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Artikelaktionen

Das Vorlesungsverzeichnis des ZMI

 

Medienbezogene Lehrangebote Wintersemester 2017/18
Das ZMI bündelt in jedem Semester medienbezogene Lehrangebote der JLU. Weitere Informationen und Kommentare zu den angebotenen Veranstaltungen finden Sie weiter unten und in der PDF-Version des kommentierten Vorlesungsverzeichnis des ZMI.

 


 

 

Inhalt

 

Sektion I: Macht – Medium – Gesellschaft 

Pure Pop Hit-Fabriken von 1960 bis heute

Radio und sein Publikum

Audiobranding

Musik im audiovisuellen Kontext

Rape (and) Culture: Mediale und populärkulturelle Diskurse sexualisierter Gewalt

Presse und Nationalsozialismus

Demokratie und Medien

Medien und Schule

The Occupy Wall Street Movement in New York City

Generation Facebook & Co: über das Leben mit sozialen Netzwerkseiten

Digital native oder digital naiv? Medienwelten Kinder und Jugendlicher heute

1968 und die Medien

Medien, Kulturen und Konflikt

Medien und ihr Publikum

Vergleichende Imageanalysen von Musikstars (Empirische Forschungsmethoden II)

Macht, Markt und Manipulation: Musik und Dialektik der Aufklärung

Politische Partizipation

The Pornification of Culture

Twentieth-Century US Media, Law, Politics, Arts

Trans* Television

Manipulation der Medien

 

Sektion II: Medien und Didaktik

Podcasts als Medium der Musikvermittlung

Chancen und Grenzen des Einsatzes digitaler Medien im Unterricht (Te@m-Projektseminar)

Medien in Lebenswelten – Grundlage kulturellen Handelns im Jugendalter

Geschichte im Museum

Projektseminar Historische Lieder im Geschichtsunterricht

Projektseminar Oral History im Geschichtsunterricht

Vertiefungskurs Musik und Computer: Der Computer als Live-Instrument

Musik und Computer: Klangbearbeitung und Klangerzeugung mit Computer und Smartphone – „Audacity“, „GarageBand“ und Apps für Musikpädagog*innen

Musik und Computer: Notationssoftware und ihre Alternativen im handlungsorientierten Musikunterricht

Vertiefungskurs Musik und Computer: Produktion elektronischer Tanzmusik mit Ableton Live 

Schreib- und Mediendidaktik

Podcasts, Webquests & Co.: Lernen – Lehren – Forschen mit digitalen Medien im Französisch- und Spanischunterricht

Medien im historischen Lernen

Das Unfasssbare vermitteln – Genozide in medialen Darstellungen und historischer Bildung

Manipulation der Medien

Mediendidaktische Sprechstunde

„Allein in die Fremde“ – Kindertransporte in der Zeit des Nationalsozialismus und ihre literarische Aufarbeitung: Ein Praxisseminar zum fächerübergreifenden Unterricht

Lernen mit digitalen Medien

Text- und Bildmedien in der politischen Bildung


Sektion III: Educational Linguistics

Blogs

Online-Tutorierung im Multimedia-Zeitalter. Das Gießener Elektronische Praktikum

 

Sektion IV: Medien und Geschichte

Pure Pop Hit-Fabriken von 1960 bis heute

Radio und sein Publikum

Audiobranding

Musicalfilme

Musik im audiovisuellen Kontext

Presse und Nationalsozialismus

1968 und die Medien

Geschichte im Museum

Geschichte in Serie

Projektseminar Historische Lieder im Geschichtsunterricht

Projektseminar Oral History im Geschichtsunterricht

Medien und ihr Publikum

Propaganda in der Bundesrepublik? Wahlkampfkultur in Deutschland nach 1945

Fernsehwerkstatt

Vergleichende Imageanalysen von Musikstars (Empirische Forschungsmethoden II)

Macht, Markt und Manipulation: Musik und Dialektik der Aufklärung

Das Unfasssbare vermitteln – Genozide in medialen Darstellungen und historischer Bildung

Medien im historischen Lernen

Mediendidaktische Sprechstunde

„Allein in die Fremde“ – Kindertransporte in der Zeit des Nationalsozialismus und ihre literarische Aufarbeitung: Ein Praxisseminar zum fächerübergreifenden Unterricht

Panorama und Diorama – Zur Aktualität visueller Medien des 19. Jahrhunderts

Oberseminar zur Neueren und Neuesten Geschichte

 

Sektion V: Kunst und Medien

Musicalfilme

Musik im audiovisuellen Kontext

Brief, E-Mail, SMS – Inszenierung moderner Kommunikationsmedien in Literatur und Film

Digitales Gestalten (Fachpraxis-Seminar)

Panorama und Diorama – Zur Aktualität visueller Medien des 19. Jahrhunderts

 

Interdisziplinäre Lehrveranstaltungen

Podcasts als Medium der Musikvermittlung

Audiobranding

Musicalfilme

Musik im audiovisuellen Kontext

Berufsfeld Journalismus: Erfahrungsbericht einer Redakteurin des Gießener Anzeigers

Was mit Medien? Berufsfeld TV-Journalismus: Erfahrungsbericht eines Fernsehjournalisten

Vergleichende Imageanalysen von Musikstars (Empirische Forschungsmethoden II)

Macht, Markt und Manipulation: Musik und Dialektik der Aufklärung

 

Grundlagen

Einführung ins professionelle Mediensprechen

Einführung in die Lernplattform ILIAS – Erstellung von Inhalten: Lernmodule, Wikis, Portfolios und Blogs 

Einführung in Audio-Podcasting

Vertiefungskurs Musik und Computer: Der Computer als Live-Instrument

Musik und Computer: Klangbearbeitung und Klangerzeugung mit Computer und Smartphone – „Audacity“, „GarageBand“ und Apps für Musikpädagog*innen

Musik und Computer: Notationssoftware und ihre Alternativen im handlungsorientierten Musikunterricht

Vertiefungskurs Musik und Computer: Produktion elektronischer Tanzmusik mit Ableton Live 

Medien und ihr Publikum

Text- und Bildmedien in der politischen Bildung

 

 

 



Sektion I: Macht – Medium – Gesellschaft

 

Pure Pop Hit-Fabriken von 1960 bis heute

Dr. Ralf von Appen – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Mi. 10 – 12

Phil. II, D 08

Beginn: 18.10.2017

Erst mit dem Aufkommen einer sich gegenkulturell verstehenden Rockmusik Mitte der 1960er Jahre setzte sich ein Wertesystem durch, demzufolge Musiker ihre eigenen Songs schreiben und sich nicht - zumindest nicht offensichtlich - „kommerziell“ verhalten sollten. Davon ungeachtet blieb aber das ältere arbeitsteilige System aus Produzenten, Songwritern, Studiomusikern und Stars bestehen, das nach wie vor für die größten Chart-Hits verantwortlich ist. Im Seminar sollen Geschichte, Funktionsweise und Ästhetik dieser prototypischen Popmusik im Mittelpunkt stehen – und damit in der Popforschung sonst oft ignorierte Musiker und Produzenten beginnend mit den Autoren-Duos des Brill Building bis zu den Songwriting-Camps der Gegenwart (etwa Goffin/King, Holland/Dozier/Holland, Max Martin, Stock-Aitken-Waterman, Dr. Luke etc.).

 

 

 

Radio und sein Publikum

Tabea Bodenstedt – Historisches Institut, Fachjournalistik Geschichte

Proseminar

Grundstudium / Bachelor

Mo. 14 – 16

Phil. I, C 214

Beginn: 16.10.2017

Heutzutage gilt das Radio überwiegend als „Begleitmedium“, das nebenbei gehört werden kann. Seit der Einführung des Hörfunks in Deutschland im Jahr 1923 hatte das Radiohören allerdings eine weitaus größere Bedeutung, als gemeinschaftliches Familienerlebnis etwa, als Freizeitbeschäftigung und wichtige Informationsquelle. Im Seminar wollen wir die Frage stellen: Wie erlebte und nutzte die Hörerschaft das Radio im Laufe seiner Geschichte? Während Mediengeschichte einen wichtigen Stellenwert in der Geschichtswissenschaft einnimmt, wird das Publikum der Massenmedien nur selten erforscht. In diesem Proseminar wollen wir uns mit der Geschichte des Radios in Deutschland beschäftigen und dabei auf verschiedenen Wegen auch versuchen, seinen Hörerinnen und Hörern auf die Spur zu kommen.

Im Verlauf des Semesters werden wir wichtige Etappen der Hörfunkentwicklung innerhalb der unterschiedlichen politischen Systeme in Deutschland thematisieren. Dabei fragen wir besonders nach den Interessen und der Rezeption des Hörfunkpublikums und der Wirkung von Hörfunkprogrammen. Beispielsweise: Was erwartete die Hörerschaft in den 1920er Jahren vom neuen Medium Radio? Wie ging das Radiopublikum zwischen 1933 und 1945 mit nationalsozialistischem Propagandaradio und ablenkender Unterhaltung um? Hörten DDR-Bürgerinnen und Bürger am liebsten Westradio? Welche Möglichkeiten hatte das Hörfunkpublikum in der Bundesrepublik, sich am Programm zu beteiligen?

Ziel des Seminars ist es, einen Überblick über die Rundfunkentwicklung in Deutschland und am Beispiel des Hörfunks eine Einführung in Möglichkeiten und Grenzen historischer Publikums- und Rezeptionsforschung zu geben.

Einführende Literatur:

Konrad Dussel, Hörfunk in Deutschland. Politik, Programm, Publikum (1923-1960), Potsdam 2002.

Heinz Bonfadelli/ Thomas Friemel, Medienwirkungsforschung, Konstanz 2015.

Markus Behmer u.a. (Hg.), Das Gedächtnis des Rundfunks, Wiesbaden 2014.

 

 

 

Audiobranding

Prof. Dr. Claudia Bullerjahn – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Do. 10 – 12

Phil. II, D 07

Beginn: 19.10.2017

Häufig wird der „Marken-Fit“, also das Zusammenpassen von Sounds mit einer Marke bzw. einem Produkt, in den Mittelpunkt der Erfolgsfaktoren von Audio-Branding gerückt. Jedoch welche musikalischen Charakteristika sind relevant dafür, dass ein Musikstück, ein Song, ein Jingle, ein Audiologo oder ein Klang zu einem Produkt oder einer Marke passt? Gilt dies für jedes Individuum? Welche Bedeutung haben individuelle Variablen wie die biografische Relevanz für den Hörer (indexicality)? Wie kann man überhaupt messen, ob ein Werbeerfolg auf die benutzten Klänge zurückzuführen ist? In Zusammenarbeit mit Richard von Georgi, Studiengangsleiter für Medienpsychologie an der SRH Hochschule der populären Künste (hdpk) in Berlin, sollen bereits existierende Studien kritisch erörtert und neue empirische Forschungen geplant und durchgeführt werden. Hierfür beabsichtigen wir auch wechselseitige Exkursionen bzw. Blockveranstaltungen.

 

 

 

Musik im audiovisuellen Kontext

Prof. Dr. Claudia Bullerjahn – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Projektseminar

Bachelor / Master

Do. 8 – 10

Phil. II, D 07

Beginn: 19.10.2017

Im Kino, beim Fernsehen und beim Gaming hört man häufig Musik im Hintergrund zur emotional-kognitiven Unterstützung von Narrationen in Spiel-, Dokumentar- oder Werbefilmen sowie Videospielen. Die Darbietung von Live-Musik, virtuellen Performances oder Musikaufzeichnungen findet jedoch heutzutage gleichermaßen selten ohne visuellen Kontext statt, auch wenn es rein auditive Medien wie Radio und MP3-Player ermöglichen, den visuellen Kontext künstlich völlig auszublenden. Eine Vielzahl von empirischen Studien belegt einerseits vielfältige Wirkungen von funktionaler Medienmusik, welche Aufmerksamkeitshaltung und-lenkung, Wahrnehmungsprägnanz und Modulierung des Zeitempfindens, Darstellung von Gefühlen und empathische Reaktionen, Assoziationsbildung und Zugriff auf Gedächtnisinhalte sowie Meinungsbildung und Motivation von Verhalten betreffen. Andererseits geben weitere empirische Studien Hinweise darauf, dass eine audio-visuelle Präsentation die Wertschätzung eines Musikvortrags begünstigt und dass dabei schon der erste rein visuelle Eindruck zählt. Im September 2018 wird am Gießener Musikinstitut die DGM-Jahrestagung genau zu diesem Thema stattfinden. Ziel des Projektseminars ist einerseits die Planung, Durchführung, Auswertung und Verschriftlichung bzw. der Abschluss schon begonnener eigener empirischer Forschungsprojekte meiner Veranstaltungen "Psychologie der Filmmusik", "Sozialpsychologie des Musizierens" und "Musik in Computerspielen", welche im Rahmen von Postern oder Vorträgen auf der Tagung präsentiert werden können, andererseits die Beteiligung an der praktischen Planung und Durchführung der Tagung.

