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Entstehung und Verlauf

Zwangsstörungen beginnen im Allgemeinen sehr früh, meist während der Pubertät oder im frühen Erwachsenenalter. Insgesamt können jedoch vom Vorschulalter bis zum mittleren Erwachsenenalter Zwänge neu auftreten.

Verschiedene Faktoren können zu der Entstehung einer Zwangsstörung beitragen: Körperliche Veränderungen, eine besondere Empfindsamkeit gegenüber Belastungen, schwierige Lebenssituationen, einschneidende Ereignisse, Erziehung und familiäre Einflüsse.

Betroffene berichten, dass die Intensität der Symptomatik schwanken kann und sich vor allem in Stressphasen verschlimmern würde. Werden Zwänge nicht behandelt, verläuft die Störung häufig chronisch und Phasen längerer Symptomfreiheit werden ausgesprochen selten.

Der Grad der Belastung durch die Störung kann sehr hoch sein, auch wenn manche Betroffene sich langfristig mit dem Zwang arrangieren. Zwangsgedanken und -rituale können große Teile des Tages in Anspruch nehmen und alle Lebensbereiche beeinflussen. Die Zwänge verhindern häufig das Aufsuchen bestimmter Orte und den Kontakt zu bestimmten Menschen. Oder sie sind so zeitaufwändig, dass alltägliche Arbeiten nicht mehr oder nur sehr langsam ausgeführt werden können. Arbeitsunfähigkeit und sozialer Rückzug können die Folge sein. Schwerwiegende Einschränkungen der Lebensqualität dieser Art können auch Depressionen und Suizidgedanken mit verursachen.