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Buchhandel im Wandel: Neue Studie zur Konkurrenz zwischen Online- und Offline-Handel

Wir freuen uns, die Veröffentlichung unseres neuesten Artikels der Autoren Georg Götz, Daniel Herold, Phil-Adrian Klotz und Jan Schäfer im renommierten Journal of Cultural Economics bekannt zu geben! Die Studie mit dem Titel "The substitutability between brick - and - mortar stores and e-Commerce: the case of books" befasst sich eingehend mit der Dynamik zwischen Online-Buchhandlungen und traditionellen Buchläden in Deutschland.
 
Angesichts der Besonderheit des deutschen Buchmarktes – der Preisbindung für Bücher – untersuchten wir, inwieweit Konsument:innen E-Commerce und stationäre Geschäfte als Substitute wahrnehmen. Unsere Analyse zeigt auf, dass die Schließung einer Buchhandlung im Durchschnitt zu einem Rückgang der Verkäufe von gedruckten Büchern um etwa 744 Einheiten pro Monat führt. Dies erklärt etwa 37 % des gesamten Umsatzverlusts bei gedruckten Büchern in unserer Stichprobe.
 
Diese Ergebnisse deuten auf eine unvollkommene Substituierbarkeit zwischen Online- und Offline-Vertriebskanälen hin. Selbst unter Berücksichtigung der E-Book-Verkäufe bleibt die Substituierbarkeit unvollkommen. Interessanterweise variiert das Ausmaß dieses Effekts je nach Genre: So gehen die Verkäufe von Belletristik-Titeln bei einer Buchhandlungsschließung stärker zurück als die von Schulbüchern.
 
Die für diese Studie verwendeten Daten wurden uns freundlicherweise von Media Control GmbH, GfK GmbH und Acxiom Deutschland GmbH zur Verfügung gestellt. Wir danken dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. für die finanzielle Unterstützung beim Erwerb dieser Daten sowie für die Förderung eines Forschungsprojekts am Lehrstuhl von Prof. Dr. Georg Götz in den Jahren 2018 bis 2020. Diese Studie ist ein Ergebnis dieses Projekts, das rein wissenschaftlicher Natur war. Die Stellen der Koautoren Dr. Jan Thomas Schäfer und Dr. Daniel Herold wurden während dieses Zeitraums durch den Börsenverein finanziert.