 

 

 

Rape (and) Culture: Mediale und populärkulturelle Diskurse sexualisierter Gewalt

Silke Braselmann – Institut für Soziologie

Proseminar

Bachelor / Lehramt

Di. 14 – 16

Phil. II, E 106

Beginn: 17.10.2017

In den letzten Jahren erlangte der Begriff Rape Culture auch in Deutschland immer größere Bekanntheit und entfachte spätestens mit dem vielbesprochenen und medial groß inszenierten Fall Gina-Lisa Lohfink breitere Diskussionen. In diesem Seminar wird sich dem Zusammenhang zwischen sexualisierter Gewalt und (Populär-)Kultur angenähert und gefragt, wie sexualisierte Gewalt definiert wird und wie die Gesellschaft damit umgeht. Was sind die Narrative in (Populär-)Kultur und Medien? Wie sind diese Erzählungen historisch gewachsen und wie werden sie heutzutage diskutiert? Was haben fiktionale Darstellungen von Vergewaltigung und sexualisierter Gewalt mit diesen Fragen zu tun?

Aufbauend auf kultur- und gewalttheoretische Texte und mit Bezug auf feministische Ansätze werden in diesem Seminar Darstellungen sexualisierter Gewalt in Film, TV-Serien und populärer Musik kritisch diskutiert. Dabei wird sich auch der medialen Diskussion des Themas und der Rolle der sozialen Netzwerke zugewendet und so der Zusammenhang von Kultur und Vergewaltigung sowie die gesellschaftlichen Implikationen einer möglichen Rape Culture erörtert.

 

 

 

Presse und Nationalsozialismus

Maria Daldrup – Historisches Institut, Fachjournalistik Geschichte

Proseminar

Grundstudium / Bachelor

Mi. 10 – 12

Rathenaustr. 8, 306

Beginn: 18.10.2017

„Wer die Presse hat […], der hat die öffentliche Meinung. Wer die öffentliche Meinung hat, der hat Recht. Wer Recht hat, der kommt in den Besitz der Macht“, so formulierte es Joseph Goebbels bereits im Jahre 1929. Mit dem politischen Machtwechsel 1933 sollte die Presse zu einem wesentlichen Medium der Politikvermittlung und gesellschaftlichen Kommunikation avancieren. Als ein Grundpfeiler der Propaganda wurde auf institutioneller, rechtlicher, ökonomischer und inhaltlicher Ebene versucht, die Zeitungen und Zeitschriften in das nationalsozialistische System einzubinden.

Anhand verschiedenster Quellenarten – von Presseanweisungen über Gesetzesvorschriften bis hin zu zeitgenössischen Presseerzeugnissen und retrospektiven Autobiographien – soll im Rahmen des Seminars ausgelotet werden, welche Folgen die Gleich- und Ausschaltungsstrategien des Regimes zeitigten. Zugleich werden sowohl die nationalsozialistische Presselandschaft als auch die Rolle und Alltagspraxis der 'SchriftleiterInnen' intensiv beleuchtet.

 

 

 

Demokratie und Medien

Ina Daßbach – Institut für Politikwissenschaft

Proseminar

Bachelor

Mi. 16 – 18

Phil. II, E106

Beginn: 18.10.2017

Modul 1 B.A. Social Sciences: Grundlagen der Politikwissenschaft und Soziologie

 

 

 

Medien und Schule

Christian Deutschmann – Institut für Soziologie

Proseminar

Lehramt

Mi. 16 – 18

Phil II, E101

Beginn: 18.10.2017

In dieser Einführung werden wir uns mit mediensoziologischen Grundbegriffen und Theorien sowie dem Wandel der Mediengesellschaft beschäftigen. Wir behandeln außerdem damit verknüpfte thematische Felder wie soziale Ungleichheit, Migration, Geschlechterverhältnisse, Bildung etc. Ein Hauptaugenmerk wird hierbei auf Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen gelegt.

 

 

 

The Occupy Wall Street Movement in New York City

Johannes Diesing – Institut für Politikwissenschaft

Proseminar

Hauptstudium

Di. 8 – 10

Raum: siehe eVV

Beginn: 17.10.2017

Die Literatur zum Seminar wird viele englische Texte enthalten. Es sind keine klassischen Referate geplant.

 

 

 

Generation Facebook & Co: über das Leben mit sozialen Netzwerkseiten

Dr. Michaela Goll – Institut für Soziologie

Seminar

Grund- und Hauptstudium / Bachelor

Do. 12 – 14

Phil. II, Raum: 02

Beginn: 19.10.2017

In der Veranstaltung wird es anhand empirischer Untersuchungen aus der Kultursoziologie, der Ethnologie und der Techniksoziologie darum gehen, wie soziale Netzwerkseiten unsere Kommunikations- und Interaktionsstrukturen verändern. Wir wollen uns dabei u.a. mit folgenden Fragen/Themen auseinandersetzen: Wa(h)re Freunde? Beziehungsmuster im Netz – Selbstdarstellung und Identitätsarbeit auf sozialen Netzwerkseiten – Macht uns das Netz einsam? – Wie verändern sich unsere Einstellungen zur Privatsphäre oder unsere Formen der „Selbstvermarktung“? Gibt es einen geschlechtsspezifischen Zugang zu sozialen Netzwerken, und was machen im Übrigen Senioren, Politiker und Unternehmen da drin? Warum fotografieren Menschen ihr Essen, und was hat Überwachung mit Social Media zu tun?

 

 

 

Digital native oder digital naiv? Medienwelten Kinder und Jugendlicher heute

Dr. Michaela Goll – Institut für Soziologie

Seminar

Grund- und Hauptstudium / Bachelor

Fr. 8 – 10

Phil. II, Raum: 02

Beginn: 20.10.2017

In dieser Veranstaltung geht es darum aufzuzeigen, wie sich das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen charakterisieren lässt, inwiefern geschlechtsspezifische Differenzen in Nutzung und Aneignung festzustellen sind, wie soziale Kontextbedingungen – Peers, Familie, Alter, Bildungsstand – die Mediensozialisation beeinflussen, welcher Stellenwert Medienerziehung in Familie und Schule zukommt und wo im Bereich der Medienaneignung und Medienwirkung gesellschaftliche Konfliktfelder liegen. Ein kurzer Einblick in den Themenverlauf: Welche Bedeutung haben Medien in unserer Gesellschaft? Verändert das Internet unsere Alltagskommunikation? Wie werden Medien angeeignet? Wie sieht die Freizeitgestaltung zwischen Peers und Medien aus? Ist die exzessive Internetnutzung Jugendlicher ein Massenphänomen? Verläuft die Mediensozialisation je nach sozialer Herkunft anders? Wie verhält es sich mit der Medienkompetenz von LehrerInnen versus SchülerInnen, Eltern versus SchülerInnen: wer ist hier digital native, wer naiv?

 

 

 

1968 und die Medien

Florian Hannig – Historisches Institut, Fachjournalistik Geschichte

Hauptseminar

Grund- und Hauptstudium / Bachelor

Mi. 14 – 16

Phil. II, C 030

Beginn: 18.10.2017

 

 

 

Medien, Kulturen und Konflikt

York Kautt – Institut für Soziologie

Vorlesung

Bachelor / Lehramt

Di. 10 – 12

Alter Steinbacher Weg 44, Raum 012

Beginn: 17.10.2017

Die Vorlesung behandelt zum einen die medientheoretisch zentralen Konzepte „Medium“, „Verbreitungsmedium“, „Kommunikationsmedium“, „Massenmedien“. Zum anderen wird die Frage diskutiert, welche soziokulturellen Effekte mit den einzelnen Kommunikationsmedien (insbesondere Schriftlichkeit, Buchdruck, technische Bildmedien, Computer) einhergehen, mithin die Frage, wie Medienentwicklungen die (historische und aktuelle) Transformation der Gesellschaft bedingen.

 

 

 

Medien und ihr Publikum

PD Dr. Claudia Kemper – Historisches Institut, Fachjournalistik Geschichte

Vorlesung

Bachelor / Master / Grund- und Hauptstudium

Do. 14 – 16

Phil. II, A 4

Beginn: 19.10.2017

 

 

 

Vergleichende Imageanalysen von Musikstars (Empirische Forschungsmethoden II)

PD Dr. Karsten Mackensen – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Di. 14 – 16

Phil. II, D 07

Beginn: 17.10.2017

Welches Image haben Musik-Stars? Und wie kann man ein solches Image systematisch analysieren? In einer (Teil-)Replikation einer Studie von Silke Borgstedt soll vergleichend das Image von Stars aus sehr verschiedenen musikalischen Bereichen untersucht werden (Klassik, Pop, Schlager). Es handelt sich um ein Projektseminar, das neben dem inhaltlichen Interesse eine Einführung in qualitative Verfahren der empirischen Sozialforschung verfolgt (Empirische Forschungsmethoden II).

 

 

 

Macht, Markt und Manipulation: Musik und Dialektik der Aufklärung

PD Dr. Karsten Mackensen – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Mo. 12 – 14

Phil. II, D 07

Beginn: 16.10.2017

Mit der Beschwörung des Fasslichen in der Musik benennt Anton Webern 1933 in Wien zugleich das Ende der Aufklärung im Faschismus. Dass dem Prinzip Aufklärung aber sein Umschlag ins Totalitäre wesenhaft, substantiell selbst eingeschrieben ist, wie Horkheimer und Adorno 1944 konstatierten, lässt sich am Funktionieren von Musik im Zeitalter der Aufklärung, also dem 18. Jahrhundert bereits ablesen. Vor dem Hintergrund von theoretischen Überlegungen zu den Begriffsfeldern „Macht“, „Totalitarismus“ und „Aufklärung“ wendet sich das Seminar konkreten Fragen musikalisch-kommunikativer Zusammenhänge in der „Denkbewegung“ (R. Vierhaus) zu, die nach Horkheimer/Adorno spätestens in der Kulturindustrie als Massenbetrug auftritt. Von besonderem Interesse sind dabei Fragen nach proto-industriellen Marktmechanismen in enger Verbindung mit Konzepten von Geschmacksbildung und stilistisch-sozialen Abgrenzungen unter Einschluss pädagogisch-musikalischer Einflussnahme. Musik selbst wird dabei in einem neuartigen Maße ideologisch.

 

 

 

Politische Partizipation

Prof. Dr. Dorothée de Nève – Institut für Politikwissenschaft

Proseminar

Grundstudium

Di. 8 – 10

Phil. II, E112

Beginn: 17.10.2017

In diesem Seminar werden grundlegende Kenntnisse der politikwissenschaftlichen Partizipationsforschung erläutert. Dabei geht es erstens um die typologische Unterscheidung unterschiedlicher Partizipationsformen. Zweitens wird die Relevanz unterschiedlicher Partizipationsformen in der Funktionslogik politischer Systeme reflektiert. Drittens geht es um die Bereitschaft der BürgerInnen, unterschiedliche Partizipationsinstrumente zu nutzen. In diesem Kurs werden außerdem Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens geübt. Details zu den Leistungsanforderungen, zur Lektüre und zum Seminarprogramm werden in der ersten Seminarsitzung bekannt gegeben.

 

 

 

The Pornification of Culture

Prof. Greta Olson – Institut für Anglistik

Seminar/Kolloquium

Master

Mo. 14 – 16

Phil. I, B409

Porn, this seminar maintains, has gone mainstream. Its tropes and narratives increasingly appear as unmarked in everyday culture. This pornification of Western post-industrial cultures includes the emergence of phenomena such as do-me or fuck-me feminism, erotic capital, and the sporno (sport + porn) body type as a new masculine ideal. In terms of cultural practices, this trend comprises the visual self-stylization of one’s fuckability, particularly in digital forums. For women and girls, this quality is attested to in Facebook and other forums through poses featuring pursed lips, breast and bottom cleavage, and come-hither facial expressions. For men, this trend is manifested in selfies that feature the subject’s hairless six- or eight-pack abdomen, juxtaposed above his open pants. It is also manifested in pole dancing having become a regular form of sport.

The seminar shall analyze specific texts in which porn tropes and narratives are carried over into mainstream culture and are thereby commodified or re-commodified. These texts include popular singers such as the US American Minaj’s highly sexualized video Anaconda (2014) or the Swedish singer Tove Lo’s short film Fairy Dust (2016), in which the singer is filmed while masturbating. We shall also examine the adaption of porn tropes in various forms of self-fashioning, such as selfies.

The pornification of culture has been variously described as “the rise of raunch culture” (Ariel Levy 2005), “the new sexism” (Rosalind Gill 2011), or as “the diversification of the pornographic” (Susanna Paasonen 2014). The seminar shall discuss these theoretical texts to better comprehend why porn has become so ubiquitously visible that its presence is rendered  invisible due to its regularity.

 

 

 

Twentieth-Century US Media, Law, Politics, Arts

Prof. Greta Olson – Institut für Anglistik

Vorlesung

Grund- und Hauptstudium/Bachelor und Master

Mo. 18 – 20

Phil. I, A3

This interactive lecture series employs musical, photographic, televisual, filmic, and digital texts to describe how changes in media and the arts affected the cultural politics and legal parameters of the United States during the twentieth century. Get ready to listen, watch, and think aloud.

 

 

 

Trans* Television

Prof. Greta Olson – Institut für Anglistik

Seminar

Master

Mi. 12 – 14

Phil. I, B40

Time Magazine recently described transgenderism as “America’s next civil rights frontier” (June 9, 2014). In this seminar we shall investigate how recent renderings of trans* individuals and lifestyles interact with the recent publicity surrounding transgenderism. Our central texts shall be Orange is the New Black (2013–) and Transparent (2014–). We shall look at both how the formal qualities of these series contribute to their political impact and discuss how the hype surrounding their actors and makers and themes has changed discourse around trans* politics in the United States.

