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Macht - Medium - Gesellschaft

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Archiv

Videomitschnitt der Debatte „Wissenschaft in Zeiten von Corona“

Wissenschaft in Zeiten von Corona

 

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Marie Kohlen und Daniela Unruh, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Dr. Tina Olteanu, Prof. Dr. Nicole Zillien, Prof. Dr. Susanne Herold, Dr. Johannes Diesing und Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg

 

Die Universitäten haben in ihrer Geschichte so manche Krise durch- und überlebt. Dennoch stellt die Corona-Pandemie auch für die Wissenschaft eine neue Herausforderung dar. Die Agenda und die Bedingungen der Forschung sind von dieser Krise stark beeinträchtigt. Die Universität als Gemeinschaft der Lehrenden und Studierenden wurde zu weiten Teilen in den digitalen Raum verlegt und hat ihre interne Organisation den neuen Regeln der sozialen Distanzierung angepasst. Gleichzeitig verändert sich die Beziehung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft in dieser Krise, da von der Forschung neue Erkenntnisse zur Lösung der medizinischen sowie der sozialen, politischen und ökonomischen Probleme erwartet werden. Der Präsident der Justus-Liebig-Universität, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, diskutiert mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg, Prof. Dr. Susanne Herold und Prof. Dr. Nicole Zillien über diese wichtigen neuen Chancen und Probleme für die Wissenschaft in Zeiten von Corona. Prof. Dr. Dorothée de Nève moderiert das Gespräch.

(22.01.2021, Liza Beci)

Videomitschnitt der Lunch Lecture „Counter Speech - Wie reagiert man auf Hass im Netz?“ mit Sina Laubenstein

Counter Speech - Wie reagiert man auf Hass im Netz?

 

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Kathrin Becker und Marie Kohlen, Sina Laubenstein, Mayra Heinz und Liza Beci

 

Hate Speech ist spätestens seit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz in aller Munde, viel wichtiger ist aber der Umgang mit Hass im Netz, darunter die sogenannte und berühmt-berüchtigte Counter Speech. In ihrem kurzen Impuls zeigt Sina Laubenstein auf, was Counter Speech überhaupt heißt, welche Strategien sinnvoll sind – und welche man lieber bleiben lassen sollte.

(22.01.2021, Liza Beci)

Videomitschnitt der Diskussion „Was geht uns das an? Studierende der JLU diskutieren über die US-Wahl“

Was geht uns das an? Studierende der JLU diskutieren über die US-Wahl

 

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherinnen Marie Kohlen und Monika Hellwig, und den JLU-Studierenden Annabell Ramm, Leon Hering, Jesse Jamal Garip und Milena Recht

 

Die USA sind weit weg. Die Wahlen ein sich wiederholendes Ritual. Insofern könnte man annehmen, dass es sich nicht lohnt, sich damit näher zu beschäftigen, zumal die mediale Inszenierung auf allen Kanälen ohnehin schon in Dauerschleife läuft. Gleichzeitig haben Phänomene wie die Finanzkrise oder die Black Lives Matter-Bewegung gezeigt, wie sehr unsere Gesellschaften im 21. Jahrhundert vernetzt sind. Drei Studierende der JLU, Milena Recht, Jesse Jageri und Annabell Ramm diskutieren über die Bedeutung der Wahlen in den USA. Dabei geht es um politische, kulturelle, soziale und wirtschaftliche Kontexte, die bei dieser Wahl eine Rolle spielen und die Entwicklungen weltweit beeinflussen werden. Die Debatte wird von Leon Hering (Politik und Wirtschaft) moderiert.

(22.01.2021,Liza Beci)

Videomitschnitt der Diskussion „Prognosen und Analysen mit kurzer Halbwertszeit. Wissenschaftler*innen diskutieren über die bevorstehende Wahl“

Prognosen und Analysen mit kurzer Halbwertszeit. Diskussion über die bevorstehende Wahl

 

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Kathrin Becker, Luisa Süß, Prof. Dr. Regina Kreide, Prof. Dr. Ulrike Weckel, Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott, Emely Green, Gebärdendolmetscherin Daniela Unruh und Prof. Dr. Emanuel Richter

 

Über die zu erwartenden Ergebnisse der US-Wahl wird viel spekuliert. Die Verlässlichkeit aktueller Umfragen wird kritisch hinterfragt. Es gibt Zweifel an der Fairness im Wahlprozess und es werden düstere Szenarien zu den Reaktionen auf das Wahlergebnis skizziert. Am Abend der Wahl haben solche Prognosen an sich eine besonders kurze Halbwertszeit, dennoch lohnt es sich, die Situation aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren, um sich der Bedeutung der Stimme, die die Bürger*innen in den USA abgeben, und die Tragweite möglicher Folgen zu verstehen. Prof. Dr. Regina Kreide, Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott, Prof. Dr. Ulrike Weckel und Prof. Dr. Emanuel Richter diskutieren über die US-Wahl live und beantworten die Fragen des Publikums.

(22.01.2021, Liza Beci)

Videomitschnitt der Debatte „Voices from Abroad: Americans in Germany Discuss the 2020 U.S. Elections“

Voices from Abroad: Americans in Germany Discuss the 2020 U.S. Elections

 

Bildschirmfoto des Livestreams "Voices from Abroad/ Americans in Germany Discuss the 2020 U.S. Elections" mit Kelley Donham

 

What is it like to be an American living in Hesse amidst such a momentous election season? Six different American expats in Germany sit down on election night to talk about the divisive presidential, congressional, and gubernatorial 2020 elections and their consequences. Many Americans live in Giessen and its surrounding area, be it for heart- or work-related matters or plainly by coincidence. They observe the US-American politics from a particular perspective since they are deeply connected to the US by their own history on the one hand and gain information and insights through private contacts which are hardly reflected by the media here. On the other hand they closely observe the discussions and perceptions of German politics and society as well. In this debate Prof. Dr. Greta Olson, Derek Bembry, Jeff Coons, M.A., Greg Sax, PhD, and Kelley Donham share their personal inside and outside views on the topic with the audience. The online debate is moderated by Fabian Schöppner, M.A..

(22.01.2021, Liza Beci)

Aktionswoche Digitaler Habitus - Beiträge der Sektion

Videomitschnitt der Lunch Lecture „Why Trump is not King Liar. Eine (kleine) Philosophie der politischen Lüge“ von Prof. Dr. Elif Özmen

Videomitschnitt der Lunch Lecture „Why Trump is not King Liar. Eine (kleine) Philosophie der politischen Lüge“ von Prof. Dr. Elif Özmen
Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Kathleen Bieling, Dr. Jutta Hergenhan, Liza Beci und Prof. Dr. Elif Özmen


Die Aktionswoche beginnt einen Tag vor den US-Wahlen mit einem Vortrag von Elif Özmen, die aus philosophischer Perspektive über die Lüge – was sie überhaupt ist – und ihre Bewertung – ob sie gut, schlecht oder gar neutral ist – sprechen wird. Dabei wird die These, dass die Lüge in der Politik kein bloßes moralisches Problem darstellt, sondern eine eigene, genuin politiktheoretische Analyse verlangt, mit Bezug auf die Demokratie erläutert werden. Denn in dieser spezifischen Regierungs- und Lebensform stellt die politische Lüge jederzeit ein Laster dar, weil sie demokratische Kernfähigkeiten gefährdet. Es scheint naheliegend, hier auf Präsident Donald Trump zu verweisen, der häufig, geradezu systematisch lügt. Das macht ihn aber nicht zum König der Lügner – im Gegenteil, Trump stellt einen völlig atypischen Lügner dar, weil er die Kunst der politischen Lüge nicht beherrscht und ihr eigentliches Ziel verfehlt.


