27.01.2025: „Sex Robots and Legal Regulation“ - Rüya Tuna Toparlak
- https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb01/news/termine/archiv/sq_27-01.2025
- 27.01.2025: „Sex Robots and Legal Regulation“ - Rüya Tuna Toparlak
- 2025-01-27T14:15:00+01:00
- 2025-01-27T16:00:00+01:00
27.01.2025 von 14:15 bis 16:00 (Europe/Berlin / UTC100)
Phil I, Raum B 428

Gastvortrag Rüya Tuna Toparlak in englischer Sprache:
"Sex Robots and Legal Regulation"
„Man wird nicht als Sexroboter geboren, sondern zu einem gemacht: Feministische Perspektiven auf die Regulierung von Sexrobotern“
Fortschritte in der künstlichen Intelligenz und der Robotik haben dazu geführt, dass Menschen heute intime sexuelle Beziehungen zu Robotern haben. Fast ausschließlich werden Sexroboter mit hyper-sexualisierten Frauenkörpern hergestellt. Diese genderspezifische Produktion stärkt die Erwartungen patriarchaler Strukturen an weibliche Gehorsamkeit, Zerbrechlichkeit und Unterwerfung und kann Gewalt gegen Frauen aufrechterhalten.
Die Produktion von Sexrobotern und sexuelle Beziehungen von Menschen zu Robotern werfen viele rechtliche Fragen auf. Um eine Haltung zu ihrer Regulierung einzunehmen, muss das Recht Einblicke in die sexuellen Erfahrungen mit Robotern gewinnen. Die Regulierung sollte berücksichtigen, wie das menschliche Subjekt das Roboterobjekt erlebt und wie die gendersspezifische Welterfahrung des menschlichen Subjekts durch diese Erfahrungen beeinflusst wird.
Um eine Regulierung inhaltlich zu informieren, befasst sich der Vortrag mit der Frage, wie diese Technologien die Zukunft der menschlichen Beziehungen beeinflussen werden.
Rüya Tuna Toparlak ist seit November 2021 als Doktorandin an der Universität Luzern tätig. Sie begann ihre Promotion unter der Betreuung von Prof. Malte-C. Gruber und wird derzeit von Prof. Vagias Karavas betreut. In ihrer Dissertation untersucht sie die Interaktion zwischen Menschen und Robotern und die Auswirkungen auf die Konstitution des Rechtssubjekts aus einer feministisch-phänomenologischen Perspektive. Sie interessiert sich allgemein für die Überschneidung von Digitalisierung, Recht und Geschlecht. Vor kurzem war sie Gastforscherin an der Durham University in England. Während ihres Aufenthalts führte sie zusammen mit Prof. McGlynn ein Forschungsprojekt über sexuellen Missbrauch durch DeepFakes durch und war Mitverfasserin eines Papiers mit dem Titel „The New Voyeurism: Criminalising the Creation of “DeepFake Porn”". Ihre Publikationsliste ist über ihren ORCID-Eintrag zugänglich: https://orcid.org/0000-0002-5339-4360
Die Veranstaltung kann für Studierende der Rechtswissenschaft als SQ-Vortrag eingebracht werden. Bitte bringen Sie Ihren Laufbogen mit. Weitere Hinweise zu dieser Schlüsselqualifikation und den Download zum Laufbogen finden Sie hier: https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb01/service-studierende/services/sqvortrag
Lageplan des Philosophikums I/Orientierung:
https://www.uni-giessen.de/de/ueber-uns/kontanf/plan-g/plan-phil-i/view