 

 

 

Manipulation der Medien

Ralf Ottermann – Institut für Soziologie

Proseminar

Grundstudium

Di. 14 – 16

Phil. II, E119

Beginn: 17.10.2017

Der Begriff Manipulation (lat. für Handgriff, Kunstgriff) bedeutet im eigentlichen Sinne Handhabung und wird in Technik und Medizin auch so verwendet. Darüber hinaus ist Manipulation aber auch ein Begriff in Psychologie und Politik und bedeutet hier die gezielte und verdeckte Einflussnahme, also sämtliche Prozesse, welche auf eine Steuerung des Erlebens und Verhaltens von Einzelnen und Gruppen zielen und diesen verborgen bleiben sollen. Mit sozialer Manipulation sind im soziologischen sowie kriminologischen Sinne darüber hinaus sämtliche Formen der Beeinflussung des menschlichen Tuns und Denkens, Empfindens und Entscheidens gemeint, beispielsweise durch massenmediale Berichterstattung, Ratgeber, Propaganda oder Werbung. Manipulation hat demnach nicht notwendig etwas mit Täuschung zu tun, sie kann auch auf Gewalt oder anderen Mechanismen, insbesondere den üblichen Sozialisations-, Erziehungs- und Bildungsprozessen beruhen, die jeder von uns durchläuft und die heutzutage meist medial vermittelt sind. Denn Massen-, Unterhaltungs- und Kommunikationsmedien scheinen inzwischen immer und überall; trotz aller Kritik umgarnen sie uns von Anfang an und wirken inzwischen wie eine zentrale Sozialisationsinstanz bis zum Ende unserer Tage - und sogar darüber hinaus. Allerortens wird deshalb Medienkompetenz gefordert, Medienerziehung Bestandteil offizieller Lehrpläne. Was nun aber taugen Mediensoziologie und Medienpädagogik diesbezüglich wirklich für angehende Lehrer? Wie lässt sich das Faktum Mediengesellschaft handhaben und zuvörderst – wissenschaftlich fundiert – seiner habhaft werden? Wir werden der Sache auf den Grund gehen, denn vielleicht alles, was wir wissen, wissen wir durch Medien.

Literatur u. a.: Kleiner, Marcus S. (Hrsg.) (2010): Grundlagentexte zur sozialwissenschaftlichen Medienkritik. Wiesbaden: VS Verlag.

Themen:

00. Methoden

01. Mediensoziologie

02. Medienöffentlichkeit

03. Massenkommunikation

04. Unterhaltungsfigurationen

05. Onlinekommunikationen

06. Medienselbstkontrolle

07. Mediensozialisation

08. Medienkindheiten

09. Jugendmedien

10. Mediensport

11. Medienkompetenz

Leistungsanforderung: Soziologie ist die Wissenschaft vom Zwischenmenschlichen im weitesten Sinne; Sie werden Lehrer und ergreifen damit einen der so genannten sozialen Berufe, weshalb fächerübergreifende sozialwissenschaftliche Fertigkeiten Ihnen in Ihrem beruflichen Alltag keineswegs schaden werden. In Teamarbeit wird von Ihnen eine soziologisch orientierte Unterrichtseinheit zum jeweiligen Thema (nur zu einem, dieses aber mit Schmackes) mithilfe einschlägiger Fach-, Sach- und Methodenliteratur und/oder anderen (multimedialen) Materialien konzipiert, durchgespielt, evaluiert und dokumentiert - also keine langweiligen autorengläubige oder texttantrischen Referate samt allseitig unbeliebter sowie in berufstechnischer Hinsicht ohnehin in Form wissenschaftlicher Hausarbeitskompetenz und -performanz meist unnötigen Verschriftlichungen (die außer uns keiner liest) – vielmehr kurz, zwei Fliegen (sowohl schulisch relevantes soziologisches als auch didaktisches Wissen) mit einer Klappe.

 

 

 

 

 

Sektion II: Medien und Didaktik

 

Podcasts als Medium der Musikvermittlung

Dr. Ralf von Appen – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Grundstudium / Bachelor / Master

Di. 18 – 20

Phil. II, D 08

Beginn: 17.10.2017

Im Mittelpunkt dieses Seminars steht die Vermittlung von Musik und wissenschaftlicher Forschung mithilfe von Podcasts, also kurzen "Radio"-Beiträgen, die - gute Arbeiten vorausgesetzt - auch publiziert werden können.

Nach gemeinsamer Erarbeitung der technischen, rechtlichen und didaktischen Grundlagen werden in Einzelarbeit oder Zweiergruppen Podcast-Folgen konzipiert und im Tonstudio des Instituts oder in Heimarbeit produziert.

Auf diese Weise soll die Kompetenz erworben werden, über Musik nicht nur schreiben und sprechen zu können, sondern Zugänge zu Musik und fachwissenschaftliche Ergebnisse auch in multimedialen Formaten zielgruppenspezifisch über das Internet zu verbreiten.

 

 

 

Chancen und Grenzen des Einsatzes digitaler Medien im Unterricht (Te@m-Projektseminar)

Annika Brück-Hübner – Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften

Blockveranstaltung

Lehramt

Sa. 14.10.2017,09.00 - 14.30 Uhr   Phil. II, B 209

Sa. 21.10.2017,09.00 - 14.30 Uhr   Phil. II, B 013

Sa. 28.10.2017,09.00 - 14.30 Uhr   Phil. II, B 013

Sa. 18.11.2017,09.00 - 14.30 Uhr   Phil. II, B 013

Voraussetzungen zur Teilnahme: Besuch der Vorlesung EWL 2A1 im SS 2017. Für eine erfolgreiche Teilnahme müssen die Studierenden an all diesen Terminen anwesend sein!

 

 

 

Medien in Lebenswelten – Grundlage kulturellen Handelns im Jugendalter

Marcel Eulenbach – Institut für Erziehungswissenschaften

Seminar

Bachelor

mehrere Kurse zu verschiedenen Terminen, siehe eVV

„Medienwelten sind Lebenswelten – Lebenswelten sind Medienwelten“ – so fasste der Medienpädagoge Dieter Baacke einmal die alles durchdringende Bedeutung von Medien in der Spätmoderne zusammen. Dieses Seminar befasst sich mit typischen Jugendmedien, geht dabei allerdings nicht von einer medien- sondern von einer subjektzentrierten Perspektive aus. Medien werden somit als Elemente lebensweltlicher bzw. kultureller Praktiken im Jugendalter greifbar, etwa, indem ihre Funktion für den Identitätsaufbau im Austausch mit Gleichaltrigen beleuchtet wird. Die Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.

 

 

 

Geschichte im Museum

Olaf Hartung – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Hauptseminar

Hauptstudium

Di. 16 – 18

Phil. I, C 214

Beginn: 17.10.2017

Welche Arten museologischer, didaktischer und pädagogischer Arbeit historische Museen heute leisten, ist Gegenstand des Hauptseminars, in dem die Inhalte dieser Tätigkeitsfelder unter anderem im Sinne des Projektgedankens exemplarisch vermittelt werden. Wir beschäftigen uns mit den unterschiedlichen Ideen und Konzepten für die nunmehr über 200 Jahre alte Institution. Neben einer kursorischen Auseinandersetzung mit der frühen Ideen- und Sozialgeschichte des Museums liegt der Schwerpunkt auf den aktuellen Entwicklungen in der Museumsarbeit. Als ‚roter Faden’ durch das Hauptseminars dient uns die Frage nach der jeweiligen Rolle geschichtsdidaktischer Kategorien wie Geschichtskultur, Geschichtsbewusstsein, Gegenwartsbezug und Multiperspektivität in den Fachdiskussionen zur Museumsentwicklung.

Literaturempfehlungen

• Hochreiter, Walter: Vom Musentempel zum Lernort. Zur Sozialgeschichte deutscher Museen 1800 - 1914. Darmstadt 1994.

• Pomian, Krysztof: Der Ursprung des Museums. Vom Sammeln, Berlin 1988.

• Waidacher, Friedrich: Handbuch der allgemeinen Museologie, Wien / Köln / Weimar 1996 (2., erg. Aufl.).

• Korff, Gottfried: Musealisierung total? Notizen zu einem Trend, der die Institution, nach der er benannt ist, hinter sich gelassen hat, in: Füßmann, Klaus / Grütter, Heinrich Theodor / Rüsen, Jörn (Hrsg.): Historische Faszination. Geschichtskultur heute, Köln, Weimar, Wien 1994, S. 129 - 144.

• Hartung, Olaf: Museum und Geschichtskultur. Ästhetik – Politik – Wissenschaft, Bielefeld 2006.

• Olaf Hartung: Kleine deutsche Museumsgeschichte. Von der Aufklärung bis zum frühen 20. Jahrhundert, Köln/Weimar 2010.

• Olaf Hartung: Aktuelle Trends in der Museumsdidaktik und ihre Bedeutung für das historische Lernen, in: Hans-Jürgen Pandel / Vadim Oswalt (Hg.): Geschichtskultur. Die Anwesenheit von Vergangenheit in der Gegenwart, Schwalbach/ Ts. 2009, S. 149-168.

 

 

 

Projektseminar Historische Lieder im Geschichtsunterricht

Stefanie Hustedt – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Proseminar

Grund- und Hauptstudium

Do. 12 – 14

Phil. I, C 214

Beginn: 19.10.2017

Historische Lieder sind eine Quellengattung, die Schülern außergewöhnliche und emotionale Zugänge zu Geschichte ermöglichen kann. Sie bieten sich darüber hin-aus in besonderer Weise für den fächerverbindenden Unterricht an. Im Seminar werden auf theoretischer Ebene zunächst Möglichkeiten der Analyse historischer Lieder erörtert. Im Mittelpunkt steht dann die Erarbeitung und Präsentation eines kleinen Unterrichtsprojektes mit dem Schwerpunkt "historische Lieder".

 

 

 

Projektseminar Oral History im Geschichtsunterricht

Stefanie Hustedt – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Proseminar

Grund- und Hauptstudium

Fr. 12 – 14

Phil. I, C 029

Beginn: 20.10.2017

Im Mittelpunkt der Blockveranstaltung steht die Umsetzung von Zeitzeugengesprächen im schulischen Umfeld (Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation/ Weiterarbeit).

Zunächst werden die Forschungsliteratur zur Oral History erarbeitet und diskutiert sowie entsprechende Angebote in Schulbüchern und auf Homepages ausgewertet. Schwerpunkt ist der dritte Teil, in dem die Teilnehmer zu einem selbstgewählten Thema selbstgeführte Zeitzeugengespräche und eigene Überlegungen zu projektorientierten Unterrichtsideen präsentieren.

 

 

 

Vertiefungskurs Musik und Computer: Der Computer als Live-Instrument

Raphael Jurewicz – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Übung

Bachelor / Master

Mi. 16 – 18

Phil. II, D 07

Beginn: 18.10.2017

Computer sind aus dem Produktionsprozess Populärer Musik gegenwärtig kaum noch wegzudenken. Dies beschränkt sich jedoch längst nicht auf die Arbeit im Studio. Vielmehr finden Computer ihren Einsatz auf vielfältige Weise auf der Bühne. So ist der Computer als Instrument zu verstehen, mit dem etwa von anderen Instrumenten erzeugte Klänge bearbeitet, externe Synthesizer gesteuert oder ganze Stücke live erzeugt werden können. Moderne Sequenzerprogramme, wie das im Seminar verwendete Ableton Live, ermöglichen dabei ein hohes Maß an Freiheit in Komposition, Arrangement und Improvisation. Im Seminar soll der Einsatz des Computers im Live-Kontext erprobt werden, um eigene musikalische Ideen im Live-Kontext zu verwirklichen.

 

 

 

Musik und Computer: Klangbearbeitung und Klangerzeugung mit Computer und Smartphone – „Audacity“, „GarageBand“ und Apps für Musikpädagog*innen

Raphael Jurewicz – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Übung

Bachelor

Mi. 12 – 14

Phil. II, D 029

Beginn: 18.10.2017

Gruppenunterricht

Zum Thema:

Das Beherrschen der Klangbearbeitung und Klangerzeugung am Computer gehört zu den unumgänglichen musikpädagogischen Kompetenzen unserer Zeit. Inhalt dieser Veranstaltung ist deshalb die praktische Auseinandersetzung mit hierfür geeigneten Programmen. Am Beispiel der Musiksoftware „Audacity“ und „GarageBand“, sowie ausgewählter Smartphone-Apps werden grundlegende Techniken für die Produktion eigener Musikstücke am Computer kennengelernt und erprobt.

 

 

 

Musik und Computer: Notationssoftware und ihre Alternativen im handlungsorientierten Musikunterricht

Raphael Jurewicz – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Übung

Bachelor

Do. 10 – 12

Phil. II, D 029

Beginn: 19.10.2017

In der Veranstaltung werden Notensatzprogramme am Beispiel ausgewählter Prüfsteine erprobt und ihre Eignung für die musikpädagogische Praxis diskutiert. Den ersten Schwerpunkt bildet das Erstellen von Lead-Sheets und Arrangements zum Kennenlernen und Einüben verschiedener Eingabe- und Darstellungsmöglichkeiten. Weiterhin werden alternative Notationsformen von Musik betrachtet und auf ihre jeweiligen Anwendungsbereiche hin überprüft. Darauf aufbauend werden eigene Ideen für einen handlungsorientierten Einsatz von Computern im Musikunterricht entwickelt.

