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Artikelaktionen

Professur für Praktische Philosophie

Professur für Praktische Philosophie

Prof. Dr. Elif Özmen

Portrait_Oezmen

Rathenaustr. 8, 2. Stock, Raum 204
35394 Giessen
Tel.: + (49)-641-99-15510
Fax: + (49)-641-99-15509

Prof. Özmen ist von Oktober 2021 bis September 2022 in einem Forschungsjahr. Die Professur für Praktische Philosophie wird in diesem Zeitraum vertreten von Dr. Susanne Mantel – Anfragen wegen Prüfungen (Abschlussarbeiten, Staatsexamen) sind bitte direkt an Frau Dr. Mantel zu stellen.

Die Sprechstunde findet bis auf Weiteres nicht statt. Bitte melden Sie sich bei Bedarf per Email bei Prof. Özmen.

Kurzvorstellung des Lehrstuhls Praktische Philosophie

Profil der Professur

Die Professur für Praktische Philosophie der Justus-Liebig-Universität hat ihren inhaltlichen Schwerpunkt in der theoretischen Ethik und der politischen Philosophie. In der Lehre werden sowohl die historischen Wurzeln, systematischen Grundlagen wie auch praktischen Anwendungen verschiedener moralphilosophischer und politikethischer Kategorien und Theorien behandelt. In der Forschung stehen gegenwärtig die Kritik und Krise der liberalen Demokratie, die Norm und Natur der menschlichen Lebensform sowie die normativen Grundlagen der Wissenschaft (Evidenz, Ethos, Freiheit) im Zentrum.

 

 

 

 

Aktuelles

Aktuelles

Themenheft zum doppelten Rawls-Jubiläum: 100 Jahre John Rawls, 50 Jahre "Eine Theorie der Gerechtigkeit" der Zeitschrift für Praktische Philosphie erschienen

Mit einer Einleitung der Herausgeberin (Özmen) und fünf Beiträgen von Amadeus Ulrich, Luise Müller, Bernd Ladwig, Eva Odzuck, Peter Vogt.

 

Online abrufbar: Link.

John Rawls

Wir gratulieren herzlich Leonie Hunter zur Ernennung als Botschafterin von SWIP (Society for Women in Philosophy Germany) an der JLU.

Nähere Informationen hier.

 

SWIP Logo

Auf ein Wort... Was ist das Gegenteil von autoritär? Gibt es bei Menschen ein natürliches Bedürfnis nach Autorität? In welchem Verhältnis steht Autorität zu Freiheit? Ist eine autoritäre Demokratie möglich? Michel Friedman und Philosophin Elif Özmen sprechen über den Begriff "autoritär".

 

Elif Özmen wird ab Oktober 2021 mit einem Forschungsjahr gefördert von der Volkswagenstiftung. Zu Ihrem Projekt „Über den Wert der (Un)Wahrheit in der Demokratie“ finden sich hier weitere Informationen Link und hier ein Überblicksessay „Why Trump is not King Liar“ aus den Gießener Universitätsblättern 2021 (PDF).

 

Neue Veröffentlichung: Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. Grundlagen, Herausforderungen und Grenzen.

Hrsg. von Prof. Elif Özmen, Metzler 2021.

 

 


 

Wissenschaftsfreiheit_Im_Konflikt_Cover

Aktuelle Beiträge zum Forschungsschwerpunkt Wissenschaftsfreiheit:

  • "Bei mir soll man frei debattieren können", Interview-Beitrag in: FAZ Nr. 8, 11. Jan. 2022. Link.
  • Wie frei ist die Wissenschaft? Schweigen oder Shitstorm, Interview-Beitrag in: SPIEGEL 10. Dez. 50/2021, Link.
  • Wissenschaftsfreiheit. Normative Grundlagen und aktuelle Herausforderungen, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 15. Nov. 46/2021, PDF.
  • Interview zur aktuellen Debatte um Wissenschaftsfreiheit im Konflikt mit Prof. Özmen u.a., Deutschlandfunk, 19. August 2021, Link.
  • Wissenschaftsfreiheit in der Demokratie oder Wozu ist das Gut der Wissenschaftsfreiheit gut?, Blogbeitrag in: Praefaktisch, 15. Juni 2021, Link.
  • Radiobeitrag zu Wissenschaftsfreiheit: Universitäten sind Stätten geistiger Auseinandersetzung. Doch zunehmend kritisieren Wissenschaftler, dass an den Universitäten zu viel moralisiert und zu wenig argumentiert werde und die Toleranz für andere Meinungen sinke. Wie passt das zu der im Grundgesetz garantierten Wissenschaftsfreiheit? Link
  • Ausgrenzung oder Diskurs? Stellungnahmen zu Fragen des Umgangs mit extremen Positionen, in: Information Philosophie 4 (2019), 36-47.