(21.01.2021, Liza Beci)

Livestream-Debatte „Die EU zwischen Corona und Kohäsion. Auswirkungen der Pandemie auf eine ungleiche Union“ vom 24.06.2020

Livestream-Debatte „Die EU zwischen Corona und Kohäsion. Auswirkungen der Pandemie auf eine ungleiche Union“ vom 24.06.2020 

kontroverse EU

Bildschirmfoto des Livestreams mit Prof. Ulrike Guérot, Prof. Udo Bullmann, Gebärdendolmetscherin Daniela Unruh und Dr. Johannes Diesing.
Das Video ist auf dem YouTube-Kanal des ZMI zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=7DpSM0MS-L4
 

Wegen der Covid-19-Pandemie wurde das Debattenformat „Kontroversen“ des Instituts für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen mit Unterstützung des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) in den digitalen Raum verlegt. Dort wird regelmäßig in einem Livestream mit Gebärdensprache ein Thema mit Bezug zu Corona diskutiert. Das Publikum konnte über Twitter und Instagram Fragen stellen.

Unter dem Titel „Die EU zwischen Corona und Kohäsion. Auswirkungen der Pandemie auf eine ungleiche Union“ diskutierten der Abgeordnete des Europäischen Parlaments und ehemalige Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokrat*innen Prof. Udo Bullmann, die Politikwissenschaftlerin, Publizistin und Gründerin des European Democracy Labs, Prof. Ulrike Guérot, und die Studentin der European Studies an der Universität Leipzig, Louisa A. Süß, über die Auswirkungen von Corona auf die europäische Union. Dabei wurden die grundlegenden – vor allem ökonomischen – Spaltungen erörtert, ebenso wie die Perspektive der anstehenden deutschen Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli 2020 beginnt und schon vor Corona mit hohen Erwartungen verbunden war. 

Viele strukturelle Probleme innerhalb der europäischen Union werden gegenwärtig durch die Pandemie sichtbar, wie der Fall Tönnies zeigt. Dort arbeiten viele Vertragsarbeiter*innen aus Südosteuropa oder Polen unter mangelhaftem Arbeitsschutz in einer Fleischfabrik, was in einem großen Ausbruch an Infektionen und einer Gesundheitsgefahr resultiert. Nicht nur starke Lohnungleichheiten, sondern allgemein unterschiedliche Lebensstandards treiben Arbeitsmigration innerhalb des europäischen Binnenmarktes an. Die europäische Kohäsionspolitik versucht zwar strukturschwache Regionen finanziell zu stärken, jedoch reicht dies nicht, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen und die Migration in entwickeltere Regionen aufzuhalten. Hierbei seien Ausgleichsmaßnahmen wichtig, wie eine Stärkung des Haushalts und somit des Mehrjährigen Finanzrahmens der EU, die Etablierung einer gemeinsamen Arbeitslosenversicherung oder eine gemeinsame Besteuerung, so ist das Podium sich einig.

Bullmann und Guérot sehen in der gegenwärtigen Situation auch ein Momentum für einen Civic Turn, in welchem die Zivilgesellschaft in Form von Bürgerinnen und Bürgern nun als Agenten der europäischen Demokratie auftreten können. Zudem sei aus vergangenen Krisen gelernt worden; nicht nur was Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft anginge, sondern auch in Bezug auf die Kooperation und Lösungsfindung innerhalb der Union. 

Am Vorabend der deutschen Ratspräsidentschaft betont der deutsche Außenminister Heiko Maas Solidarität als Kernkonzept der 6 Monate, die prioritär die Überwindung der Corona-Krise als Ziel haben. Nun ist der Blick sehnsüchtig und erwartungsvoll nach Berlin gerichtet und es bleibt abzuwarten, ob diese Anforderungen erfüllt werden können. 

 

(28.10.2020, Selmin Hayircil)

Livestream-Debatte „Grenzen in Zeiten der Pandemie“ vom 09.06.2020

Livestream-Debatte „Grenzen in Zeiten der Pandemie“ vom 09.06.2020

Grenzen in Zeiten der Pandemie

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Daniela Unruh, Prof. Regina Kreide, PD Dr. Michael Knipper und Prof. Greta Olson.

 

Das Video ist auf dem YouTube-Kanal des ZMI zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=JrfwEO_rgfo


Auch geschlossene Grenzen schützen nicht vor einer Pandemie. Viren kennen keine nationalstaatlichen Grenzen. Und auch andere Grenzen können durch das Virus übersprungen werden. Gleich welcher sozialer, ethnischer, religiöser Status oder welches Geschlecht: die Krankheit kann jeden und jede einholen. Dennoch sind wir nicht etwa, wie häufig gesagt in diesen Tagen, alle vor dem Virus gleich. In den USA sind Afroamerikaner*innen überdurchschnittlich von einer Ansteckung und einem schweren Krankheitsverlauf betroffen. Manche Menschen mit Behinderung, mit starkem Übergewicht, ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen, Geflüchtete, um nur einige Gruppen zu nennen, sind verletzlicher und daher besonders gefährdet. Für Frauen bedeutet der Shutdown in allen Ländern eine überdurchschnittliche Arbeitsbelastung bei gleichzeitigem Rückfall in überholte Rollenmuster. Und global gesehen zeigt eine grenzüberschreitende mediale Darstellung, wie der schon häufig totgesagte Nationalstaat „ durchgreift“ und sehr unterschiedliche Umgangsweisen mit der Pandemie entwickelt hat. Grenzen treten mehr in Erscheinung und das bei einer grenzenlosen Ausbreitung der Pandemie. Die Diskussion „Grenzen in Zeiten der Pandemie“ das am 09.06.2020 stattfand, ging den Fragen: was diese Entwicklungen für unsere Vorstellung von Gesundheit, was für ein gutes Gesundheitssystem bedeuten, was für Demokratie und bedarf es mehr Nationalstaat oder mehr transnationale Solidarität, nach. Es diskutieren Prof. Great Olson (Amerikanistik, JLU), Erik Marquardt (MdEP der Grünen Fraktion), Thomas Seibert (Medico International) und Michael Knipper (Medizingeschichte, JLU). 

 

(30.10.2020, Selmin Hayircil)

Livestream-Debatte „Hat die Demokratie die Seuche?“ vom 28.04.2020

Livestream-Debatte „Grenzen in Zeiten der Pandemie“ vom 09.06.2020 

Kontroverse Pandemie

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Ronja Hollenbach, Niklas Ferch, Louisa A. Süß und Prof. Regina Kreide.

