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Justus-Liebig-Universität Gießen

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Forschung an der JLU

Forschung

Die JLU betreibt international sichtbare Spitzenforschung, deren Erfolge seit 2006 in der Exzellenzinitiative und Exzellenzstrategie sichtbar werden.

Mehr zur Forschung

Aktuelles

Glanzleistung unseres Gehirns

Die Wirksamkeit kleiner neuronaler Netze: Wie unser visuelles System bei der Einschätzung von Oberflächen auf Einfachheit statt auf physikalische Präzision setzt

Veranstaltungen

  • 2026-05-26T18:15:00+02:00
  • 2026-05-26T19:45:00+02:00
  • Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Raum 123 (1.OG), Leihgesterner Weg 52, 35392 Gießen
Mai

26

Dienstag

26.05.2026 von 18:15 bis 19:45

Offen für alle Studierende, die eine Famulatur oder ein PJ-Tertial im Ausland planen

  • 2026-06-02T18:00:00+02:00
  • 2026-06-02T20:00:00+02:00
  • Alter Steinbacher Weg 44, Raum 012
Juni

2

Dienstag

02.06.2026 von 18:00 bis 20:00

Smarte Systeme scheinen offenbar von Dämonen besessen zu sein: In der Informatik bezeichnet ein "Daemon" einen Hintergrundprozess, der ohne direkte Kontrolle durch Nutzer:innen operiert. Der Begriff verweist einerseits auf die Opazität und scheinbare Autonomie digitaler Systeme. Andererseits eröffnet die terminologische Übertragung des Dämonischen auf technische Medien eine geschichtliche und epistemische Perspektive: Der Dämon wird zur Denkfigur, anhand derer gegenwärtige Vorstellungen über KI reflektiert, metaphorisiert und historisch situiert werden können. Ausgehend von dieser technischen Zuschreibung untersucht der Vortrag des Leipziger Kunstwissenschaftlers Dr. Michael Klipphahn-Karge den Dämon als zentrale Figur an der Schnittstelle von Kunst und Technologie – exemplarisch anhand von Agnieszka Polskas Videoarbeit "The Demon’s Brain" (2019). An diesem Werk wird gezeigt, wie sich die Idee maschineller Intelligenz aus der Verschränkung von Gehirn- und Computermetaphern entwickelte und seither eng mit Überlegungen zum Dämonischen verbunden ist. Besagte Idee basiert dabei auf einer doppelten Bewegung: der Erklärung des menschlichen Geistes durch den Computer sowie der Übertragung kognitiver Prozesse auf technische Systeme. Diese Konstellation erweist sich jedoch weniger als Realisierung von "Intelligenz" denn als metaphorische Projektion, die Verfahren der Datenaggregation und Mustererkennung als Denkbewegung mystifiziert. Polskas Werk übersetzt diese Problematik in eine ästhetische Form, in der die Figur des Dämons zugleich politische, ökologische und ökonomische Infrastrukturen des Digitalen reflektiert und in die Vorgeschichte des Technokapitalismus einbettet. Auf diese Weise macht das Dämonische die grundlegende Ambivalenz smarter Digitaltechnologien sichtbar – zwischen Kontrolle und Ohnmacht, Auf- und Verklärung.

  • 2026-06-19T16:00:00+02:00
  • 2026-06-19T18:00:00+02:00
  • Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Raum 123 (1.OG), Leihgesterner Weg 52, 35392 Gießen
Juni

19

Freitag

19.06.2026 von 16:00 bis 18:00

Berichte und Darstellungen von Medizinstudierenden zu ihren Auslandsaufenthalten


Zeichen für Freiheit, Demokratie und Toleranz

Gemeinsame Erklärung der Gießener Hochschulen und des Studierendenwerks zu den Ereignissen am letzten Novemberwochenende 2025

Zur Erklärung

Kein Platz für Antisemitismus an der JLU

Stellungnahmen der Justus-Liebig-Universität Gießen anlässlich des Kriegs in Nahost


Zu den Stellungnahmen

Hessischer Hochschulpakt 2026 bis 2031

Informationen zum Hochschulpakt, zu den Auswirkungen auf die Justus-Liebig-Universität und Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Zu den Informationen

 

Bildquellen: Bild "Studium": Jessica Reuther; Foto "Forschung": Rolf K. Wegst; Foto "Exzellenzstrategie": Franz E. Möller