 

 

 

Aktuelle Vortragstermine

  • Özmen 17. November 2022: Wenn Politik die Forschung bestimmt: Ist die Wissenschaft in Deutschland noch frei? Prof. Özmen im Gespräch mit Sascha Zoske. Polytechnische Gesellschaft, Frankfurt am Main, Teilnahme nach Voranmeldung Link.
  • Özmen 5. Oktober 2022: Gemeinwohl oder Gerechtigkeit? Streit um das eine Wohl in der pluralistischen Gesellschaft, Tagung "Umkämpftes Gemeinwohl" des DFG Graduiertenkollegs "Deutungsmacht", Universität Rostock.
  • Özmen 21. Juni: Wahrheit und Wissen. Freiheit und Wissenschaft, Vortrag im Rahmen der Online-Ringvorlesung "Wie viel Wahrheit vertragen wir?", Universität Köln. Link.
  • Özmen 21. April 2022: Wissenschaftsfreiheit im Konflikt, Universität Jena.

Neueste Publikationen

Prof. Dr. Elif Özmen

  • Was ist Liberalismus?, Monographie, Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, erscheint im Frühjahr 2023.
  • 100 Jahre John Rawls, 50 Jahre „Eine Theorie der Gerechtigkeit“. Ein Blick zurück nach vorne (als Herausgeberin des Themenschwerpunkts der Zeitschrift für Praktische Philosophie, Bd. 8 Nr. 2 2021). Link.
  • Why Trump is not King Liar. Eine (kleine) Philosophie der politischen Lüge, in: Gießener Universitätsblätter 54/2021.
  • Der Einzelne und sein normatives Selbst. Zur Anthropologie und Politikethik des Transhumanismus, in: Armin Grunwald (Hg.) Wer bist du, Mensch? Transformationen menschlicher Selbstverständnisse im wissenschaftlich-technischen Fortschritt, Herder, Freiburg 2021.
  • Stellungnahmen "Wo steht die politische Philosophie heute?", in: Information Philosophie 1 (2021).
  • Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. Grundlagen, Herausforderungen und Grenzen. Elif Özmen (Hg.), Metzler, 2021.

Prof. Özmen

Prof. Dr. Elif Özmen

 KURZVITA

Elif Özmen ist Professorin für praktische Philosophie an der JLU Gießen seit 2016. Sie hat in Göttingen und Frankfurt Philosophie, Wissenschaftsgeschichte und Deutsche Philologie studiert (Magister 1999), gefolgt von der Promotion an der HU Berlin (2004) sowie der Habilitation an der LMU München (2010). Nach Vertretungsprofessuren in Hamburg und Regensburg war sie ab 2013 Professorin für praktische Philosophie an der Universität Regenburg.

Özmen war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes (1993-1999, Promotionsförderung 1999-2003) und Mentee im Post-Doc-Programm der LMU München. 2006 wurde ihr der Preis der Therese von Bayern-Stiftung für herausragende Forschungsarbeiten zum Zusammenhang von Praktischer Philosophie und Politischer Theorie verliehen; 2010 erhielt ihre Habilitationsschrift den Preis der Universitätsgesellschaft der LMU München. Sie ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (2018-2020) und des Direktoriums des Zentrum für Medien und Interaktivität Gießen; außerdem Mitglied des editorial/ advisory boards der Zeitschriften Moral Philosophy & Politics, Zeitschrift für praktische Philosophie sowie Philosophisches Jahrbuch.

FORSCHUNGSINTERESSEN

Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der theoretischen Ethik, politischen Philosophie und der Wissensphilosophie; derzeit arbeitet Sie vor allem zu den normativen Konstituentien der Demokratie, Theorien der Un-/Gerechtigkeit, der Ethik der Erinnerung, zu Evidenz und Ethos der Wissenschaft, Wissenschaftsfreiheit und zu Norm und Natur der menschlichen Lebensform.

Siehe auch Forschung.

PUBLIKATIONEN (AUSWAHL)

Monographien

  • Politische Philosophie zur Einführung, Hamburg 2013.
  • Moral, Rationalität und gelungenes Leben, Paderborn 2005.

Herausgeberschaft

  • 100 Jahre John Rawls, 50 Jahre „Eine Theorie der Gerechtigkeit“. Ein Blick zurück nach vorne (als Herausgeberin des Themenschwerpunkts der Zeitschrift für Praktische Philosophie, Winter 2021).
  • Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. Grundlagen, Herausforderungen und Grenzen, Heidelberg 2021.
  • Flucht und Migration. Texte & Materialien für den Unterricht (mit A. Rösch), Reclam 2018.
  • Hans Kelsens Politische Philosophie, Tübingen 2017.
  • Über Menschliches. Anthropologie zwischen Natur und Utopie, Münster 2016.

