Sustainability Hub – Nachhaltig Genießen: Lokale Ansätze für eine nachhaltige Ernährung
Am 14. Mai 2025 fand der Sustainability Hub zum Thema „Nachhaltig Genießen: Lokale Ansätze für eine nachhaltige Ernährung“ in der Aula und im Foyer des Universitätshauptgebäudes der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen statt. Die Veranstaltung wurde vom Zentrum für Nachhaltige Ernährungssysteme (ZNE) und dem Büro für Nachhaltigkeit der JLU organisiert.
Das vielfältige Programm bot eine Plattform für Diskussionen über die Chancen, Herausforderungen und Möglichkeiten nachhaltiger Ernährung.
Markt der Möglichkeiten
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem „Markt der Möglichkeiten“, der die Gelegenheit bot, lokale Vereine, Initiativen, Unternehmen und Organisationen kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen. Mit dabei waren:
- INGE e.V.
- Foodsharing Gießen
- Campusgarten der JLU
- Ernährungsrat Gießen
- Verbraucherzentrale Hessen (das Team Lebensmittel und Ernährung)
- Bäckerei Siebenkorn
- SoLaWi-Netzwerk Marburg-Gießen
- Studierendenwerk Gießen
- Haus der Nachhaltigkeit Gießen
- Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Gießen

Posterausstellung
Die Posterausstellung in der Aula bot einen Einblick in verschiedene Projekte der JLU Gießen, die sich mit der Transformation des Ernährungssystems in Hessen befassen.
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Begrüßung und Impulsvorträge
Begrüßung und Impulsvorträge beleuchteten das Thema „Lokale Ansätze für eine nachhaltige Ernährung” aus verschiedenen Perspektiven.
- Prof. Dr. Ramona Teuber, Vorstandssprecherin des ZNE, Begrüßung und Einführung in das Thema des Sustainability Hubs
- Dr. Laura Luber, Referentin des Büros für Nachhaltigkeit, Begrüßung und Vorstellung des Programms
- Prof. Dr. Andreas Gattinger, Professur für Ökologischen Landbau mit dem Schwerpunkt nachhaltige Bodennutzung: "Gladbacherhof als Forschungsplattform - Zusammenspiel von Agrarsystemforschung und Praxis für nachhaltige Lebensmittelproduktion"
- Prof. Dr. Stefan Wahlen, Professur für Ernährungssoziologie an der JLU: "Nachhaltiger Konsum und Ernährungsdemokratie: Chancen und Grenzen nachhaltiger Ernährungsweisen"
- Prof. Dr. Sandra Schwindenhammer, Professur für Sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung mit dem Schwerpunkt Nachhaltige Ernährungssysteme an der JLU: "Gesellschaftspolitische Dynamiken und die Einbindung gesellschaftlicher Akteure in nachhaltige Ernährungssysteme - das Verbundprojekt SUSKULT"
- Sonja Kricheldorf und Phillip Kaapke, Mitbegründer:innen des Food Start-Ups REVOJA: "Genuss mit Verantwortung: Das Konzept von REVOJA"
- Dr. Christina Weber, Projektkoordination Food Entrepreneurship & Start-Ups (FESU) der JLU: "Female Founders & Food Start-Ups Förderung für die Region"
- Prof. Dr. Christian Herzig, Professur für Betriebslehre der Ernährungswirtschaft und des Agribusiness am IBAE der JLU: "Soziale Innovationen brauchen Ernährungs-Ökosysteme"
Fishbowl-Diskussion
Im Rahmen der abschließenden Fishbowl-Diskussion mit allen Redner*innen, gab es auch für das Publikum Gelegenheit, sich aktiv einzubringen und am Gespräch zu beteiligen.
In der Fishbowl-Diskussion hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Visionen für die Umsetzung nachhaltiger Ernährungskonzepte in der Region vorzustellen und konkrete Schritte zu diskutieren. Dabei wurde betont, dass eine nachhaltige Lebensmittelproduktion auch konventionelle Landwirte inspirieren kann. Lokale Ernährungsinitiativen sind dabei besonders auf Teilhabe, Gerechtigkeit und regionale Verankerung angewiesen.
Im Verlauf der Diskussion wurde deutlich, dass verschiedene Akteur:innen wie Politik, Unternehmen, Konsument:innen und Hochschulen entscheidende Rollen im Transformationsprozess spielen: Die Politik schafft die notwendigen Rahmenbedingungen, während Unternehmen Innovationen vorantreiben. Konsument:innen können durch veränderte Konsummuster wichtige Impulse setzen und Hochschulen übernehmen u. a. eine zentrale Funktion in der Vernetzung von Akteur:innen und im Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse. In diesem Zusammenhang wurde auch der Stellenwert von Ernährungskompetenz in der schulischen Bildung thematisiert, da Bildung und Sensibilisierung junger Menschen als Schlüssel zur Entwicklung langfristiger, nachhaltiger Konsummuster gesehen werden.
Der Erfolg nachhaltiger Ernährungsinitiativen hängt somit maßgeblich von der Zusammenarbeit dieser Akteur:innen sowie von der Unterstützung durch lokale Politik ab, um sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten nachhaltige Ernährungsweisen zu fördern.
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