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Aktuelles

Call for Abstracts zum Themenheft „Wirkungsmodelle und Programmtheorien in der Evaluationspraxis“ Zeitschrift für Evaluation (Heft 2/2021)

Herausgegeben von Prof. Dr. Jan Hense (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Dr. Sandy Taut (Bayerisches Landesamt für Schule)

9. Juni 2020

 

Call als PDF-Datei

 

Zum Themenschwerpunkt

Wirkungsmodelle und Programmtheorien haben auch in der deutschsprachigen Evaluation in den vergangenen Jahren viel Akzeptanz und Verbreitung gefunden. Grundgedanke ihrer Verwendung in der Evaluation ist, dass die Funktions- und Wirkungsweise eines Evaluationsgegenstands in Form eines Modells bzw. einer gegenstandsspezifischen „theory of change“ explizit formuliert und visualisiert werden, um dann als inhaltlicher Bezugspunkt der Evaluation dienen zu können. Während Programmtheorien spezifische gegenstandsspezifische Annahmen über die Wirkungspfade formulieren, die von den Aktivitäten eines Programms zu seinen Wirkungen führen, hat sich der Begriff „Wirkungsmodell“ in den letzten Jahren als generischer Überbegriff etabliert, der z.B. auch die weniger spezifischen logischen Modelle umfasst.

Die wichtigste Begründung für die Berücksichtigung von Wirkungsmodellen und v.a. Programmtheorien in der Evaluation war ursprünglich, die „black box“ rein outcome-orientierter Evaluationen zu überwinden, um nicht nur die Frage „Wirkt das Programm?“ beantworten zu können, sondern auch „Warum wirkt es (nicht)?“ und „Wie kann man die Wirkung verbessern?“. Inzwischen werden aber über diese analytische Funktion hinaus vielfältige weitere Anwendungen von Wirkungsmodellen diskutiert, die sich auf verschiedene Phasen des Evaluationsprozesses beziehen. Zu den in der Literatur häufig genannten Versprechungen gehören:

  • Wirkungsmodelle erleichtern Evaluierenden v.a. zu Beginn der Evaluation, das evaluierte Programm besser zu verstehen.
  • Wirkungsmodelle schaffen ein geteiltes Verständnis und einen gemeinsamen inhaltlichen Bezugspunkt für Stakeholder und die Evaluation.
  • Wirkungsmodelle erleichtern das Aushandeln von Zielen, Fokus und Fragen der Evaluation.
  • Wirkungsmodelle ermöglichen bei präformativen Evaluationen, ex-ante Evaluationen oder bei der Evaluierbarkeitsanalyse frühzeitig Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren.
  • Wirkungsmodelle erleichtern die Überprüfung der Implementierungstreue.
  • Wirkungsmodelle unterstützen die Entwicklung von Design, Instrumenten und Datenerhebungsplan der Evaluation.
  • Wirkungsmodelle können als Proxy-Variablen zur Ableitung begründbarer Indikatoren für schwer messbare oder erst später eintretende Outcomes dienen.
  • Wirkungsmodelle ermöglichen die explizite Überprüfung der Wirkannahmen eines Programms und damit einen Erkenntnisgewinn über den Evaluationsgegenstand hinaus.
  • Wirkungsmodelle ermöglichen das Aufdecken von Schwächen in Programmkonzept oder ‑umsetzung auf empirischer Basis und damit deren Verbesserung.
  • Wirkungsmodelle unterstützen die Berichterstattung und das Ableiten von Konsequenzen.

Darüber hinaus kann die Arbeit mit Wirkungsmodellen auch unabhängig von der Evaluation verschiedene positive Effekte für die Planung und Umsetzung von Programmen haben, so etwa wenn Maßnahmen alleine durch die Frage nach den Wirkungsannahmen gründlicher und reflektierter konzipiert werden. Das Themenheft möchte diese und weitere Erwartungen auf den Prüfstand stellen, indem anhand beispielhafter Evaluationsprojekte aus möglichst unterschiedlichen Anwendungsfeldern diskutiert wird, inwiefern diese Funktionen und Erwartungen in verschiedenen Kontexten umgesetzt werden konnten.

Ziele des Hefts sind also, die Anwendungsvielfalt von Wirkungsmodellen in der Evaluation an Fallbeispielen zu illustrieren und in der Gesamtschau den oft unterstellten Mehrwert des Ansatzes für die Evaluation und die evaluierte Praxis, auch im Verhältnis zum erforderlichen Zusatzaufwand, kritisch zur Diskussion zu stellen. Um die dabei erforderliche theoretische Einordnung der Beiträge zu leisten, sollte das Themenheft durch entsprechende Beiträge aus übergeordneter Perspektive gerahmt werden. Geplant sind ein einführender Überblicksbeitrag der Hrsg., in dem u.a. auch auf historische Vorläufer und verwandte Konzepte wie Logical Framework eingegangen wird, und ein abschließender kritischer Blick ggf. auch mit internationaler Perspektive. Schwerpunkt soll insgesamt der deutschsprachige Raum sein, wobei grundsätzlich eine internationale Ausrichtung der Diskussion angestrebt wird.

Call for Abstracts

Die Beiträge des Themenhefts werden in einem zweischrittigen Vorgehen zusammengestellt. Im ersten Schritt werden interessierte Autorinnen und Autoren um die Einreichung eines Abstracts von ca. 500 Wörtern gebeten. Daraus hervorgehen sollten:

  • Skizze der vorgestellten Evaluationsstudie(n) inkl. Anwendungs- bzw. Politikfeld
  • Funktionen, die Wirkungsmodell bzw. Programmtheorie im Evaluationsprozess hatten/haben
  • Überblicksartige Reflexion von Nutzen und Kosten der Verwendung von Wirkungsmodell bzw. Programmtheorie

Abstracts sind bis spätestens 1.9.2020 zu senden an: redaktion@zfev.de, jan.hense@psychol.uni-giessen.de und Sandy.Taut@las.bayern.de. Für formale Fragen gelten die Hinweise für Autorinnen und Autoren auf http://www.zfev.de/ sinngemäß.

Die Abstracts werden nach Passung zum Call und den allgemeinen Begutachtungskriterien der Zeitschrift begutachtet, anschließend erfolgt eine Einladung zum Vollmanuskript, das bis zum 15.2.2021 anzufertigen ist. Die fertigen Vollmanuskripte durchlaufen einen den Begutachtungsstandards der Zeitschrift entsprechenden Reviewprozess durch die Herausgebenden und mind. ein externes doppeltblindes Gutachten.

Zeitplan

Einreichungsfrist für Abstracts

01.09.2020

Rückmeldung und Einladung zum Vollmanuskript

15.09.2020

Verfassen der Beiträge durch die Autor/innen

15.02.2021

Begutachtung extern und durch Hrsg.

01.04.2021

Frist für die Abgabe der überarbeiteten Beiträge

15.06.2021

Erscheinen des Hefts

Oktober 2021

Kontakt

Inhaltliche Rückfragen richten Sie gerne an jan.hense@psychol.uni-giessen.de und Sandy.Taut@las.bayern.de, formale Rückfragen gerne an redaktion@zfev.de.