 

 

 

Vertiefungskurs Musik und Computer: Produktion elektronischer Tanzmusik mit Ableton Live

Raphael Jurewicz – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Übung

Bachelor / Master

Do. 14 – 16

Phil. II, D 07

Beginn: 19.10.2017

Der Musikcomputer ist ein bedeutendes Musikinstrument unserer Zeit. Dies gilt sowohl für die Aufnahme und Bearbeitung von Musik im Studio als auch für den Live-Einsatz auf der Bühne. In der Veranstaltung werden Grundlagen der Verwendung des Sequenzerprogramms Ableton Live vermittelt, welche die Teilnehmer*innen dazu befähigen sollen, eigenständig musikalische Projekte am Computer zu realisieren und eigene Tracks zu produzieren. Hierbei wird der Schwerpunkt auf der Produktion elektronischer Tanzmusik im weiten Sinne liegen.

 

 

 

Schreib- und Mediendidaktik

Prof. Katrin Lehnen – Institut für Germanistik

Seminar

Lehramt

Di. 14 – 16

Phil. I, B 106

Beginn: 17.10.2017

 

 

 

Podcasts, Webquests & Co.: Lernen – Lehren – Forschen mit digitalen Medien im Französisch- und Spanischunterricht

Prof. Hélène Martinez – Institut für Romanistik, Didaktik der romanischen Sprachen und Literatur

Seminar

Hauptstudium (Lehramt) / Master

Do. 10 – 12

Phil. II, G 119

Beginn: 19.10.2017

Das Seminar fokussiert auf den Aufbau einer kritischen Medienkompetenz und ermöglicht den Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmern das Kennenlernen und Erproben unterschiedlicher digitaler „Tools“ (Podcasts, WebQuests, Chats etc.) sowie das Ausloten ihres Potenzials für den Französisch- bzw. Spanischunterricht. Die Seminarkonzeption betont die enge Zusammenarbeit von universitärer Theorie und schulischer Praxis und fördert einen aktiven Austausch zwischen Studierenden, Schülern und Lehrenden. Im Seminar geht es also einerseits um theoretische Grundlagen und andererseits um Konstruktionen mediengestützter Aufgaben sowie deren Erprobung und Evaluation in der Schule.

 

 

 

Medien im historischen Lernen

Prof. Vadim Oswalt – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Vorlesung

Grund- und Hauptstudium

Di. 16 – 18

Phil. I, A 1

Beginn: 17.10.2017

Medienkompetenz stellt ein zentrales Ziel der Ausbildung von Geschichtslehrerinnen und -lehrern dar. In der Vorlesung werden die wichtigsten Mediengattungen vorgestellt und ihre methodischen Verwendungsmöglichkeiten zur Veranschaulichung und Vergegenwärtigung historischer Inhalte im Geschichtsunterricht behandelt. Es wird sowohl auf klassische Medien genauso wie die jüngsten Entwicklungen im Bereich digitale Medien vertiefend eingegangen. Studierende machen sich im Rahmen der die Vorlesung begleitenden Aufgaben mit der Arbeit mit dem Quellenportfolio vertraut, dass sie ihr weiteres Studium begleiten wird.

Literatur: Pandel, Hans-Jürgen/ Schneider, Gerhard (Hrsg.), Handbuch Medien im Geschichtsunterricht (Forum Historisches Lernen),, Schwalbach/ Ts. 1999. (Ausführliche Literaturliste zu Beginn des Semesters)

 

 

 

Das Unfasssbare vermitteln – Genozide in medialen Darstellungen und historischer Bildung

Prof. Vadim Oswalt – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Hauptseminar

Hauptstudium

Do. 10 – 12

Phil. I, C 214

Beginn: 19.10.2017

 

 

 

Manipulation der Medien

Ralf Ottermann – Institut für Soziologie

Proseminar

Grundstudium

Di. 14 – 16

Phil. II, E119

Beginn: 17.10.2017

Der Begriff Manipulation (lat. für Handgriff, Kunstgriff) bedeutet im eigentlichen Sinne Handhabung und wird in Technik und Medizin auch so verwendet. Darüber hinaus ist Manipulation aber auch ein Begriff in Psychologie und Politik und bedeutet hier die gezielte und verdeckte Einflussnahme, also sämtliche Prozesse, welche auf eine Steuerung des Erlebens und Verhaltens von Einzelnen und Gruppen zielen und diesen verborgen bleiben sollen. Mit sozialer Manipulation sind im soziologischen sowie kriminologischen Sinne darüber hinaus sämtliche Formen der Beeinflussung des menschlichen Tuns und Denkens, Empfindens und Entscheidens gemeint, beispielsweise durch massenmediale Berichterstattung, Ratgeber, Propaganda oder Werbung. Manipulation hat demnach nicht notwendig etwas mit Täuschung zu tun, sie kann auch auf Gewalt oder anderen Mechanismen, insbesondere den üblichen Sozialisations-, Erziehungs- und Bildungsprozessen beruhen, die jeder von uns durchläuft und die heutzutage meist medial vermittelt sind. Denn Massen-, Unterhaltungs- und Kommunikationsmedien scheinen inzwischen immer und überall; trotz aller Kritik umgarnen sie uns von Anfang an und wirken inzwischen wie eine zentrale Sozialisationsinstanz bis zum Ende unserer Tage - und sogar darüber hinaus. Allerortens wird deshalb Medienkompetenz gefordert, Medienerziehung Bestandteil offizieller Lehrpläne. Was nun aber taugen Mediensoziologie und Medienpädagogik diesbezüglich wirklich für angehende Lehrer? Wie lässt sich das Faktum Mediengesellschaft handhaben und zuvörderst – wissenschaftlich fundiert – seiner habhaft werden? Wir werden der Sache auf den Grund gehen, denn vielleicht alles, was wir wissen, wissen wir durch Medien.

Literatur u. a.: Kleiner, Marcus S. (Hrsg.) (2010): Grundlagentexte zur sozialwissenschaftlichen Medienkritik. Wiesbaden: VS Verlag.

Themen:

00. Methoden

01. Mediensoziologie

02. Medienöffentlichkeit

03. Massenkommunikation

04. Unterhaltungsfigurationen

05. Onlinekommunikationen

06. Medienselbstkontrolle

07. Mediensozialisation

08. Medienkindheiten

09. Jugendmedien

10. Mediensport

11. Medienkompetenz

Leistungsanforderung: Soziologie ist die Wissenschaft vom Zwischenmenschlichen im weitesten Sinne; Sie werden Lehrer und ergreifen damit einen der so genannten sozialen Berufe, weshalb fächerübergreifende sozialwissenschaftliche Fertigkeiten Ihnen in Ihrem beruflichen Alltag keineswegs schaden werden. In Teamarbeit wird von Ihnen eine soziologisch orientierte Unterrichtseinheit zum jeweiligen Thema (nur zu einem, dieses aber mit Schmackes) mithilfe einschlägiger Fach-, Sach- und Methodenliteratur und/oder anderen (multimedialen) Materialien konzipiert, durchgespielt, evaluiert und dokumentiert - also keine langweiligen autorengläubige oder texttantrischen Referate samt allseitig unbeliebter sowie in berufstechnischer Hinsicht ohnehin in Form wissenschaftlicher Hausarbeitskompetenz und -performanz meist unnötigen Verschriftlichungen (die außer uns keiner liest) – vielmehr kurz, zwei Fliegen (sowohl schulisch relevantes soziologisches als auch didaktisches Wissen) mit einer Klappe.

 

 

 

Mediendidaktische Sprechstunde

Monika Rox-Helmer – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Grund- und Hauptstudium / Aufbaustudium

Mi. 13 – 15

Phil. I, C207

Beginn: 18.10.2017

Die mediendidaktische Sprechstunde ist ein modulunabhängiges Beratungsangebot, das für fachwissenschaftliche wie für fachdidaktische und schulpraktische Fragen offen ist. Es kann ohne Voranmeldung genutzt werden kann. Sie können sich hier zum Medieneinsatz für Referate, Hausarbeiten und Praktika beraten lassen. Im Handapparat der Professur für Didaktik der Geschichte stehen vielfältige Medien zur Verfügung, die im Rahmen dieses Beratungsangebots genutzt werden können. Das Angebot erstreckt sich sowohl auf themenbezogene Auswahlfragen als auch auf Fragen der methodischen Aufbereitung.

 

 

 

„Allein in die Fremde“ – Kindertransporte in der Zeit des Nationalsozialismus und ihre literarische Aufarbeitung: Ein Praxisseminar zum fächerübergreifenden Unterricht

Monika Rox-Helmer / Norman Ächtler – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Proseminar

Grund- und Hauptstudium

Mi. 10 – 12

Phil. I, E 105

Beginn: 18.10.2017

Unbegleitete Minderjährige - das ist ein Begriff der in den letzten Jahren in vielen Facetten diskutiert wurde und wird. Das Phänomen selbst ist allerdings nicht neu. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden nach dem Novemberpogrom über 10.000 jüdische Kinder durch Hilfsorganisationen aus Deutschland und den von deutschen besetzten Gebieten ins Ausland gebracht.

Manche erfuhren erst weit nach Kriegsende von ihrer Rettung und vom Schicksal ihrer Familien; andere erlebten ihren Aufenthalt in Sicherheit ganz bewusst und litten unter der Trennung von den Eltern, der großen Ungewissheit und manchmal auch unter den Anforderungen der Pflegeeltern.

Die Erinnerungskultur der letzten Jahren greift das Thema in Form von Denkmälern, Stopersteinen, Zeitungsartikeln und filmischen Dokumentationen in vielfältiger Weise auf. Dazu kommen die Veröffentlichungen von Erinnerungstexten, fiktionale Aufbereitungen in der Kinder- und Jugendliteratur sowie belletristische Werke . Insofern ist das Thema sowohl für den Literatur- als auch für den Geschichtsunterricht relevant und bietet eine interessante Schnittfläche für fachübergreifendes Lernen.

In dem interdisziplinär angelegten Seminar sollen die jeweiligen fachdidaktischen Perspektiven auf das Thema profiliert und verschiedene mediale Aufbereitungen analysiert werden, um im Anschluss fachübergreifende Unterrichtseinheiten zum Thema zu entwickeln und zu reflektieren.

Literarische Beispiele:

W.G. Sebald: Austerlitz. München 2001.

Ursula Krechel: Landgericht. Salzburg 5. Aufl. 2012.

Ruth Barnett: Nationalität Staatenlos. Berlin 2016.

Anne Salewsky: Der olle Hitler soll sterben! Erinnerungen an den jüdischen Kindertransport nach England. München 2001.

Anne C. Voorhoeve: Liverpool Street. Ravensburg 2007.

Rainer M. Schröder: Die lange Reise des Jakob Stern. München 4. Aufl 2003.

Annika Thor: Eine Insel im Meer. Neuauflage Hamburg 2016.

 

 

 

Lernen mit digitalen Medien

Annette Stelter – Institut für Erziehungswissenschaften

Proseminar

Bachelor

Sa. 02.12.2017,10.00 - 18.00 Uhr 

So. 03.12.2017,10.00 - 18.00 Uhr 

Sa. 16.12.2017,10.00 - 18.00 Uhr 

So. 17.12.2017,10.00 - 18.00 Uhr 

Phil. II, B 216

2017

 

 

 

Text- und Bildmedien in der politischen Bildung

Torben Wengenroth – Institut für Schulpädagogik, Elementarbildung und Didaktik der Sozialwissenschaften

Seminar

Hauptstudium

Do. 10 – 12

Alter Steinbacher Weg 44, Raum 101

Beginn: 19.10.2017

 

 

 

 

 

Sektion III: Educational Linguistics

 

Blogs

Prof. Dr. Falk Seiler – Institut für Romanistik

Seminar

Bachelor / Master

Mi. 12 – 14

Phil. II, G 104

Beginn: 18.10.2017

 

 

 

Online-Tutorierung im Multimedia-Zeitalter. Das Gießener Elektronische Praktikum

Tamara Zeyer – Institut für Germanistik

Seminar

Master

Di. 10 – 12

Phil. I, B 26

Beginn: 17.10.2017

Digitale Medien spielen auch im DaF-Unterricht eine wichtige Rolle und ermöglichen unterschiedliche Lernszenarien. Im Rahmen des Elektronischen Praktikums werden Sie Deutschstudierende der Baptist University in Hongkong in Kleingruppen betreuen. Das Seminar bietet die Möglichkeit, erste Lehrerfahrungen als Online-TutorIn zu sammeln und diese intensiv zu reflektieren. Es werden verschiedene Medienformate zum Einsatz kommen, die im Seminar vorgestellt und auf ihr didaktisches Potential hin diskutiert werden. Sie werden sich gemeinsam mit den Studierenden in Hongkong zu landeskundlichen Themen mit Bezug auf das universitäre Leben austauschen. Darüber hinaus werden Sie mit den Studierenden Prüfungen für das Goethe-Zertifikat B1 simulieren. Hierfür werden Sie im Seminar Einblicke in das Feld der DaF-Prüfungen erhalten und selbst Prüfungsmaterial erstellen. Zudem werden Sie im Seminar immer wieder Gelegenheit haben, Ihre Erfahrungen im Elektronischen Praktikum miteinander auszutauschen und zu diskutieren. Beachten Sie bitte, dass die Teilnahme an beiden Blockveranstaltungen (27.10. und 11.11.) obligatorisch ist.

