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BMBF Verbundprojekt Anthocyane in Fruchtsäften aus Beerenobst

Im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Ernährungsforschung – für ein gesundes Leben" wird die Universität Giessen (Arbeitsgruppen aus den Fachbereichen 08, 09 und 11) zusammen mit der Forschungsanstalt Geisenheim, dem Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund und dem Max-Rubner-Institut Karlsruhe für den Forschungsschwerpunkt „Anthocyane in Fruchtsäften aus Beerenobst – In vivo-Studien zu Bioverfügbarkeit und Wirkungen auf die Mikroflora" mit einem Betrag von insgesamt 1,8 Mio. € über 3 Jahre unterstützt, wobei alleine auf die 4 Giessener Projekte aus 3 Fachbereichen 1,3 Mio. € entfallen.

So genannte Smoothies, pürierte Obstgetränke, sind nicht nur in Mode, sondern könnten nach Meinung vieler Wissenschaftler auch sehr gesund sein. Grund sind unter anderem die natürlichen Farbstoffe der Früchte, so genannte Anthocyane, die vor allem in Beerenobst vorkommen. Mit einem neuen Verbundprojekt der Justus-Liebig-Universität, das im Rahmen der Fördermaßnahme „Ernährungsforschung – für ein gesundes Leben“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit insgesamt 1,8 Millionen gefördert wird, soll unter anderem mit neuen Lebensmitteln auf der Basis von Beerenobst eine bessere Versorgung der Bevölkerung mit Anthocyanen erreicht werden.

 „Anthocyane in Fruchtsäften aus Beerenobst – In vivo-Studien zu Bioverfügbarkeit und Wirkungen auf die Mikroflora“ heißt das Projekt, an dem neben drei Fachberei­chen der Universität Gießen (FB08, FB09 und FB11) auch die Forschungsanstalt Geisenheim, das Forschungsinsitut für Kinderernährung Dortmund und das Max-Rubner-Institut Karlsruhe beteiligt sind. Die Kick-off-Veranstaltung fand am Montag, 8. Juni 2009, um 14 Uhr im Institut für Ernährungswissenschaft, Wilhelmstraße 20 im dortigen Hörsaal statt. Die Federführung des Projekts liegt bei Prof. Dr. Clemens Kunz (Professur für Ernährung des Menschen – Ernährungs­physiologische Bewertung von Lebensmitteln).

 Schwerpunkte des Verbundvorhabens sind unter anderem Untersuchungen zum Gehalt von Anthocyanen in Beerenobst, zur Analytik dieser Substanzen, zum Einfluss von anthocyan- und ballast­stoffreichen Produkten auf inflammatorische Prozesse und auf die Mikroflora von Kindern, Jugendlichen und Erwach­senen oder zur Erfassung der üblichen Zufuhr dieser Stoffe bei Kindern. Ein Ziel ist unter anderem, neue lebensmitteltechnologische Verfahren bei der Herstellung von Getränken so einzusetzen, dass die erwünschten sekundären Pflanzenstoffe im Endprodukt zusammen mit Ballaststoffen erhalten bleiben.

 

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Teilprojekte

Die 7 Teilprojekte verfolgen das Ziel neue lebensmitteltechnologische Verfahren bei der Herstellung von Getränken so einzusetzen, dass sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole im Endprodukt zusammen mit Ballaststoffen erhalten bleiben, Methoden für die Quantifizierung, Strukturaufklärung und Stoffwechsel von Anthocyanen zu etablieren, metabolische und funktionelle Eigenschaften von Anthocyanen in Tier- und vor allem in Humanstudien unter besonderer Berücksichtigung der Darmflora zu untersuchen.
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Redaktion
09.11.2011 09:13
 

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