Aufsätze

  • Epistemische Offenheit als Wagnis. Über Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsethos in der Demokratie, in: Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. Grundlagen – Herausforderungen – Grenzen, hrsg. von Elif Özmen, Heidelberg 2021, 29-47.
  • Der Einzelne und sein normatives Selbst. Zur Anthropologie und Politikethik des Transhumanismus, in: Wer bist Du, Mensch? Transformationen menschlichen Selbstverständnisses im technischen Fortschritt, hrsg. von Armin Grunwald, Freiburg 2021, 263-280.
  • Das Recht(e) in „Das Recht der Völker" (Die Einleitung), in: John Rawls: Das Recht der Völker, Klassiker auslegen, hrsg. von Henning Hahn und Reza Mosayebi, Berlin 2019.
  • Vertrag, Versprechen, Vertrauen. Über die verschiedenen Quellen und Arten des Herrschaftsrechts über Personen, in: Thomas Hobbes: De Cive, Klassiker auslegen, hrsg. von Otfried Höffe, Berlin 2018.
  • Kelsen und das Problem des Pluralismus, in: Hans Kelsens Politische Philosophie, Tübingen 2017.
  • Democracy within pluralism. Hans Kelsen on civil society and civic friendship, in: The Reconstruction of the Juridico-Political. Affinity and Divergence in Hans Kelsen and Max Weber, ed. by Ian Bryan, Peter Langford, John McGarry, New York 2016.
  • Wer wir sind und was wir werden können. Überlegungen zu einer (post‑)humanistischen Anthropologie, in: Über Menschliches. Anthropologie zwischen Natur und Utopie, Münster 2016.
  • Wahrheit und Kritik. Über die Tugenden der Demokratie, in: studia philosophica 74 (2015).
  • The anthropological turn. Über das schwierige, wandelbare, gleichwohl enge Verhältnis von Philosophie und Anthropologie, in: Anthropologie und Ethik, hrsg. von Jan Heilinger und Julian Nida Rümelin, Berlin 2015.
  • Wissenschaft. Freiheit. Verantwortung. Über Ethik und Ethos der freien Wissenschaft und Forschung, in: Ordnung der Wissenschaft 2 (2015), 65-72.

Mitarbeiter

Mitarbeiter – Praktische Philosophie

Aktuelle Mitarbeiter:innen

Daniel Füger

Leonie Hunter

Johannes Rübel

Bastian Klug

 

 Ehemalige Mitarbeiter:innen

Veronika Hilzensauer

 

 

 

Daniel Füger

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Rathenaustr. 8, Raum 213
35394 Giessen
Tel.: + (49)-641-99-15521
Fax: + (49)-641-99-15509

SPRECHSTUNDE

  • Immer nach Vereinbarung

WISSENSCHAFTLICHER WERDEGANG & TÄTIGKEITEN

  • seit April 2020: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Praktische Philosophie
  • April 2019 bis November 2019: Wissenschaftlicher Mitarbeiter Verbleibstudie Mentoring Hessen
  • Februar 2018: M.A. Philosophie

DISSERTATION

  • Die Umwälzung der wissenschaftlichen und zivilisierten Welt. Zum Verhältnis von Evidenz und Ethos in der frühen Chemiewissenschaft. (Arbeitstitel)

PUBLIKATIONEN

  • Zur Ambivalenz des Evidenz-Begriffs. Funktionen und Beispiele aus den Debatten der frühen Chemiewissenschaft. In: Realität und Wirklichkeit -- Vom Finden und Erfinden unserer Welt. Philosophie, Naturwissenschaft und Technik (in Erscheinung).
  • Practicing Evidence -- Evidencing Practice. How is (Scientific) Knowledge Validated, Valued and Contested? Tagungsbericht. Abrufbar unter: Link.
  • Die Umwälzung der wissenschaftlichen und zivilisierten Welt. Zum Verhältnis von Evidenz und Normativität in der frühen Chemiewissenschaft. In: Philosophie zwischen Sein und Sollen. Normative Theorie und empirische Forschung im Spannungsfeld, hrsg. von  Alexander Max Bauer und Malte Meyerhuber, Berlin 2019, 159-178.

VORTRÄGE

  • Wie wollen und sollen wir forschen? Zum Verhältnis von Ethik und Wissenschaft. Veranstaltungsreihe zu Forschungsethik und -realität der Kooperationsstelle Hochschulen - Gewerkschaften SüdOstNiedersachsen, 20. Juli 2021.
  • Evidence, language, literacy practice. Thinkshop Scientification, 18. Juni 2021.
  • Etablierung (und Legitimation) „moderner“ Naturwissenschaft. Arbeitskreis Kritische Naturwissenschaft, 10. April 2021.
  • (zusammen mit Elif Özmen): Evidence between contingency and critique. Some philosophical remarks. Symposium Villa Vigoni der DFG Forschungsgruppe 2448: „Critiquing Evidence Criticisms: the condition and challenge of evidence criticisms for democratically constituted knowledge societies”, 24. März 2021.
  • 'Evidenz' als konstitutives Element für Philosophie und Chemiewissenschaften im 18. Jahrhundert. 2. Interdisziplinäre Graduiertenkonferenz der Hochschulgruppe „DocColloq“, 11. Dezember 2020, Universität Trier.
  • Zur Ambivalenz des Evidenz-Begriffs.Beispiele aus den Debatten der frühen Chemiewissenschaft. 2. Symposium des Arbeitskreis philosophierender Ingenieure und Naturwissenschaftler e.V. (APHIN): Realität und Wirklichkeit - Vom Finden und Erfinden unserer Welt, 29. November 2019 Göttingen.
  • Evidenz und Ethos in den frühen Chemiewissenschaften. Zu einem Spannungsfeld in der wissenschaftlichen Welt. Jahrestagung der Gesellschaft für Geschichte der Wissenschaften, der Medizin und der Technik e.V. (GWMT): Evidenz in den Wissenschaften, 27. September 2019, Bonn.
  • Wissenschaft und Gesellschaft in normativer Hinsicht, 10. DoktorandInnen-Symposium der Österreichischen Gesellschaft für Philosophie, 8. Dezember 2018, Alpen-Adria Universität Klagenfurt.
  • Kann man Philosophie lernen und lehren? - Und geschieht das an der Goethe Uni? Podiumsdiskussion, 08. Februar 2018, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
  • Ein Kreis von Kreisen – Hegel und die speculative Darstellung der Naturwissenschaften. Dia:logos 2, 20. Januar 2017, Justus-Liebig-Universität Gießen.

