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Passwörter

Ein sicherer Umgang mit Passwörtern ist eine wichtige Grundlage für gute IT-Sicherheit. Passwörter schützen Ihre dienstlichen Konten, Daten und IT-Systeme vor unbefugtem Zugriff. Verwenden Sie daher für jedes Konto ein eigenes und sicheres Passwort.

Wichtig: Geben Sie Ihre Passwörter niemals an andere Personen weiter. Weder das Hochschulrechenzentrum (HRZ) noch unser Team werden Sie per E-Mail, Telefon oder Messenger dazu auffordern, Ihr Passwort mitzuteilen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Verwenden Sie für jedes Konto ein eigenes Passwort.
  • Nutzen Sie lange, zufällige und schwer erratbare Passwörter.
  • Verwenden Sie keine Namen, Geburtsdaten oder leicht zugänglichen persönlichen Informationen.
  • Speichern Sie Passwörter nicht ungeschützt in Dateien, E-Mails oder Notizen.
  • Nutzen Sie einen Passwortmanager, um viele Zugangsdaten sicher zu verwalten.
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentisierung, wenn sie verfügbar ist.
  • Ändern Sie Passwörter unverzüglich, wenn ein Missbrauch vermutet wird.

Ein sicheres Passwort ist lang, einzigartig und schwer zu erraten. Verwenden Sie für jedes Konto ein eigenes Passwort. So bleibt ein möglicher Schaden begrenzt, falls Zugangsdaten eines Dienstes bekannt werden.

Das zeichnet sichere Passwörter aus

  • Sie sind lang und möglichst zufällig.
  • Sie werden nur für ein einziges Konto verwendet.
  • Sie enthalten keine leicht erratbaren persönlichen Informationen.
  • Sie werden nicht an andere Personen weitergegeben.
  • Sie werden sicher gespeichert, zum Beispiel in einem Passwortmanager.

Vermeiden Sie insbesondere

  • Namen von Familienmitgliedern, Haustieren oder Kolleginnen und Kollegen
  • Geburtsdaten, Telefonnummern oder Adressen
  • Begriffe aus dem Arbeitsumfeld, etwa Raum-, Projekt- oder Institutsnamen
  • einfache Zahlenfolgen wie 123456 oder 12345678
  • allgemein bekannte Begriffe wie Passwort oder Sommer2025
  • geringfügige Abwandlungen eines bestehenden Passworts

Empfehlung: Lassen Sie neue Passwörter möglichst durch einen Passwortmanager erzeugen. Dadurch erhalten Sie lange, zufällige und einzigartige Passwörter, die Sie sich nicht merken müssen.

Verwenden Sie ein Passwort niemals für mehrere Konten. Werden die Zugangsdaten eines Dienstes beispielsweise durch einen Datenverlust, einen Phishing-Angriff oder ein unsicheres Passwort bekannt, könnten Angreifer dasselbe Passwort auch bei anderen Diensten ausprobieren.

Dies gilt besonders für dienstliche Konten, E-Mail-Konten, Cloud-Dienste, VPN-Zugänge und Konten mit Zugriff auf vertrauliche oder personenbezogene Daten.

Grundsatz: Ein Konto – ein Passwort. Verwenden Sie dienstliche Zugangsdaten außerdem nicht für private Dienste.

Es ist weder notwendig noch sinnvoll, sich alle Passwörter zu merken. Verwenden Sie einen Passwortmanager, um Zugangsdaten sicher und verschlüsselt zu speichern.

Passwortmanager bieten unter anderem folgende Vorteile:

  • verschlüsselte Speicherung von Benutzernamen und Passwörtern,
  • einen zentralen Überblick über viele verschiedene Konten,
  • automatische Erstellung sicherer Passwörter,
  • eine übersichtliche Verwaltung von Zugangsdaten nach Diensten oder Bereichen.

Speichern Sie Passwörter nicht ungeschützt in Textdateien, Tabellen, E-Mails, Browser-Notizen oder auf Haftnotizen am Arbeitsplatz.

