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#JLUzwischenRäume: Filmvorführung & Diskussion "30 Jahre Lichtenhagen" am 8. Juni 2022

#JLUzwischenRäume: Filmvorführung & Diskussion "30 Jahre Lichtenhagen" am 8. Juni 2022 BildFilmvorführung „The Truth lies in Rostock“ [dt. „Die Wahrheit liegt/lügt in Rostock] (GB/D, 1993)

Mittwoch, den 8. Juni 2022 um 21 Uhr im Lichthof von Haus H

Campus Philosophikum II, Karl-Glöckner-Straße 21H

Koordinaten: 50.57407°N 8.69858°E

 

Zwischen dem 22. Und 26. August 1992 findet in Rostock vor dem Gebäude der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZAst) das Pogrom von Lichtenhagen statt. Tagelang wüten Rechtsextreme vor dem sogenannten Sonnenblumenhaus in der Mecklenburger Allee im Beisein und unter dem Applaus von zeitweise bis zu 3000 Zuschauer*innen. Im Laufe des Pogroms reisen wichtige Neonazi-Kader aus der Bundesrepublik an. Der Polizeieinsatz konnte die Gewalttaten nicht unterbinden. Nachdem die ZAst geräumt wurde, richtet sich der Mob gegen die benachbarte Unterkunft ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen. Mehr als 100 Menschen entkommen nur knapp dem Tod als das Haus mit Molotov Cocktails in Brand gesetzt wird.

Lichtenhagen war ein Kulminationspunkt rechter Gewalt in der Bundesrepublik und ein wichtiges Sozialisationsereignis einer ‚Generation Terror‘ (H. Kleffner), die sich später unter anderem im sog. Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) organisierte und deren Taten (insbesondere in Hessen) bis heute nicht aufgeklärt sind.

 

Der Dokumentarfilm „The Truth lies in Rostock“ [dt. „Die Wahrheit liegt/lügt in Rostock] (GB/D, 1993) arbeitete das Pogrom, den Polizeieinsatz und den gesellschaftspolitischen Kontext des August 1992 auf. In der Dokumentation kommen Betroffene und Zeitzeug*innen zu Wort und werden Fragen an die Verantwortlichen in Politik und Polizei gestellt.

 

Wir zeigen im Rahmen der Reihe Zwischenräume den Film und bieten anschließend Raum für eine Diskussion.

 

(7.6.2022, Laura Wagenbach)

#JLUzwischenRäume: Filmvorführung & Diskussion "Die Unbeugsamen" am 24. Mai 2022

#JLUzwischenRäume: Filmvorführung & Diskussion „Die Unbeugsamen“ am 24. Mai 2022

 

#JLUzwischenRäume: Filmvorführung & Diskussion "Die Unbeugsamen" am 24. Mai 2022 BildEs geht schon weiter mit unserer zweiten Veranstaltung von #JLUzwischenRäume! Schnappt euch Popcorn und Chips und lasst uns gemeinsam den Film Die Unbeugsamenanschauen und im Anschluss darüber diskutieren:

Dienstag, den 24. Mai 2022 um 21 Uhr im Lichthof von Haus H

Campus Philosophikum II, Karl-Glöckner-Straße 21H

Koordinaten: 50.57407°N 8.69858°E

Der Dokumentarfilm Die Unbeugsamen baut auf das Buch In der Männer-Republik. Wie Frauen die Politik eroberten von Torsten Körner (KiWi 2021) auf und behandelt das Thema des feministischen Kampfes in der bundesrepublikanischen Politik. Der Film wurde im Jahr 2021 mit dem Gilde-Filmpreis als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

 

Mit dem Projekt #JLUzwischenRäume sollen die Campusbereiche der Universität durch innovative, lebensweltnahe Lehr- und Lernveranstaltungen (wieder) in den studentischen Alltag eingebettet werden. Diese Veranstaltungen ergänzen das curriculare Lehrangebot der Universität um Räume der interdisziplinären Auseinandersetzung mit aktuellen, gesellschaftlich relevanten Themen und steigern somit die Qualität der Studienbedingungen an der JLU punktgenau.

Lehrenden und Lernenden werden Räume geschaffen, in denen sie nach den Jahren der Distanz und schleichenden Entfremdung wieder zusammenfinden und bei flachen Hierarchien miteinander arbeiten und lernen können. Dadurch werden die allgemeinen Studienbedingungen verbessert und die Bindung der Lehrenden und Lernenden an ihre – unsere – Universität gestärkt. Von der Erschließung neuer Lernorte und der Arbeit in unkonventionellen kooperativen Lernformaten erwarten wir wertvolle Impulse insbesondere für die didaktische sowie berufspraktische Qualifikation unserer (Lehramts-)Studierenden.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

 

(17.5.2022, Laura Wagenbach)

Vortragsreihe "Digitale Plattformen" Sommersemester 22

Vortragsreihe "Digitale Plattformen" Sommersemester 22

 

Hiermit möchten wir auf die online Vortragsreihe "Digitale Plattformen" der GGS-Sektion Media, Science & Technology hinweisen. An der Organisation ist Sektionsmitglied Tristan Dohnt beteiligt. Die Veranstaltungen finden über Big Blue Button statt: https://bit.ly/3LVTwxv  

 

Montag, 30. Mai, 16-18 Uhr

Stefan Laube (Linz): „Materielle und leibliche Praktiken im virtuellen Finanzhandel“

 

Montag, 20. Juni, 16-18 Uhr
Markus Unternährer (Luzern): „Momente der Datafizierung“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(13.05.2022, Tillmann Schorstein)

Bilder der Pandemie. Impulse der Sektion 1 zum 20-jährigen Jubiläum des ZMI (digital)

 Bilder der Pandemie. Impulse der Sektion 1 zum 20-jährigen Jubiläum des ZMI (digital)

03.11.2021 um 18:00 – 19:30 Uhr

Eine allgegenwärtige Folge der Corona-Pandemie ist ihre Visualisierung: Es ist der weltweite Ausbruch der Atemwegserkrankung COVID-19, der das Bedürfnis nach solchen Bildern der Pandemie weckt, wie sie seit Anfang 2020 medial erschaffen und verbreitet werden.