STIPENDIEN

  • 2019-2020 Graduiertenstipendium der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 2018-2019 Anschub-Stipendium Dissertationsprojekt „Ethos der Wissenschaften“, an der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 2015-2017 Studienstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung

LEHRVERANSTALTUNGEN

  • WS 2020/2021 Seminar: Normativität und Wissenschaft
  • SS 2020 Seminar: Philosophie und Revolution
  • SS 2019 Seminar: Evidenz und Wissenschaft
 
 
 
 

Leonie Hunter

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Rathenaustr. 8, Raum 213
35394 Giessen

SPRECHSTUNDE

  • Nach Vereinbarung

WISSENSCHAFTLICHER WERDEGANG & TÄTIGKEITEN

  • seit Januar 2022: SWIP-Botschafterin an der JLU.
  • seit April 2021: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Praktische Philosophie
  • Februar 2019 bis Februar 2020: Rechercheaufenthalt an der ENS Paris
  • Seit Januar 2018: Doktorandin am Institut für Sozialforschung, Frankfurt am Main 
  • Mai 2017: Master of Arts in Politischer Theorie
  • August 2015 bis April 2016: Auslandsemester an der New School for Social Research, New York

DISSERTATION

  • Das Drama im Politischen. Zur tragischen Handlungsordnung des politischen Liberalismus und der demokratietheoretischen Perspektive ihrer komischen Überwindung (Arbeitstitel)

PUBLIKATIONEN

  • 2021 „Le 'meilleur' ordre politique : Rancière, Honneth et Adorno sur la possibilité d'un ordre autoréflexif“ in: Genel, Katia; Plätzer, Niklas (Hrsg.): Croisements critiques : L'actualité de l'École de Francfort, Paris: La Découverte. Erscheint im Herbst 2021.
  • 2020 „On the Political Failure of Liberalism’s Comical Promise“ in: Constantinides, Babylonia; Gröger, Simon: Leroy, Elisa; Rebhan, Doris (Hrsg.): Change through Repetition. Mimesis as a Transformative Principle Between Art and Politics, Berlin: Neofelis Verlag.
  • 2020 „Politik des Nichtidentischen. Vom Versuch Adorno an den Anfang einer Politischen Theorie zu setzen“ in: Trajectoires hors-série 4 (4) Berlin.
  • 2020 „Lob der Oberfläche / In Praise of Surface“ in: Form Nº 286 Oberflächen 63 (11), Frankfurt am Main, S. 95- 99.
  • 2018 „Rezension von Marina Martinez Mateo: Politik der Repräsentation: Zwischen Formierung und Abbildung. Frankfurt am Main: Springer 2018. 324 Seiten“ in: Andermann, Kerstin; Blöser, Claudia; Dinges, Alexander; Loick, Daniel; Müller, Luise Katharina; Schmidt, Sybille; Stahl, Titus; Vogelmann, Frieder (Hrsg.): Zeitschrift für philosophische Literatur 6 (3), Frankfurt am Main, S. 1-9.
  • 2017 „Nach dem Ereignis. Eine Verhältnisbestimmung von Politischer Theorie und Ästhetik“ in: (Hrsg. Rebentisch, Juliane): Kongress-Akten Band 4. Das ist Ästhetik!, Offenbach am Main.

VORTRÄGE

  • 02/2021 "Poetics and Politics. Karl Marx: Eighteenth Brumaire of Louis Bonaparte" im Rahmen des Atelier de Doctorants "Causeries Critiques" an der Université Paris 3, Nouvelle Sorbonne.
  • 04/2020 im Workshop „Material und Wahrheit“ im EIKONES, Zentrum für die Theorie und Geschichte des Bildes, Universität Basel – verschoben
  • 04/2020 „Maid in Manhattan“ im Rahmen der Filmreihe zu Siegfried Kracauer im Filmmuseum Frankfurt am Main, mit Almut Poppinga – verschoben
  • 06/2019 „The ‚best’ Political Order. Rancière, Honneth and Adorno on the Possibility of a Self-reflexive Order“ im Rahmen der Graduate Conference „Crossroads of Critique: Axel Honneth and the Frankfurt School Project“ an der Science Po, Paris.
  • 01/2019 „Politik des Nichtidentischen. Vom Versuch Adorno an den Anfang einer Politischen Theorie zu setzen“ im Rahmen der Konferenz ‚Politik der Nichtidentität. Deutsch-Französische Perspektiven’ am Centre Marc Bloch, Berlin.
  • 11/2018 „On the Failures of Political Comedy“ im Rahmen der Konferenz ‚Change Through Repetition. Mimesis as a Transformative Principle Between Art and Politics’ der IDP Mimesis an der LMU München.
  • 10/2018 „Die politische Kraft der Komödie“ an der 3. Ostasiatischen Zentrenkonferenz am Zentrum für Deutschland- und Europastudien (ZeDES) der Chung-Ang-Universität in Seoul, Südkorea.
  • 06/2018 „On Political Comedy“ am Kongress der European Society for Philosophy (SEP) an der University of Essex, UK.
  • 02/2018 „Nach dem Ereignis. Versuch einer Verhältnisbestimmung von Ästhetik und Politischer Theorie“ am X. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik (DGAE) an der Hochschule für Gestaltung (HfG), Offenbach am Main