 

Das Video ist auf dem YouTube-Kanal des ZMI zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=MeZv_2GTYPg


Corona stellt die ganze Welt vor noch nie dagewesene Herausforderungen. Welche Auswirkungen die globale Covid-19 Pandemie auf die Demokratie hat, wurde unter dem Titel „Hat die Demokratie die Seuche? Debatte über gesellschaftspolitische Konsequenzen der Corona-Krise“ im Livestream mit Gebärdensprache am 28.04.2020 um 18 Uhr diskutiert. Dieses neue Format fand in der etablierten Reihe Kontroversen des Instituts für Politikwissenschaft der JLU Gießen in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) statt. Auf dem Panel diskutieren Prof. Dr. Helmut Breitmeier (Internationale Beziehungen), Prof. Dr. Regina Kreide (Politische Theorie und Ideengeschichte) und Prof. Dr. Dorothée de Nève (Politisches System der BRD/ Vergleich politischer Systeme), die verschiedene Ebenen der Krise beleuchteten. Die Moderation übernahm Louisa A. Süß und Niklas Ferch. Im Livestream konnte man die Debatte bequem von zu Hause aus folgen. Jede*r wurde zur aktiven Diskussion eingeladen. Publikumsfragen konnte man über Twitter unter dem Hashtag #CoronaKontroverseJLU teilen und ans Podium zurückspielen.

(30.10.2020, Selmin Hayircil)

 


Podiumsdiskussion „ ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik“

Podiumsdiskussion „ ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik“

Podiumsdiskussion Rundfunk

Mit der Podiumsdiskussion „ ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik“ soll insbesondere auf die unabhängige Berichterstattung sowie auf das Modell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen eingegangen werden. Dabei werden häufig geäußerte Kritikpunkte aus Medienhistorischer und Mediensoziologischer Sicht beleuchtet, auch wird auf das Medienvertrauen vonseiten der Bürgerinnen und Bürger eingegangen werden.

 

Organisiert wird die Veranstaltung von der Sektion „Macht – Medium – Gesellschaft“ des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) in Kooperation mit dem Forschungsverbund „antidemokratische Haltungen – Herausforderungen für Bildung und Sozialisation“ des Fachbereichs 03 (https://www.uni-giessen.de/fbz/fb03/forschung/antidemokratische-haltungen).

 

Als ReferentInnen nehmen an dieser Veranstaltung Frau Prof. Ulrike Weckel (JLU), Frau Prof. Nicole Zillien (JLU) und Herr Prof. Tanjev Schultz (Universität Mainz) teil. Letzterer begleitet auch die „Langzeitstudie Medienvertrauen“. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Verena Schäfer-Nerlich (JLU/ZMI).

 

Die Podiumsdiskussion findet am 29.10.2019 um 18 Uhr in der Aula statt. Sie ist hier im Veranstaltungskalender der JLU eingetragen

 

(08.10.2019, Jonas Feike)

ExpertInnen–Workshop zu Inhalten und Wirkungen von fiktionalen und halb-fiktionalen politischen Medienangeboten

ExpertInnen–Workshop zu Inhalten und Wirkungen von fiktionalen und halb-fiktionalen politischen Medienangeboten

Am 23. und 24. November 2018 hielt Prof. Simone Abendschön (JLU / ZMI-Sektion 1) in Kooperation mit Prof. Mona Krewel (Cornell University, USA) einen ExpertInnen-Workshop zum Thema "Inhalte und Wirkungen von (halb-)fiktionalen Unterhaltungssendungen" ab.

Folgende Fragen wurdemit renommierten ExpertInnen aus Kommunikations- und Politikwissenschaft diskutiert: Welche grundlegenden Vorstellungen von Politik vermitteln die fiktionalen bzw. halb-fiktionalen Unterhaltungssendungen? Gibt es länderspezifische und formatspezifische Unterschiede? Welche mobilisierenden oder demobilisierenden Effekte gehen von den fiktionalen bzw. halb-fiktionalen Unterhaltungssendungen auf die RezipientInnen aus?

An dem Workshop nahmen Prof. Simone Abendschön und Prof. Mona Krewel (Cornell University USA), Prof. Christiane Eilders und Dr. Cordula Nitsch (jeweils Universität Düsseldorf), Prof. Carsten Wünsch und Dr. Miriam Czichon (jeweils Universität Bamberg), Dr. Marco Dohle (Universität Düsseldorf), Dennis Lichtenstein (ZU Friedrichshafen), Prof. Thorsten Faas (Freie Universität Berlin) und Prof. Andrea Römmele (Hertie School of Governance, Berlin) teil.

 

 

(20.11.2018, Rahel Schmitz)

Podiumsdiskussion und offene Debatte: "Wirf Deine Stimme in die Waagschale! Zur Bedeutung der hessischen Landtagswahl 2018"

Podiumsdiskussion und offene Debatte: Wirf Deine Stimme in die Waagschale! Zur Bedeutung der hessischen Landtagswahl 2018

Landtagswahl Hessen

Vor den anstehenden Landtagswahlen hegen viele Bürgerinnen und Bürger Zweifel, ob sich der Weg zur Wahlurne überhaupt lohnt. Es scheint fraglich, ob es zwischen den konkurrierenden Parteien noch Unterschiede gibt, ob es auf eine einzelne Stimme mehr oder weniger ankommt und ob der Landtag überhaupt politische Gestaltungsspielräume hat. Gleichzeitig finden diese Landtagswahlen in einem aufheizten politischen Klima statt, das von eskalierenden Protesten in den Straßen und Regierungskrisen in Berlin geprägt ist.

Das Zentrum für Medien und Interaktivität organisierte zu diesem Anlass gemeinsam mit dem Institut für Politikwissenschaft eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Wirf Deine Stimme in die Waagschale!“ um die politische Ausgangslage kurz vor der Wahl kontrovers zu diskutieren.

Zu Gast waren Dr. Ossip Fürnberg von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Prof. Dr. Wolfgang Schroeder von der Universität Kassel sein. Außerdem diskutierten auf dem Podium Dr. Verena Schäfer-Nerlich und Prof. Dr. Dorothée de Nève von der Justus-Liebig-Universität. Moderiert wurde der Abend von Prof. Dr. Julia Schwanholz, ebenfalls von der Universität Kassel. Der Präsident der Justus-Liebig-Universität Prof. Dr. Joybrato Mukherjee sprach zu Beginn ein Grußwort. Die Veranstaltung am Dienstag, 23. Oktober 2018 fand ab 19:00 Uhr in der Aula des Hauptgebäudes der Justus-Liebig-Universität in der Ludwigstraße 23 statt. Die Veranstaltung war öffentlich, der Eintritt frei.

 Die Veranstaltungsankündigung in der Gießener Allgemeinen finden Sie hier.

 

Ein Mitschnitt der Veranstaltung findet sich auf dem YouTube-Kanal des ZMI:


 

 

(31.10.2018, Niklas Ferch)

 

Podiumsdiskussion mit Volker Beck: Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte Auftakt der ZMI-Veranstaltungsreihe (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft

Podiumsdiskussion mit Volker Beck: Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte Auftakt der ZMI-Veranstaltungsreihe (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft

Für die Geschichte von 1968 erscheint die Politisierung der Universitäten und Studierenden unverzichtbar, wobei die sogenannten Studentenrevolten in den USA andere inhaltliche Schwerpunkte hatten (Rassismus, Bürgerrechte, Anti-Vietnamkrieg) als in Deutschland ("Unter den Talaren..."). Im Vergleich dazu konnte in den letzten Jahren nur das Thema Studiengebühren zu Protesten und Blockaden motivieren. Auch kursiert allerorten das Gerücht von den völlig unpolitischen Studierenden. Im Gegensatz dazu stehen das Unbehagen gegenüber politisch (falsch?) agierenden ProfessorInnen, die Diskussionen um genderquotierte Seminarliteratur und die politische Korrektheit der Meinungen, Themen und Fassadengestaltungen.