 

 

 

 

 

Sektion IV: Medien und Geschichte

 

Pure Pop Hit-Fabriken von 1960 bis heute

Dr. Ralf von Appen – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Mi. 10 – 12

Phil. II, D 08

Beginn: 18.10.2017

Erst mit dem Aufkommen einer sich gegenkulturell verstehenden Rockmusik Mitte der 1960er Jahre setzte sich ein Wertesystem durch, demzufolge Musiker ihre eigenen Songs schreiben und sich nicht - zumindest nicht offensichtlich - „kommerziell“ verhalten sollten. Davon ungeachtet blieb aber das ältere arbeitsteilige System aus Produzenten, Songwritern, Studiomusikern und Stars bestehen, das nach wie vor für die größten Chart-Hits verantwortlich ist. Im Seminar sollen Geschichte, Funktionsweise und Ästhetik dieser prototypischen Popmusik im Mittelpunkt stehen – und damit in der Popforschung sonst oft ignorierte Musiker und Produzenten beginnend mit den Autoren-Duos des Brill Building bis zu den Songwriting-Camps der Gegenwart (etwa Goffin/King, Holland/Dozier/Holland, Max Martin, Stock-Aitken-Waterman, Dr. Luke etc.).

 

 

 

Radio und sein Publikum

Tabea Bodenstedt – Historisches Institut, Fachjournalistik Geschichte

Proseminar

Grundstudium / Bachelor

Mo. 14 – 16

Phil. I, C 214

Beginn: 16.10.2017

Heutzutage gilt das Radio überwiegend als „Begleitmedium“, das nebenbei gehört werden kann. Seit der Einführung des Hörfunks in Deutschland im Jahr 1923 hatte das Radiohören allerdings eine weitaus größere Bedeutung, als gemeinschaftliches Familienerlebnis etwa, als Freizeitbeschäftigung und wichtige Informationsquelle. Im Seminar wollen wir die Frage stellen: Wie erlebte und nutzte die Hörerschaft das Radio im Laufe seiner Geschichte? Während Mediengeschichte einen wichtigen Stellenwert in der Geschichtswissenschaft einnimmt, wird das Publikum der Massenmedien nur selten erforscht. In diesem Proseminar wollen wir uns mit der Geschichte des Radios in Deutschland beschäftigen und dabei auf verschiedenen Wegen auch versuchen, seinen Hörerinnen und Hörern auf die Spur zu kommen.

Im Verlauf des Semesters werden wir wichtige Etappen der Hörfunkentwicklung innerhalb der unterschiedlichen politischen Systeme in Deutschland thematisieren. Dabei fragen wir besonders nach den Interessen und der Rezeption des Hörfunkpublikums und der Wirkung von Hörfunkprogrammen. Beispielsweise: Was erwartete die Hörerschaft in den 1920er Jahren vom neuen Medium Radio? Wie ging das Radiopublikum zwischen 1933 und 1945 mit nationalsozialistischem Propagandaradio und ablenkender Unterhaltung um? Hörten DDR-Bürgerinnen und Bürger am liebsten Westradio? Welche Möglichkeiten hatte das Hörfunkpublikum in der Bundesrepublik, sich am Programm zu beteiligen?

Ziel des Seminars ist es, einen Überblick über die Rundfunkentwicklung in Deutschland und am Beispiel des Hörfunks eine Einführung in Möglichkeiten und Grenzen historischer Publikums- und Rezeptionsforschung zu geben.

Einführende Literatur:

Konrad Dussel, Hörfunk in Deutschland. Politik, Programm, Publikum (1923-1960), Potsdam 2002.

Heinz Bonfadelli/ Thomas Friemel, Medienwirkungsforschung, Konstanz 2015.

Markus Behmer u.a. (Hg.), Das Gedächtnis des Rundfunks, Wiesbaden 2014.

 

 

 

Audiobranding

Prof. Dr. Claudia Bullerjahn – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Do. 10 – 12

Phil. II, D 07

Beginn: 19.10.2017

Häufig wird der „Marken-Fit“, also das Zusammenpassen von Sounds mit einer Marke bzw. einem Produkt, in den Mittelpunkt der Erfolgsfaktoren von Audio-Branding gerückt. Jedoch welche musikalischen Charakteristika sind relevant dafür, dass ein Musikstück, ein Song, ein Jingle, ein Audiologo oder ein Klang zu einem Produkt oder einer Marke passt? Gilt dies für jedes Individuum? Welche Bedeutung haben individuelle Variablen wie die biografische Relevanz für den Hörer (indexicality)? Wie kann man überhaupt messen, ob ein Werbeerfolg auf die benutzten Klänge zurückzuführen ist? In Zusammenarbeit mit Richard von Georgi, Studiengangsleiter für Medienpsychologie an der SRH Hochschule der populären Künste (hdpk) in Berlin, sollen bereits existierende Studien kritisch erörtert und neue empirische Forschungen geplant und durchgeführt werden. Hierfür beabsichtigen wir auch wechselseitige Exkursionen bzw. Blockveranstaltungen.

 

 

 

Musicalfilme

Prof. Dr. Claudia Bullerjahn – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Di. 10 – 12

Phil. II, D 08

Beginn: 17.10.2017

Schon 1927 erscheint mit dem ebenfalls als ersten Tonfilm bezeichneten The Jazz Singer der erste Musicalfilm. Er gehört zum später als ›show musical‹ benannten Subgenre, zu dem sich nur noch zwei weitere gesellen werden (›fairy tail‹ und ›folk musical‹). Eine ebenfalls etablierte Konvention des klassischen Hollywood-Musicals ist die ›dual-focus narration‹, d.h. eine romantische Liebesbeziehung anstelle einer einzelnen Heldenfigur als zentrales Element. Dem vorliegenden Seminar soll jedoch ein weiter Musicalfilmgenrebegriff zugrunde gelegt werden, was bedeutet, dass neben den klassischen Meilensteinen wie 42nd Street, Top Hat, Singin' in the Rain, An American in Paris, Oklahoma!, West Side Story, The Sound of Music und Cabaret, welche häufig auf der Verfilmung von Broadwaymusicals beruhen, auch Sonderformen (z.B. Disney-Zeichentrickmusicals), Grenzgänger (z.B. The Rocky Horror Picture Show, Dirty Dancing, Une femme est une femme, Dancer in the Dark, Bollywoodfilme, Musicalepisoden in Fernsehserien) und neuere Entwicklungen (Moulin Rouge!, Chicago, La la land) Berücksichtigung finden werden. Begleitend zu musikanalytischen Betrachtungen innerhalb des Seminars sollen in Zusammenarbeit mit Studierenden kommentierte Vorführungen vollständiger Filme in unserem Musiksaal stattfinden.

 

 

 

Musik im audiovisuellen Kontext

Prof. Dr. Claudia Bullerjahn – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Projektseminar

Bachelor / Master

Do. 8 – 10

Phil. II, D 07

Beginn: 19.10.2017

Im Kino, beim Fernsehen und beim Gaming hört man häufig Musik im Hintergrund zur emotional-kognitiven Unterstützung von Narrationen in Spiel-, Dokumentar- oder Werbefilmen sowie Videospielen. Die Darbietung von Live-Musik, virtuellen Performances oder Musikaufzeichnungen findet jedoch heutzutage gleichermaßen selten ohne visuellen Kontext statt, auch wenn es rein auditive Medien wie Radio und MP3-Player ermöglichen, den visuellen Kontext künstlich völlig auszublenden. Eine Vielzahl von empirischen Studien belegt einerseits vielfältige Wirkungen von funktionaler Medienmusik, welche Aufmerksamkeitshaltung und-lenkung, Wahrnehmungsprägnanz und Modulierung des Zeitempfindens, Darstellung von Gefühlen und empathische Reaktionen, Assoziationsbildung und Zugriff auf Gedächtnisinhalte sowie Meinungsbildung und Motivation von Verhalten betreffen. Andererseits geben weitere empirische Studien Hinweise darauf, dass eine audio-visuelle Präsentation die Wertschätzung eines Musikvortrags begünstigt und dass dabei schon der erste rein visuelle Eindruck zählt. Im September 2018 wird am Gießener Musikinstitut die DGM-Jahrestagung genau zu diesem Thema stattfinden. Ziel des Projektseminars ist einerseits die Planung, Durchführung, Auswertung und Verschriftlichung bzw. der Abschluss schon begonnener eigener empirischer Forschungsprojekte meiner Veranstaltungen "Psychologie der Filmmusik", "Sozialpsychologie des Musizierens" und "Musik in Computerspielen", welche im Rahmen von Postern oder Vorträgen auf der Tagung präsentiert werden können, andererseits die Beteiligung an der praktischen Planung und Durchführung der Tagung.

 

 

 

Presse und Nationalsozialismus

Maria Daldrup – Historisches Institut, Fachjournalistik Geschichte

Proseminar

Grundstudium / Bachelor

Mi. 10 – 12

Rathenaustr. 8, 306

Beginn: 18.10.2017

„Wer die Presse hat […], der hat die öffentliche Meinung. Wer die öffentliche Meinung hat, der hat Recht. Wer Recht hat, der kommt in den Besitz der Macht“, so formulierte es Joseph Goebbels bereits im Jahre 1929. Mit dem politischen Machtwechsel 1933 sollte die Presse zu einem wesentlichen Medium der Politikvermittlung und gesellschaftlichen Kommunikation avancieren. Als ein Grundpfeiler der Propaganda wurde auf institutioneller, rechtlicher, ökonomischer und inhaltlicher Ebene versucht, die Zeitungen und Zeitschriften in das nationalsozialistische System einzubinden.

Anhand verschiedenster Quellenarten – von Presseanweisungen über Gesetzesvorschriften bis hin zu zeitgenössischen Presseerzeugnissen und retrospektiven Autobiographien – soll im Rahmen des Seminars ausgelotet werden, welche Folgen die Gleich- und Ausschaltungsstrategien des Regimes zeitigten. Zugleich werden sowohl die nationalsozialistische Presselandschaft als auch die Rolle und Alltagspraxis der 'SchriftleiterInnen' intensiv beleuchtet.

 

 

 

1968 und die Medien

Florian Hannig – Historisches Institut, Fachjournalistik Geschichte

Hauptseminar

Grund- und Hauptstudium / Bachelor

Mi. 14 – 16

Phil. II, C 030

Beginn: 18.10.2017

 

 

 

Geschichte im Museum

Olaf Hartung – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Hauptseminar

Hauptstudium

Di. 16 – 18

Phil. I, C 214

Beginn: 16.10.2017

Welche Arten museologischer, didaktischer und pädagogischer Arbeit historische Museen heute leisten, ist Gegenstand des Hauptseminars, in dem die Inhalte dieser Tätigkeitsfelder unter anderem im Sinne des Projektgedankens exemplarisch vermittelt werden. Wir beschäftigen uns mit den unterschiedlichen Ideen und Konzepten für die nunmehr über 200 Jahre alte Institution. Neben einer kursorischen Auseinandersetzung mit der frühen Ideen- und Sozialgeschichte des Museums liegt der Schwerpunkt auf den aktuellen Entwicklungen in der Museumsarbeit. Als ‚roter Faden’ durch das Hauptseminars dient uns die Frage nach der jeweiligen Rolle geschichtsdidaktischer Kategorien wie Geschichtskultur, Geschichtsbewusstsein, Gegenwartsbezug und Multiperspektivität in den Fachdiskussionen zur Museumsentwicklung.

Literaturempfehlungen

• Hochreiter, Walter: Vom Musentempel zum Lernort. Zur Sozialgeschichte deutscher Museen 1800 - 1914. Darmstadt 1994.

• Pomian, Krysztof: Der Ursprung des Museums. Vom Sammeln, Berlin 1988.

• Waidacher, Friedrich: Handbuch der allgemeinen Museologie, Wien / Köln / Weimar 1996 (2., erg. Aufl.).

• Korff, Gottfried: Musealisierung total? Notizen zu einem Trend, der die Institution, nach der er benannt ist, hinter sich gelassen hat, in: Füßmann, Klaus / Grütter, Heinrich Theodor / Rüsen, Jörn (Hrsg.): Historische Faszination. Geschichtskultur heute, Köln, Weimar, Wien 1994, S. 129 - 144.

• Hartung, Olaf: Museum und Geschichtskultur. Ästhetik – Politik – Wissenschaft, Bielefeld 2006.

• Olaf Hartung: Kleine deutsche Museumsgeschichte. Von der Aufklärung bis zum frühen 20. Jahrhundert, Köln/Weimar 2010.

• Olaf Hartung: Aktuelle Trends in der Museumsdidaktik und ihre Bedeutung für das historische Lernen, in: Hans-Jürgen Pandel / Vadim Oswalt (Hg.): Geschichtskultur. Die Anwesenheit von Vergangenheit in der Gegenwart, Schwalbach/ Ts. 2009, S. 149-168.

 

 

 

Geschichte in Serie

Anja Horstmann – Historisches Institut, Fachjournalistik Geschichte

Proseminar

Grundstudium / Bachelor

Do. 14 – 16

Phil. II, C 214

Beginn: 19.10.2017

Rebellion (IRL, 2016), Manhattan (USA, 2014), Las Chicas del Cable (ESP, 2017), Ku'damm 56 (D, 2016) und Charité (D, 2017). Die Liste der genannten Titel lässt sich zahlreich erweitern, denn Serien und Mini-Serien mit historischen Themen und Bezügen „boomen“ gerade. Nicht nur internationale Streaming-Dienste produzieren am laufenden Band, auch national setzen die öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendungen immer mehr auf aufwendig produzierte Eventserien. Nostalgie, gepaart mit dem Medium inhärenten Spannungsmoment, ist aktuell ein Erfolgsrezept. In diesem Seminar wollen wir uns den Funktionsweisen und Bausteinen dieser Serien nähern. Erzählstrukturen, Auswahl und Umsetzung von historischen Themen, Wissensvermittlung in populären Formaten und Unterhaltungsfaktoren sowie Rezeption stehen dabei im Vordergrund.