STIPENDIEN

  • 2019-2020 Doc.Mobility-Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) für den Rechercheaufenthalt am philosophischen Institut der École Normale Superieure, Paris
  • 2018-2021 Promotionsstipendium der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main 
  • 2017 Stipendium für internationale Promovierende des DAAD und der Graduiertenakademie der Goethe-Universität Frankfurt am Main (GRADE)
  • 2015-2016 DAAD-Stipendium für das Auslandsemester an der New School for Social Research, New York

LEHRVERANSTALTUNGEN

  • SoSe 2021: Le et la Politique. Französische Demokratietheorien im Zeichen politischer Differenz
  • WiSe 2020/2021 Seminar: Probleme der Moralphilosophie. Kant und Adorno
  • SoSe 2020 Master-Seminar: Politiken der Repräsentation
  • SoSe 2019 und SoSe 2020 Seminar: Einführung in die Kritische Theorie
 
 
 
 

Johannes Rübel

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Rathenaustr. 8, Raum 213
35394 Giessen
Tel.: + (49)-641-99-15521
Fax: + (49)-641-99-15509
 

 SPRECHSTUNDE

Immer nach Vereinbarung

WISSENSCHAFTLICHER WERDEGANG & TÄTIGKEITEN

  • Oktober 2016: M.A. Philosophie
  • seit Oktober 2016: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Praktische Philosophie

DISSERTATION

  • "Es ist schlimmer als es aussieht: Anthropologische Grundlagen des politischen Liberalismus" (Arbeitstitel)

PUBLIKATIONEN

  • Rezension von Maria Kronfeldners "What's Left of Human Nature? A Post-Essentialist, Pluralist, and Interactive Account of a Contested Concept", in: Philosophisches Jahrbuch 126 Nr. 2 (2018), S. 399-401.

VORTRÄGE

  • Anthropology in Policital Philosophy, Irish Philosophical Society Annual Conference "Science, Politics, and Philosophy", UC Cork.
  • Vom Verbleib einer politischen Anthropologie, VII. Tagung für Praktische Philosophie, 27. September 2019, Universität Salzburg.
  • Impulsbeitrag: Reactive Attitudes, 3rd Giessen Summer School with R. Jay Wallace, 19. Juni 2019, Justus-Liebig-Universität Gießen.
  • Ein wertneutraler Begriff des menschlichen Wesens? Über einen umstrittenen Begriff der politischen Philosophie, im Workshop (Un)Moral. Zur philosophischen Relevanz asymmetrischer Gegenbegriffe. Erster Gießener Workshop Praktische Philosophie (1. GWPP), 25. Januar 2019, Justus-Liebig-Universität Gießen.
  • Menschliche Natur und die Neutralität politischer Normen, 10. DoktorandInnen-Symposium der Österreichischen Gesellschaft für Philosophie, 8. Dezember 2018, Alpen-Adria Universität Klagenfurt.
  • Anarchismus und Radikale Demokratie: Übereinstimmungen?, im Workshop "Staat und Gesellschaft: Anarchistische Perspektiven in der spätmodernen Sozialtheorie", GGS-Sektion am 19. Januar 2018, Justus-Liebig-Gießen.
  • Die schwache Anthropologie in John Rawls Normenbegründung, V. Tagung für Praktische Philosophie, 16. November 2017, Universität Salzburg.

LEHRVERANSTALTUNGEN

  • SS 2021 Seminar: Die Anthropologie der Menschenrechte
  • WS 2020/2021 Seminar: Würde, Wesen und Lebensform des Menschen
  • SS 2020 Seminar: Evolutionstheoretische Grundlagen der Moral
  • WS 2019/2020 Seminar: Karl Marx' Frühwerk
  • WS 2019/2020 Seminar: Habermas' Praktische Philosophie: Ethik, Recht und kommunikatives Handeln
  • SS 2019 Seminar: Pluralismus und Individualismus
  • WS 2018/2019 Seminar: Martha Nussbaums Politische Philosophie
  • SS 2018 Seminar: Libertarismus
  • WS 2017/2018 Seminar: Kommunitarismus
  • SS 2017 Grundkurs: Grundlagen der Praktischen Philosophie
  • WS 2016/2017 Seminar: Karl Marx -- Eine Einführung

 

 

 

Bastian Klug

Studentische Hilfskraft

seit 2020

 

 

 

Ehemalige Mitarbeiter:innen

 