Das spannende Thema der Politisierung der Universität und der Wissenschaft damals und heute wird im Rahmen eines Podiumsgespräches am Montag, 28. Mai 2018 um 18 Uhr c.t. in der Aula der JLU diskutiert. Prominent besetzt ist das Podium mit Volker Beck (Mitglied des Bundestages 1994-2017, Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bonn), Prof. Dr. Regina Kreide (Politikwissenschaft JLU) und Prof. Dr. Arnd Pollmann (Philosophie, Alice Salomon Hochschule Berlin). Die Veranstaltung wird eröffnet von der Vizepräsidentin der JLU, Prof. Dr. Verena Dolle, und moderiert von Prof. Dr. Elif Özmen (Philosophie JLU & ZMI).

Die Podiumsdiskussion stellt zugleich den Auftakt einer Veranstaltungsreihe des ZMI (Sektion 1) dar, die über drei Semester hinweg die Probleme der Politisierung, Ökonomisierung und Instrumentalisierung, als neuen Herausforderungen der Wissenschaft, in den Blick nehmen möchte

Über die Veranstaltung wurde bereits im Vorfeld in der Presse berichtet. Die Ankündigung der Gießener Allgemeinen finden Sie hier, der Bericht der Alsfelder Allgemeinen ist hier zu lesen und die Vorberichterstattung des Gießener Anzeiger finden Sie hier.

Die Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität zu dieser Veranstaltung können Sie hier lesen.

 

 (25.04.2018, Katharina Monaco)

ZMI-Workshop Darstellbarkeit

ZMI-Workshop Darstellbarkeit

Das Problem der bildlichen Darstellbarkeit verbindet Politik, Gesellschaft und visuelle Medien. Deutlich ist, dass Gebote von Schicklichkeit und Scham, Akte von Zensur und Bilderstreit, Behauptungen von Machbarkeit und visueller Evidenz in Konkurrenz treten und sich überkreuzen, wo es um das Darstellbare, seine Möglichkeiten und Grenzen geht. Was darf, kann, muss oder soll wie und von wem zu sehen gegeben werden? Dieses Feld auszuloten erweist sich als interkulturell schwierig und interdisziplinär herausfordernd.

Im Verlauf des zweitägigen Workshops, der am Donnerstag 3. und Freitag 4. Mai 2018 im Margarete-Bieber-Saal stattfindet, werden ausgewählte, das Problem der Darstellbarkeit exemplifizierende Bilder (Presse- und Alltagsfotos, technische und medizinische Bildgebung, Artefakte aus sozialen Medien, handwerklich hergestellte Bilder hochkünstlerischen und populären Charakters) von unterschiedlicher disziplinärer Warte kommentiert. Das Konzept zielt auf eine mehrstimmige Beleuchtung der Darstellungsproblematik und sucht nach Schnittpunkten und Eigensinn der sich ins Gespräch begebenden Fachdisziplinen. Die drei Betrachtungen am Donnerstag, 3. Mai 2018, beschäftigen sich mit medialen und technischen Konventionen sowie deren Darstellbarkeitsgrenzen. Um 18 Uhr hält Charlotte Klonk, Professorin für Kunst und Neue Medien, die unter anderem auf Terrorbilder spezialisiert ist (Humboldt-Universität Berlin), eine öffentliche keynote lecture mit dem Titel "Opfer- statt Täterbilder. Aber wie und welche?". Der Vortrag findet ebenfalls im Margarete-Bieber-Saal statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Die vier Betrachtungen am Freitag, 4. Mai 2018, beschäftigen sich mit kulturellen und gesellschaftlichen Konventionen sowie deren Darstellbarkeitsgrenzen.

Veranstaltet wird der Workshop im Rahmen der ZMI-Sektion 1 und der Ludwig Börne-Professur. Er wird von Prof. Claudia Hattendorff und Prof. Ansgar Schnurr vom Institut für Kunstpädagogik, Prof. Sigrid Ruby vom Institut für Kunstgeschichte sowie Prof. Claus Leggewie, Ludwig-Börne-Professur der JLU, organisiert.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

(25.04.2018, Katharina Monaco)

Videomitschnitt Jamaika-Kater? online

Podiumsdiskussion: Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017 - Videomitschnitt jetzt auf YouTube

Die Sondierungsgespräche zur Bildung der neuen Bundesregierung auf der Grundlage einer "Jamaika"-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Bündnis'90/Die Grünen sind spektakulär gescheitert.  Unter dem Titel Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017 fand am 26. Oktober 2017 an der JLU Gießen eine Podiumsdiskussion statt, die sich dem Ausgang der Bundestagswahl widmete. Auf dem Podium diskutierten Prof. Sigrid Roßteutscher (Goethe Universität Frankfurt), Stefan Krabbes (Politblogger), Maria Fiedler (Tagesspiegel), Matthias Hartl (pollytix strategic research GmbH) und Prof. Dorothée de Nève (Justus-Liebig-Universität Gießen & ZMI-Sektion 1). Prof. Simone Abendschön (Justus-Liebig-Universität Gießen & ZMI-Sektion 1) moderierte die Diskussion. Die Rednerinnen und Redner sowie das Publikum ahnten noch nichts vom Ausgang der Koalitionsverhandlungen. Um die Bundestagswahl vom 24. September 2017 besser zu verstehen bietet die Debatte zum Jamaika-Kater wichtige Ansätze und Ideen. Wie lässt sich der Erfolg der AfD erklären? Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der modernen Politik? Oder ganz allgemein: Wie ist dieses Wahlergebnis zu deuten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie im Videomitschnitt der Veranstaltung.

 

Aktuelle Wege der Regierungsbildung - Chancen und Herausforderungen

Welche Optionen gibt es aktuell zur Regierungsbildung und was sind die Chancen und Herausforderungen? Über diese Fragen kann am Donnerstag, 7.12.2017 im AStA der Uni Gießen, Alter Steinbacher Weg 44, Raum 011, diskutiert werden. Prof. Dorothée de Nève (Stellv. Geschäftsführende Direktorin des ZMI) wird zunächst eine Einführung in das Thema geben und die verschiedenen Optionen der Regierungsbildung vorstellen, um dann in eine gemeinsame Diskussion überzugehen. Weitere Informationen finden Sie hier.

(29.11.2017, Max Stümpel/6.12.2017, Katharina Monaco)

 

Dorothée de Nève im Livestream über soziale Ungleichheit und politische Partizipation

Dorothée de Nève im Livestream über soziale Ungleichheit und politische Partizipation

Dorothee de Neve
Prof. Dorothée de Nève
Die Wahlbeteiligung in Deutschland befindet sich in einem Abwärtstrend: Nichtwählerinnen und Nichtwähler bilden inzwischen bei vielen Urnengängen die stärkste Gruppe. Je größer die soziale Ungleichheit, desto geringer die Wahlbeteiligung. Ist die Demokratie in Gefahr?

Dieser Frage widmet sich Prof. Dorothée de Nève IfP, Professur für das Politische und Soziale System Deutschlands und Vergleich politischer Systeme/Stellv. Geschäftsführende Direktorin des ZMI. In ihrem Vortrag setzt de Nève aktuelle Forschungsergebnisse zur niedrigen Wahlbeteiligung mit politischer Partizipation in Bezug.

