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Artikelaktionen

Systematische Theologie/Ethik

Teaser (kurz)

Das Christentum ist seit seinen historischen Ursprüngen denkende Religion, Impulsgeber für individuelle und soziale Lebensgestaltung und prägender Kulturfaktor. Zu den religionsgeschichtlichen Besonderheiten des Protestantismus als Religion der Freiheit gehören die wissenschaftlichen Fähigkeiten, die Grundlagen der eigenen Religion historisch-kritisch zu erforschen, religionskritisch in Frage zu stellen und im Horizont des religiös-weltanschaulichen Pluralismus kulturhermeneutisch zu deuten.

Für diese Aufgaben haben sich im Laufe der Zeit drei unterschiedlich aufgebaute, aber vielfältig miteinander verknüpfte Teilgebiete der Systematischen Theologie entwickelt:

In der Dogmatik werden christlich-religiöses Denken und Deuten von Gott, Welt und Mensch in Auseinandersetzung mit theologiegeschichtlichen Problemlagen und gegenwärtigen (An-)Fragen hermeneutisch und produktiv reflektiert.

In der Ethik geht es um die Theorie menschlicher Lebensführung vor dem Hintergrund der Geschichte der Ethik, gegenwärtiger ethischer Debatten und gesellschaftlicher Konflikte .

 

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Aktuelles

Aktuelles

 

 

  Foto Gerechter Krieg - Gerechter Frieden

 

Hauptseminar mit Exkursion im Wintersemester 2019/20

 

Im Seminar erarbeiten wir im ersten Teil klassische Positionen zum gerechten Krieg. Gegenwärtige Perspektiven auf eine Militär- und Friedensethik werden wir in Berlin mit Vertretern aus dem Bundestag und der Evangelischen Kirche auf Grundlage des Weißbuches der Bundeswehr und der Friedensdenkschrift der EKD diskutieren. Das Seminar findet in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Militärbischof Dr.  Sigurd Rink statt. Von ihm ist aktuell ein Buch zur Frage „Können Kriege gerecht sein?“ erschienen, welches sich „tastend“ einer „Ethik des Ernstfalls“ annähert.

Verbindliche Anmeldung bitte per E-Mail bis zum 31. Juli 2019 bei: .  Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Kosten: Teilnehmende tragen die Kosten für die selbst zu organisierende Anreise. Die Übernachtung ist kostenfrei.

Module: systematisch-theologische WPI und WPD Module; L2 Ethik Modul 03B; L1 Modul 3 Ethik und Religion. Nach Rücksprache ist eine Belegung außerhalb des Modulkataloges möglich. [mehr]

 

 

   Familientagung

Was ist Familie? Die Tagung an der WWU Münster vom 27. bis 28. September 2019 zielt auf Grundlegungsfragen eines protestantischen Begriffs von Familie. Insofern möchten wir uns der Frage widmen, ob und gegebenenfalls wie eine Konturierung aus theologischer Perspektive möglich sein könnte. Die Diskussion beschränkt sich dabei auf die Systematische sowie Praktische Theologie mit explizit systematisch-theologischer Ausrichtung. Im Hintergrund der Idee steht ein relativ breiter Theorierahmen aus interdisziplinär intensiv rezeptierten Ansätzen der neueren Sozialphilosophie. Die Renaissance des „Lebensform-Begriffs“ (Rahel Jaeggi), die Verhandlung der Familie als „Resonanzhafen in stürmischer See“ (Hartmut Rosa) provozieren genauso wie die vieldiskutierte Kategorie der Anerkennung (Axel Honneth) zur theologischen Beschäftigung mit der Frage, was wir unter Familie verstehen oder verstehen könnten. Einen deutlichen Schub erhielt das Thema in den letzten Jahren insbesondere durch die sozialphilosophische Rezeption der englischsprachigen Diskussion (Barbara Bleisch/Monika Betzler). Damit werden Fragen nach der Begründung familiärer Pflichten genauso berührt wie das grundsätzliche Verständnis verwandtschaftlicher Nahbeziehungen. Dr. Marcus Held hält dort Vortrag zu "Ethische Topologie der Familie als verkörperte Institution - Überlegungen im Anschluss an Gilles Deleuze und Pierre Legendre“. 