Veronika Hilzensauer

Porträt_Veronika
Ehemalige Wissenschaftliche Mitarbeiterin

WISSENSCHAFTLICHER WERDEGANG & TÄTIGKEITEN

  • Seit Dezember 2020: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Praktische Philosophie im Forschungsprojekt „Datensouveränität: Ein Leitparadigma der digitalen Gesellschaft? – Konzeptualisierung, Reichweite, Konsequenzen“
  • Seit Oktober 2019: Promovendin am Lehrstuhl für Praktische Philosophie an der Hochschule für Philosophie München
  • Juli 2019: M.A. Philosophie (Hochschule für Philosophie München)
  • 04/2018 –12/2020: Studentische Mitarbeiterin im Verbundprojekt „Praktiken der Solidarität“, Hochschule für Philosophie München
  • September 2018: Abschluss des Modulstudiums „Persönlichkeitsbildung im interkulturellen Kontext“
  • 03/2017 – 12/2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen des Projekts „Gelingende Wertebildung im Kontext von Migration – Eine Handreichung für die Bildungspraxis“, Institut für globale Fragen
  • Februar 2017: B.A. Philosophie (Hochschule für Philosophie München)
  • 11/2015 – 04/2018: Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für praktische Philosophie, Hochschule für Philosophie München 

  • 04/2015 – 07/2015: Research Assistant am Department of Philosophy, Ateneo de Manila University, Philippinen
  • März 2013: B.A. Soziale Arbeit (Katholische Stiftungshochschule München)

DISSERTATION

  • „Widerstand und politisches Handeln bei Adorno und Arendt. Kritische Impulse für die Sozialphilosophie." (Arbeitstitel)

PUBLIKATIONEN

  • Politische Philosophie. In: Rawls-Handbuch, hrsg. von Johannes Frühbauer, Michael Reder und Thomas M. Schmidt. Berlin [voraussichtliche Veröffentlichung: Sommer 2021] Metzler-Verlag.
  • Das Soziale ist das Politische. In: Es geht nicht um Corona! Warum sich jetzt gesellschaftspolitische Fragen neu stellen, hrsg. von Veronika Hilzensauer und Karin Hutflötz. Frankfurt am Main [voraussichtliche Veröffentlichung: Februar 2021] Büchergilde.
  • Adorno weitergedacht: Zur Aktualität einer Erziehung zur Mündigkeit als widerständige Haltung. In: Bildung zum Widerstand, hrsg. von Barbara Schellhammer und Berthold Goerdeler. Darmstadt 2020: wbg Verlag, 135-155.
  • Zusammen mit Hutflötz, Karin. 2019. Wider das Primat des zweckrationalen Denkens: Eine Kritik am menschenunwürdigen Umgang mit sich selbst und anderen. In: Zeitschrift für Praktische Philosophie, Band 6, Heft 2, (Dezember) 2019, S. 43-70, https://doi.org/10.22613/zfpp/6.2.2.
  • Zusammen mit Büchl, Christina, Einsiedler, Marion und Zentrum für globale Fragen (Et. al.) (Hg.). Gelingende Wertebildung im Kontext von Migration. Eine Handreichung für die Bildungspraxis. München 2017: https://umweltbildung-mit-fluechtlingen.de/fileadmin/umf/Materialien/Wissen_Grundlagen/Handreichung_Wertebildung.pdf.

VORTRÄGE

  • [aufgrund der Pandemie in 2021 verschoben] „Das ‚Wahre’ jenseits eines verwurzelten Subjekts? Impulse für einen relationalen Wahrheitsbegriff mit Simone Weil und Hannah Arendt“. XXV. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Philosophie, Sektion Politische Philosophie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
  • „Adorno revisited: „Erziehung zur Mündigkeit“ statt einer Erziehung zum digital verwalteten Subjekt“. Symposion „Menschen_Bildung im Dispositiv des Digitalen”, 24. Januar 2020, Akademie der Bildenden Künste München.
  • “Critical Theory as a Critique of Ethics. Against the Reification of the ‚Ethical Goods‘”. 7th Graduate conference in political theory: ‘Crossroads of Critique’ with a keynote lecture by Axel Honneth, 6 – 8 June 2019, Institut d’études politiques de Paris, Frankreich.
  • “Being in relation to others: the importance of recognition for the Dialogical Self.” Symposium “Philosophical Queries and Investigations of the DST” , 10th International Conference on the Dialogical Self, 13 – 16 June 2018, University of Minho, Portugal.

LEHRVERANSTALTUNGEN

  •  SS 2018: Grundlagenmodul „Was heißt Bildung?“ an der Hochschule für Philosophie
  •  SS 2018: Begleittutorium „Sozialphilosophie und Sozialwissenschaften“ an der Hochschule für Philosophie

Forschung

Forschung

FORSCHUNGSPROJEKTE

Evidence for use – Evidence for us. Zur Legitimierungsfunktion von Evidenz für die Wissenschaft (DFG, 2021-2024)

Evidenz ist ein zentraler Begriff der Wissenschaft, die sich durch ihre systematische Struktur und methodologische (Selbst-)Kontrolle vor anderen Wissensformen auszeichnet und über die wissenschaftliche Gemeinschaft hinaus gesellschaftliche Glaubwürdigkeits- und Vertrauenserwartungen generiert. Dabei haben Evidenz-Zuschreibungen eine wichtige, aber bislang unterreflektierte Legitimierungsfunktion für die Autorität und Anerkennung der Wissenschaft als Wissenschaft nach innen und nach außen. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, diese Legitimierungsfunktion der Evidenz mit Blick auf seinen, wie wir es nennen, Appell- und Setzungscharakter zu untersuchen. Zwar gehört Evidenz zu den Konstituentien wissenschaftlicher Forschung, Argumentation und Einsicht. Zugleich gibt es ein Geltungsproblem: Evidenz-Zuschreibungen können ihre Verbindlichkeit nicht nur quid facti, sondern vor allem quid iuris eher behaupten als beweisen. Daher werden wir Evidenz zum einen als epistemischen Wert behandeln, der im scientific ethos verankert ist. Hierbei interessiert uns die normative Funktion der Evidenz für das Selbstverständnis und Selbstvertrauen der Wissenschaften und ihrer zentralen Akteure. Zum anderen geht es um Evidenz als soziopolitisch-ethische Kategorie, d.h. die inner- und außerwissenschaftlichen Formen und Funktionen der Wertschätzung von Evidenz, die nicht nur im Kontext der Genese, sondern vor allem im Kontext der Rechtfertigung und Anerkennung wissenschaftlicher Inhalte und Ergebnisse eine Rolle spielen. Mehr dazu hier