Der Vortrag kann am Montag, 4.12.2017 ab 18 Uhr im Livestream der Bundeszentrale für politische Bildung über Facebook verfolgt werden. Weitere Informationen finden Sie hier. Wer den Vortrag verpasst hat, kann sich die Aufzeichnung hier anschauen.

(1.12.2017, Katharina Monaco)

"Wir müssen wissen was sie antreibt" - Bericht zur Podiumsdiskussion Jamika Kater?

"Wir müssen wissen was sie antreibt"

Identitätsprobleme bewegten die AfD. Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017 sucht nach Erklärungen und Lösungen

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Präsident Prof. Joybrato Mukherjee (Foto: ZMI)
Das Wahlergebnis sorgte am Wahlabend der letzten Bundestagswahl bei Vielen für eine Katerstimmung, so Prof. Simone Abendschön vom Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität. Sie moderierte die vom ZMI und dem Institut für Politikwissenschaft initiierte und von ZMI und Präsidium geförderte Podiumsdiskussion Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl, die am Abend des 26.10. in der Aula des Hauptgebäudes der JLU stattfand und von gut 100 Gästen besucht war. Der Einzug der AfD in den Bundestag ist sicherlich ein Grund für diese Katerstimmung. Auch der Präsident der JLU, Prof. Joybrato Mukherjee adressierte diesen in seinem einleitenden Grußwort: "Ich glaube wir unterschätzen das Phänomen". Die AfD werde oft lediglich mit unterschiedlichen Themen, wie einer Flüchtlings- oder Rentenpolitik und Unzufriedenheit oder Protest verbunden. "Durch Sprache signalisieren wir den Wunsch nach Zugehörigkeit oder Distanz. Wir bilden durch Sprache unsere Identität." Wer die AfD und ihre Sprache wählte, habe mitunter, so der Präsident, versucht sich selbst Identität zu geben, indem andere pauschal als ein Problem markiert worden sind. Für die Politikwissenschaft, die an der JLU gute und aktive Forschung betreibe, gälte es nun und in Zukunft dieses Wahlergebnis in einer langfristigen Entwicklung zu verorten und zu erklären.

Die AfD war auch eines der Themen, mit denen sich die Podiumsgäste beschäftigten. Schon im Wahlkampf sei die AfD, so der Politikberater Matthias Hartl, ohne Not von den anderen Parteien und den Medien großgemacht worden. Auch an diesem Abend war von großem Interesse, wie man mit der taktischen Skandal-Politik und immanenten Opferrolle einer AfD umzugehen habe. Lösungsansätze wurden dabei aber nicht ohne den Blick auf die anderen Parteien, ihren Wahlkampf, ihre Zukunftsperspektiven und das Phänomen der steigenden Wahlbeteiligung erarbeitet.

Auch die Politikkorrespondentin Maria Fiedler, vom Tagesspiegel in Berlin, bestätigt in ihrem Eingangsstatement die Skandalpolitik der AfD. Diese habe es geschafft mit großen Emotionen einen Solidarisierungseffekt in der Bevölkerung zu erzielen. Ob es sich also, so Fiedler, um faire oder nicht faire Berichterstattung handelte: Die AfD war in jedem Fall das selbst gewählte Opfer und bei Teilen der Bevölkerung damit der Gewinner. Sorgen dieser Bevölkerungsteile, dass die etablierten Parteien sie nicht höre und prinzipiell gegen sie arbeitet, seien, so die Journalistin, von der AfD bestätigt und ausgenutzt worden. Damit sei es Aufgabe der Presse gewesen, kritische und informative Berichterstattung zu leisten. Das stellte sich, ohne die Selbstinszenierung der AfD noch anzufachen, als Herausforderung dar.

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Stefan Krabbes, Sigrid Roßteutscher, Simone Abendschön, Maria Fiedler, Matthias Hartl, Dorothée de Nève (v.l.n.r., Foto: ZMI)
Katerstimmung auch bei der SPD. Ihre Niederlage zu erklären, falle der Wahlforschung durchaus schwer. Interessanterweise habe, unter anderem bei der Frage nach Identifikation, auch das Problem der SPD gelegen. So meint Sigrid Roßteutscher, Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt, die SPD sei die einzig wahre Volkspartei: "Jeder kann die SPD wählen. Es kann sie aber auch jeder nicht wählen."

Darüber, dass es der SPD insgesamt an Profil, Tiefe und Standfestigkeit, beispielsweise gegenüber Angela Merkel, gefehlt habe, war sich die Podiumsrunde weitestgehend einig. Die SPD gäbe sich zwar selbst gern den Stempel der "Mit-Mach-Partei", so Professorin Dorothée de Nève vom Institut für Politikwissenschaft der JLU (und Stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des ZMI). In diesem Wahlkampf habe sie aber ein Personalkarussell gefahren, das nicht für eine partizipatorische Partei spreche. Hätte sich die SPD besser auf sich selbst und ihre Richtung konzentriert, hätte sich das auch weiter auf die Umfragen und Prognosen zur AfD ausgewirkt, so Hartl. Roßteutscher rät der SPD dringend, die Oppositionszeit zu nutzen, um wieder ihr Stammklientel anzusprechen.

Polit-Blogger Stefan Krabbes gab derweil Einblicke in den Online-Wahlkampf der Parteien und seine Perspektiven auf etwaige Koalitionsbündnisse. In diesem Wahlkampf sei zumindest versucht worden, die Vergangenheit zu verarbeiten. Themen für die Zukunft seien dabei kaum gesetzt worden, wie Krabbes darlegt. So sei Angela Merkel für ihr Eingeständnis, dass Digitalisierung und Co. für sie "Neuland" seien zwar vor allem belacht worden. "Aber verdammt nochmal, sie hatte recht." Das sähe man beispielsweise am Haustür-Wahlkampf der CDU, der konventionell lief, aber eben online. So arbeitete die CDU beispielsweise mit Apps, einer hohen Präsenz in sozialen Netzwerken oder sogar einem begehbaren Wahlprogramm in Berlin, mit einer Menge darin enthaltener unterhaltsamer Technikspielereien. Auch die AfD habe von den social Media profitiert, so de Nève: Ohne diese hätte die AfD nicht ein solches Wahlergebnis schaffen können.

Eine der fast zwanzig Fragen aus dem Publikum, formulierte den Wunsch nach mehr Kontakt zwischen PolitikerInnen und BürgerInnen. Wichtig sei hier Kontakt und Dialog zu definieren, so de Nève. Diese Formate habe es zu Hauf gegeben. Auch die CDU habe hier mit Emotionen gearbeitet, das habe man Merkel oft angehört: "Ich nehme das mit." Dies war ein beliebter Antwortsatz ihrerseits, in den viel diskutierten Bürgerdialogen. De Nève findet hier klare Worte bezüglich funktionierender Repräsentation: "Politikerinnen und Politiker sollen sich nicht kümmern. Politik ist kein Sorgentelefon. Politikerinnen und Politiker sollen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertreten, die sie gewählt haben."

Interessanterweise käme dieses Jahr auf drei bis sieben NichtwählerInnen, die dieses Jahr etablierte Parteien wählten, eine Person, die nun die AfD wählte, so Roßteutscher. Die steigende Wahlbeteiligung sei nicht lediglich ein Phänomen, welches der AfD zu Gute käme. Davon geht Hartl aus. Es sei ein grundsätzlich guter Impuls für eine demokratische Gesellschaft, so de Nève.