Die Darstellungen des auslösenden Virus SARS-CoV-2 in seiner Morphologie und Wirkung, die Diagramme und Karten zu seiner regionalen und globalen Verbreitung und die Stand- und Bewegtbilder der Effekte, die die Infektionskrankheit auf Individuum und Gesellschaft hat – sie alle stehen in kausalem Zusammenhang mit der Tatsache, dass der Erreger für das bloße Auge nicht zu erkennen und die Symptome der Erkrankung eher unspezifisch sind. Erst die Bilder der Pandemie geben der unsichtbaren Gefahr ein Gesicht, das die Bedrohung zum einen deutlich machen kann, zum anderen abwendbar erscheinen lässt.

Mitglieder der Sektion 1 Macht - Medium – Gesellschaft werden in Kurzvorträgen und anschließender Diskussion aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven markante Visualisierungsformen und –formate von COVID-19 analysieren und mehrstimmig Bilanz zur wirklichkeitssetzenden Macht der Bilder in Massenmedien und sozialen Medien in Zeiten der Pandemie ziehen: Prof. Dr. Claudia Hattendorff spricht zur „Wagenkolonne in der Nacht. Wie die Pandemie sichtbar wird“, Prof. Dr. Elif Özmen zu „Corona und (neue) Grenzen“, Prof. Dr. Ansgar Schnurr zu „Querdenker-Proteste: Unsicherheiten im Umgang mit Uneindeutigkeit“ und Prof. Dr. Nicole Zillien zu „Flatten-the-Curve – Soziologische Überlegungen zur Wissenschaftskommunikation in der Pandemie“.

(23.09.2021, Liza Beci)

Collegium Gissenum 2021

 Collegium Gissenum 2021

 

Digitale Vortragreihe „Hass“ – Das Collegium Gissenum 2021
Das Institut für Philosophie in Kooperation mit der Sektion 1 des ZMI laden im Sommersemester 2021 alle Interessent:innen herzlich zu einer interdisziplinären Vortragsreihe „Hass“ ein, die Beiträge aus der Sozialpsychologie, Politologie und der Philosophie zusammenbringt.

Hass hat sich in den letzten Jahren zu einer Emotion entwickelt, die in erschreckendem Ausmaß in der politischen Auseinandersetzung, der Kommunikation in den sozialen Medien, aber auch im alltäglichen Umgang Fuß gefasst hat. Hass bestimmt das Verhältnis einer erstaunlichen Anzahl von Menschen zu Angehörigen anderer Ethnien, Kulturen oder Religionen, aber auch zu Repräsentanten der rechtsstaatlichen Ordnung und demokratischen Institutionen.

Angesichts dieser Situation versucht die Vortragsreihe, zu einem besseren Verständnis beizutragen, worum es dieser Emotion geht, worin sie wurzelt, was genau sie auszeichnet und etwa von Ärger, Wut oder Zorn unterscheidet. Dabei soll die durch Hass motivierte Form der Kriminalität und ihre Folgen für die demokratische Gesellschaft ebenso thematisiert werden, wie das Verhältnis zwischen Hassrede und Meinungsfreiheit.

Die Reihe versammelt Beiträge aus der Sozialpsychologie, Politologie und der Philosophie, sie findet aufgrund der Pandemie in Form von Videokonferenzen auf der Plattform Webex statt. Bitte melden Sie sich über den Anmeldelink zu der jeweiligen Online-Veranstaltung an. Die Zugangsdaten erhalten Sie zeitnah vor Beginn der Online-Veranstaltung.

 

Zur Anmeldung kommen Sie über folgenden Link: https://www.uni-giessen.de/fbz/fb04/institute/philosophie/veranstaltungen/CG/CG2021

 

(04.06.2021, Liza Beci)

Videomitschnitt der Debatte „Wissenschaft in Zeiten von Corona“

Wissenschaft in Zeiten von Corona

 

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Marie Kohlen und Daniela Unruh, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Dr. Tina Olteanu, Prof. Dr. Nicole Zillien, Prof. Dr. Susanne Herold, Dr. Johannes Diesing und Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg

 

Die Universitäten haben in ihrer Geschichte so manche Krise durch- und überlebt. Dennoch stellt die Corona-Pandemie auch für die Wissenschaft eine neue Herausforderung dar. Die Agenda und die Bedingungen der Forschung sind von dieser Krise stark beeinträchtigt. Die Universität als Gemeinschaft der Lehrenden und Studierenden wurde zu weiten Teilen in den digitalen Raum verlegt und hat ihre interne Organisation den neuen Regeln der sozialen Distanzierung angepasst. Gleichzeitig verändert sich die Beziehung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft in dieser Krise, da von der Forschung neue Erkenntnisse zur Lösung der medizinischen sowie der sozialen, politischen und ökonomischen Probleme erwartet werden. Der Präsident der Justus-Liebig-Universität, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, diskutiert mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg, Prof. Dr. Susanne Herold und Prof. Dr. Nicole Zillien über diese wichtigen neuen Chancen und Probleme für die Wissenschaft in Zeiten von Corona. Prof. Dr. Dorothée de Nève moderiert das Gespräch.

(22.01.2021, Liza Beci)

Videomitschnitt der Lunch Lecture „Counter Speech - Wie reagiert man auf Hass im Netz?“ mit Sina Laubenstein

Counter Speech - Wie reagiert man auf Hass im Netz?

