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Carl Ludwig Börne

Carl Ludwig Börne (* als Juda Löb Baruch, 1786–1837): Journalist, Literatur- und Theaterkritiker

Foto: Wiki CommonsBenannt ist die Ludwig Börne-Professur nach dem Schriftsteller und politischen Denker Carl Ludwig Börne, der 1808 in Gießen zum Doktor der Philosophie promoviert wurde und später im französischen Exil das deutsch-französische Verhältnis seiner Zeit kritisch beleuchtete. 

Carl Ludwig Börne promovierte 1808 an der Universität Gießen bei dem Kameralwissenschaftler August Friedrich Wilhelm Crome, der ihn und seine Publikationen förderte. Schon nach drei Monaten ließ Crome Börne zum Dr. phil. promovieren, ohne auf ein Examen zu bestehen.

Börne wird zuweilen mit Jean Paul verglichen und gilt aufgrund seiner pointiert-witzigen anschaulichen Schreibweise als Wegbereiter der literarischen Kritik in Deutschland, insbesondere des Feuilletons. Als Publizist und Journalist unternahm er zahlreiche Reisen und ließ sich 1830 in Paris nieder. Er schrieb unter anderem für die Allgemeine Zeitung und engagierte sich schriftstellerisch mit Leidenschaft für die Bewegung „Junges Deutschland“, mit dem Ziel der Verbreitung der Demokratie als Voraussetzung der Freiheit. Seine 1830 bis 1834 in der Korrespondenz mit Jeanette Wohl entstandenen Briefe aus Paris leiteten aus der Pariser Julirevolution die Notwendigkeit einer Revolution in Deutschland ab. Diese Schriften, darunter auch die kritische Zeitschrift „Die Waage“, wurden verboten. Börne engagierte sich immer wieder für eine deutsch-französische Freundschaft.

Zu Ehren Börnes wird seit 1993 in der Frankfurter Paulskirche jährlich der Ludwig-Börne-Preis an deutschsprachige politische Publizistinnen und Publizisten verliehen. Außerdem gründete die JLU zum Wintersemester 2015/2016 die Carl Ludwig-Börne-Professur.

(Quelle: https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/jlu/portraet/Bedeutende; Foto: Wiki Commons)

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Die Ludwig Börne-Professur

Angelehnt an das Profil dieses europäischen Zeitdiagnostikers ist es Aufgabe der Ludwig Börne-Professur, das deutsch-französische Verhältnis im Spannungsfeld von Europa und der Weltgemeinschaft zu beobachten.

Künftig wird eine jährlich stattfindende Börne-Vorlesung zu deutsch-französischen Themen ausgerichtet, die Claus Leggewie mit dem Vortrag „Briefe aus Paris. Ludwig Börne, das deutsch-französische Verhältnis und die Zukunft Europas“ am 21. Juni 2016 eröffnete.

Thematisch über Deutschland und Frankreich hinausgehend wurde außerdem im Wintersemester 2016/17 die Ringvorlesung des Präsidenten zum Thema „Amerika ist anders“ durch Claus Leggewie kuratiert, die prominent besetzt verschiedene Aspekte amerikanischer Politik und Kultur beleuchtete.