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und wird in Kürze vom ZMI online gestellt.

 

Presseschau zur vergangenen Veranstaltung Jamaika Kater? - Nachlese zur Bundestagswahl 2017

Podiumsgast Stefan Krabbes fasste den Abend unter dem Titel "Jamaika, Digitalisierung & neue Anforderungen an den Bundestag" auf seinem Blog Stefan Krabbes. Meine Seite für Politik & Kultur zusammen.

Einen ausführlichen Bericht verfasste der Gießener Anzeiger zur spannenden Debatte, der hier nachgelesen werden kann.

Die Gießener Allgemeine Zeitung titelte mit "SPD macht Forscher ratlos" und berichtet darin ebenfalls von der gelungenen Veranstaltung.

(10.11.2017, Marie Niederste-Muthmann)

Podiumsdiskussion Jamaika-Kater? − Nachlese zur Bundestagswahl

Podiumsdiskussion Jamaika-Kater? − Nachlese zur Bundestagswahl

Das Ergebnis der Wahl zum 19. Bundestag vom 24. September 2017 stellt sowohl mit dem Einzug der AfD als auch mit der Anzahl der in den Bundestag gewählten Parteien eine Zäsur für den deutschen Parlamentarismus dar. Wie geht es jetzt weiter? Mit sieben in den neuen Bundestag gewählten Parteien und neuen Koalitionsoptionen gibt es Gesprächsbedarf, nicht nur für die Politikwissenschaft.

Unter dem Titel Jamaika-Kater? – Nachlese zur Bundestagswahl 2017 findet am 26. Oktober 2017 um 18:00 Uhr s.t. eine Podiumsdiskussion in der Aula der JLU, Ludwigstr. 23, 35390 Gießen statt, die das ZMI in Zusammenarbeit mit dem Institut für Politikwissenschaft (IfP) der JLU in der Reihe Kontroversen veranstaltet.

Auf dem Podium diskutieren Prof. Sigrid Roßteutscher (Goethe Universität Frankfurt und Projektleiterin der German Longitudinal Election Study), der politische Blogger Stefan Krabbes, die Journalistin Maria Fiedler (Tagesspiegel), der Politikberater Matthias Hartl (pollytix strategic research gmbh) sowie die Politikwissenschaftlerin Prof. Dorothée de Nève (ZMI/IfP). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussionsrunde werden unter anderem Motive und Präferenzen der Wählerinnen und Wähler sowie die Wahlbeteiligung beleuchten. Auch die Verläufe und Strategien der Wahlkämpfe sollen noch einmal im Fokus stehen. Zudem werden aktuelle Fragen rund um die nun anstehende Regierungsbildung und mögliche Ausstrahlungseffekte angesprochen. Nach kurzen Inputs des Podiums besteht Gelegenheit zu einer offenen Debatte. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Simone Abendschön (IfP). Prof. Joybrato Mukherjee, Präsident der JLU, wird mit einem Grußwort in die Diskussion einführen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Facebook-Seite des ZMI.

(9.10.2017, Katharina Monaco)

"Faktencheck" von Dorothée de Nève bei "Maischberger"

"Faktencheck" von Dorothée de Nève bei "Maischberger"

Dorothée de Nève Foto: ZMIIn den Medien und in Fernseh-Talkshows wurde und wird heftig über die Bundestagswahl 2017 und deren Ergebnis debattiert. Oft bleiben dabei am Ende Fragen offen oder Argumente uneindeutig. Aus diesem Grund gibt es im Anschluss der Fernseh-Talkshow Maischberger einen "Faktencheck". Dort werden Fragen zum Thema der Sendung von Experten beantwortet.
Prof. Dorothée de Nève (Stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des ZMI, Sektion 1) beantwortete einen solchen "Faktencheck" zur Sendung "Wutwahl: Haben die Volksparteien ausgedient?" am 28. September 2017. Insbesondere das Wahlergebnis der AfD wurde diskutiert. Im "Faktencheck" analysiert Dorothée de Nève das Wahlergebnis der AfD und zeigt auf, wie dieses zustande kam sowie welche Rolle die AfD im Osten Deutschlands spielt.
Wer selbst mit Expertinnen und Experten über den Ausgang der Bundestagswahl und über Prognosen für die Zukunft diskutieren möchte, der ist herzlich zur Podiumsdiskussion Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017, am Donnerstag, 26. Oktober 2017, eingeladen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Der Faktencheck von Dorothée de Nève:

 

Warum ist die AfD in den ostdeutschen Ländern so erfolgreich?

Der Erfolg der AfD in den neuen Bundesländern hat sich seit längerer Zeit langsam aufgebaut und im Kontext der Bundestagswahl 2017 nun einen neuen, vorläufigen Höhepunkt erreicht. Die Ursachen dafür sind vielfältiger Natur: Erstens haben die Volksparteien seit Beginn der 1990er-Jahre einen dramatischen Mitgliederverlust erlitten. Die Mobilisierungsbasis dieser Parteien hat sich insbesondere auch in den neuen Bundesländern verschlechtert. Seit Beginn der 1990er-Jahre hat die CDU beispielsweise in Sachsen rund 2/3 der Mitglieder verloren. Bei Die Linke hat sich die Zahl von 45.000 (1991)[1] auf 8.300 (2016)[2] reduziert. Auch wenn sich Parteien heute auch unabhängig von Parteimitgliedschaften erfolgreich organisieren können, so sind diese Zahlen doch ein deutlicher Indikator dafür, wie gering der gesellschaftliche Rückhalt dieser Parteien inzwischen ist. In dieser Krise lassen sich dann eben auch Wähler nicht mehr kurzfristig für einen Wahlgang mobilisieren. Die Schwäche der einen ist also die Chance der anderen. Zweitens entspricht der Erfolg rechtspopulistischer Parteien einem internationalen Trend. Auch in anderen europäischen Ländern sind rechtspopulistische Parteien erfolgreich – von Skandinavien bis Griechenland, von Großbritannien bis Rumänien. Die Wahlerfolge der Rechtspopulisten in Deutschland entsprechen also diesem allgemeinen Trend und sind im Vergleich zu den Nachbarländern Deutschlands bislang relativ niedrig. Drittens tritt die AfD mit einer politischen Agenda an, die bei den Wählern offensichtlich gut ankommt. Es geht inhaltlich um ein exklusives und zugleich sehr konservatives Gesellschaftsbild, um die Wahrung vermeintlich nationaler Interessen im Kontext der Globalisierung und um ein grundsätzliches Misstrauen gegen das Establishment, zu dem sowohl politische Eliten, als auch Intellektuelle und Medien zählen.

 

Ist die AfD die neue Partei der "Abgehängten"? Das war doch vormals wohl die Linkspartei? Wer sind überhaupt die "Abgehängten"?

