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Dem medialen Wandel auf der Spur

Das ZMI wurde im Jahr 2001 gegründet. Neben Prof. Henning Lobin war der Politikwissenschaftler Prof. Claus Leggewie Mitbegründer des ZMI, der bis 2007 auch als geschäftsführender Direktor fungierte. Die aktuelle Geschäftsführende Direktorin ist Prof. Katrin Lehnen. Als Nachfolgerin von Sabine Heymann ist seit Juni 2017 Dr. Jutta Hergenhan wissenschaftliche Geschäftsführerin des ZMI.

 

Der Begriff der Interaktivität

Zum Zeitpunkt der Gründung war die Fokussierung der Forschungsaktivitäten des ZMI vor allem auf neue Medien und das Phänomen Interaktivität etwas völlig neuartiges. Dazu aus dem "Mission Statement":

Das ZMI in Wien„Interaktivität ist kein einfaches Medienphänomen, das als Modebegriff die Übergangsphase von den elektronischen alten zu den digitalen neuen Medien anzeigt und nach einer Beruhigung der Technologieentwicklung wieder verschwindet. Vielmehr legen die Befunde der unterschiedlichen Beiträge die Vermutung nahe, dass das Aufkommen interaktiver Kommunikationsräume tatsächlich einen qualitativen Sprung der Medienevolution darstellt. Die zunehmende Verwachsung vormals getrennter, vielleicht benachbarter »Medienformate« zu immer komplexer strukturierten »Medienumgebungen« bleibt nicht ohne Folgen für die Disposition gesellschaftlicher Kommunikation. Die Besonderheit der Trennung von »realem« und »kommunikativem« Körper fügt sich in dieses Bild – es gibt nicht nur neue Medienumgebungen, auch die darin befindlichen Akteurspopulationen sind in Veränderung begriffen. Innerhalb dieses Gefüges erhält die Berührungsfläche von Raum und Körper, das Interface, ein besonderes Gewicht. Diese Kontaktschwellen zwischen Mensch, Medium und Maschine regeln offenbar maßgeblich die Wahrnehmung von »Interaktivität« und damit in einem zweiten Schritt auch die Möglichkeiten und Grenzen zur Rekonfiguration gesellschaftlicher Kommunikation. Allein durch den Blick auf eine sich entwickelnde Vielfalt medialer Formen, Inhalte und Strukturen kann der Begriff der »Interaktivität« also gar nicht entwirrt und bestimmt werden – viel wichtiger sind die non-medialen, man könnte auch sagen: die sozialen Rückwirkungen im interaktiven Zusammenspiel von Raum, Körper und Interface.“

 

Die Anfänge

Eröffnung des ZMI - Rede von Claus LeggewieEtwa 1998 trafen sich erstmals Lehrende der Gießener Universität aus verschiedenen Fachbereichen, die in der einen oder anderen Form mit kommunikations- und medienwissenschaftlichen Fragen befasst waren. Aus dem universitären Alltag heraus entstand die Idee, diese Aktivitäten zu bündeln, und die Leitung der Justus-Liebig-Universität mit dem damaligen Uni-Präsidenten Prof. Stefan Hormuth hat diese Initiative gerne aufgegriffen und sich zu eigen gemacht. Nach knapp dreijährigem Planungsvorlauf wurde am 1. April 2001 das ZMI gegründet. Die Arbeit an den ersten Forschungsprojekten wurde im Mai 2001 aufgenommen. Die etwa 50 Mitglieder des ZMI hatten eines gemeinsam: das Interesse an allen Fragen, die sich aus dem Einsatz und der Nutzung von Medien, und insbesondere der digitalen, über Computer vermittelten Kommunikation ergeben hatten. Es wurden Fragestellungen der individuellen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen, politischen und künstlerischen Gestaltung und Wirkung von Medien, jeweils besonders unter dem Gesichtspunkt der Interaktivität behandelt. Daneben initiierte und koordinierte das ZMI Aktivitäten in Lehre, Fort- und Weiterbildung sowie Wissenschaftstransfer. Partner des ZMI waren von Anfang an universitäre und außeruniversitäre Forschungs- und Bildungseinrichtungen, politische und administrative Institutionen, Medien- und andere Unternehmen.

Im Frühjahr 2005 erstellte das ZMI ein Grundlagenpapier „Das ZMI im Umbruch“, in dem neue Zielsetzungen und Arbeitsweisen festgelegt wurden, und das ein Jahr später in neuen Zielvereinbarungen seinen Niederschlag fand. Zielsetzung war in dieser zweiten Phase nun nicht mehr eine behutsame Konzentration aller medienbezogenen Lehr- und Forschungsaktivitäten an der JLU mit regionaler und nationaler Ausstrahlungskraft und internen wie externen Dienstleistungsaktivitäten, sondern die dauerhafte Etablierung avancierter Grundlagenforschung zum Generalthema „Interaktivität“ mit interregionaler Kooperation und internationaler Ausstrahlung. Die für das ZMI zunächst als „Marke“ entwickelten interaktiven Plattformen wurden nur weitergeführt, sofern sie thematisch mit dem zentralen Thema verbunden waren und/oder in aufbereiteter Form empirische Daten lieferten.

 

Forschungsinteressen heute

Schlüsselthemen BerlinZwei Themen bestimmen das Forschungsinteresse des ZMI, seit im Jahr 2008 zwei große Forschungsverbünde ihre Arbeit aufgenommen haben: Die Auswirkungen der Medialisierung auf kommunikative Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben im Projekt „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ und die Folgen der Digitalisierung für die Wissenschaftskommunikation: „Interactive Science - Interne Wissenschaftskommunikation über digitale Medien“. Seit 2012 verlagerte sich der Forschungsschwerpunkt auf die Projekte „GeoBib“ und „news to use“. Im Projekt „GeoBib“ wurde eine Online-Bibliographie der frühen deutsch- bzw. polnischsprachigen Holocaust- und Lagerliteratur (1933-1949) geschaffen. „news to use“ untersuchte, ob und wie regelmäßige Zeitungslektüre junge Menschen in der beruflichen Ausbildung bildet. 2015 wurde der Forschungsschwerpunkt Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft (FSP – LBM) als länger­fristiges Leitthema für Einzel- und Verbund­forschung an der JLU etabliert. Thema des Forschungsschwerpunktes ist der Einfluss der Medientechnologie auf die Ausformung von Bildungskonzepten und die Praktiken im Umgang mit Schrift und Schriftlichkeit. In drei Foren wird zu "Bildungsmedien und Medien der Bildung", "Medialisierung und Digitalisierung der Wissenschaft" sowie zu "Kulturalität und Kontextgebundenheit von Literalität und Bildung" geforscht.