Lahngespräche
Die Lahngespräche sind ein gemeinsames Forum der philosophischen Institute der Universitäten Marburg und Gießen zur Diskussion aktueller philosophischer Forschung. Sie bestehen aus einem öffentlichen Abendvortrag sowie einem Workshop am Folgetag, in denen die Beiträge eines auswärtigen Gastes diskutiert werden.
2026
Bei den Lahngesprächen 2026 wird Prof. Dr. Lisa Herzog zu Gast sein.
Lisa Herzog (Universität Groningen) forscht zu sozialer Gerechtigkeit, der Zukunft der Arbeit, den philosophischen Dimensionen von Märkten und politischer Epistemologie. Die Lahngespräche 2026 befassen sich mit der Rolle von Expertise und den epistemischen Voraussetzungen demokratischer Entscheidungsprozesse.
Vortrag am Institut für Philosophie in Marburg
»Freiheit, Gleichheit, Expertokratie?
Die Rolle von Expertise in der Demokratie«
29. Januar 2026, 18–20 Uhr
Marburg, Deutscher Sprachatlas
Pilgrimstein 16, Vortragsraum 001
Workshop am Institut für Philosophie in Gießen
»Das Wissen der Vielen?
Die Demokratie und ihre Epistemologie«
30. Januar 2026, 10–12 Uhr und 14–15.30 Uhr
Gießen, Ludwigstraße 23, 1. Zwischengeschoss, Raum 105
Gustav-Krüger-Saal
Wenn Sie an dem Workshop teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bei Oliver.schuetze Nähere Informationen zur Textgrundlage und zum Ablauf erhalten Sie nach der Anmeldung. Die Infos als Plakat (PDF) finden Sie hier.

2023
- mit Dominik Perler (Plakat als pdf)
Gibt es menschliche Fähigkeiten? Überlegungen zu Spinoza Dominik Perler (Humboldt-Universität zu Berlin)
Bis in die Frühe Neuzeit hinein wurde allgemein angenommen, dass Menschen sich durch besondere Fähigkeiten – etwa den Intellekt oder den Willen – auszeichnen. Spinoza scheint genau dies zu bestreiten, indem er behauptet, man könne in einem Menschen nur einzelne Zustände finden, aber nichts darüber hinaus. Ist er somit ein Antirealist mit Bezug auf Fähigkeiten? Diese naheliegende Interpretation möchte ich entkräften, indem ich dafür argumentiere, dass er nur eine bestimmte metaphysische Konzeption von Fähigkeiten zurückweist, nicht aber Fähigkeiten schlechthin. Er kritisiert nämlich die scholastische Position, die Fähigkeiten als besondere Entitäten einführt, plädiert aber gleichzeitig dafür, dass Fähigkeiten auf besondere Strukturen von Zuständen im Körper und im Geist zurückgeführt werden können. Damit vertritt er eine reduktiv-realistische Position, wie ich zeigen möchte. Der Vortrag rekonstruiert diese Position und schlägt dabei auch einen Bogen zu metaphysischen Gegenwartsdebatten.
2022
- mit Rebekka Hufendiek (Plakat als pdf)
2020
2019
2018
- mit Axel Honneth (Plakat als pdf)
2017
- mit Holm Tetens (Plakat als pdf)