Die Vorstellung, dass die AfD-Wähler "Abgehängte" seien, greift zu kurz und ist teilweise sogar irreführend. Die Kernklientel der AfD sind Angestellte, Arbeiter, kleine Selbständige und auch Arbeitslose mittleren Alters (insbesondere zwischen 35 und 44). Der Anteil der Männer, die sich für die AfD entscheiden, ist signifikant höher als jener der Frauen. Die Vorstellung, dass es sich hier um eine gesellschaftliche Gruppe in ökonomischer Not handle, die aus Verzweiflung die AfD wählt, ist insofern nur für einen geringen Teil der AfD-Wähler tatsächlich zutreffend. 73% der AfD-Wähler bezeichnen ihre eigene wirtschaftliche Situation als sehr gut bzw. gut.[3] Wenn man also den Begriff der "Abgehängten" überhaupt bemühen möchte, dann geht es nicht um ein ökonomisches Abgehängt sein, sondern ein politisch kulturelles Abgehängtsein von aktuellen Diskursen und Entwicklungen. Das spiegelt sich zum Beispiel in dem Vertrauensverlust gegenüber Medien und Wissenschaft, aber auch in den Debatten über Religion, Genderpolitik und sexuelle Orientierung wider.

 

Welche Bedeutung hat es, dass die AfD in den neuen Ländern die Linke überholt hat?

Ich denke, es ist Aufgabe der Wissenschaft, die Voten der Wähler erstmal ernst zu nehmen und systematisch zu analysieren, welche Motive die Wähler haben, einer bestimmten Partei ihre Stimme zu geben und einer anderen das Vertrauen zu entziehen. Hier spielen immer viele Gründe eine Rolle. Es gibt nicht den einen Grund oder die eine Schuldige – Merkel und ihre Politik der Geflüchteten – die den Erfolg der AfD erklären.

Ein Spezifikum der neuen Bundesländer ist sicherlich die postsozialistische Transformationserfahrung. In der aktuellen Situation nehmen Bürgerinnen und Bürger gesellschaftliche Veränderungen im Kontext der Globalisierung und globaler Fluchtbewegungen als bedrohlich war. Veränderungen und Reformen werden mit einer latenten Bedrohung bzw. Verschlechterung assoziiert. Insofern geht es um eine Verteidigung des lieb gewordenen status quo. 

Die Linke galt lange Zeit als die Partei, die die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Osten des Landes per se vertritt. Diese Rolle kann sie offenbar nur noch bedingt erfüllen. Es fehlt ihr offensichtlich auch an einer gesellschaftspolitischen Vision, wie die sich Sozialpolitik und Wirtschaft im postindustriellen Zeitalter und in der demographischen Krise entwickeln können.

Im Übrigen ist es wichtig zu beachten, dass die AfD nicht nur im Osten Deutschlands erfolgreich war, sondern auch in vielen westlichen Bundesländern sehr gut abgeschnitten hat.

 

Wie konnte es dazu kommen, dass sich die AfD im Stammgebiet der Linken so ausbreiten konnte?

Der Wahlerfolg der AfD ist keine spontane Protestwahl. Über 1,4 Mio. Wähler, die 2017 die AfD gewählt haben, haben dies bereits 2013 getan. Und viele Wähler haben auch in den dazwischen liegenden Landtagswahlen der AfD ihre Stimme gegeben. Die AfD hat also bereits eine stabile Wählerbasis ausgebildet.

Die neuen Bundesländer waren in der Vergangenheit nicht einfach Stammgebiet der Linken, die höchsten Stimmanteile hatte hier immer die CDU. Die AfD hat ihre Wählerstimmen nicht in erster Linie von der Linken abgeworben. Die Analysen der Wahlerwanderung zeigen, dass die AfD und 420.000 Stimmen von der Linken abgeworben hat. Hinzu kommen rund 1 Mio Stimmen von der CDU sowie 500.000 von der SPD.[4]

 

Kann man im Osten Deutschland über die Ländergrenzen hinaus noch weiter differenzieren, was das Abschneiden der AfD angeht?

Es handelt sich bei den Erfolgen – wie bereits oben ausgeführt – nicht um eine kurzfristige Entwicklung, sondern um einen längerfristigen Trend. Die AfD hat in jenen sächsischen Wahlkreisen, in denen sich auch die Protestbewegung Pegida konstituierte, besonders viele Wählerstimmen und zum Teil ja auch Direktmandate gewonnen (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen I und Görlitz).



[1] http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/empsoz/schriften/Arbeitshefte/P-PM16-NEU.pdf

[2] http://www.bpb.de/politik/grundfragen/parteien-in-deutschland/zahlen-und-fakten/42228/mitglieder-nach-bundeslaendern

[3] http://blog.tagesschau.de/2017/09/24/wer-sind-die-afd-waehlerinnen/

[4] http://wahl.tagesschau.de/wahlen/2017-09-24-BT-DE/index.shtml

Podiumsdiskussion: Fake oder Fakt? #Bundestagswahl2017 richtig wählen - Videomitschnitt jetzt auf YouTube!

Podiumsdiskussion: Fake oder Fakt? #Bundestagswahl2017 richtig wählen - Videomitschnitt jetzt auf YouTube!

Im Vorfeld der nächsten deutschen Bundestagswahl am 24. September 2017 werden Themen wie Fake News, der Vorwurf der „Lügenpresse“ und der Einsatz von Bots in sozialen Medien in Deutschland wieder besonders relevant. Zur wichtigen Frage, welche Informationsquellen zur Bundestagswahl bestehen und welche vertrauenswürdig sind, haben das ZMI und das Institut für Politikwissenschaft unter der Beteiligung von Studierenden der Politikwissenschaft gemeinsam eine Podiumsdiskussion organisiert, die am 11. Juli in der Alten Universitätsbibliothek stattfand und ein großes Publikum anzog.

Nach einer kurzen thematischen Einführung durch Prof. Dorothée de Nève (Institut für Politikwissenschaft, ZMI) sprach Prof. Simone Abendschön (Institut für Politikwissenschaft, Schwerpunkt Methoden, JLU) über die Umstände, unter denen Wahlbefragungen entstehen. Sie warb für eine kritische Rezeption solcher Umfragewerte. Tanja Binder M.A., Mitglied im wissenschaftlichen Begleitteam des Wahl-O-Mat, präsentierte den Wahl-O-Mat als Orientierungshilfe bei der persönlichen Wahlentscheidung. Alexander Sander, Geschäftsführer der Digitalen Gesellschaft e.V. sprach über Informationsbezug in sozialen Netzwerken im Vorfeld von Wahlen und wägte hierbei das Risiko irreführender Phänomene wie bots gegen aufgeklärte Nutzerpraxis ab. Im Anschluss erfolgte eine lebhafte Diskussion mit vielen Rückfragen, die von Louisa A. Süß (Studentin der Politikwissenschaft, JLU) moderiert wurde.

Den Videomitschnitt der vollständigen Veranstaltung finden Sie jetzt auf unserem YouTube-Kanal.


Die hessencam berichtete im Rahmen des Formats Jugend berührt Politik ausführlich über die Podiumsdiskussion. Das Video finden Sie hier.

Auch die Presse berichtete über die Veranstaltung:

(19.07.2017, Ann-Marie Riesner)

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Überblick

Überblick

Sprecherinnen: Prof. Dr. Dorothée de Nève, Prof. Dr. Elif Özmen

Der gesellschaftliche Mediengebrauch ist von Machtverhältnissen durchzogen und bedingt zugleich Machtverhältnisse. Dies wird zumeist dann sichtbar, wenn Medien-Macht öffentlich diskutiert, skandalisiert oder gefeiert wird, wie in Bezug auf den Schutz digitaler Daten vor Unternehmen und Geheimdiensten und umgekehrt mit Blick auf die revolutionären und partizipatorischen Potenziale sozialer Medien. Die gesellschaftliche Macht der Medien entfaltet sich aber auch im Alltag politischer Prozesse, zum Beispiel bei der Rekonfiguration demokratischer Prozeduren durch digitale Partizipation. Schließlich involviert Mediengebrauch auch Machtverhältnisse in sozialen Verhältnissen wie Familien und Haushalten, die ihren Alltag zunehmend medial organisieren. Die Sektion 1 bietet Themen wie diesen ein interdisziplinäres Dach.