Lektüre zur Vorbereitung (Auswahl):

Schleich, Markus, Fernsehserien. Geschichte, Theorie, Narration, Tübingen 2016.

Schütz, Daniela, Quality-TV als Unterhaltungsphänomen. Entwicklung, Charakteristika, Nutzung und Rezeption von Fernsehserien wie The Sopranos, The Wire oder Breaking Bad, Wiesbaden 2016.

 

 

 

Projektseminar Historische Lieder im Geschichtsunterricht

Stefanie Hustedt – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Proseminar

Grund- und Hauptstudium

Do. 12 – 14

Phil. I, C 214

Beginn: 19.10.2017

Historische Lieder sind eine Quellengattung, die Schülern außergewöhnliche und emotionale Zugänge zu Geschichte ermöglichen kann. Sie bieten sich darüber hinaus in besonderer Weise für den fächerverbindenden Unterricht an. Im Seminar werden auf theoretischer Ebene zunächst Möglichkeiten der Analyse historischer Lieder erörtert. Im Mittelpunkt steht dann die Erarbeitung und Präsentation eines kleinen Unterrichtsprojektes mit dem Schwerpunkt "historische Lieder".

 

 

 

Projektseminar Oral History im Geschichtsunterricht

Stefanie Hustedt – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Proseminar

Grund- und Hauptstudium

Fr. 12 – 14

Phil. I, C 029

Beginn: 20.10.2017

Im Mittelpunkt der Blockveranstaltung steht die Umsetzung von Zeitzeugengesprächen im schulischen Umfeld (Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation/ Weiterarbeit).

Zunächst werden die Forschungsliteratur zur Oral History erarbeitet und diskutiert sowie entsprechende Angebote in Schulbüchern und auf Homepages ausgewertet. Schwerpunkt ist der dritte Teil, in dem die Teilnehmer zu einem selbstgewählten Thema selbstgeführte Zeitzeugengespräche und eigene Überlegungen zu projektorientierten Unterrichtsideen präsentieren.

 

 

 

Medien und ihr Publikum

PD Dr. Claudia Kemper – Historisches Institut, Fachjournalistik Geschichte

Vorlesung

Bachelor / Master / Grund- und Hauptstudium

Do. 14 – 16

Phil. II, A 4

Beginn: 19.10.2017

 

 

 

Propaganda in der Bundesrepublik? Wahlkampfkultur in Deutschland nach 1945

Anne Christin Klotz – Historisches Institut

Proseminar

Bachelor / Lehramt

Do. 12 – 14

Phil. I, C 003

Beginn: 19.10.2017

Wahlplakate, Broschüren und Werbespots sollen den Wähler für eine Partei begeistern. Schon in den Anfangsjahren der Bundesrepublik bezogen Politiker dafür Demoskopie-Institute mit in ihre strategische Wahlkampfplanung ein. Später kamen Werbeagenturen hinzu und der Wahlkampf professionalisierte sich. Personalisierte Wahlkampagnen waren wenige Jahre nach dem Nationalsozialismus wieder möglich. Bis heute bewegt sich die politische Werbung zwischen Emotion und Sachlichkeit. Das Seminar fragt daher nach einem Wandel politischer Kommunikation in der Bundesrepublik Deutschland. Wie haben sich die Strategien der Politiker und ihrer Parteien verändert? Welche Erwartungen werden zwischen Wähler und Partei ausgehandelt? Welche Rolle spielen die Medien? Wie entwickelte sich die Symbol- und Sprachpolitik der Bundesrepublik zwischen Nationalsozialismus und Wiedervereinigung? Und welche Auswirkungen hat das auf die bundesdeutsche Demokratie?

In dem Seminar soll es darum gehen, einen Überblick über den bundesdeutschen Wahlkampf aus kulturgeschichtlicher Perspektive zu gewinnen. Das Seminar versteht sich als eine Einführung in grundlegende Fragen und Probleme der Zeitgeschichte. Mit der gründlichen Lektüre, Präsentation und Diskussion von neuerer Forschungsliteratur wie auch von Quellen werden grundlegende Arbeitstechniken der HistorikerIn geübt und vertieft.

 

 

 

Fernsehwerkstatt

Jana Kremin – Historisches Institut, Fachjournalistik Geschichte

Übung

Bachelor und Master

Di. 18 – 20

Phil. I, C 214

Beginn: 17.10.2017

 

 

 

Vergleichende Imageanalysen von Musikstars (Empirische Forschungsmethoden II)

PD Dr. Karsten Mackensen – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Di. 14 – 16

Phil. II, D 07

Beginn: 17.10.2017

Welches Image haben Musik-Stars? Und wie kann man ein solches Image systematisch analysieren? In einer (Teil-)Replikation einer Studie von Silke Borgstedt soll vergleichend das Image von Stars aus sehr verschiedenen musikalischen Bereichen untersucht werden (Klassik, Pop, Schlager). Es handelt sich um ein Projektseminar, das neben dem inhaltlichen Interesse eine Einführung in qualitative Verfahren der empirischen Sozialforschung verfolgt (Empirische Forschungsmethoden II).

 

 

 

Macht, Markt und Manipulation: Musik und Dialektik der Aufklärung

PD Dr. Karsten Mackensen – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Mo. 12 – 14

Phil. II, D 07

Beginn: 16.10.2017

Mit der Beschwörung des Fasslichen in der Musik benennt Anton Webern 1933 in Wien zugleich das Ende der Aufklärung im Faschismus. Dass dem Prinzip Aufklärung aber sein Umschlag ins Totalitäre wesenhaft, substantiell selbst eingeschrieben ist, wie Horkheimer und Adorno 1944 konstatierten, lässt sich am Funktionieren von Musik im Zeitalter der Aufklärung, also dem 18. Jahrhundert bereits ablesen. Vor dem Hintergrund von theoretischen Überlegungen zu den Begriffsfeldern „Macht“, „Totalitarismus“ und „Aufklärung“ wendet sich das Seminar konkreten Fragen musikalisch-kommunikativer Zusammenhänge in der „Denkbewegung“ (R. Vierhaus) zu, die nach Horkheimer/Adorno spätestens in der Kulturindustrie als Massenbetrug auftritt. Von besonderem Interesse sind dabei Fragen nach proto-industriellen Marktmechanismen in enger Verbindung mit Konzepten von Geschmacksbildung und stilistisch-sozialen Abgrenzungen unter Einschluss pädagogisch-musikalischer Einflussnahme. Musik selbst wird dabei in einem neuartigen Maße ideologisch.

 

 

 

Das Unfasssbare vermitteln – Genozide in medialen Darstellungen und historischer Bildung

Prof. Vadim Oswalt – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Hauptseminar

Hauptstudium

Do. 10 – 12

Phil. I, C 214

Beginn: 19.10.2017

 

 

 

Medien im historischen Lernen

Prof. Vadim Oswalt – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Vorlesung

Grund- und Hauptstudium

Di. 16 – 18

Phil. I, A 1

Beginn: 17.10.2017

Medienkompetenz stellt ein zentrales Ziel der Ausbildung von Geschichtslehrerinnen und -lehrern dar. In der Vorlesung werden die wichtigsten Mediengattungen vorgestellt und ihre methodischen Verwendungsmöglichkeiten zur Veranschaulichung und Vergegenwärtigung historischer Inhalte im Geschichtsunterricht behandelt. Es wird sowohl auf klassische Medien genauso wie die jüngsten Entwicklungen im Bereich digitale Medien vertiefend eingegangen. Studierende machen sich im Rahmen der die Vorlesung begleitenden Aufgaben mit der Arbeit mit dem Quellenportfolio vertraut, dass sie ihr weiteres Studium begleiten wird.

Literatur: Pandel, Hans-Jürgen/ Schneider, Gerhard (Hrsg.), Handbuch Medien im Geschichtsunterricht (Forum Historisches Lernen),, Schwalbach/ Ts. 1999. (Ausführliche Literaturliste zu Beginn des Semesters)

 

 

 

Mediendidaktische Sprechstunde

Monika Rox-Helmer – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Grund- und Hauptstudium / Aufbaustudium

Mi. 13 – 15

Phil. I, C207

Beginn: 18.10.2017

Die mediendidaktische Sprechstunde ist ein modulunabhängiges Beratungsangebot, das für fachwissenschaftliche wie für fachdidaktische und schulpraktische Fragen offen ist. Es kann ohne Voranmeldung genutzt werden kann. Sie können sich hier zum Medieneinsatz für Referate, Hausarbeiten und Praktika beraten lassen. Im Handapparat der Professur für Didaktik der Geschichte stehen vielfältige Medien zur Verfügung, die im Rahmen dieses Beratungsangebots genutzt werden können. Das Angebot erstreckt sich sowohl auf themenbezogene Auswahlfragen als auch auf Fragen der methodischen Aufbereitung.

 

 

 

„Allein in die Fremde“ – Kindertransporte in der Zeit des Nationalsozialismus und ihre literarische Aufarbeitung: Ein Praxisseminar zum fächerübergreifenden Unterricht

Monika Rox-Helmer / Norman Ächtler – Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Proseminar

Grund- und Hauptstudium

Mi. 10 – 12

Phil. I, E 105

Beginn: 18.10.2017

Unbegleitete Minderjährige - das ist ein Begriff der in den letzten Jahren in vielen Facetten diskutiert wurde und wird. Das Phänomen selbst ist allerdings nicht neu. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden nach dem Novemberpogrom über 10.000 jüdische Kinder durch Hilfsorganisationen aus Deutschland und den von deutschen besetzten Gebieten ins Ausland gebracht.

Manche erfuhren erst weit nach Kriegsende von ihrer Rettung und vom Schicksal ihrer Familien; andere erlebten ihren Aufenthalt in Sicherheit ganz bewusst und litten unter der Trennung von den Eltern, der großen Ungewissheit und manchmal auch unter den Anforderungen der Pflegeeltern.

Die Erinnerungskultur der letzten Jahren greift das Thema in Form von Denkmälern, Stopersteinen, Zeitungsartikeln und filmischen Dokumentationen in vielfältiger Weise auf. Dazu kommen die Veröffentlichungen von Erinnerungstexten, fiktionale Aufbereitungen in der Kinder- und Jugendliteratur sowie belletristische Werke . Insofern ist das Thema sowohl für den Literatur- als auch für den Geschichtsunterricht relevant und bietet eine interessante Schnittfläche für fachübergreifendes Lernen.

In dem interdisziplinär angelegten Seminar sollen die jeweiligen fachdidaktischen Perspektiven auf das Thema profiliert und verschiedene mediale Aufbereitungen analysiert werden, um im Anschluss fachübergreifende Unterrichtseinheiten zum Thema zu entwickeln und zu reflektieren.

Literarische Beispiele:

W.G. Sebald: Austerlitz. München 2001.

Ursula Krechel: Landgericht. Salzburg 5. Aufl. 2012.

Ruth Barnett: Nationalität Staatenlos. Berlin 2016.

Anne Salewsky: Der olle Hitler soll sterben! Erinnerungen an den jüdischen Kindertransport nach England. München 2001.

Anne C. Voorhoeve: Liverpool Street. Ravensburg 2007.

Rainer M. Schröder: Die lange Reise des Jakob Stern. München 4. Aufl 2003.

Annika Thor: Eine Insel im Meer. Neuauflage Hamburg 2016.

 

 

 

Panorama und Diorama – Zur Aktualität visueller Medien des 19. Jahrhunderts

Dr. Gerd Steinmüller – Institut für Kunstpädagogik

Seminar

Hauptstudium / Bachelor

Do. 14 – 16

Phil. II, H 008a

Beginn: 19.10.2017

 

 

 

Oberseminar zur Neueren und Neuesten Geschichte

Prof. Katharina Stornig, Prof. Bettina Severin-Barboutie, PD Dr. Claudia Kemper – Historisches Institut

Oberseminar

Hauptstudium / Master

Mi. 17 – 19

Phil. I, C 214

Beginn: 18.10.2017

 

 

 

 

 

Sektion V: Kunst und Medien

 

Musicalfilme

Prof. Dr. Claudia Bullerjahn – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Di. 10 – 12

Phil. II, D 08

Beginn: 17.10.2017

Schon 1927 erscheint mit dem ebenfalls als ersten Tonfilm bezeichneten The Jazz Singer der erste Musicalfilm. Er gehört zum später als ›show musical‹ benannten Subgenre, zu dem sich nur noch zwei weitere gesellen werden (›fairy tail‹ und ›folk musical‹). Eine ebenfalls etablierte Konvention des klassischen Hollywood-Musicals ist die ›dual-focus narration‹, d.h. eine romantische Liebesbeziehung anstelle einer einzelnen Heldenfigur als zentrales Element. Dem vorliegenden Seminar soll jedoch ein weiter Musicalfilmgenrebegriff zugrunde gelegt werden, was bedeutet, dass neben den klassischen Meilensteinen wie 42nd Street, Top Hat, Singin' in the Rain, An American in Paris, Oklahoma!, West Side Story, The Sound of Music und Cabaret, welche häufig auf der Verfilmung von Broadwaymusicals beruhen, auch Sonderformen (z.B. Disney-Zeichentrickmusicals), Grenzgänger (z.B. The Rocky Horror Picture Show, Dirty Dancing, Une femme est une femme, Dancer in the Dark, Bollywoodfilme, Musicalepisoden in Fernsehserien) und neuere Entwicklungen (Moulin Rouge!, Chicago, La la land) Berücksichtigung finden werden. Begleitend zu musikanalytischen Betrachtungen innerhalb des Seminars sollen in Zusammenarbeit mit Studierenden kommentierte Vorführungen vollständiger Filme in unserem Musiksaal stattfinden.

