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Uniforum 2026

Celebrating the Study of Culture
Doppeltes Jubiläumsjahr am GGK/GCSC: Mit vielfältigen Veranstaltungen richtet das Graduiertenzentrum den Blick in die Zukunft kulturwissenschaftlicher Forschung

Am Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften (GGK) und dem International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) gibt es dieses Jahr gleich doppelten Anlass zum Feiern. Vor 25 Jahren ging das GGK als deutschlandweit erstes Graduiertenzentrum im Bereich der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften an den Start. In den Folgejahren wurde das GGK nicht nur zum Modell für die Einrichtung der weiteren Graduiertenzentren an der JLU, sondern prägte auch national und international die universitäre Landschaft im Bereich der Förderung von Promovierenden und Postdocs. Dies wurde unter anderem 2006 sichtbar, als sich die JLU zur Überraschung Vieler mit dem GCSC in der Förderlinie „Graduiertenschulen“ der ersten Runde der Exzellenzinitiative durchsetzte, diesen Erfolg im Jahr 2011 wiederholte und nun sein 20-jähriges Bestehen feiert.

Zu verdanken sind diese Erfolge dem damaligen JLU-Präsidenten Prof. Dr. Stefan Hormuth und Prof. Dr. Dr. h.c. Ansgar Nünning, der als Gründungsdirektor und langjähriger Geschäftsführender Direktor beider Zentren bis 2025 deren Geschicke lenkte, sowie dem großen Engagement zahlreicher Kolleginnen und Kollegen insbesondere der Fachbereiche 03, 04 und 05.

Das GGK/GCSC bietet seinen Mitgliedern eine strukturierte, mehrfach ausgezeichnete Promotionsförderung. Auch international ist das GCSC aus der kulturwissenschaftlichen Landschaft nicht mehr wegzudenken, etwa als die koordinierende Partnereinrichtung des International PhDnet Literary and Cultural Studies.

Ihr Doppeljubiläum feiern GGK und GCSC mit verschiedenen Veranstaltungen unter dem Motto „Culture Matters“. Neben dem Rückblick auf die vergangenen 20 bzw. 25 Jahre geht es dabei auch darum, den Blick in die Zukunft kulturwissenschaftlicher Forschung und Forschungsförderung zu richten. So veranstaltet das GCSC vom 25. bis 26. Juni ein Anniversary Symposium zum Thema „Response Abilities: Professing the Study of Culture in Times of Disruption, Entanglements, and Transformation“, bei dem führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Rolle der Kulturwissenschaften in Zeiten beschleunigten Wandels kritisch beleuchten.

Darüber hinaus haben einige Mitglieder des Zentrums Projekte entwickelt, die ganz bewusst den „Elfenbeinturm“ der Universität verlassen. Ausgehend von einem Fokus auf Wissenschaftskommunikation stellen diese die gesellschaftliche Relevanz der Kulturwissenschaften in den Vordergrund. Sie erkunden neue Wege, um mit diversen Öffentlichkeiten ins Gespräch zu kommen und Räume zu gestalten, in denen Erkenntnisse und Erfahrungen über fachliche und institutionelle Grenzen hinweg zugänglich werden und Wirkung entfalten können.

Die Projekte umfassen vielfältige Formate und korrelieren mit zentralen Forschungsthemen und -konzepten der GGK/GCSCForschungsgruppen. Während eine Audioinstallation zu »ancestral human remains« aus Tansania und deren Präsenz in deutschen Museen im GCSC-Gebäude zugänglich ist, bespielen Walkshops zu »urban governance« und »peripheralizing the city« sowie eine Kurzfilmreihe zur Sichtbarkeit von (körperlichem) Leid den Gießener Stadtraum. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen teilzunehmen und mitzugestalten. Zum Ausklang des Jubiläumsjahres kuratiert das GCSC im Wintersemester 2026/27 die Ringvorlesung der Präsidentin zum Thema Kultur und Konflikt.

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