Hinweis: Für die sichere Verwaltung von Zugangsdaten kann KeePassXC verwendet werden. Eine gesonderte Anleitung zur Installation, Einrichtung und Nutzung finden Sie auf der Seite des HRZ Passwortmanager KeePassXC: Einrichtung und Nutzung .

Ein Passwortmanager wird durch ein Master-Passwort geschützt. Dieses Passwort schützt die gesamte Passwort-Datenbank und muss deshalb besonders sorgfältig gewählt werden.

  • Verwenden Sie ein langes und einzigartiges Master-Passwort.
  • Verwenden Sie das Master-Passwort nicht für andere Konten oder Dienste.
  • Geben Sie das Master-Passwort niemals an andere Personen weiter.
  • Speichern Sie es nicht unverschlüsselt auf dem Computer, in E-Mails oder Notizen.
  • Wählen Sie keine persönlichen oder leicht erratbaren Begriffe.

Für ein Master-Passwort kann eine lange Passphrase aus mehreren zufällig gewählten Wörtern geeignet sein. Sie sollte ausreichend lang sein, sich gut merken lassen und nicht aus leicht nachvollziehbaren persönlichen Bezügen bestehen.

Wichtig: Wenn Sie das Master-Passwort vergessen, kann die verschlüsselte Passwort-Datenbank in der Regel nicht wiederhergestellt werden.

  • Geben Sie Passwörter nur auf vertrauenswürdigen und erwarteten Anmeldeseiten ein.
  • Prüfen Sie bei E-Mails sorgfältig, ob Links tatsächlich zu der erwarteten Webseite führen.
  • Geben Sie keine Passwörter nach Aufforderung per E-Mail, Telefon oder Messenger weiter.
  • Melden Sie sich nach Möglichkeit von gemeinsam genutzten oder öffentlichen Geräten ab.
  • Sperren Sie Ihren Bildschirm, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen.
  • Speichern Sie dienstliche Passwörter nicht in privaten Cloud-Diensten.

Vorsicht vor Phishing: Kriminelle versuchen häufig, mit gefälschten E-Mails oder Webseiten Zugangsdaten abzufragen. Prüfen Sie Absender, Webadresse und Anlass einer Anfrage besonders sorgfältig.

Die Zwei-Faktor-Authentisierung bietet zusätzlichen Schutz für Ihre Konten. Neben dem Passwort wird dabei ein weiterer Faktor benötigt, beispielsweise eine Bestätigung in einer Authenticator-App oder ein Sicherheitsschlüssel.

Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentisierung insbesondere für:

  • E-Mail-Konten,
  • Cloud-Dienste,
  • VPN- und Fernzugänge,
  • Konten mit Zugriff auf sensible oder vertrauliche Daten,
  • Administrationszugänge.

Wichtig: Bestätigen Sie keine Anmeldeanfrage, die Sie nicht selbst ausgelöst haben. Dies kann auf einen unberechtigten Zugriffsversuch hindeuten.

Handeln Sie zeitnah, wenn Sie vermuten, dass ein Passwort bekannt geworden ist oder ein Konto unbefugt genutzt wurde.

  1. Ändern Sie das betroffene Passwort unverzüglich, wenn dies noch möglich ist.
  2. Ändern Sie das Passwort auch bei anderen Konten, falls Sie dasselbe Passwort dort verwendet haben.
  3. Beenden Sie aktive Sitzungen, sofern der betroffene Dienst diese Möglichkeit anbietet.
  4. Prüfen Sie hinterlegte Wiederherstellungsdaten und die Zwei-Faktor-Authentisierung.
  5. Informieren Sie bei dienstlichen Konten zeitnah unser Team oder das HRZ.

Wichtig: Ändern Sie Passwörter nicht routinemäßig ohne Anlass. Ein Passwortwechsel ist insbesondere erforderlich, wenn ein Missbrauch vermutet wird, ein Sicherheitsvorfall bekannt ist oder Sie dazu aufgefordert werden.

Bei Fragen zu dienstlichen Zugangsdaten, Passwortsicherheit oder zur Nutzung eines Passwortmanagers wenden Sie sich bitte an unser Team.