Über den Wert der (Un)Wahrheit in der Demokratie (Volkswagenstiftung, 2021-2022)

Die Frage nach Wahrheit und Lüge in der Politik ist nicht neu. Aber die Verfallsdiagnose der 'postfaktischen' Demokratie signalisiert bislang unbekannte Erosionserscheinungen, die vor allem in den Sozialwissenschaften, aber auch der Gesamtgesellschaft kritisch evaluiert werden. Dabei wirft die zunehmende Akzeptanz und Folgenlosigkeit offensichtlicher Lügen und Lügner(innen) in der Politik auch eine Reihe von normativen Fragen auf, die die ethischen und epistemischen Grundlagen der Demokratie betreffen. Mit den Mitteln der logisch-semantischen und moralphilosophischen Analyse klärt das Projekt verbreitete Irrtümer über die Lüge in der Politik auf, etwa dass die Praxis der Lüge, nicht nur Faktum, sondern auch ein Wert sei; dass es eine Rechtfertigung für das öffentliche Lügen geben könne; dass fake und bullshitting Formen der Lüge darstellen; dass das Problem der postfaktischen Demokratie bloß moralischer Natur ist. Auf dieser Grundlage wird eine zunächst abwegig erscheinende Perspektive auf die normativen Konituenten der Demokratie entwickelt, die das Verhältnis zu Wahrheit und Wahrhaftigkeit neu austariert und sich gegen den Mainstream der herrschenden Demokratiephilosophie als wahrheitsaffin herausstellt. Besondere Bedeutung kommt hierbei den moralisch-epistemischen Hybriden eines Rechts auf Wahrheit und der ihr korrespondieren (zweifachen) Pflicht zur Wahrhaftigkeit zu, die das epistemische Ethos der Demokratie substantiieren.

Normative Konstituenzien der Demokratie (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, 2020-2023)

Das Ziel der interdisziplinären Forschungsarbeitsgruppe ist es, die normative Konstitution der Demokratie zu diskutieren, ihre Essentialia herauszuarbeiten und auf dieser Grundlage politische Empfehlungen für eine Revitalisierung der Demokratie in Deutschland zu entwickeln. Hierbei wird die vielzitierte Krise der Demokratie als Krise ihres eigenen Selbstverständnisses begriffen und die mutmaßlich inadäquate systemische Realisierung ihrer eigenen normativen Ansprüche (z.B. auf Partizipation, Konsens, Gemeinschaft) überprüft werden. Weitere Informationen: https://www.bbaw.de/forschung/normative-konstituenzien-der-demokratie

Datensouveränität: Ein Leitparadigma der digitalen Gesellschaft? – Konzeptualisierung, Reichweite, Konsequenzen (Hessisches Kompetenzzentrum für verantwortungsbewusste Digitalisierung, 2020-2021)

Der Begriff der Datensouveränität hat eine erstaunliche Karriere gemacht. Allerdings sind mit ihm noch erhebliche Unklarheiten verbunden. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe zielt vor diesem Hintergrund darauf ab, die konzeptionell-terminologische Varianz und die unterschiedlichen Verwendungszusammenhänge (einschließlich der Abgrenzung zu verwandten Begriffen wie digitale, Infrastruktur- oder Plattformsouveränität) zu erschließen und nachzuvollziehen. Auf dieser Basis wird ein klärendes Verständnis von Datensouveränität entwickelt. Geprüft wird, ob und warum dies eine theoretisch wie praktisch angemessene Reaktion auf die Herausforderungen der digitalen Gesellschaft darstellt und welche technischen Optionen (etwa: Datentreuhandmodelle) die Umsetzung ermöglichen bzw. erleichtern. Weitere Informationen: zevedi.de. Link zum Forschungsprojekt

Hans Kelsen's Theory of Democracy within Pluralism

Der „Jahrhundertjurist" Hans Kelsen erhielt nach Vertreibung und Flucht ab den 1950er Jahren eine Professur an der University of Berkeley. Im Rahmen meines Forschungssemesters im Sommersemester 2020 werde ich mich auf diese englischsprachige zweite Schaffensphase Kelsens fokussieren können. Hierbei interessiert mich vor allem das Kompromiss-Modell der Demokratie in Hinsicht auf das zeitgenössische Problem des Pluralismus. Kelsen skizziert einen 'democratic type of personality' als spezifischen „Charaktertyp", dem eine solche Kompromiss-Orientierung gelingen könne. Ungewöhnlich an diesem Vorschlag erscheint, dass es nunmehr charakterliche Dispositionen der Bürger (oder schlicht: Tugenden) sein sollen, die Kompromisse (und nicht in guter alter republikanischer Tradition: Konsense) ermöglichen, um die zu erwartenden Dissense in der pluralistischen Demokratie zu befrieden.

