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Ökumenische Trauerfeier am Freitag 24. Mai 2013

Die diesjährige Trauerfeier findet am Freitag den 24. Mai 2013 um 13:30 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Giessen statt.

Die Körperspender von 2011 wurden
in schlichten weißen Urnen auf
einem Gräberfeld im Neuen Friedhof
beigesetzt. Foto: Czernek

Bericht im Giessener Anzeiger: 21.5.2011

 

 

 

„Nach dem Tod für das Leben da zu sein“

21.05.2011 - GIESSEN

Trauerfeier für 29 Körperspender in der Friedhofskapelle mit anschließender Beisetzung - Dank an die Angehörigen im Namen der Medizinstudierenden

(cz). Mit einer würdevollen ökumenischen Trauerfeier nahmen gestern Hinterbliebene, Studierende, Professoren und Angestellte des Fachbereichs Medizin Abschied von 29 Personen, die ihre sterbliche Hülle als Körperspende der Universität zur Verfügung gestellt hatten.

Gemeinsam zelebrierten Pfarrer Matthias Schmid und Pfarrerin Eva Reinhard die Trauerfeier. „Jetzt schließt sich ein Kreis, der vor längerer Zeit mit dem Tod begonnen wurde“, sagte Schmid in seiner Ansprache. Er würdigte die Toten, dass sie viel von sich erzählt und Fremden preisgegeben hätten.

Pfarrerin Eva Reinhard wies darauf hin, dass die Angehörigen jetzt einen Ort der Trauer hätten. „Denn Orte helfen, den Verlust zu bewältigen“, sagte sie. Sie dankte auch den Angehörigen, die den Wunsch ihrer Verstorbenen respektiert und dadurch die Erkenntnisse von Lebensvorgängen ermöglicht hätten.

Dr. Christian Mühfeld würdigte das Engagement aus Sicht der Mediziner. Die Anschauung eines menschlichen Körpers würde zu fundierten Kenntnissen über den individuellen Körper führen. Er dankte den Toten für das Vertrauen, das sie gehabt hätten, um sich in die Obhut der Wissenschaft zu begeben, um „nach dem Tod für das Leben da zu sein“.

Im Namen aller Medizinstudenten sprach Deborah Dorth den Angehörigen ihren tief empfundenen Dank aus. Sie versicherte ihnen, dass alle Studenten sich des würdevollen Umgangs mit dem Körper bewusst gewesen seien und dass alle eine besondere Beziehung zu den jeweiligen Körperspendern aufgebaut hätten.

Großes Engagement bewiesen die Medizinstudenten, von denen 60 der Studierenden sich aktiv an der Trauerfeier beteiligten. Mit sehr viel Feingefühl hatten sie die Musikbeiträge ausgewählt. Der Chor der Studierenden umrahmte die Feier. Für atmosphärische Dichte sorgten Instrumentalwerke von Mozart, Bach und Gournot. Ihren Respekt gegenüber den Angehörigen, die oftmals mehrere Jahre auf die Beisetzung gewartet haben, zollten die Studenten, indem sie ein Spalier für die Angehörigen bildeten und den Weg zum Gräberfeld mit Kerzen säumten. Dort hatten die Angehörigen die Gelegenheit, sich persönlich von ihren Verstorbenen zu verabschieden.


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