Prof. Dr. Britta Bannenberg
Professur für Kriminologie
Prof. Dr. Britta Bannenberg
Wintersemester 2026/27
Kriminologisches Seminar: Gewalt
Möglichkeiten der Rechtsmedizin bei Aufklärung und Prävention von Gewalt- und Sexualstraftaten
Das Seminar richtet sich an Interessierte im SPB Kriminalwissenschaften.
Im Seminar sollen die Themen Häusliche Gewalt, Sexualstraftaten und Kindesmisshandlungen behandelt werden. Der erste Teil richtet den Blick auf empirische Erkenntnisse und aktuelle Entwicklungen der Phänomene. Der zweite Teil will Möglichkeiten der Rechtsmedizin zur Tataufklärung, Ermittlungsunterstützung und Prävention vorstellen und dabei gezielt regionale Angebote der Rechtsmedizin aufgreifen.
Teil 1: Gewaltphänomene und empirische Erkenntnisse
Thema 1: Häusliche Gewalt
Thema 2: Tötungsdelikte im Partnerkontext, insbesondere sogenannte Femizide
Thema 3: Kindesmisshandlung
Thema 4: Sexuelle Gewalt, Vergewaltigung
Thema 5: Der Einsatz von Medikamenten zur Betäubung potentieller Opfer sexueller Gewalt
Thema 6: Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen
Teil 2: Rechtsmedizin – Möglichkeiten der Unterstützung strafrechtlicher Ermittlungen
Thema 7: Vertrauliche Spurensicherung
Thema 8: Forensisches Konsil Gießen
Thema 9: Analyse präventiver Angebote und präventiver Projekte bei (sexueller und körperlicher) Gewalt: Finden sich rechtsmedizinische Angebote in den Empfehlungen?
Bitte erstellen Sie bei Interesse ein kurzes Abstract zu dem Wunschthema von maximal 3.000 Zeichen inkl. Leerzeichen und geben Sie dabei an, wie Sie das Thema bearbeiten würden. Bitte schicken Sie die Bewerbung bis Freitag, 9.10.2026 an: sekretariat.bannenberg@recht.uni-giessen.de . Sie erhalten am Di., 13.10.26, Bescheid, ob Sie zur Vorbesprechung am Do., 15.10.2026 um 16 Uhr eingeladen werden.
Termin zur Vorbesprechung: Do., 15. Oktober 2026, 16 Uhr, Professur für Kriminologie, Licher Straße 64, 1. OG .
Das Seminar findet als Blockseminar am 25. und 26. Januar 2027 statt (Die Schriftfassung ist spätestens am Montag, 1.2.2027 abzugeben - übliche wissenschaftliche Anforderungen, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Fußnoten, Text maximal 40.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, Datei in word und pdf, eine Abgabe in Papierform ist nicht erforderlich).
Anforderungen an den Vortrag erfolgen gesondert.
Dr. Frederik Herden, LL.M. Wintersemester 2026/27
Kriminologisches Seminar: Kommunale Kriminalprävention – What works?
Um die Sicherheit – oder auch das Sicherheitsgefühl – in Kommunen zu erhöhen, werden oft ähnliche Maßnahmen verfolgt. In Hessen lässt sich in den letzten Jahren beispielsweise eine zunehmende Verbreitung von Waffenverbotszonen oder von Videoüberwachung im öffentlichen Raum beobachten. Obwohl die Wirkungsforschung Fortschritte macht, mangelt es bei vielen verbreiteten kriminalpräventiven Maßnahmen weiterhin an gesicherter Evidenz zu ihrer Wirksamkeit. Erschwerend kommt hinzu, dass wissenschaftliche Erkenntnisse oft nicht den Weg in die Praxis finden. Dieses Seminar widmet sich der kommunalen Kriminalprävention und setzt sich insbesondere mit der Frage nach der Wirksamkeit spezifischer präventiver Maßnahmen auseinander. Es werden insgesamt 11 Themen zur Bearbeitung angeboten:
Themenblock 1: Grundlagen & Methodik
Thema 1) Was versteht man unter Kommunaler Kriminalprävention?
Thema 2) Methoden der Wirkungsforschung: Wie lässt sich die Wirksamkeit einer kriminalpräventiven Maßnahme wissenschaftlich nachweisen?
Themenblock 2: Spezifische Präventionsmaßnahmen und ihre kriminalpräventive Wirkung
Bei den Themen 3 bis 8 geht es um die wissenschaftliche Bewertung konkreter kriminalpräventiver Maßnahmen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, ob die Maßnahmen geeignet sind, um Kriminalität zu verhindern. Darüber hinaus sollen weitere relevante Aspekte thematisiert werden, wie etwa die Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl oder andere potenzielle – unter Umständen auch negative – Folgen. Bei einzelnen Themen soll auch eine kurze Auseinandersetzung mit den rechtlichen Rahmenbedingungen erfolgen (nähere Informationen hierzu werden in der Vorbesprechung gegeben).