Eine Theorie der Ungerechtigkeit

Für die Position der normativen Alternativlosigkeit der Demokratie habe ich in den letzten Jahren im Sinne einer objektivistischen Theorie der Gerechtigkeit vielfältig argumentiert und publiziert, komprimiert in der Monographie Was ist Liberalismus (nicht)?, die in diesem Jahr erscheinen wird. Nunmehr wende ich mich der Frage der Ungerechtigkeit, Unmoral und Unmenschlichkeit (dem „Bösen") zu, gewissermaßen in Anknüpfung an die historische Situation, aus der heraus das moderne Demokratie- und Menschenrechtsparadigma entwickelt und etabliert wurde. Mich interessiert zum einen, ob und wie sich diese normative Semantik einfügen lässt in die analytischen Konzepte des Rechten und Guten (und die für die liberale Demokratie-Theorie charakteristische Priorisierung des Rechten). Zum anderen möchte ich untersuchen, wie weit man argumentativ im Ausgang von einer rein dystopischen Werttheorie kommt. Schließlich könnte sich herausstellen (wie es Judith Shklar in ihrem Liberalism of Fear andeutet), dass diejenigen moralischen Urteile, die allgemeine Verbindlichkeit, mithin objektive Geltung beanspruchen können, nur dasjenige betreffen, wovor jeder Mensch guten Grund hat, sich zu fürchten.

Norm und Natur der menschlichen Lebensform

Seit einigen Jahren wird in der praktischen Philosophie die genuin anthropologische Frage nach dem Selbstverständnis des Menschen (wieder) gestellt und es werden dezidiert nicht-essentialistische Reflexionen unternommen, die auf die „charakteristische menschliche Lebensform", die „conditio humana", die „Natur des Menschen" und andere anthropologische Topoi Bezug nehmen. Ich beschäftige mich mit diesen Debatten derzeit unter der metaphilosophischen Leitthese, dass sowohl deskriptive, empirisch validierbare, als auch evaluative, einen bestimmten Aspekt unserer natürlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten herausstellende Merkmale der menschlichen Lebensform als anthropologische Präsuppositionen der ethischen Normenbildung fungieren.

DISSERTATIONEN

Laufende Projekte

  • Jacqueline Sim (JLU Gießen): "Politiken der UnSichtbarkeit. Eine sozialphilosophische Untersuchung des Verhältnisses von Weiblichkeit und Tierlichkeit" (Erstbetreuung).
  • Sarah Teufel (JLU Gießen): "Was vermag Solidarität (nicht)? Versuch einer zeitgemäßen und unsentimentalen Begriffsbestimmung" (Erstbetreuung).
  • Johannes Rübel (JLU Gießen): "Es ist schlimmer als es aussieht: Anthropologische Grundlagen des politischen Liberalismus" (Erstbetreuung).
  • Lea Marlene Ransbach (JLU Gießen): "Komm, erzähl mir Deine Geschichte! Für Ethik der Narrativität bei Hannah Arendt" (Erstbetreuung).
  • Daniel Füger (JLU Gießen): "Zwischen wissenschaftlicher und civilisierter Welt. Evidenz und Ethos in der frühen Chemiewissenschaft" (Erstbetreuung).

Abgeschlossene Projekte

  • Raphael Meyer (ETH Zürich, 2019): "Zur Stabilität der Demokratie. Szenarien der Selbstgefährdung - Faktoren der Verankerung" (Externe Betreuung).
  • Kevin M. Dear (Universität Paderborn, 2017): "Leistungsgerechtigkeit im Politischen Liberalismus. Eine philosophische Untersuchung zum Leistungs- und Verdienstbegriff in Theorien distributiver Gerechtigkeit" (Zweitbetreuung) (veröffentlicht bei Velbrück Wissenschaft 2018).
  • Franz Himpsl (Universität Regensburg, 2016): "Die Freiheit der Wissenschaft. Eine Theorie für das 21. Jahrhundert" (Erstbetreuung) (veröffentlicht bei Metzler/Wiesbaden 2017).
  • Nikolai Blaumer (LMU München, 2014): "Prinzipien gerechter Entschädigung" (Zweitbetreuung) (veröffentlicht bei Campus/Frankfurt 2015: "Korrektive Gerechtigkeit. Über die Entschädigung historischen Unrechts").
  • Christine Bratu (LMU München, 2011): "Die Grenzen legitimen staatlichen Handelns. Zum Verhältnis von Perfektionismus und Liberalismus" (Zweitbetreuung) (veröffentlicht bei Mentis/Paderborn 2013).

Lehre und Prüfungen

Lehre und Prüfungen

Konferenzen

Konferenzen

Wissen.schafft.Freiheit? Epistemische Offenheit als Wagnis? 24./25 April 2019

    1. Gießener Workshop Praktische Philosophie: (Un)Moral. Zur philosophischen Relevanz asymmetrischer Gegenbegriff. 24. Januar 2019