 

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Kathrin Becker und Marie Kohlen, Sina Laubenstein, Mayra Heinz und Liza Beci

 

Hate Speech ist spätestens seit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz in aller Munde, viel wichtiger ist aber der Umgang mit Hass im Netz, darunter die sogenannte und berühmt-berüchtigte Counter Speech. In ihrem kurzen Impuls zeigt Sina Laubenstein auf, was Counter Speech überhaupt heißt, welche Strategien sinnvoll sind – und welche man lieber bleiben lassen sollte.

(22.01.2021, Liza Beci)

Videomitschnitt der Diskussion „Was geht uns das an? Studierende der JLU diskutieren über die US-Wahl“

Was geht uns das an? Studierende der JLU diskutieren über die US-Wahl

 

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherinnen Marie Kohlen und Monika Hellwig, und den JLU-Studierenden Annabell Ramm, Leon Hering, Jesse Jamal Garip und Milena Recht

 

Die USA sind weit weg. Die Wahlen ein sich wiederholendes Ritual. Insofern könnte man annehmen, dass es sich nicht lohnt, sich damit näher zu beschäftigen, zumal die mediale Inszenierung auf allen Kanälen ohnehin schon in Dauerschleife läuft. Gleichzeitig haben Phänomene wie die Finanzkrise oder die Black Lives Matter-Bewegung gezeigt, wie sehr unsere Gesellschaften im 21. Jahrhundert vernetzt sind. Drei Studierende der JLU, Milena Recht, Jesse Jageri und Annabell Ramm diskutieren über die Bedeutung der Wahlen in den USA. Dabei geht es um politische, kulturelle, soziale und wirtschaftliche Kontexte, die bei dieser Wahl eine Rolle spielen und die Entwicklungen weltweit beeinflussen werden. Die Debatte wird von Leon Hering (Politik und Wirtschaft) moderiert.

(22.01.2021,Liza Beci)

Videomitschnitt der Diskussion „Prognosen und Analysen mit kurzer Halbwertszeit. Wissenschaftler*innen diskutieren über die bevorstehende Wahl“

Prognosen und Analysen mit kurzer Halbwertszeit. Diskussion über die bevorstehende Wahl

 

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Kathrin Becker, Luisa Süß, Prof. Dr. Regina Kreide, Prof. Dr. Ulrike Weckel, Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott, Emely Green, Gebärdendolmetscherin Daniela Unruh und Prof. Dr. Emanuel Richter

 

Über die zu erwartenden Ergebnisse der US-Wahl wird viel spekuliert. Die Verlässlichkeit aktueller Umfragen wird kritisch hinterfragt. Es gibt Zweifel an der Fairness im Wahlprozess und es werden düstere Szenarien zu den Reaktionen auf das Wahlergebnis skizziert. Am Abend der Wahl haben solche Prognosen an sich eine besonders kurze Halbwertszeit, dennoch lohnt es sich, die Situation aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren, um sich der Bedeutung der Stimme, die die Bürger*innen in den USA abgeben, und die Tragweite möglicher Folgen zu verstehen. Prof. Dr. Regina Kreide, Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott, Prof. Dr. Ulrike Weckel und Prof. Dr. Emanuel Richter diskutieren über die US-Wahl live und beantworten die Fragen des Publikums.

(22.01.2021, Liza Beci)

Videomitschnitt der Debatte „Voices from Abroad: Americans in Germany Discuss the 2020 U.S. Elections“

Voices from Abroad: Americans in Germany Discuss the 2020 U.S. Elections

 

Bildschirmfoto des Livestreams "Voices from Abroad/ Americans in Germany Discuss the 2020 U.S. Elections" mit Kelley Donham

 

What is it like to be an American living in Hesse amidst such a momentous election season? Six different American expats in Germany sit down on election night to talk about the divisive presidential, congressional, and gubernatorial 2020 elections and their consequences. Many Americans live in Giessen and its surrounding area, be it for heart- or work-related matters or plainly by coincidence. They observe the US-American politics from a particular perspective since they are deeply connected to the US by their own history on the one hand and gain information and insights through private contacts which are hardly reflected by the media here. On the other hand they closely observe the discussions and perceptions of German politics and society as well. In this debate Prof. Dr. Greta Olson, Derek Bembry, Jeff Coons, M.A., Greg Sax, PhD, and Kelley Donham share their personal inside and outside views on the topic with the audience. The online debate is moderated by Fabian Schöppner, M.A..

(22.01.2021, Liza Beci)

Aktionswoche Digitaler Habitus - Beiträge der Sektion

Videomitschnitt der Lunch Lecture „Why Trump is not King Liar. Eine (kleine) Philosophie der politischen Lüge“ von Prof. Dr. Elif Özmen

Videomitschnitt der Lunch Lecture „Why Trump is not King Liar. Eine (kleine) Philosophie der politischen Lüge“ von Prof. Dr. Elif Özmen
Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Kathleen Bieling, Dr. Jutta Hergenhan, Liza Beci und Prof. Dr. Elif Özmen


Die Aktionswoche beginnt einen Tag vor den US-Wahlen mit einem Vortrag von Elif Özmen, die aus philosophischer Perspektive über die Lüge – was sie überhaupt ist – und ihre Bewertung – ob sie gut, schlecht oder gar neutral ist – sprechen wird. Dabei wird die These, dass die Lüge in der Politik kein bloßes moralisches Problem darstellt, sondern eine eigene, genuin politiktheoretische Analyse verlangt, mit Bezug auf die Demokratie erläutert werden. Denn in dieser spezifischen Regierungs- und Lebensform stellt die politische Lüge jederzeit ein Laster dar, weil sie demokratische Kernfähigkeiten gefährdet. Es scheint naheliegend, hier auf Präsident Donald Trump zu verweisen, der häufig, geradezu systematisch lügt. Das macht ihn aber nicht zum König der Lügner – im Gegenteil, Trump stellt einen völlig atypischen Lügner dar, weil er die Kunst der politischen Lüge nicht beherrscht und ihr eigentliches Ziel verfehlt.