 

 

 

Musik im audiovisuellen Kontext

Prof. Dr. Claudia Bullerjahn – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Projektseminar

Bachelor / Master

Do. 8 – 10

Phil. II, D 07

Beginn: 19.10.2017

Im Kino, beim Fernsehen und beim Gaming hört man häufig Musik im Hintergrund zur emotional-kognitiven Unterstützung von Narrationen in Spiel-, Dokumentar- oder Werbefilmen sowie Videospielen. Die Darbietung von Live-Musik, virtuellen Performances oder Musikaufzeichnungen findet jedoch heutzutage gleichermaßen selten ohne visuellen Kontext statt, auch wenn es rein auditive Medien wie Radio und MP3-Player ermöglichen, den visuellen Kontext künstlich völlig auszublenden. Eine Vielzahl von empirischen Studien belegt einerseits vielfältige Wirkungen von funktionaler Medienmusik, welche Aufmerksamkeitshaltung und-lenkung, Wahrnehmungsprägnanz und Modulierung des Zeitempfindens, Darstellung von Gefühlen und empathische Reaktionen, Assoziationsbildung und Zugriff auf Gedächtnisinhalte sowie Meinungsbildung und Motivation von Verhalten betreffen. Andererseits geben weitere empirische Studien Hinweise darauf, dass eine audio-visuelle Präsentation die Wertschätzung eines Musikvortrags begünstigt und dass dabei schon der erste rein visuelle Eindruck zählt. Im September 2018 wird am Gießener Musikinstitut die DGM-Jahrestagung genau zu diesem Thema stattfinden. Ziel des Projektseminars ist einerseits die Planung, Durchführung, Auswertung und Verschriftlichung bzw. der Abschluss schon begonnener eigener empirischer Forschungsprojekte meiner Veranstaltungen "Psychologie der Filmmusik", "Sozialpsychologie des Musizierens" und "Musik in Computerspielen", welche im Rahmen von Postern oder Vorträgen auf der Tagung präsentiert werden können, andererseits die Beteiligung an der praktischen Planung und Durchführung der Tagung.

 

 

 

Brief, E-Mail, SMS – Inszenierung moderner Kommunikationsmedien in Literatur und Film

Prof. Kirsten von Hagen – Institut für Romanistik

Seminar

Master / Lehramt

Do. 14 – 16

Phil. II, G 110e

Beginn: 19.10.2017

 

 

 

Digitales Gestalten (Fachpraxis-Seminar)

Harald Schaetzlein – Institut für Kunstpädagogik

Seminar

Bachelor / Master / Lehramt

Fr. 14 – 17

Phil. II, H 101c

Beginn: 20.10.2017

Genug von schmutzigen Fingern, fehlenden Farben und fiesen Dämpfen?

Dann doch lieber Abstürze, wirre Dateiformate und Lizensierungsfragen?

Willkommen in der ziemlich weiten Welt der COMPUTERGRAFIK!

Das Zeichnen und Malen mit dem Rechner, die digitale Erzeugung von Computergrafiken, ruht auf zwei Säulen: der digitalen Bildbearbeitung und der Vektorgrafik.

In diesem Seminar wird eine Einführung in die beiden zentralen Werkzeuge, sozusagen die Industriestandards der Computergrafik angeboten: zum einen ADOBE ILLUSTRATOR für die Erstellung von Vektorgrafiken wie Logos, Piktogramme, Infografiken, Karten, Comics und Game Characters und zum anderen ADOBE PHOTOSHOP für pixelbasiertes Arbeiten wie Bildbearbeitung, Retuschen, Fotomanipulationen und digitales Malen.

Sie lernen die Bedienkonzepte und gestalterischen Möglichkeiten der beiden Programme anhand von kurzen Trainingseinheiten mit Beispielen (an den Rechnern im Medienraum bzw. an Ihrem eigenen Laptop) kennen; das Arbeiten mit Farben, Ebenen, Pinseln und Stiften (und Radiergummis), Perspektive, Mustern und Symbolen.

In der Seminararbeit, also dem praktische Teil des Seminars, führen wir die Möglichkeiten der beiden Programme zusammen: die Anwendung und das Zusammenspiel der Software für Ihre eigenen Ideen.

Konkret formuliert, Beispiele für Themen der Seminararbeit wären „Pflanzen der Zukunft“, „Infrastrukturpläne von Westeros“ oder „Street-Art digital“. Da können wir dann noch abstimmen (oder dergleichen).

Ach so: bei dem Seminar „Medien und Design“, das immer im Sommersemester stattfindet, behandeln wir, auch wenn der Titel irgendwie ähnlich klingt, eher allgemeine Fragen zu GRAFIKDESIGN, also Themen wie Komposition, Wahrnehmung und Bildwirkung, Farbphysik, Typografie und Gestaltungsraster einerseits, andererseits das Erstellen von Layouts, PDFs und Druck mittels ADOBE INDESIGN. Zudem leiden wir außerdem noch unter dem Fehlen einer Klimaanlage.

Dieses Seminar im Sommersemester, obschon gespickt mit unschätzbaren Informationen und goldenen Worten, ist keine Voraussetzung für das aktuelle Seminar „Digitales Gestalten“ (auch wenn man es als „Grafikdesign 1“ betrachten könnte). Der Part am allseits beliebten Frontalunterricht ist diesmal wesentlich geringer (höchstens mal irgendwelche Exkurse, falls der Dozent sich gerade zu unbeachtet fühlt), wir werden meist an den Rechnern sitzen und nur an einigen sinnvollen Stellen gibt es einen Rückblick auf grundsätzliche Aspekte des Grafikdesigns.

 

 

 

Panorama und Diorama – Zur Aktualität visueller Medien des 19. Jahrhunderts

Dr. Gerd Steinmüller – Institut für Kunstpädagogik

Seminar

Hauptstudium / Bachelor

Do. 14 – 16

Phil. II, H 008a

Beginn: 19.10.2017

 

 

 

 

 

Interdisziplinäre Lehrveranstaltungen

 

Podcasts als Medium der Musikvermittlung

Dr. Ralf von Appen – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Grundstudium / Bachelor / Master

Di. 18 – 20

Phil. II, D 08

Beginn: 17.10.2017

Im Mittelpunkt dieses Seminars steht die Vermittlung von Musik und wissenschaftlicher Forschung mithilfe von Podcasts, also kurzen "Radio"-Beiträgen, die - gute Arbeiten vorausgesetzt - auch publiziert werden können.

Nach gemeinsamer Erarbeitung der technischen, rechtlichen und didaktischen Grundlagen werden in Einzelarbeit oder Zweiergruppen Podcast-Folgen konzipiert und im Tonstudio des Instituts oder in Heimarbeit produziert.

Auf diese Weise soll die Kompetenz erworben werden, über Musik nicht nur schreiben und sprechen zu können, sondern Zugänge zu Musik und fachwissenschaftliche Ergebnisse auch in multimedialen Formaten zielgruppenspezifisch über das Internet zu verbreiten.

 

 

 

Audiobranding

Prof. Dr. Claudia Bullerjahn – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Do. 10 – 12

Phil. II, D 07

Beginn: 19.10.2017

Häufig wird der „Marken-Fit“, also das Zusammenpassen von Sounds mit einer Marke bzw. einem Produkt, in den Mittelpunkt der Erfolgsfaktoren von Audio-Branding gerückt. Jedoch welche musikalischen Charakteristika sind relevant dafür, dass ein Musikstück, ein Song, ein Jingle, ein Audiologo oder ein Klang zu einem Produkt oder einer Marke passt? Gilt dies für jedes Individuum? Welche Bedeutung haben individuelle Variablen wie die biografische Relevanz für den Hörer (indexicality)? Wie kann man überhaupt messen, ob ein Werbeerfolg auf die benutzten Klänge zurückzuführen ist? In Zusammenarbeit mit Richard von Georgi, Studiengangsleiter für Medienpsychologie an der SRH Hochschule der populären Künste (hdpk) in Berlin, sollen bereits existierende Studien kritisch erörtert und neue empirische Forschungen geplant und durchgeführt werden. Hierfür beabsichtigen wir auch wechselseitige Exkursionen bzw. Blockveranstaltungen.

 

 

 

Musicalfilme

Prof. Dr. Claudia Bullerjahn – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Di. 10 – 12

Phil. II, D 08

Beginn: 17.10.2017

Schon 1927 erscheint mit dem ebenfalls als ersten Tonfilm bezeichneten The Jazz Singer der erste Musicalfilm. Er gehört zum später als ›show musical‹ benannten Subgenre, zu dem sich nur noch zwei weitere gesellen werden (›fairy tail‹ und ›folk musical‹). Eine ebenfalls etablierte Konvention des klassischen Hollywood-Musicals ist die ›dual-focus narration‹, d.h. eine romantische Liebesbeziehung anstelle einer einzelnen Heldenfigur als zentrales Element. Dem vorliegenden Seminar soll jedoch ein weiter Musicalfilmgenrebegriff zugrunde gelegt werden, was bedeutet, dass neben den klassischen Meilensteinen wie 42nd Street, Top Hat, Singin' in the Rain, An American in Paris, Oklahoma!, West Side Story, The Sound of Music und Cabaret, welche häufig auf der Verfilmung von Broadwaymusicals beruhen, auch Sonderformen (z.B. Disney-Zeichentrickmusicals), Grenzgänger (z.B. The Rocky Horror Picture Show, Dirty Dancing, Une femme est une femme, Dancer in the Dark, Bollywoodfilme, Musicalepisoden in Fernsehserien) und neuere Entwicklungen (Moulin Rouge!, Chicago, La la land) Berücksichtigung finden werden. Begleitend zu musikanalytischen Betrachtungen innerhalb des Seminars sollen in Zusammenarbeit mit Studierenden kommentierte Vorführungen vollständiger Filme in unserem Musiksaal stattfinden.

 

 

 

Musik im audiovisuellen Kontext

Prof. Dr. Claudia Bullerjahn – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Projektseminar

Bachelor / Master

Do. 8 – 10

Phil. II, D 07

Beginn: 19.10.2017

Im Kino, beim Fernsehen und beim Gaming hört man häufig Musik im Hintergrund zur emotional-kognitiven Unterstützung von Narrationen in Spiel-, Dokumentar- oder Werbefilmen sowie Videospielen. Die Darbietung von Live-Musik, virtuellen Performances oder Musikaufzeichnungen findet jedoch heutzutage gleichermaßen selten ohne visuellen Kontext statt, auch wenn es rein auditive Medien wie Radio und MP3-Player ermöglichen, den visuellen Kontext künstlich völlig auszublenden. Eine Vielzahl von empirischen Studien belegt einerseits vielfältige Wirkungen von funktionaler Medienmusik, welche Aufmerksamkeitshaltung und-lenkung, Wahrnehmungsprägnanz und Modulierung des Zeitempfindens, Darstellung von Gefühlen und empathische Reaktionen, Assoziationsbildung und Zugriff auf Gedächtnisinhalte sowie Meinungsbildung und Motivation von Verhalten betreffen. Andererseits geben weitere empirische Studien Hinweise darauf, dass eine audio-visuelle Präsentation die Wertschätzung eines Musikvortrags begünstigt und dass dabei schon der erste rein visuelle Eindruck zählt. Im September 2018 wird am Gießener Musikinstitut die DGM-Jahrestagung genau zu diesem Thema stattfinden. Ziel des Projektseminars ist einerseits die Planung, Durchführung, Auswertung und Verschriftlichung bzw. der Abschluss schon begonnener eigener empirischer Forschungsprojekte meiner Veranstaltungen "Psychologie der Filmmusik", "Sozialpsychologie des Musizierens" und "Musik in Computerspielen", welche im Rahmen von Postern oder Vorträgen auf der Tagung präsentiert werden können, andererseits die Beteiligung an der praktischen Planung und Durchführung der Tagung.

 

 

 

Berufsfeld Journalismus: Erfahrungsbericht einer Redakteurin des Gießener Anzeigers

Benjamin Frank-Morgan – ZfbK

Referentin: Manuela Falk, Gießener Anzeiger

Einzeltermin

Mi. 01.11.2017,18.00 – 20.00 Uhr

Raum 108, Karl-Glöckner-Straße 5A

Wortjongleur, Menschenversteher, Wahrheitsfinder: Die Aufgaben einer Redakteurin oder eines Redakteurs sind vielfältig. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich die Medienlandschaft in den letzten Jahren immer mehr verändert hat. Manuela Falk begann Anfang 2015 ihr Volontariat beim Gießener Anzeiger und ist seit April 2017 dort als Redakteurin angestellt. Sie arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich Bewegtbild, aber auch Social Media und dem klassichen Medium Zeitung.

