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Datengestützte Leseförderung

Welche Methoden Schüler*innen wirklich beim Lesenlernen helfen: Prof. Dr. Juliane Dube forscht unter anderem zur Entwicklung und Förderung von Lesekompetenz und -motivation.

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Warum gute Leseförderung kein Zufall ist

 

Von Sara Strüßmann

 

Ein Junge liest in einem Buch und benutzt seinen Finger, um den Zeilen zu folgen. Im Bild sind zudem die Hände zweier weiterer Personen, die ebenfalls auf das Buch zeigen.
Modelfoto: Colourbox.de
Viele Schulen fördern das Lesen – aber oft ohne klare Rückmeldung darüber, ob und wie ihre Maßnahmen bei wem wirken. „Dabei wissen wir inzwischen, welche Methoden die Lesekompetenz von Schüler*innen effektiv fördern und wie diese angesichts heterogener Lerngruppen adaptiv gestaltet werden müssen“, sagt Prof. Dr. Juliane Dube von der JLU. Die Professorin für Germanistische Literatur- und Mediendidaktik erforscht, wie Leseförderung systematisch und datengestützt gestaltet werden kann.


Ergebnisse aus Schulprojekten zeigen: Wird Leseförderung verbindlich im Unterricht verankert, werden evidenzbasierte Methoden eingesetzt und deren Wirkung regelmäßig diagnostisch begleitet, verbessern sich nicht nur Leseflüssigkeit und Textverstehen, sondern auch Motivation und Selbstkonzept – bei Lernenden wie Lehrenden. Die gewonnenen Daten können dabei nicht nur für die Unterrichtsentwicklung genutzt werden, sondern auch als Grundlage für Profilschwerpunkte und Zielvereinbarungen zwischen Schulen und Schulaufsicht dienen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein erweitertes Verständnis von Leseförderung als Schulentwicklungsaufgabe.


Datengestützte Leseförderung, wie Prof. Dube sie erforscht, macht Lernstände früh sichtbar und ermöglicht es, gezielt gegenzusteuern – bevor sich Rückstände im Laufe der Schulzeit verfestigen.