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Artikelaktionen

Konferenzen

    • Wissen.schafft.Freiheit? Epistemische Offenheit als Wagnis?

      Demokratie als Herrschafts- und Lebensform gründet auf dem Recht des Einzelnen, anderer Meinung zu sein und sie auch frei äußern und verbreiten zu dürfen. Analog verhält es sich innerhalb der Institutionen der freien Wissenschaft und der kritischen Universität: Wer die Freiheit der Wissenschaft beschneidet, behindert das Bemühen um Wahrheit, d.h. wissenschaftliche Tätigkeit und Fortschritt als solche. Folgerichtig fällt die Freiheit der Wissenschaft, Forschung und Lehre als Grundrecht (Art. 5, GG) unter einen Artikel mit Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit sowie Kunstfreiheit. Der Verbund dieser Grundrechte als Kommunikationsgrundrechte dient dem Schutz einer kritischen Öffentlichkeit, die als unverzichtbar gilt für den Bestand der freiheitlich-demokratischen Ordnung.

       

       Aber bedeutet das Recht, alles sagen zu dürfen, auch, dass es richtig wäre, alles zu sagen? Jedenfalls meinte schon John Stuart Mill, einer der vehementesten philosophischen Verteidiger der freien Meinungsäußerung, dass ihre förderlichen Effekte – „die Gelegenheit, Irrtum gegen Wahrheit auszutauschen“ – auf „Geboten der Sittlichkeit in Sachen der öffentlichen Erörterung“ beruhen. Es stellt sich daher nicht nur die Frage, wie frei die Meinung sein sollte, sondern auch, wie die freie Meinung sein sollte. Unter welchen Bedingungen entwickelt sie kreatives Potential in und außerhalb der Wissenschaft oder ist z.B. Provokation, Widerrede, Dissens an sich fruchtbar? Gibt es eine Grenze zwischen Freiheit und Zügellosigkeit? Und wer sollte diese Grenze zwischen dem legitimen Wettbewerb um Meinungen einerseits und dem Austausch von Beleidigung, Diskriminierung und unverhohlener Verachtung des Gegners andererseits ziehen? Nur der Gesetzgeber? Oder gibt es normative Grundlagen für den Gebrauch dieser Kommunikationsfreiheiten, die ihre Grenzen zu bestimmen erlauben?

       

       Diesem philosophisch wie auch politisch kontroversen Themenzusammenhang nimmt sich eine Podiumsdiskussion sowie eine Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Philosophie an.

       

      Organisation & Moderation: Michaela Rehm (Bielefeld) & Elif Özmen (Gießen)

       Ort: Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF), Methoden 1,33615 Bielefeld

       

      24. April 2019, 18.00-20.30 Uhr

      Wissen.schafft.Freiheit? Meinung, Rede und Kritik im universitären Raum

      Eine Podiumsdiskussion mit Paula Diehl (Politikwissenschaft, Kiel), Thomas Gutmann (Jura, Münster), Maria-Sibylla Lotter (Philosophie, Bochum), Lutz Wingert (Philosophie, ETH Zürich)

       

      25. April 2019, 9.00-16.00 Uhr

      Epistemische Offenheit als Wagnis? Über die Grundlagen, Herausforderungen und Grenzen der Wissenschafts-, Rede- und Meinungsfreiheit

      Eine Arbeitstagung mit Impulsbeiträgen von Gerhard Ernst (Erlangen), Christoph Horn (Bonn), Maria Kronfeldner (CEO Budapest), Elif Özmen (Gießen), Dieter Schönecker (Siegen), Torsten Wilholt (Hannover), Halis Yildirim (München)

      Plakat zur Konferenz

 


    • 1. Gießener Workshop Praktische Philosophie:

      (Un)Moral. Zur philosophischen Relevanz asymmetrischer Gegenbegriffe 

      Das Konzept der asymmetrischen Gegenbegriffe greift auf ein heuristisches Instrument der Diskursanalyse zurück, das von Reinhart Koselleck in einer einflussreichen ideengeschichtlichen Abhandlung skizziert worden ist. Gemeint sind Begriffspaare, die i.) binär, ii.) von universalem Anspruch und iii.) wertend sind. Zudem ergänzen sich die (Gegen-) Begriffe nicht, sondern sind iv.) asymmetrisch. Es handelt sich demzufolge um „auf ungleiche Weise konträre Zuordnungen“, die eine wechselseitige Anerkennung geradezu ausschließen, indem stets eine abschätzige Bedeutung einfließt. Der Gegenbegriff soll also nicht nur verneint, sondern ausgeschlossen und schlussendlich aufgehoben werden.

      Dass es solche radikalen begrifflichen Dualismen in der praktischen Philosophie gibt, steht außer Frage. Ihre philosophische Funktion und Wirksamkeit scheint allerdings noch nicht ausreichend geklärt zu sein. Diesem Desiderat nimmt sich der 1. Gießener Workshop Praktische Philosophie mit ihrem Fokus auf die philosophische Relevanz von asymmetrischen Gegenbegriffen - etwa (Un)Moral, (Un)Gerechtigkeit, (Un)Sichtbarkeit, (In)Humanität, (Un)Versehrtheit, (Miss)Achtung, (Un)Würde – an.

      Mit Beiträgen von:

      • Emmanuel Alloa (St. Gallen)
      • Christine Bratu (München)
      • Karsten Fischer (München)
      • Annette Förster (Aachen)
      • Katharina Kaufmann (Gießen)
      • Maria Kronfeldner (Budapest)
      • Katharina Naumann (Göttingen)
      • Elif Özmen (Gießen)
      • Arnd Pollmann (Berlin)
      • Johannes Rübel  (Gießen)
      • Christina Schües (Lübeck/Lüneburg)

       24. Januar (Beginn: 14 Uhr) bis 25. Januar 2019 (Ende: 16.30 Uhr)

       

      Tagungsort: Gustav-Krüger-Saal, Hauptgebäude der JLU Gießen, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen

      Plakat zum Workshop (mit den Titeln der Vorträge) als pdf

      Die Tagung wurde gefördert von der Fritz-Thyssen-Stiftung