 

 

 

 Abschlusstagung

Ausgehend von den kultur- und sozialwissenschaftlichen Blickwinkelverschiebungen der vergangenen Jahrzehnte hin zu einem de-zentrierten Subjekt, das sich allererst in Praktiken bildet, statt diesen unbedingt vorauszugehen, fragt das Graduiertenkolleg „Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung“ seit 2010 aus interdisziplinärer Perspektive danach, wie sich das (in sich gebrochene) Verhältnis einzelner zu sich selbst und zur Welt in unterschiedlichen historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten (aus)formt. 

Im September 2019 wird das Graduiertenkolleg offiziell enden. Anlass genug, gemeinsame Denkbewegungen zu rekapitulieren und Neujustierungen künftiger Forschungen zu diskutieren: Was waren zentrale Reiserouten, welche Spuren lohnen, weiter verfolgt zu werden? Wo taten sich abseits eingetretener Pfade schöpferische Wege auf, aber auch Grenzen des Denk-, Sag-, Sicht- oder Hörbaren? 
Wenn Anfangen einen Moment des Abrückens von der Vielfalt des Möglichen beschreibt, weil nicht mehr alles gesagt werden kann, wenn etwas auf besondere Weise gesagt werden soll (Italo Calvino), meint Beenden nicht länger ein Abschließen, sondern eine Gelegenheit, die Vielfalt des Möglichen neu zu eröffnen. Diese Gelegenheit soll in fünf Panels ergriffen werden, von denen her sich die Ausgangsfrage des Kollegs ‚Was macht das Subjekt?’ neu stellen lässt. 

 

Dr. Marcus Held hält auf der Abschluss-Tagung vom 27. bis 29. Juni 2019 einen Vortrag zum Thema "Re- und Deterritorialisierung von Praktiken in und durch Körper(n)“.

  Körper und Kirche

 

Der Gegensatz von Körper und Geist bestimmt seit der Antike die abendländische Denktradition. Versuche, diesen Dualismus zu überwinden, konnten sich bislang nur zögerlich etablieren. Erst die Beobachtung, dass das menschliche Denken und Verstehen wesentlich an körperliche Vollzüge gebunden ist, führte zu einem Paradigmenwechsel. Was verändert sich, wenn Menschen einen Kirchenraum betreten? Wie wird bei der Feier des Abendmahls erfahrbar, dass diese Gemeinschaft sich als Leib Christi versteht? Die Tagung Körper und Kirche vom 17. bis 19. Mai in Marburg erkundet Verknüpfungsmöglichkeiten des Paradigmas der Verkörperung mit der protestantischen Ekklesiologie. [mehr]

 

News Foto


Neuer Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Seit dem 5. April 2019 hat Herr Dr. Marcus Held eine Postdocförderstelle des Fachbereichs 04 inne und ist als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Systematische Theologie / Ethik tätig. Nähere Informationen zur Person finden Sie hier.

 

 

Predigt-Erbauung

Die Nachwuchstagung Predigt und Erbauung. Interdisziplinäre Perspektiven vom 4.-5. April in Marburg nimmt in diachroner Perspektive Predigten prominenter Theologen in den Blick. Der behandelte Zeitraum reicht dabei von der Aufklärung bis in die Gegenwart. Diskutiert wird sowohl das in den Predigten angelegte Konzept von Erbauung als auch dessen performativer Vollzug. Auf diesem Weg lotet die Tagung das Potential des Erbauungsbegriffs für aktuelle theologische Diskurse aus und leistet einen Beitrag zu einer interdisziplinär zu betreibenden Geschichte der protestantischen Predigt. Darüber hinaus eröffnet die Auseinandersetzung mit dem Erbauungsbegriff auch Möglichkeiten für die Erforschung und Einordnung des Spezifikums der protestantischen Predigt im Feld der sich differenzierenden Spiritualitätskulturen und Redeformen. [mehr] [Tagungsbericht]

 

Foto Symposium


Freiheit Denken. Protestantische Transformationen in der Gegenwart. Symposium aus Anlass des 60. Geburtstags von Prof. Dr. Jörg Dierken

Freitag, 15. Februar 2019 – Samstag, 16. Februar 2019 | Franckesche Stiftungen, Deutscher Saal, Franckeplatz 1, Haus 7, 06110 Halle an der Saale