(21.01.2021, Liza Beci)

Livestream-Debatte „Die EU zwischen Corona und Kohäsion. Auswirkungen der Pandemie auf eine ungleiche Union“ vom 24.06.2020

Livestream-Debatte „Die EU zwischen Corona und Kohäsion. Auswirkungen der Pandemie auf eine ungleiche Union“ vom 24.06.2020 

kontroverse EU

Bildschirmfoto des Livestreams mit Prof. Ulrike Guérot, Prof. Udo Bullmann, Gebärdendolmetscherin Daniela Unruh und Dr. Johannes Diesing.
Das Video ist auf dem YouTube-Kanal des ZMI zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=7DpSM0MS-L4
 

Wegen der Covid-19-Pandemie wurde das Debattenformat „Kontroversen“ des Instituts für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen mit Unterstützung des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) in den digitalen Raum verlegt. Dort wird regelmäßig in einem Livestream mit Gebärdensprache ein Thema mit Bezug zu Corona diskutiert. Das Publikum konnte über Twitter und Instagram Fragen stellen.

Unter dem Titel „Die EU zwischen Corona und Kohäsion. Auswirkungen der Pandemie auf eine ungleiche Union“ diskutierten der Abgeordnete des Europäischen Parlaments und ehemalige Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokrat*innen Prof. Udo Bullmann, die Politikwissenschaftlerin, Publizistin und Gründerin des European Democracy Labs, Prof. Ulrike Guérot, und die Studentin der European Studies an der Universität Leipzig, Louisa A. Süß, über die Auswirkungen von Corona auf die europäische Union. Dabei wurden die grundlegenden – vor allem ökonomischen – Spaltungen erörtert, ebenso wie die Perspektive der anstehenden deutschen Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli 2020 beginnt und schon vor Corona mit hohen Erwartungen verbunden war. 

Viele strukturelle Probleme innerhalb der europäischen Union werden gegenwärtig durch die Pandemie sichtbar, wie der Fall Tönnies zeigt. Dort arbeiten viele Vertragsarbeiter*innen aus Südosteuropa oder Polen unter mangelhaftem Arbeitsschutz in einer Fleischfabrik, was in einem großen Ausbruch an Infektionen und einer Gesundheitsgefahr resultiert. Nicht nur starke Lohnungleichheiten, sondern allgemein unterschiedliche Lebensstandards treiben Arbeitsmigration innerhalb des europäischen Binnenmarktes an. Die europäische Kohäsionspolitik versucht zwar strukturschwache Regionen finanziell zu stärken, jedoch reicht dies nicht, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen und die Migration in entwickeltere Regionen aufzuhalten. Hierbei seien Ausgleichsmaßnahmen wichtig, wie eine Stärkung des Haushalts und somit des Mehrjährigen Finanzrahmens der EU, die Etablierung einer gemeinsamen Arbeitslosenversicherung oder eine gemeinsame Besteuerung, so ist das Podium sich einig.

Bullmann und Guérot sehen in der gegenwärtigen Situation auch ein Momentum für einen Civic Turn, in welchem die Zivilgesellschaft in Form von Bürgerinnen und Bürgern nun als Agenten der europäischen Demokratie auftreten können. Zudem sei aus vergangenen Krisen gelernt worden; nicht nur was Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft anginge, sondern auch in Bezug auf die Kooperation und Lösungsfindung innerhalb der Union. 

Am Vorabend der deutschen Ratspräsidentschaft betont der deutsche Außenminister Heiko Maas Solidarität als Kernkonzept der 6 Monate, die prioritär die Überwindung der Corona-Krise als Ziel haben. Nun ist der Blick sehnsüchtig und erwartungsvoll nach Berlin gerichtet und es bleibt abzuwarten, ob diese Anforderungen erfüllt werden können. 

 

(28.10.2020, Selmin Hayircil)

Livestream-Debatte „Grenzen in Zeiten der Pandemie“ vom 09.06.2020

Livestream-Debatte „Grenzen in Zeiten der Pandemie“ vom 09.06.2020

Grenzen in Zeiten der Pandemie

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Daniela Unruh, Prof. Regina Kreide, PD Dr. Michael Knipper und Prof. Greta Olson.

 

Das Video ist auf dem YouTube-Kanal des ZMI zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=JrfwEO_rgfo


Auch geschlossene Grenzen schützen nicht vor einer Pandemie. Viren kennen keine nationalstaatlichen Grenzen. Und auch andere Grenzen können durch das Virus übersprungen werden. Gleich welcher sozialer, ethnischer, religiöser Status oder welches Geschlecht: die Krankheit kann jeden und jede einholen. Dennoch sind wir nicht etwa, wie häufig gesagt in diesen Tagen, alle vor dem Virus gleich. In den USA sind Afroamerikaner*innen überdurchschnittlich von einer Ansteckung und einem schweren Krankheitsverlauf betroffen. Manche Menschen mit Behinderung, mit starkem Übergewicht, ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen, Geflüchtete, um nur einige Gruppen zu nennen, sind verletzlicher und daher besonders gefährdet. Für Frauen bedeutet der Shutdown in allen Ländern eine überdurchschnittliche Arbeitsbelastung bei gleichzeitigem Rückfall in überholte Rollenmuster. Und global gesehen zeigt eine grenzüberschreitende mediale Darstellung, wie der schon häufig totgesagte Nationalstaat „ durchgreift“ und sehr unterschiedliche Umgangsweisen mit der Pandemie entwickelt hat. Grenzen treten mehr in Erscheinung und das bei einer grenzenlosen Ausbreitung der Pandemie. Die Diskussion „Grenzen in Zeiten der Pandemie“ das am 09.06.2020 stattfand, ging den Fragen: was diese Entwicklungen für unsere Vorstellung von Gesundheit, was für ein gutes Gesundheitssystem bedeuten, was für Demokratie und bedarf es mehr Nationalstaat oder mehr transnationale Solidarität, nach. Es diskutieren Prof. Great Olson (Amerikanistik, JLU), Erik Marquardt (MdEP der Grünen Fraktion), Thomas Seibert (Medico International) und Michael Knipper (Medizingeschichte, JLU). 