Manuela Falk studierte den Bachelorstudiengang „Sprache, Literatur und Kultur“ (FB05) und von 2012 bis 2014 den gleichnamigen Masterstudiengang an der JLU Gießen. Seit April 2015 ist sie Volontärin beim Gießener Anzeiger. Ihr Aufgabenfeld umfasst das Schreiben von Artikeln, Fotografieren, Zeitungsseiten bauen, Online- und Videoproduktion.

 

 

 

Was mit Medien? Berufsfeld TV-Journalismus: Erfahrungsbericht eines Fernsehjournalisten

Benjamin Frank-Morgan – ZfbK

Referent: Andreas Schopf, RTL Hessen

Einzeltermin

Mi. 22.11.2017,18.00 – 20.00 Uhr

Raum 108, Karl-Glöckner-Straße 5A

„Irgendwas mit Medien…“ ist und bleibt der Traum vieler Studierenden. Doch was heißt das eigentlich? Was macht eine Reporterin oder ein Reporter eigentlich den ganzen Tag? Was muss man können? Was sollte man lernen? Und vielleicht am wichtigsten: Wie wird man Journalist? Antworten darauf gibt am 22. November Andreas Schopf. Nach seinem Studium der Geschichte mit dem Nebenfach Fachjournalistik begann er ein Volontariat bei RTL Hessen und arbeitet dort inzwischen als Reporter. In seinem Vortag gibt er Einblicke in die Arbeit eines Fernsehjournalisten und gibt Einblicke und Tipps für den Berufsstart?

 

 

 

Vergleichende Imageanalysen von Musikstars (Empirische Forschungsmethoden II)

PD Dr. Karsten Mackensen – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Di. 14 – 16

Phil. II, D 07

Beginn: 17.10.2017

Welches Image haben Musik-Stars? Und wie kann man ein solches Image systematisch analysieren? In einer (Teil-)Replikation einer Studie von Silke Borgstedt soll vergleichend das Image von Stars aus sehr verschiedenen musikalischen Bereichen untersucht werden (Klassik, Pop, Schlager). Es handelt sich um ein Projektseminar, das neben dem inhaltlichen Interesse eine Einführung in qualitative Verfahren der empirischen Sozialforschung verfolgt (Empirische Forschungsmethoden II).

 

 

 

Macht, Markt und Manipulation: Musik und Dialektik der Aufklärung

PD Dr. Karsten Mackensen – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Seminar

Bachelor / Master

Mo. 12 – 14

Phil. II, D 07

Beginn: 16.10.2017

Mit der Beschwörung des Fasslichen in der Musik benennt Anton Webern 1933 in Wien zugleich das Ende der Aufklärung im Faschismus. Dass dem Prinzip Aufklärung aber sein Umschlag ins Totalitäre wesenhaft, substantiell selbst eingeschrieben ist, wie Horkheimer und Adorno 1944 konstatierten, lässt sich am Funktionieren von Musik im Zeitalter der Aufklärung, also dem 18. Jahrhundert bereits ablesen. Vor dem Hintergrund von theoretischen Überlegungen zu den Begriffsfeldern „Macht“, „Totalitarismus“ und „Aufklärung“ wendet sich das Seminar konkreten Fragen musikalisch-kommunikativer Zusammenhänge in der „Denkbewegung“ (R. Vierhaus) zu, die nach Horkheimer/Adorno spätestens in der Kulturindustrie als Massenbetrug auftritt. Von besonderem Interesse sind dabei Fragen nach proto-industriellen Marktmechanismen in enger Verbindung mit Konzepten von Geschmacksbildung und stilistisch-sozialen Abgrenzungen unter Einschluss pädagogisch-musikalischer Einflussnahme. Musik selbst wird dabei in einem neuartigen Maße ideologisch.

 

 

 

 

 

Grundlagen

 

Einführung ins professionelle Mediensprechen

Frank Berge – ZfbK

Fr. 27.10.2017,18.00 - 21.00 Uhr    Karl-Glöckner-Str. 5A (ZfbK), 108

Fr. 10.11.2017,13.00 - 17.00 Uhr    HRZ

Sa. 25.11.2017,10.00 - 17.00 Uhr   Karl-Glöckner-Str. 5A (ZfbK), 108

Fr. 01.12.2017,10.00 - 17.00 Uhr    Fernsehstudio des Medienprojektes Offener Kanal Gießen (MOK)

Wer als Medienschaffender seine Zuschauer und Zuhörer erreichen will, darf sich nicht damit begnügen, möglichst eloquent zu einem virtuellen Publikum zu sprechen. Gute Präsentatoren verstehen es auch, mit ihrer Stimme und ihrer Körpersprache gezielt umzugehen. In diesem Seminar werden wir versuchen, uns diese Fähigkeiten in möglichst authentischen (Medien-)Situationen anzueignen, so beispielsweise bei einem Kameratraining und bei Übungen im Tonstudio. Dabei werden uns sowohl die physiologischen Aspekte des Sprechens, als auch Parameter der individuellen Präsenz und der Einsatz der Sprechausdrucksmerkmale Tempo, Melodie, Artikulation und Dynamik beschäftigen. So erwerben Sie Fähigkeiten, die Ihnen nicht nur im Medienbereich, sondern auch im Studium und in anderen Kontexten von Nutzen sein dürften. Die Veranstaltung wird mit bestanden/nicht bestanden abgeschlossen und kann mit 2 CP angerechnet werden.

 

 

 

Einführung in die Lernplattform ILIAS – Erstellung von Inhalten: Lernmodule, Wikis, Portfolios und Blogs

Mirco Hilbert – HRZ

Halbtägiger Termin, Zeit und Ort nach Vereinbarung. Bitte tragen Sie sich bei Interesse in Stud.IP ein.

Dieser Workshop legt den Fokus auf die Erstellung von (Lern-)Inhalten mit ILIAS. Ein grundlegendes Verständnis in der Bedienung von ILIAS, wie es in dem Workshop "Einführung in die Lernplattform ILIAS - Grundlagen" vermittelt wird, wird vorausgesetzt.

Ein zentrales Instrument zur Erstellung von Inhalten in ILIAS ist der ILIAS-Seiteneditor. Hat man dessen Prinzip verstanden, so lassen sich diverse Objekte zur Inhaltserstellung nutzen und miteinander kombinieren. Abhängig vom konkreten didaktischen Szenario kann die Erstellung von Inhalten in ILIAS sowohl auf Seiten der Lehrenden als auch auf Seiten der Studierenden liegen und hier ggf. auch eine Prüfungsleistung darstellen. Je nach Interesse der Teilnehmenden werden wir einzelne Werkzeuge zur Erstellung von Inhalten auch praktisch einsetzen.

ILIAS-Werkzeuge, die in diesem Workshop angesprochen werden: ILIAS-Lernmodul, Glossar, Wiki, Portfolio, Blog, Medienpool.

Je nach Bedarf und Interesse der Teilnehmenden werden ergänzend zu dem Workshop auch Einzelberatungen oder individuelle Gruppen-Schulungen angeboten, in denen wir Sie gerne bei der konkreten Umsetzung Ihres Lehr-Lern-Konzepts beraten und unterstützen.

Intendierte Lernergebnisse:

Die Teilnehmenden sind in der Lage,

- den ILIAS-Seiteneditor für die Erstellung von Inhalten in ILIAS zu nutzen

- ein ILIAS-Lernmodul zu erstellen und dessen Darstellung und Verhalten zu konfigurieren

- einen Medienpool einzurichten und Medien über den Medienpool im Lernmodul einzubetten

- weitere Werkzeuge zur Erstellung von Lerninhalten zu benennen

Zielgruppe: Lehrende und interessierte Studierende (Hilfskräfte, Tutoren)

 

 

 

Einführung in Audio-Podcasting

Timothy Oliver Hörl – HRZ

Blockveranstaltung: Termin und Ort nach Absprache. Anmeldung über Stud.IP ist erforderlich.

Qualifikationsziel ist der effektive Einsatz von Audio-Podcasts in didaktischen und journalistischen Bereichen. Im Vordergrund stehen die fachgerechte Anwendung von Audio-Medientechnik und die adäquate inhaltliche Gestaltung für Lehre und Studium im Bereich Multimedia, einschließlich der Fähigkeit zur Medienbeurteilung/-nutzung, insbes. im wissenschaftl. und schulischen Umfeld (Stichwort: Medienkompetenz).

Mit theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungen leistet das Modul Beiträge zur Studierfähigkeit und für das spätere Erwerbsleben (Didaktik, Lehramt, Öffentlichkeitsarbeit, Journalismus).

Einweisung in professionelle Studio-Technik. Distributionskanäle für Podcasts / Anwendungsszenarien. Einführung in Online-Journalismus (Audio).

HINWEIS:

Dieser Kurs ist für AfK-Punkte zertifiziert. Sofern der Kurs nicht voll belegt ist, steht er aber auch Teilnehmern offen, die keine AfK-Punkte benötigen. Allgemeine Informationen zu AfK-Modulen. Dieser Kurs auf der AfK-Homepage.

Kompetenzziele:

Erfahrungen im Umgang mit moderner Audio-Technik,

Audiobearbeitung am PC,

Formaler Aufbau von Podcasts,

Teamarbeit und Projektorganisation

Medienkompetenz

Prüfungsform:

Erstellung eines Podcasts

 

 

 

Vertiefungskurs Musik und Computer: Der Computer als Live-Instrument

Raphael Jurewicz – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Übung

Bachelor / Master

Mi. 16 – 18

Phil. II, D 07

Beginn: 18.10.2017

Computer sind aus dem Produktionsprozess Populärer Musik gegenwärtig kaum noch wegzudenken. Dies beschränkt sich jedoch längst nicht auf die Arbeit im Studio. Vielmehr finden Computer ihren Einsatz auf vielfältige Weise auf der Bühne. So ist der Computer als Instrument zu verstehen, mit dem etwa von anderen Instrumenten erzeugte Klänge bearbeitet, externe Synthesizer gesteuert oder ganze Stücke live erzeugt werden können. Moderne Sequenzerprogramme, wie das im Seminar verwendete Ableton Live, ermöglichen dabei ein hohes Maß an Freiheit in Komposition, Arrangement und Improvisation. Im Seminar soll der Einsatz des Computers im Live-Kontext erprobt werden, um eigene musikalische Ideen im Live-Kontext zu verwirklichen.

 

 

 

Musik und Computer: Klangbearbeitung und Klangerzeugung mit Computer und Smartphone – „Audacity“, „GarageBand“ und Apps für Musikpädagog*innen

Raphael Jurewicz – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Übung

Bachelor

Mi. 12 – 14

Phil. II, D 029

Beginn: 18.10.2017

Gruppenunterricht

Zum Thema:

Das Beherrschen der Klangbearbeitung und Klangerzeugung am Computer gehört zu den unumgänglichen musikpädagogischen Kompetenzen unserer Zeit. Inhalt dieser Veranstaltung ist deshalb die praktische Auseinandersetzung mit hierfür geeigneten Programmen. Am Beispiel der Musiksoftware „Audacity“ und „GarageBand“, sowie ausgewählter Smartphone-Apps werden grundlegende Techniken für die Produktion eigener Musikstücke am Computer kennengelernt und erprobt.

 

 

 

Musik und Computer: Notationssoftware und ihre Alternativen im handlungsorientierten Musikunterricht

Raphael Jurewicz – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Übung

Bachelor

Do. 10 – 12

Phil. II, D 029

Beginn: 19.10.2017

In der Veranstaltung werden Notensatzprogramme am Beispiel ausgewählter Prüfsteine erprobt und ihre Eignung für die musikpädagogische Praxis diskutiert. Den ersten Schwerpunkt bildet das Erstellen von Lead-Sheets und Arrangements zum Kennenlernen und Einüben verschiedener Eingabe- und Darstellungsmöglichkeiten. Weiterhin werden alternative Notationsformen von Musik betrachtet und auf ihre jeweiligen Anwendungsbereiche hin überprüft. Darauf aufbauend werden eigene Ideen für einen handlungsorientierten Einsatz von Computern im Musikunterricht entwickelt.

 

 

 

Vertiefungskurs Musik und Computer: Produktion elektronischer Tanzmusik mit Ableton Live

Raphael Jurewicz – Institut für Musikpädagogik u. Musikwissenschaft

Übung

Bachelor / Master

Do. 14 – 16

Phil. II, D 07

Beginn: 19.10.2017

Der Musikcomputer ist ein bedeutendes Musikinstrument unserer Zeit. Dies gilt sowohl für die Aufnahme und Bearbeitung von Musik im Studio als auch für den Live-Einsatz auf der Bühne. In der Veranstaltung werden Grundlagen der Verwendung des Sequenzerprogramms Ableton Live vermittelt, welche die Teilnehmer*innen dazu befähigen sollen, eigenständig musikalische Projekte am Computer zu realisieren und eigene Tracks zu produzieren. Hierbei wird der Schwerpunkt auf der Produktion elektronischer Tanzmusik im weiten Sinne liegen.

 

 

 

Medien und ihr Publikum

PD Dr. Claudia Kemper – Historisches Institut, Fachjournalistik Geschichte

Vorlesung

Bachelor / Master / Grund- und Hauptstudium

Do. 14 – 16

Phil. II, A 4

Beginn: 19.10.2017

 

 

 

Text- und Bildmedien in der politischen Bildung

Torben Wengenroth – Institut für Schulpädagogik, Elementarbildung und Didaktik der Sozialwissenschaften

Seminar

Hauptstudium

Do. 10 – 12

Alter Steinbacher Weg 44, Raum 101

Beginn: 19.10.2017