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Therapie

Moderne psychotherapeutische Verfahren können den meisten Betroffenen effektiv und nachhaltig helfen. Die meist ambulant durchgeführte Verhaltenstherapie ist hierbei als Behandlung der Wahl anzusehen. In wissenschaftlichen Vergleichsstudien erwies sich diese Behandlungsform bei Zwangsstörungen als effektiver und nebenwirkungsärmer als medikamentöse Therapien oder andere Psychotherapieverfahren. Die Erfolgsaussichten bei einer fachgerecht durchgeführten modernen Verhaltenstherapie sind sowohl bezüglich Heilung als auch Verbesserung der Lebensqualität als sehr gut zu bezeichnen.

Leider kommt nur ein sehr geringer Teil der Betroffenen überhaupt in psychotherapeutische Behandlung. Oft haben Betroffene eine lange Leidensgeschichte hinter sich, bevor sie eine adäquate Behandlung erhalten (im Durchschnitt 7-10 Jahre). Viele haben aus Scham oder wegen fehlender Informationen keine Behandlung aufgesucht. Andere haben immer wieder Fehldiagnosen erhalten.

 

Die verhaltenstherapeutische Ambulanz der Justus-Liebig-Universität (JLU) Giessen bietet eine ausführliche Diagnostik und ambulante Behandlung an.

 

Typische Inhalte der Verhaltentherapie bei Zwangsstörungen sind unter anderem:

  • Erfassung aller relevanten Störungsbereiche (Verhaltensanalyse)
  • Entwurf eines individuellen Erklärungsmodells für die Zwänge
  • Festlegung sich daraus ergebender therapeutischer Schritte und Ziele
  • Umsetzung (u.a. Exposition und exemplarische Übungen zur Verhaltensänderung)
  • Selbständige Übertragung der Übungserfolge auf weitere Problembereiche
  • Bearbeitung relevanter mit der Zwangssymptomatik in Zusammenhang stehender Problembereiche
  • Rückfallprophylaxe