Thema 3) Verstärkte Polizeipräsenz
Thema 4) Waffenverbotszonen
Thema 5) Videoüberwachung
Thema 6) Straßenbeleuchtung
Thema 7) Städtebau
Thema 8) Mängelmelder (Broken-Windows-Ansatz: Beseitigung von Müll, Graffiti etc.)
Themenblock 3: Spezifische Phänomene und ihre Prävention
Bei den Themen 9 und 10 geht es um konkrete Phänomene und die Frage, wie diesen Phänomenen begegnet werden kann.
Thema 9) Sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum
Thema 10) Wohnungseinbruch
Sonderthema:
Thema 11) Was ist über die Verbreitung von „Racial Profiling“ in Deutschland bekannt? Empirische Erkenntnisse und Herausforderungen bei der Erforschung.
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Anmeldung und Vorbesprechung
Sofern Sie Interesse an einer Seminarteilnahme haben, teilen Sie bitte Ihr Wunschthema mit. Es können mehrere Themenwünsche angegeben werden. Die Voranmeldung ist bis Mittwoch, 14. Oktober 2026, per E-Mail an Frederik.Herden@recht.uni-giessen.de möglich. Sie erhalten dann zeitnah Bescheid, ob Sie zur Vorbesprechung eingeladen werden.
Die Vorbesprechung mit verbindlicher Themenvergabe findet am Montag, 19. Oktober 2026, 14:00 Uhr im Seminarraum der Professur für Kriminologie (Licher Straße 64, 35394 Gießen, 1. OG) statt.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt (Termin folgt).
Wir möchten Sie auf folgende Neuerscheinungen hinweisen:
Pfeiffer, Tim (2025): Der Einfluss von Polizeipräsenz auf das Sicherheitsgefühl und die Kriminalitätslage. Eine randomisierte Kontrollstudie, Wiesbaden.
Hier geht es zu den Downloadseiten des Open-Access-Buches bei Researchgate und SpringerNature .
Imbusch / Steg (Hrsg.): Bedrohungsanalysen, Angriffe auf PolitikerInnen, JournalistInnen, Einsatzkräfte und Lehrpersonen als Gefahr für die Demokratie, 2025. Digital hier erhältlich.
mit Beiträgen von Prof. Dr. Britta Bannenberg (S. 267 - 284, siehe hier ) sowie Dr. Frederik Herden und Dr. Tim Pfeiffer (S. 99 - 122, siehe hier )
Verrel / Bannenberg / Bartsch / Voigtel (Hrsg.): What works? Kriminologie als Teil der Strafrechtswissenschaft, Festschrift für Bern-Dieter Meier, 2025.
Bannenberg, Britta (2025): Jugendstrafrecht auf dem Prüfstand, Aus Politik und Zeitgeschichte (APUZ), 75 Jg., 36-37/2025, S.32 - 39, digital hier erreichbar.
Meier / Bannenberg / Höffler (2025): Jugendstrafrecht, 5., überarbeitete Auflage.
Wabnitz/Janovsky/Schmitt (Hrsg.) (2025): Handbuch Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, 6., neu bearbeitete und erweiterte Auflage.
Prof. Dr. Britta Bannenberg: Bearbeitung von Kapitel 13, "Korruption", S. 843 – 922.
Im Januar sind mehrere Medienbeiträge mit Prof. Dr. Bannenberg erschienen:
- Teilnahme an der Sendung "Fakt ist!" vom 8. Januar 2025 | https://www.ardmediathek.de/video/fakt-ist/nach-dem-anschlag/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzI4MjA0MC80OTIzNTQtNDcyMzUy
- Interview bei " MDR Sachsen-Anhalt heute " vom 8. Januar 2025 | https://www.mdr.de/video/mdr-videos/c/video-889654.html
- Interview in der "Hessenschau" vom 5. Januar 2025 https://www.ardmediathek.de/video/NTZhNzg3YWQtYTEwMy00ZDhiLTk0ZmItNDZlNGQ2ZGQ1MTg3
- F.A.Z. Einspruch Podcast |Folge 328 vom 5. Januar 2025
Wichtiger Warnhinweis:
Der Name Jürgen Stock wird zurzeit häufiger für eine Betrugsmasche über das Telefon eingesetzt. Dabei fordern die Täter dazu auf, einen hohen Geldbetrag zu bezahlen, um eine angeblich drohende Haftstrafe bzw. die Vollstreckung eines angeblich vorliegenden Haftbefehls abzuwenden. Wenn Sie solch ein Anruf erreicht, legen Sie auf und zögern Sie nicht, den Vorfall Ihrer örtlichen Polizei bzw. unter der Rufnummer 110 mitzuteilen. Dies ist besonders wichtig, denn Sie verhindern damit auch, dass weitere Personen Opfer eines solchen Betrugs werden. Überweisen Sie keinesfalls Geld. Wenn Sie weitere Informationen benötigen, rufen Sie gerne auch bei uns am Lehrstuhl an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an: sekretariat.bannenberg@recht.uni-giessen.de
Ihr Team der Professur Bannenberg