Vernetzung, Austausch und Perspektiven
Forschungstag des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften – Wissenschaftlicher Nachwuchs im Fokus
Von Melanie Gehrmann
Unser Fachbereich ist vielfältig! – Dies war eine der zentralen Aussagen beim Forschungstag 2026 des Fachbereichs 03 – Sozial- und Kulturwissenschaften. Neben den Akzentbereichen des Fachbereichs standen im Sommer Projekte des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fokus. So sollte Forschung am Fachbereich sichtbar gemacht sowie eine Möglichkeit der Vernetzung und der Entwicklung gemeinsamer Perspektiven geschaffen werden. Dass das Angebot auf eine große Resonanz stieß, zeigten die voll besetzten Stuhlreihen des Musiksaals. Prodekanin Prof. Dr. Anja Seifert hatte mit ihrem Team den Forschungstag organisiert.
Akzentbereiche im Überblick
Den Auftakt machte der Akzentbereich „Diversität. Demokratie. Bildung“, den Prof. Dr. Christine Klapeer und Sarah Weber präsentierte. Thematisch beschäftigt sich dieser Bereich mit Fragen von Diversität, Inklusion und Diskriminierung. Auch Bildungsprozesse im Kontext aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen werden hier betrachtet. Eine Vortragsreihe mit Workshops ist für die Open Learning and Reading Week im Wintersemester 2026/27 geplant.
Der Akzentbereich „Bildung im Lebenslauf“ versteht Bildung als lebenslangen Prozess und richtet den Blick auch über die schulische Bildung hinaus. Im Zentrum stehen Fragen sozialer Ungleichheit und unterschiedliche Bildungsbiografien. Sprecher Prof. Dr. Bernd Käpplinger betonte, dass der Akzentbereich von der aktiven Beteiligung weiterer Interessierter lebt und künftig stärker in die Reading Week eingebunden werden soll.
Es folgte die Vorstellung des Akzentbereichs „Sozial- und Kulturwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung“ durch Sprecherin Prof. Dr. Sandra Schwindenhammer. Sie hob das Potenzial hervor, Nachhaltigkeit mit Bildungsfragen zu verbinden und Studierende stärker in die Forschungsaktivitäten einzubeziehen.
Prof. Dr. Christine Wiezorek präsentierte die Arbeit im Akzentbereich „Migration und Menschenrechte“. Der interdisziplinär ausgerichtete Zusammenschluss beschäftigt sich mit migrationsgesellschaftlichen Fragestellungen und möchte diese stärker in Studium und Lehre verankern. Die Forschungsgruppe arbeitet standortübergreifend mit Frankfurt, Jena und Amsterdam zusammen.
Posterpräsentation
Das Herzstück der Veranstaltung war eine Posterpräsentation von Nachwuchsforschenden. Diese stellten zehn Forschungsprojekte aus fünf Instituten vor und boten einen anschaulichen Einblick in die Forschungsvielfalt des Fachbereichs. Bei einem Poster-Rundgang ergab sich für alle Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen.
Das Fazit der Veranstaltung fällt für alle Beteiligten positiv aus: Die große thematische Vielfalt der Forschungsaktivitäten wurde an diesem Tag als besondere Stärke im Fachbereich deutlich. Es zeigte sich, welches Potenzial in einer intensiveren Vernetzung der Forschenden aus unterschiedlichen Karrierestufen liegt. Der fachbereichsinterne Austausch bildet eine wichtige Grundlage für zukünftige Kooperationen und innovative Forschungsprojekte.