 

(30.10.2020, Selmin Hayircil)

Livestream-Debatte „Hat die Demokratie die Seuche?“ vom 28.04.2020

Livestream-Debatte „Grenzen in Zeiten der Pandemie“ vom 09.06.2020 

Kontroverse Pandemie

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Ronja Hollenbach, Niklas Ferch, Louisa A. Süß und Prof. Regina Kreide.

 

Das Video ist auf dem YouTube-Kanal des ZMI zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=MeZv_2GTYPg


Corona stellt die ganze Welt vor noch nie dagewesene Herausforderungen. Welche Auswirkungen die globale Covid-19 Pandemie auf die Demokratie hat, wurde unter dem Titel „Hat die Demokratie die Seuche? Debatte über gesellschaftspolitische Konsequenzen der Corona-Krise“ im Livestream mit Gebärdensprache am 28.04.2020 um 18 Uhr diskutiert. Dieses neue Format fand in der etablierten Reihe Kontroversen des Instituts für Politikwissenschaft der JLU Gießen in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) statt. Auf dem Panel diskutieren Prof. Dr. Helmut Breitmeier (Internationale Beziehungen), Prof. Dr. Regina Kreide (Politische Theorie und Ideengeschichte) und Prof. Dr. Dorothée de Nève (Politisches System der BRD/ Vergleich politischer Systeme), die verschiedene Ebenen der Krise beleuchteten. Die Moderation übernahm Louisa A. Süß und Niklas Ferch. Im Livestream konnte man die Debatte bequem von zu Hause aus folgen. Jede*r wurde zur aktiven Diskussion eingeladen. Publikumsfragen konnte man über Twitter unter dem Hashtag #CoronaKontroverseJLU teilen und ans Podium zurückspielen.

(30.10.2020, Selmin Hayircil)

 


Podiumsdiskussion „ ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik“

Podiumsdiskussion „ ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik“

Podiumsdiskussion Rundfunk

Mit der Podiumsdiskussion „ ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik“ soll insbesondere auf die unabhängige Berichterstattung sowie auf das Modell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen eingegangen werden. Dabei werden häufig geäußerte Kritikpunkte aus Medienhistorischer und Mediensoziologischer Sicht beleuchtet, auch wird auf das Medienvertrauen vonseiten der Bürgerinnen und Bürger eingegangen werden.

 

Organisiert wird die Veranstaltung von der Sektion „Macht – Medium – Gesellschaft“ des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) in Kooperation mit dem Forschungsverbund „antidemokratische Haltungen – Herausforderungen für Bildung und Sozialisation“ des Fachbereichs 03 (https://www.uni-giessen.de/fbz/fb03/forschung/antidemokratische-haltungen).

 

Als ReferentInnen nehmen an dieser Veranstaltung Frau Prof. Ulrike Weckel (JLU), Frau Prof. Nicole Zillien (JLU) und Herr Prof. Tanjev Schultz (Universität Mainz) teil. Letzterer begleitet auch die „Langzeitstudie Medienvertrauen“. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Verena Schäfer-Nerlich (JLU/ZMI).

 

Die Podiumsdiskussion findet am 29.10.2019 um 18 Uhr in der Aula statt. Sie ist hier im Veranstaltungskalender der JLU eingetragen

 

(08.10.2019, Jonas Feike)

ExpertInnen–Workshop zu Inhalten und Wirkungen von fiktionalen und halb-fiktionalen politischen Medienangeboten

ExpertInnen–Workshop zu Inhalten und Wirkungen von fiktionalen und halb-fiktionalen politischen Medienangeboten

Am 23. und 24. November 2018 hielt Prof. Simone Abendschön (JLU / ZMI-Sektion 1) in Kooperation mit Prof. Mona Krewel (Cornell University, USA) einen ExpertInnen-Workshop zum Thema "Inhalte und Wirkungen von (halb-)fiktionalen Unterhaltungssendungen" ab.

Folgende Fragen wurdemit renommierten ExpertInnen aus Kommunikations- und Politikwissenschaft diskutiert: Welche grundlegenden Vorstellungen von Politik vermitteln die fiktionalen bzw. halb-fiktionalen Unterhaltungssendungen? Gibt es länderspezifische und formatspezifische Unterschiede? Welche mobilisierenden oder demobilisierenden Effekte gehen von den fiktionalen bzw. halb-fiktionalen Unterhaltungssendungen auf die RezipientInnen aus?

An dem Workshop nahmen Prof. Simone Abendschön und Prof. Mona Krewel (Cornell University USA), Prof. Christiane Eilders und Dr. Cordula Nitsch (jeweils Universität Düsseldorf), Prof. Carsten Wünsch und Dr. Miriam Czichon (jeweils Universität Bamberg), Dr. Marco Dohle (Universität Düsseldorf), Dennis Lichtenstein (ZU Friedrichshafen), Prof. Thorsten Faas (Freie Universität Berlin) und Prof. Andrea Römmele (Hertie School of Governance, Berlin) teil.

 

 

(20.11.2018, Rahel Schmitz)

Podiumsdiskussion und offene Debatte: "Wirf Deine Stimme in die Waagschale! Zur Bedeutung der hessischen Landtagswahl 2018"

Podiumsdiskussion und offene Debatte: Wirf Deine Stimme in die Waagschale! Zur Bedeutung der hessischen Landtagswahl 2018

Landtagswahl Hessen

Vor den anstehenden Landtagswahlen hegen viele Bürgerinnen und Bürger Zweifel, ob sich der Weg zur Wahlurne überhaupt lohnt. Es scheint fraglich, ob es zwischen den konkurrierenden Parteien noch Unterschiede gibt, ob es auf eine einzelne Stimme mehr oder weniger ankommt und ob der Landtag überhaupt politische Gestaltungsspielräume hat. Gleichzeitig finden diese Landtagswahlen in einem aufheizten politischen Klima statt, das von eskalierenden Protesten in den Straßen und Regierungskrisen in Berlin geprägt ist.