2019 vollendet Prof. Dr. Jörg Dierken sein 60. Lebensjahr. Aus diesem Anlass haben sich Kollegen, Freunde und Schüler zusammengetan und ein Symposium organisiert, an dem mit Prof. Dierken Themen seines Denkens diskutiert, dem Jubilar in angemessenem Rahmen für sein Wirken gedankt und mit ihm gefeiert werden soll. [Programm der VA]

 

Foto_Stolz_und_Demut

In den gesellschaftspolitischen Konflikten der Gegenwart entwickeln religiöse Positionierungen eine tiefe Ambivalenz. Auf der einen Seite fungieren sie als kulturelle Identitätsmarker, die förmlich zu Katalysatoren der Intoleranz werden können. Auf der anderen Seite vermögen sie auf individueller wie institutioneller Ebene auch friedensstiftende Kraft zu entfalten. Die Tagung Stolz und Demut. Zur emotionalen Ambivalenz religiöser Positionierungen (25.–27. Januar 2019, Schloss Rauischholzhausen) diskutiert diese spannungsvolle Relevanz aus emotionstheoretischer Perspektive. Dazu werden die Konzepte Stolz und Demut in ihrer kulturgeschichtlichen und systematischen Interdependenz an paradigmatischen Positionen aus Geschichte und Gegenwart ins Gespräch gebracht. [mehr]

 

 


Im Dezember 2018 hat die trilaterale Arbeitsgruppe der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ihre Arbeit aufgenommen. Als Mitglied der Delegation der VELKD ist Dr. Mirjam Sauer (Gießen) an den Gesprächen beteiligt. Gegenstand der Verhandlungen wird zunächst das Thema „Abendmahlslehre und Christologie in der Konsequenz der Leuenberger Konkordie“ sein. Der Beratungsprozess ist auf fünf Jahre angelegt, die Fortsetzung der Gespräche erfolgt im Mai 2019.

 

 

Foto Schleiermacher-Tagung

 

 

Mirjam Sauer, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Systematische Theologie/Ethik (JLU), hielt im Rahmen eines Kolloquiums anlässlich Friedrich Schleiermachers 250. Geburtstag am Institut Protestant de Théologie in Paris einen Vortrag. Der Titel ihrer Ausführungen lautete: „…daß Fantasie das höchste und ursprünglichste ist im Menschen“. Zum Verhältnis von Imagination und Religion beim frühen Schleiermacher. Das Kolloquium ging dem Paradigma der Subjektivität in der Theologie und der Philosophie Schleiermachers nach und fand vom 9. bis zum 10. November 2018 in Paris statt. Veranstalter waren Christian Berner, Frédéric Chavel und Jean-Marie Tétaz in Zusammenarbeit mit der Internationalen Schleiermacher-Gesellschaft. [Programm der VA]

 

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Neue Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Seit dem 1. Oktober 2018 ist Frau Dr. Mirjam Sauer als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Systematische Theologie / Ethik tätig. Nähere Informationen zur Person finden Sie hier.

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Neuer Professurinhaber

Seit dem 1. September 2018 hat Herr Professor Dr. Philipp David die Professur für Systematische Theologie / Ethik inne. Nähere Informationen zur Person finden Sie hier.

 

Personen

Personen

Evening Lecture

Evening Lecture

Die Evening Lecture on Religion & Culture eröffnet interdisziplinäre Perspektiven auf die Wechselwirkungen von Religion und Kultur.

Veranstaltet wird die Vortragsreihe mit anschließendem Apéro von der

Professur für Systematische Theologie|Ethik (Prof. Dr. Philipp David) am Institut für Evangelische Theologie.

 

        Foto Evening Lecture Juli 2019

 


Evening Lecture on Religion & Culture

Luthertum in den Niederlanden - Die Geschichte einer religiösen Minderheit

Prof. Dr. Sabine Hiebsch (Theologische Universiteit Kampen) [mehr].

1. Juli 2019 | 18:00 Uhr s.t. | Phil II | Karl-Glöckner-Str. 21 H | Raum 209


 

        Foto Evening Lecture

 


Evening Lecture on Religion & Culture 

Aufklärung oder Offenbarung? Überlegungen zu den religiösen Ursprüngen der Literatur

Prof. Dr. Corey Roberts | German Department | Calvin College (Grand Rapids, Michigan) [mehr].

21. Januar 2019 | 18:00 Uhr s.t. |Phil II | Karl-Glöckner-Str. 21 H | Raum 209