erwerbsarbeit nach der Geburt des ersten Kindes (Retraditionalisierung). Ausgehend von der Annahme, dass die Zuweisung bestimmter Zuständigkeiten bereits während der Schwangerschaft geschieht, sollen Geburtsvorbereitungskurse (Teilprojekt I – Tübingen) und Internetforen für Schwangere (Teilprojekt II – Gießen) bzgl. der Deutungsschemata von Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft untersucht werden, welche den Prozess der Retraditionalisierung wahrscheinlicher werden lassen.

Das an der Universität Tübingen angesiedelte Teilprojekt widmet sich der Frage, inwiefern das in den Kursen vermittelte Wissen normative Erwartungen an werdende Mütter bzw. Eltern impliziert. Das an der Universität Gießen angesiedelte Teilprojekt analysiert Internetforen für Schwangere als weitere Form der geburtsbezogenen Wissensaneignung. In enger Zusammenarbeit soll ein anschließender Vergleich der ethnografischen Kurs- und Forenuntersuchungen die Bedeutung der direkten, körperbasierten face-to-face-Interaktion vs. der computer-übermittelten, rein sprachlichen Kommunikation für die Wissensvermittlung herausarbeiten.

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Digitale Selbstvermessung - Eine empirische Analyse der reflexiven Selbstverwissenschaftlichung (2014-2018)
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt (2014-2018) untersucht aus körper-, wissens- und techniksoziologischer Perspektive die zunehmend stattfindende Verwissenschaftlichung des eigenen Körpers. Diese reflexive Selbstverwissenschaftlichung soll analytisch mit den Prozessen der Quantifizierung, Objektivierung und Expertisierung erfasst werden. Die empirische Analyse der reflexiven Selbstverwissenschaftlichung erfolgt am Beispiel der ernährungsbezogenen digitalen Selbstvermessung. Empirisch werden (1) die Charakteristika von Selbstvermessungstechnologien wie Apps, Gadgets und Webseiten herausgearbeitet, (2) die beispielsweise in Onlineforen kommunizierten Nutzungsmuster und Effekte der sogenannten Diet-Tracking-Apps untersucht und (3) mittels Interviews die Nutzungsroutinen von Selbstvermessern abgebildet und analysiert. Das Ziel der Studie besteht in einer empirisch gesättigten Konzeption der reflexiven Selbstverwissenschaftlichung.
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INTRO – Wissenschaftsvermittlung in Internetforen zur Reproduktionsmedizin. Eine empirische Untersuchung der Onlinekommunikation zum Thema Künstliche Befruchtung (2009-2011)
Im Projekt INTRO – Wissenschaftsvermittlung in Internetforen zur Reproduktionsmedizin wird am Beispiel der internetgestützten Laienkommunikation zum Thema „Künstliche Befruchtung“ untersucht, auf welche Art und Weise wissenschaftliches Wissen im Internet von Laien kommuniziert und rezipiert wird und welche Auswirkungen infolge dieser Form der Wissenschaftskommunikation auftreten. Erste Untersuchungen von Internetforen zur Reproduktionsmedizin liegen vor allem aus einer praxisorientiert-medizinischen Perspektive vor. Aufbauend auf diesen stark deskriptiv-empirischen Befunden wird eine soziologisch fundierte Studie angelegt, welche Theorien der Medien- und Wissenssoziologie, der Informations- und Wissensgesellschaft, der Netzwerk- und Internetforschung mit empirischen Ergebnissen verbindet. Zu diesem Zweck werden (1) Leitfadeninterviews mit Männern und Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch, (2) eine standardisierte Onlinebefragung der Teilnehmer/innen eines Internetforums zur Reproduktionsmedizin sowie (3) eine inhaltsanalytische Untersuchung ausgewählter Diskussionsstränge eines entsprechenden Forums durchgeführt.
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