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Review: Vortrag von Leander D. Wons, Absolvent der Katholischen Theologie an der JLU Gießen, am 17.04.26 an der Katholischen Akademie in Berlin

Im Rahmen des Formats „Forum Junge Wissenschaft“ hat Leander D. Wons, der an der JLU Gießen Katholische Theologie, Philosophie und Musik auf Lehramt studiert hat, die Ergebnisse seiner Wissenschaftlichen Hausarbeit „Zur Theologie des Gemeindegesangs“ vorgestellt. In einer zweiten Runde reagierte Prof. Dr. Ansgar Kreutzer (Institut für Katholische Theologie, JLU Gießen) auf die Projektpräsentation von Anna Wera Wilms zu „Wahrheit im Gespräch: Wie synodale Theologie von der Kunst des Zuhörens lebt“.

 

Näheres zur Veranstaltung:

Synodalität und Gemeindegesang. Aktuelle Zugänge zur Theologie des II. Vatikanums Öffentlicher Abend im Forum Junge Wissenschaft, Katholische Akademie in Berlin

Zur Theologie des Gemeindegesangs
Leander Wons, Wissenschaftliche Hausarbeit, Kath. Religion, Justus-Liebig-Universität Gießen

Das gemeinsame Singen in Gottesdiensten ist eine weit verbreitete Praxis, die fast alle christlichen Konfessionen miteinander teilen. Zugleich ist die Praxis des gemeinsamen Singens in der westeuropäischen Gesellschaft eher zu einem Randphänomen geworden. Hinzu kommt, dass der Gemeindegesang durch seinen liturgischen ‚Begleitcharakter‘ selten bewusst wahrgenommen wird.
Dabei lassen sich beim genaueren ‚Hinhören‘ Eigenschaften entdecken, die Anregungen für die Gemeindearbeit, Theologie, aber auch Gesellschaft bereithalten. So soll die Praxis des Gemeindegesangs von drei verschiedenen Perspektiven aus beleuchtet werden: Der Theologie, insbesondere in ihren Anknüpfungspunkten zur ‚Theologie des Volkes‘, der Philosophie, vor allem in den möglichen Querbezügen zu Kunstwerken und der Soziologie im Hinblick auf eine gemeinsame Performanz des Gesangs und dem über die Lebensspanne aufgebauten individuellen Bezug zu ihr.

Wahrheit im Gespräch: Wie synodale Theologie von der Kunst des Zuhörens lebt
Anna Wera Wilms, MPhil Modern Doctrine, University of Oxford

Was bedeutet es heute für Theologinnen und Theologen, mit Gott, miteinander, aber auch mit anderen Wissenschaften im Gespräch zu sein? Wie lässt sich die Verschiedenheit der Perspektiven aushalten, in denen Gott sich heute offenbart? Wie kann man den Wahrheitsgehalt von Interpretationen unterscheiden? Lässt sich Wahrheit überhaupt noch verbürgen?
Vor dem Hintergrund der Offenbarungstheologie des Zweiten Vatikanums und mithilfe der Hermeneutik Hans-Georg Gadamers arbeitet Anna Wera Wilms heraus, dass synodale Theologie mit dem „Gespräch im Geist“ nicht als eine feststehende Methode betrachtet werden kann, sondern vielmehr als eine Lebensform des Hörens auf das Wort Gottes. Solches Hören ist verankert im Bewusstsein, dass jede menschliche Suche nach wahrhaftiger Begegnung mit dem Gegenüber – und darin mit Gott – geprägt ist von Pluralität, Kontingenz und Kontextualität.

Auf die Vorträge reagierten Prof. Dr. Ansgar Kreutzer, Professor für Systematische (kath.) Theologie, Justus-Liebig-Universität Gießen, und
Dr. Gesine Palmer, evangelische Theologin und freie Mitarbeiterin der Katholischen Akademie in Berlin.

https://www.katholische-akademie-berlin.de/veranstaltung/synodalitaet-und-gemeindegesang-aktuelle-zugaenge-zur-theologie-des-ii-vatikanums/

Demnächst auf dem folgenden Youtube-Kanal sichtbar:
 
https://www.youtube.com/playlist?list=PLhXw7cMqKh5QizLtV-T59p4WyqSiR21JT