Uniforum 2025
Staffelübergabe und Verleihung der Stolzenberg Awards for the Study of Culture
Zum Jahresende blickt das GGK/GCSC auf ein Jahr zurück, das von einem besonderen Ereignis geprägt war: Das Zentrum verabschiedete seinen Gründungsdirektor und Initiator verschiedener Programme und internationaler Netzwerke, Prof. Dr. Dr. h.c. Ansgar Nünning. Auf Initiative des damaligen JLU-Präsidenten Prof. Dr. Stefan Hormuth war es Ansgar Nünning, der gemeinsam mit seinem Team vor 25 Jahren innovative Strukturen für kulturwissenschaftliches Promovieren in Gießen und damit auch das Modell zur Reform der Graduiertenausbildung an der JLU und in Deutschland geschaffen hat. Das Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften (GGK) und das im Rahmen der Exzellenzinitiative 2006 gegründete GCSC haben sich seitdem zu einem international bedeutenden Ort für interdisziplinäre und innovative Forschungsarbeiten entwickelt.
Nicht zuletzt der visionären und engagierten Arbeit Ansgar Nünnings ist es zu verdanken, dass die JLU heute als anerkannter Ort kulturwissenschaftlicher Exzellenz gilt. Davon legte auch ein Symposium mit prominenter internationaler Beteiligung zur Würdigung des Werkes von Ansgar Nünning, das im Juli am GCSC stattfand, Zeugnis ab. Mit Prof. Dr. Andreas Langenohl (Soziologie) wurde zu Beginn des Wintersemesters bereits sein Nachfolger im Amt des Geschäftsführenden Direktors des GGK/GCSC begrüßt. Prof. Dr. Kirsten von Hagen (Romanistik) übernimmt die Leitung des „International PhD Programme Literary and Cultural Studies“ (IPP) und des European PhDnet „Literary and Cultural Studies“.
Zum Start in das neue akademische Jahr stand auch in diesem Jahr wieder der Dreiklang aus Begrüßung, Verabschiedung und Feierlichkeit im Mittelpunkt. Bei der traditionellen Welcome and Graduation Ceremony am 15. Oktober im Hermann-Levi-Saal des Gießener Rathauses wurden insgesamt 22 neue Promovierende des GCSC und des IPP begrüßt. Außerdem gratulierte das kulturwissenschaftliche Zentrum 15 Absolventinnen und Absolventen, die ihre Dissertationen im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen haben.
Ein Highlight des Abends war die Verleihung der Stolzenberg Awards for the Study of Culture. Auf Initiative der Dr.-Herbert-Stolzenberg-Stiftung und des Präsidiums der JLU konnte das GCSC in diesem Jahr fünf Preise zur Auszeichnung hervorragender wissenschaftlicher Leistungen von Mitgliedern in der Promotions- sowie Postdoc-Phase verleihen. Juan Brigard, Hannes Kaufmann und Jana Tiborra erhielten die Preise in der Kategorie kulturwissenschaftliche Dissertationen; Anastasiia Marsheva und Anna Ivanova wurden für ihre Leistung in der Lehre ausgezeichnet.