Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Die Kostenkalkulation im 7. Rahmenprogramm

1.    Kostenmodell

Die JLU rechnet im 7. Rahmenprogramm nach dem "vereinfachten Vollkostenmodell" ab, bei dem alle direkten Kosten, die durch den Posten "Research and Technology Development" (RTD) anfallen, zu 75% erstattungsfähig sind; Maßnahmen zur Pionierforschung, Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen, Trainingsmaßnahmen sowie Managemtätigkeiten zu 100%. Demonstrationsaktivitäten werden zu 50% bezuschusst. Darüber hinaus wird eine Gemeinkostenpauschale von 60% der direkten Kosten als indirekte Kosten (overhead) anrechenbar sein.

Es können alle direkt dem Projekt zuzuordnenden Kosten veranschlagt werden. Diese sind:
-    alle projektbezogene Reisen
-    für das Projekt gekaufte Sachmittel und Investitionsgüter usw.
-    projektspezifisch - zusätzlich und befristet - eingestelltes Personal
-    Arbeitszeiten unbefristet eingestellten Personals, die nachweislich dem Projekt zugeflossen sind
-    Kosten für bereits getätigte Anschaffungen, wenn die Geräte nachweislich für das EU-Projekt verwendet wurden.

2.    Overhead

Über die direkten Projektausgaben hinaus dürfen Sie eine Pauschale von 60% der direkten Kosten – ausgenommen der Unteraufträge – als „Overhead“ (indirekte Kosten) veranschlagen.
Sie sollten unbedingt die volle Höhe des Overheads ausschöpfen, da aus diesen Geldern Kosten für Büroausstattung, Telefon usw. sowie die Mehrwertsteuer der direkten Projektausgaben finanziert werden müssen. Die Ausgaben aus dem Overhead müssen nicht offengelegt werden.
Achtung bei Unteraufträgen! Auf Kosten für Unteraufträge darf kein Overhead veranschlagt werden.

3.    Mehrwertsteuer

Die EU akzeptiert grundsätzlich keine Mehrwertsteuer. Das heißt die Mehrwertsteuer muss aus allen Kostennachweisen herausgerechnet werden. Bei Personalkosten fällt keine Mehrwertsteuer an, bei Sachmittel/Verbrauch, Reisen usw. dürfen nur die Nettokosten in die Berechnung der Kosten mit einfließen.
Achtung bei Unteraufträgen! Auf Unteraufträge kann kein Overhead kalkuliert werden, die Mehrwertsteuer muss aus Institutsmitteln gedeckt werden.

4.    Personalkosten

Bei Marie Curie Aktionen gibt es von der EU vorgeschriebene Personalkosten, die von der Erfahrung, dem Familienstand und dem Herkunftsland des Beschäftigten abhängen.
Für alle anderen Fördermaßnahmen gelten keine vorgegebenen Durchschnittssätze für Personal. Als Kalkulationsgrundlage empfiehlt sich, für Wissenschaftler/innen mindestens 6.000 € pro Personenmonat anzusetzen.
Personenmonate beziehen sich bei der Kalkulation immer auf Vollzeitbeschäftigte. Teilzeitbeschäftigte werden entsprechend ihrer Arbeitszeit angesetzt: für 1 Jahr einer 50%-Beschäftigung sind z. B. 6 Personenmonate anzusetzen.

5.    Geräteanschaffungen und AfA

Die EU-Kommission gibt vor, dass Geräte entsprechend den hausüblichen Regeln abgeschrieben werden müssen.
Die hausüblichen Regeln der JLU sind: Einem Gerät wird auf Grundlage der hauseigenen Abschreibungstabellen eine Lebensdauer zugewiesen. Das Gerät wird ab dem Monat der Anschaffung (Rechnungsdatum) über seine Lebensdauer linear abgeschrieben.
In der Regel ist die Lebensdauer eines Gerätes deutlich länger als die Laufzeit eines EU-Projektes. Erstens leitet sich daraus die Empfehlung ab, Geräteanschaffungen möglichst früh in der Projektlaufzeit zu tätigen, damit ein möglichst großer Anteil aus EU-Geldern finanziert werden kann. Zweitens muss ein beträchtlicher Teil der Geräteausgaben für ein EU-Projekt aus anderen Mitteln finanziert werden – nämlich sowohl die Mehrwertsteuer als auch die Gerätelebenszeit, die nicht durch das Projekt abgedeckt ist.

6.    Reisekosten

Die Anzahl der Reisen wird in der Regel vom Projektplan vorgegeben. Teilnahme an Konferenzen, die nicht direkt als Projekttreffen gelten, können ebenfalls angesetzt werden, so lange dies mit der Kommission abgeklärt ist. In der Regel wird hier ein Höchstsatz vereinbart und verhandelt, unter welchem Aktivitätentyp diese Kosten kalkuliert werden sollen.
Reisekosten (Fahrtkosten, Übernachtung, Tagegeld) sollten sowohl für die Projektleitung als auch für die einzustellenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angesetzt werden.

7.    Audit-Kosten

Die Regelungen zum Auditing finden Sie hier.
Die Kosten für das Zertifikat können als Managementkosten kalkuliert und geltend gemacht werden. Sie werden zu 100% erstattet, allerdings nur, wenn sie auch im Projektantrag und in den Vertragsvorbereitungsformularen mit einberechnet und beantragt wurden. Sie sollten also auch als Partner in einem Konsortium mindestens die Kosten der geforderten Audit-Zertifikate als Managementkosten beantragen.

8.    Management

Im 7. Rahmenprogramm wird generell kein Höchstsatz für Managementkosten vorgegeben. In der Antragsphase sollten die Kosten realistisch kalkuliert werden. In einem Konsortium wird der Koordinator einen Großteil der Managementkosten beantragen, aber auch die Projektpartner sollten mindestens die Kosten der geforderten Audit-Zertifikate beantragen.
Es ist auch möglich, fest angestelltes Verwaltungspersonal über diesen Posten zu finanzieren.

9.    European Research Council (IDEAS) und "Marie Curie Aktionen" (PEOPLE)

In beiden Spezifischen Programmen erfolgt eine Förderung zu 100%, die Overheads werden mit 20% bzw. 10% veranschlagt.