Neuerscheinungen

Neuerscheinungen
  • Hergenhan, Jutta / Auth, Diana / Holland-Cunz, Barbara (Hg.) (2017): Gender and Family in European Economic Policy. Developments in the New Millennium. Basingstoke: Palgrave Macmillan.
  • Langenohl, Andreas / Schober, Anna (Hg.) (2016): Metamorphosen von Kultur und Geschlecht. Genealogien, Praktiken, Imaginationen. Paderborn: Fink.
  • Langenohl, Andreas / Hahn, Kornelia (2016): Kritische Öffentlichkeiten - Öffentlichkeiten in der Kritik. Wiesbaden: Springer VS.
  • Langenohl, Andreas (2014): „Scenes of Voting: Reactions to the Swiss Referendum on the Ban on the Construction of Min-arets (2009) in Switzerland and Germany.“ In: Claudia Wiesner/Meike Gleim (eds.): The Meanings of Europe: Changes and Exchanges of a Contested Concept. London/New York: Routledge, 179-193.
  • Bröchler, Stephan / Grunden, Timo (Hg.) (2014): Informelle Politik. Konzepte, Akteure und Prozesse. Wiesbaden: Springer VS.
  • Langenohl, Andreas / Wetzel, Dietmar (Hg.) (2014): Finanzmarktpublika. Moralität, Krisen und Teilhabe in der ökonomischen Moderne. Wiesbaden: Springer VS.
  • Greschke, Heike (2014): „‚Mein Smartphone ist mein Schatz.‘ Intimität in transnationalen Familien.“ In: Kornelia Hahn (Hrsg.): E<3Motion. Intimität in digitalen Medienkulturen.Wiesbaden: Springer VS.
  • Greschke, Heike (2014): „The social facts of global warming: an ethnographic approach.“ In: Heike Greschke / Julia Tischler (Hrsg.): Grounding Global Climate Change: Contributions from the Social and Cultural Sciences. Dordrecht: Springer.
  • Daßbach, Ina [Interviewt von Myriam Lenz] (2021): JLU Gießen: Wer sind die typischen Briefwähler? https://www.mittelhessen.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/jlu-giessen-wer-sind-die-typischen-briefwahler_23205172
  • Daßbach, Ina (2021). Spurensuche im Landkreis Gießen: Wie wirkt sich die Pandemie auf die Kommunalwahl aus?https://www.giessener-allgemeine.de. https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/schwierige-entscheidung-90228900.html
  • Daßbach, Ina, de Nève, Dorthée & Ferch, Niklas (2021, 3. März). Das sind die absoluten „Wahlkampf-No-Gos“. https://www.mittelhessen.de. https://www.mittelhessen.de/lokales/wetzlar/wetzlar/das-sind-die-absoluten-wahlkampf-no-gos_23260306
  • Daßbach, Ina [verfasst von Czernek, Barbara] (2021, 9. März). Diskussion zum Frauentag in Gießen: „Rollback der Geschlechter“ beklagt. www.giessener-anzeiger.de. https://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/diskussion-zum-frauentag-in-giessen-rollback-der-geschlechter-beklagt_23295257
  • Schnurr, Ansgar/ Dengel, Sabine/ Hagenberg, Julia/ Kelch, Linda (Hg.): Mehrdeutigkeit gestalten. Ambiguität und die Bildung demokratischer Haltungen in Kunst und Pädagogik, Bielefeld: transcript 2021.
  • „Zur Melodie der Bilder. Äußerungen als und über Protest im Medium künstlerischer Produktion“, in: Langenohl, Andreas / Hahn, Kornelia (Hg.): Protestkommunikation: Konflikte um die Legitimität politischer Öffentlichkeit. Wiesbaden: Springer VZ 2021, S. 237-252.
  • Hattendorff, Claudia (2019): Augenzeugenschaft als Konzept. Konstruktionen von Wirklichkeit in Kunst und visueller Kultur seit 1800 - Zur Einführung. In: Claudia Hattendorff und Lisa Beißwanger (Hg.): Augenzeugenschaft als Konzept. Konstruktionen von Wirklichkeit in Kunst und visueller Kultur seit 1800. Bielefeld: Transcript (Image), S. 11–29.
  • Hattendorff, Claudia (2020): Bild und Augenzeugenschaft. Überlegungen zu einer Nahbeziehung. In: Anette Baumann, Sabine Schmolinsky und Evelien Timpener (Hg.): Raum und Recht. Visualisierung von Rechtsansprüchen in der Vormoderne. Berlin: De Gruyter Oldenbourg (bibliothek altes Reich, 29), S. 139–153.
  • Özmen, Elif: Epistemische Offenheit als Wagnis. Über Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsethos in der Demokratie, in: Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. Grundlagen, Herausforderungen und Grenzen, hrsg. von E. Özmen, Metzler 2021
  • Özmen, Elif: Der Einzelne und sein normatives Selbst. Zur Anthropologie und Politikethik des Transhumanismus, in: Wer bist Du, Mensch? Transformationen menschlichen Selbstverständnisses im technischen Fortschritt, hrsg. von A. Grunwald, Herder 2021
  • Diesing, Johannes (2019): Demonstrative Reproduktion - Politischen Handlungsformen von Occupy in London und New York, Frankfurt am Main: Campus.
  • de Nève, Dorothée & Niklas Ferch (2020): Parteien, Partizipation und das Digitale. Frankfurter Rundschau vom 30.01.2020, S. 10. https://www.fr.de/meinung/parteien-partizipation-digitale-13510501.html
  • de Nève, Dorothée & Niklas Ferch (2019): Instrumente innerparteilicher Demokratie. Ein digitales Dossier aus vergleichender Perspektive. Berlin/London: Friedrich-Ebert-Stiftung. http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/15887.pdf
  • Krell, Christian, Henri Möllers & Niklas Ferch (Hrsg.) (2019): Reclaiming Action. Strategien progressiver Parteien in Zeiten des wachsenden Rechtspopulismus in Dänemark, Norwegen, Schweden und Deutschland. Stockholm/Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung. http://library.fes.de/pdf-files/bueros/stockholm/14937.pdf
  • Zillien, Nicole (2020): Digitaler Alltag als Experiment. Empirie und Epistemologie der reflexiven Selbstverwissenschaftlichung. Bielefeld: transcript
  • Zillien, Nicole (2020): Digital Experiences – Patients’ Patchwork Knowledge in Health-Related Online Forums. In: Maasen, Sabine/ Passoth, Jan (Hg.): Soziale Welt - Sonderband 23: „Soziologie des Digitalen - Digitale Soziologie?“, 198-209.
  • Langenohl, Andreas (2019): Informationen gegen Fake News. Zur postnormativen Moralisierung der Massenmedien, in: Stefan Joller/Marija Stanisavljevic (Hg.): Moralische Kollektive, Wiesbaden: Springer VS, 75-95

 

Archiv der Sektionsveranstaltungen 2009 - 2013