Das Zentrum für Medien und Interaktivität organisierte zu diesem Anlass gemeinsam mit dem Institut für Politikwissenschaft eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Wirf Deine Stimme in die Waagschale!“ um die politische Ausgangslage kurz vor der Wahl kontrovers zu diskutieren.

Zu Gast waren Dr. Ossip Fürnberg von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Prof. Dr. Wolfgang Schroeder von der Universität Kassel sein. Außerdem diskutierten auf dem Podium Dr. Verena Schäfer-Nerlich und Prof. Dr. Dorothée de Nève von der Justus-Liebig-Universität. Moderiert wurde der Abend von Prof. Dr. Julia Schwanholz, ebenfalls von der Universität Kassel. Der Präsident der Justus-Liebig-Universität Prof. Dr. Joybrato Mukherjee sprach zu Beginn ein Grußwort. Die Veranstaltung am Dienstag, 23. Oktober 2018 fand ab 19:00 Uhr in der Aula des Hauptgebäudes der Justus-Liebig-Universität in der Ludwigstraße 23 statt. Die Veranstaltung war öffentlich, der Eintritt frei.

 Die Veranstaltungsankündigung in der Gießener Allgemeinen finden Sie hier.

 

Ein Mitschnitt der Veranstaltung findet sich auf dem YouTube-Kanal des ZMI:


 

 

(31.10.2018, Niklas Ferch)

 

Podiumsdiskussion mit Volker Beck: Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte Auftakt der ZMI-Veranstaltungsreihe (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft

Podiumsdiskussion mit Volker Beck: Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte Auftakt der ZMI-Veranstaltungsreihe (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft

Für die Geschichte von 1968 erscheint die Politisierung der Universitäten und Studierenden unverzichtbar, wobei die sogenannten Studentenrevolten in den USA andere inhaltliche Schwerpunkte hatten (Rassismus, Bürgerrechte, Anti-Vietnamkrieg) als in Deutschland ("Unter den Talaren..."). Im Vergleich dazu konnte in den letzten Jahren nur das Thema Studiengebühren zu Protesten und Blockaden motivieren. Auch kursiert allerorten das Gerücht von den völlig unpolitischen Studierenden. Im Gegensatz dazu stehen das Unbehagen gegenüber politisch (falsch?) agierenden ProfessorInnen, die Diskussionen um genderquotierte Seminarliteratur und die politische Korrektheit der Meinungen, Themen und Fassadengestaltungen.

Das spannende Thema der Politisierung der Universität und der Wissenschaft damals und heute wird im Rahmen eines Podiumsgespräches am Montag, 28. Mai 2018 um 18 Uhr c.t. in der Aula der JLU diskutiert. Prominent besetzt ist das Podium mit Volker Beck (Mitglied des Bundestages 1994-2017, Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bonn), Prof. Dr. Regina Kreide (Politikwissenschaft JLU) und Prof. Dr. Arnd Pollmann (Philosophie, Alice Salomon Hochschule Berlin). Die Veranstaltung wird eröffnet von der Vizepräsidentin der JLU, Prof. Dr. Verena Dolle, und moderiert von Prof. Dr. Elif Özmen (Philosophie JLU & ZMI).

Die Podiumsdiskussion stellt zugleich den Auftakt einer Veranstaltungsreihe des ZMI (Sektion 1) dar, die über drei Semester hinweg die Probleme der Politisierung, Ökonomisierung und Instrumentalisierung, als neuen Herausforderungen der Wissenschaft, in den Blick nehmen möchte

Über die Veranstaltung wurde bereits im Vorfeld in der Presse berichtet. Die Ankündigung der Gießener Allgemeinen finden Sie hier, der Bericht der Alsfelder Allgemeinen ist hier zu lesen und die Vorberichterstattung des Gießener Anzeiger finden Sie hier.

Die Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität zu dieser Veranstaltung können Sie hier lesen.

 

 (25.04.2018, Katharina Monaco)

ZMI-Workshop Darstellbarkeit

ZMI-Workshop Darstellbarkeit

Das Problem der bildlichen Darstellbarkeit verbindet Politik, Gesellschaft und visuelle Medien. Deutlich ist, dass Gebote von Schicklichkeit und Scham, Akte von Zensur und Bilderstreit, Behauptungen von Machbarkeit und visueller Evidenz in Konkurrenz treten und sich überkreuzen, wo es um das Darstellbare, seine Möglichkeiten und Grenzen geht. Was darf, kann, muss oder soll wie und von wem zu sehen gegeben werden? Dieses Feld auszuloten erweist sich als interkulturell schwierig und interdisziplinär herausfordernd.

Im Verlauf des zweitägigen Workshops, der am Donnerstag 3. und Freitag 4. Mai 2018 im Margarete-Bieber-Saal stattfindet, werden ausgewählte, das Problem der Darstellbarkeit exemplifizierende Bilder (Presse- und Alltagsfotos, technische und medizinische Bildgebung, Artefakte aus sozialen Medien, handwerklich hergestellte Bilder hochkünstlerischen und populären Charakters) von unterschiedlicher disziplinärer Warte kommentiert. Das Konzept zielt auf eine mehrstimmige Beleuchtung der Darstellungsproblematik und sucht nach Schnittpunkten und Eigensinn der sich ins Gespräch begebenden Fachdisziplinen. Die drei Betrachtungen am Donnerstag, 3. Mai 2018, beschäftigen sich mit medialen und technischen Konventionen sowie deren Darstellbarkeitsgrenzen. Um 18 Uhr hält Charlotte Klonk, Professorin für Kunst und Neue Medien, die unter anderem auf Terrorbilder spezialisiert ist (Humboldt-Universität Berlin), eine öffentliche keynote lecture mit dem Titel "Opfer- statt Täterbilder. Aber wie und welche?". Der Vortrag findet ebenfalls im Margarete-Bieber-Saal statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Die vier Betrachtungen am Freitag, 4. Mai 2018, beschäftigen sich mit kulturellen und gesellschaftlichen Konventionen sowie deren Darstellbarkeitsgrenzen.

