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Erfahrungsberichte

Erfahrungen der Studierenden im Pinguin Projekt 2022/23

Das Pinguin-Projekt hat mir intensive Einblicke in eine Familie ermöglicht und mein Einfühlungsvermögen für Schüler:innen noch ein Stück erweitert. Es war mir eine Ehre und Freude so eng mit einem Jugendlichen und seiner Familie zusammen zu arbeiten. (Miriam A.)

Für mich war das Projekt besonders wertvoll, weil man die Kinder gerade auf der emotionalen Ebene so viel näher wahrnimmt und gleichzeitig viel schönes von ihnen zurückbekommt. Der Umgang zwischen Dozierenden, Verein und Studierenden war darüber hinaus immer besonders wertschätzend und stressfrei, was für eine solche Arbeit besonders wichtig ist. (Niklas S.)

Das Pinguin Projekt gibt einem einen einzigartigen Einblick in Familien und das Leben von Kindern (mit Benachteiligungen) abseits von der Schule. Ich konnte hier wichtige praktische Erfahrungen im Umgang mit Kindern in der 1:1 Interaktion sammeln sowie verschiedene theoretische Konzepte ausprobieren.  Auch die Kommunikation in der Kleingruppen-Reflexion war super hilfreich und angenehm gestaltet. Absolut empfehlenswert! (Katharina L.)

Für mich hatte das Projekt einen großen Wert hinsichtlich persönlicher Erfahrung im EmSoz-Bereich und dem eigenen Ausprobieren von verschiedenen Lösungsansätzen. Ich kann es für künftige Studis weiterempfehlen, da man die theoretischen Kenntnisse auf die Praxis übertragen und verschiedene Ideen umsetzen kann - und dabei hilft man sogar anderen. (Tom W.)

 

Aussagen der Kinder und Jugendlichen:

Was hat dir Spaß gemacht?
"Skateboard und Fahrradfahren, und auch die Hausaufgaben."

 

Was war dein schönstes Erlebnis? Woran denkst du gerne zurück?
"Spazierengehen und am Teich, als wir die Schildkröte gesehen haben."

 

Was konntest du lernen?
"Annähernd fließend Englisch zu sprechen. Und einen Großteil Mathe habe ich im Projekt gelernt."

 

Was schätzt du an dem/der Student*in?
"Dass es anders als mit anderen Lehrern ist. Also, dass Sachen nicht einfach nur einmal erklärt werden."

 

Welche Schulnote würdest du dem Projekt geben?
"Ich würde natürlich sagen super 1+. Außerdem bin ich sehr froh, dass wir uns vorgestellt haben. Da hast du noch lange Haare gehabt."

 

 

Moritz L. arbeitet mit einem 14-jährigen Jungen in der Nähe von Gießen:

Mein Name ist Moritz und ich bin als Studierender seit Februar 2021 in der Unterstützung und Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher im Projekt Perspektiven tätig. In dieser Tätigkeit bieten wir den Familien individuelle Unterstützung an, die sich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Familien richtet und von Hausaufgabenbetreuung bis Freizeitgestaltung reicht. Im Fokus unserer Tätigkeit steht für mich ganz klar die professionelle Beziehungsarbeit. Für die Kinder und Familien ist es eine unkomplizierte und unbürokratische Möglichkeit Unterstützung zu erhalten.

Wir als Studierende können Praxiserfahrung sammeln, die uns Familien und unsere späteren SchülerInnen aus einer anderen Perspektive kennenlernen lässt. Damit erhalten wir einen Einblick hinter die Kulissen von Familien, mit denen wir in unserem späteren Beruf als FörderpädagogInnen arbeiten werden. In Zeiten von Corona hat das Projekt die ausfallende Praxis im Studium zumindest in Teilen kompensieren können.

Die Professionelle Begleitung durch das Institut für Förderpädagogik im Schwerpunkt emotional-sozialen Entwicklung und die Mitarbeiter der Aktion Perspektiven für junge Menschen in Gießen habe ich als sehr hilfreich erlebt. Gleiches gilt für den aktiven Austausch unter den Studierenden, die im Projekt tätig sind.

Ich habe die Tätigkeit bisher als sehr gewinnbringend für alle beteiligten Parteien erlebt und freue mich weiterhin für das Projekt tätig zu sein.

 

Marlene W. arbeitet mit einem 11-jährigen Mädchen in Gießen:

Ich bin Marlene und bin seit März 2021 im Pinguin Projekt dabei. Für mich zeichnet sich diese Teilnahme auf vielerlei Ebenen als eine besondere Erfahrung ab. Ich hadere noch sehr mit der beruflichen Perspektive als Förderschullehrerin und das Projekt bietet mir die Möglichkeit in ein weiteres für mich sehr spannendes Arbeitsfeld, nämlich das der Kinder-, Jugend und Familiensozialarbeit hineinzuschnuppern. An diesem Praktikumsrahmen gefällt mir besonders das Gleichgewicht zwischen Autonomie und Begleitung. Einerseits entscheide ich selbst über die Zeiteinteilung und Gestaltung der Treffen mit dem Mädchen, andererseits profitiere ich sehr von dem regelmäßigen Austausch mit Studierenden, den begleitenden Dozierenden sowie der pädagogischen Fachkraft des Vereins. Ich schätze diese coronabedingte Alternative zu den unterrichtspraktischen Übungen auch deshalb, da sie Studierenden die Möglichkeit gibt, Einblicke in die Lebenswelt von Familien und damit potentiellen Schüler*innen zu erhalten. Ich denke, dies kann eine wichtige Erfahrung sein, um Empathie und Verständnis zu schaffen und bietet die Chance, dadurch Beziehungen zu stärken.