Veranstaltet wird der Workshop im Rahmen der ZMI-Sektion 1 und der Ludwig Börne-Professur. Er wird von Prof. Claudia Hattendorff und Prof. Ansgar Schnurr vom Institut für Kunstpädagogik, Prof. Sigrid Ruby vom Institut für Kunstgeschichte sowie Prof. Claus Leggewie, Ludwig-Börne-Professur der JLU, organisiert.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

(25.04.2018, Katharina Monaco)

Videomitschnitt Jamaika-Kater? online

Podiumsdiskussion: Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017 - Videomitschnitt jetzt auf YouTube

Die Sondierungsgespräche zur Bildung der neuen Bundesregierung auf der Grundlage einer "Jamaika"-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Bündnis'90/Die Grünen sind spektakulär gescheitert.  Unter dem Titel Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017 fand am 26. Oktober 2017 an der JLU Gießen eine Podiumsdiskussion statt, die sich dem Ausgang der Bundestagswahl widmete. Auf dem Podium diskutierten Prof. Sigrid Roßteutscher (Goethe Universität Frankfurt), Stefan Krabbes (Politblogger), Maria Fiedler (Tagesspiegel), Matthias Hartl (pollytix strategic research GmbH) und Prof. Dorothée de Nève (Justus-Liebig-Universität Gießen & ZMI-Sektion 1). Prof. Simone Abendschön (Justus-Liebig-Universität Gießen & ZMI-Sektion 1) moderierte die Diskussion. Die Rednerinnen und Redner sowie das Publikum ahnten noch nichts vom Ausgang der Koalitionsverhandlungen. Um die Bundestagswahl vom 24. September 2017 besser zu verstehen bietet die Debatte zum Jamaika-Kater wichtige Ansätze und Ideen. Wie lässt sich der Erfolg der AfD erklären? Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der modernen Politik? Oder ganz allgemein: Wie ist dieses Wahlergebnis zu deuten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie im Videomitschnitt der Veranstaltung.

 

Aktuelle Wege der Regierungsbildung - Chancen und Herausforderungen

Welche Optionen gibt es aktuell zur Regierungsbildung und was sind die Chancen und Herausforderungen? Über diese Fragen kann am Donnerstag, 7.12.2017 im AStA der Uni Gießen, Alter Steinbacher Weg 44, Raum 011, diskutiert werden. Prof. Dorothée de Nève (Stellv. Geschäftsführende Direktorin des ZMI) wird zunächst eine Einführung in das Thema geben und die verschiedenen Optionen der Regierungsbildung vorstellen, um dann in eine gemeinsame Diskussion überzugehen. Weitere Informationen finden Sie hier.

(29.11.2017, Max Stümpel/6.12.2017, Katharina Monaco)

 

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Überblick

Überblick

Sprecherinnen: Prof. Claudia Hattendorff und Prof. Nicole Zillien

 

Gesellschaftlicher Mediengebrauch ist von Machtverhältnissen durchzogen und bedingt zugleich Machtverhältnisse. Dies wird sichtbar, wenn Medien-Macht öffentlich diskutiert oder skandalisiert wird, wie in Bezug auf den Schutz digitaler Daten. Gleichzeitig wird die gesellschaftspolitische Macht der Medien bei der Herstellung öffentlicher Meinung kritisiert, während umgekehrt mit Blick auf die revolutionären und partizipatorischen Potenziale sozialer Medien ein demokratisches Moment gesehen wird. Die gesellschaftliche Macht der Medien entfaltet sich auch im Alltag politischer Prozesse, zum Beispiel bei der Rekonfiguration demokratischer Prozeduren durch digitale Partizipation sowie über Wirkungen auf Medienrezipient*innen. Gegenstand der Untersuchung sind nicht allein die modernen Massenmedien: Es geht gleichermaßen auch um gegenwärtige und historische Bild- und Textmedien, die handwerklich hergestellte Artefakte mit und ohne künstlerischen Anspruch oder Produkte mit geringerer Reichweite sind. Die Sektion 1 bietet Themen und Spannungsfeldern wie diesen ein interdisziplinäres Dach.

Neuerscheinungen

Neuerscheinungen
  • Daßbach, Ina (2021). Spurensuche im Landkreis Gießen: Wie wirkt sich die Pandemie auf die Kommunalwahl aus? https://www.giessener-allgemeine.de. https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/schwierige-entscheidung-90228900.html
  • Daßbach, Ina [Interviewt von Myriam Lenz] (2021): JLU Gießen: Wer sind die typischen Briefwähler? https://www.mittelhessen.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/jlu-giessen-wer-sind-die-typischen-briefwahler_23205172
  • Daßbach, Ina, de Nève, Dorthée & Ferch, Niklas (2021, 3. März). Das sind die absoluten „Wahlkampf-No-Gos“. https://www.mittelhessen.de. https://www.mittelhessen.de/lokales/wetzlar/wetzlar/das-sind-die-absoluten-wahlkampf-no-gos_23260306
  • Daßbach, Ina [verfasst von Czernek, Barbara] (2021, 9. März). Diskussion zum Frauentag in Gießen: „Rollback der Geschlechter“ beklagt. www.giessener-anzeiger.de. https://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/diskussion-zum-frauentag-in-giessen-rollback-der-geschlechter-beklagt_23295257
  • de Nève, Dorothée & Niklas Ferch (2019): Instrumente innerparteilicher Demokratie. Ein digitales Dossier aus vergleichender Perspektive. Berlin/London: Friedrich-Ebert-Stiftung. http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/15887.pdf
  • de Nève, Dorothée & Niklas Ferch (2020): Parteien, Partizipation und das Digitale. Frankfurter Rundschau vom 30.01.2020, S. 10. https://www.fr.de/meinung/parteien-partizipation-digitale-13510501.html
  • Diesing, Johannes (2019): Demonstrative Reproduktion - Politischen Handlungsformen von Occupy in London und New York, Frankfurt am Main: Campus.
  • Hattendorff, Claudia (2019): Augenzeugenschaft als Konzept. Konstruktionen von Wirklichkeit in Kunst und visueller Kultur seit 1800 - Zur Einführung. In: Claudia Hattendorff und Lisa Beißwanger (Hg.): Augenzeugenschaft als Konzept. Konstruktionen von Wirklichkeit in Kunst und visueller Kultur seit 1800. Bielefeld: Transcript (Image), S. 11–29.
  • Hattendorff, Claudia (2020): Bild und Augenzeugenschaft. Überlegungen zu einer Nahbeziehung. In: Anette Baumann, Sabine Schmolinsky und Evelien Timpener (Hg.): Raum und Recht. Visualisierung von Rechtsansprüchen in der Vormoderne. Berlin: De Gruyter Oldenbourg (bibliothek altes Reich, 29), S. 139–153.
  • Hergenhan, Jutta / Auth, Diana / Holland-Cunz, Barbara (Hg.) (2017): Gender and Family in European Economic Policy. Developments in the New Millennium. Basingstoke: Palgrave Macmillan.
  • Krell, Christian, Henri Möllers & Niklas Ferch (Hrsg.) (2019): Reclaiming Action. Strategien progressiver Parteien in Zeiten des wachsenden Rechtspopulismus in Dänemark, Norwegen, Schweden und Deutschland. Stockholm/Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung. http://library.fes.de/pdf-files/bueros/stockholm/14937.pdf
  • Langenohl, Andreas (2019): Informationen gegen Fake News. Zur postnormativen Moralisierung der Massenmedien, in: Stefan Joller/Marija Stanisavljevic (Hg.): Moralische Kollektive, Wiesbaden: Springer VS, 75-95.
  • Langenohl, Andreas / Westermeier, Carola M. (2020): Die Sicherheitsversprechen digitaler Technologien. Soziopolis 2020,· https://www.soziopolis.de/die-sicherheitsversprechen-digitaler-technologien.html
  • Langenohl, Andreas (2021): Algorithmic reflexivity: The constitution of socio-technical accountability in financial pricing. Historical Social Research 46(2), 106-125.
  • Langenohl, Andreas (2021): More lessons to learn: Thomas Piketty’s Capital and Ideology and alternative archives of social experience. Analyse & Kritik 43(1), 125-145.
  • Langenohl, Andreas (2021): Securing the separation between state and finance: entanglements between securitization and societal differentiation. Review of International Political Economy, DOI 10.1080/09692290.2021.1946707.
  • Langenohl, Andreas (2021): The financial and social versatility of payments: Intersecting household payments, financial flows, and the politics of distribution, in: Encarnación Gutiérrez Rodríguez / Rhoda Reddock (eds.): Local Entanglements of Global Inequalities: Caribbean-European Conversations and Decolonial Thought. London/New York/Delhi: Anthem, 97-113.
  • Langenohl, Andreas/ Schweitzer, Doris (2021): Materialität und Gesellschaftstheorie. MedienJournal: Zeitschrift für Medien- und Kommunikationsforschung 44(4), 32-45.
  • Langenohl, Andreas / Westermeier, Carola (2021): Safe assemblages: Thinking infrastructures beyond circulation in the times of SARS-CoV2. Journal of International Relations and Development, https://doi.org/10.1057/s41268-021-00240-0.
  • Özmen, Elif (2021): Epistemische Offenheit als Wagnis. Über Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsethos in der Demokratie, in Özmen, Elif (Hrsg.): Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. Grundlagen, Herausforderungen und Grenzen, Metzler.
  • Özmen, Elif (2021): Der Einzelne und sein normatives Selbst. Zur Anthropologie und Politikethik des Transhumanismus, in Grunwald, A. (Hrsg.): Wer bist Du, Mensch? Transformationen menschlichen Selbstverständnisses im technischen Fortschritt, Herder.
  • Peltzer, Anja/ Wieser, Matthias/ Zillien, Nicole (Hrsg.) (2020): Medien als Dinge denken. MedienJournal. Zeitschrift für Medien- und Kommunikationsforschung 4/2020 (link <https://ejournals.facultas.at/index.php/medienjournal/issue/view/225).
  • Peltzer, Anja/ Wieser, Matthias/ Zillien, Nicole (Hrsg.) (2021): Materialitäten des Digitalen. MedienJournal. Zeitschrift für Medien- und Kommunikationsforschung 1/2021 (link <https://ejournals.facultas.at/index.php/medienjournal/issue/view/226).
  • Schnurr, Ansgar/ Dengel, Sabine/ Hagenberg, Julia/ Kelch, Linda (Hrsg.) (2021): Mehrdeutigkeit gestalten. Ambiguität und die Bildung demokratischer Haltungen in Kunst und Pädagogik, Bielefeld: transcript.
  • Schnurr, Ansgar (2021): Zur Melodie der Bilder. Äußerungen als und über Protest im Medium künstlerischer Produktion. In: Langenohl, Andreas / Hahn, Kornelia (Hrsg.): Protestkommunikation: Konflikte um die Legitimität politischer Öffentlichkeit. Wiesbaden: Springer VZ 2021, S. 237-252.
  • Zillien, Nicole (2020): Digitaler Alltag als Experiment. Empirie und Epistemologie der reflexiven Selbstverwissenschaftlichung. Bielefeld: transcript.