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Klassische Archäologie

Die Bilderwelten der griechischen und römischen Antike, die Grenzgebiete des römischen Reiches, die Vermittlung der Antike in musealen Kontexten und der Einsatz von digitalen Techniken in der kulturwissenschaftlichen Arbeit – das sind unsere Schwerpunkte in Forschung und Lehre hier in der Abteilung für Klassische Archäologie am Institut für Altertumswissenschaften.

In unserem Team vereinen wir umfassende Expertise in der kunstwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit antiken Monumenten mit langjährigen Erfahrungen in der Feldforschung, im Einsatz eines breiten Technologiespektrums im Feld sowie im Museum und in der objektbezogenen Lehre. Dabei engagieren wir uns intensiv in der interdisziplinären Zusammenarbeit über die Grenzen unseres Faches hinaus im engen Austausch mit den anderen Altertumswissenschaften, der Kunstgeschichte und den Geo- und Informationswissenschaften.

Interesse an einem Studium der Klassischen Archäologie auf Bachelor-, Master- oder Promotionsebene?

Kontaktieren Sie uns: Sekretariat

 

Aktuelles

Das Projekt "Museum 3D" in der Förderlinie LinkedLearning des Netzwerk digitale Hochschullehre Hessen (HessenHub)

 

Das Projekt Museum 3D - Ein virtueller Ausstellungsraum als DigiLab für Museen und Lehre wird bis November 2023 von HessenHub - Netzwerk digitale Hochschullehre Hessen gefördert!

Im Rahmen des Projektes wird ein virtueller Ausstellungsraum konzipiert, der als Experimental-Labor zur Schulung im Umgang mit Objekten, zu methodenorientierten und interdisziplinären Lehrformaten sowie für die Gestaltung von studentischen Sonderausstellungen genutzt werden kann. Im Zentrum steht dabei die Konzeption einer immersiven Lernumgebung für Studierende, Schüler*innen und Museumsbesucher*innen, die 3D-modellierte Ausstellungsobjekte in der virtuellen Realität erkunden können sollen.

Unterstützt werden die Projektleiterinnen Michaela Stark und Claudia Schmieder dabei von Mareike Büst, der Leiterin des Lab for Innovative Teaching (NIDIT| Network for Impactful Digital International Teaching Skills).

JLU-Vizepräsident Prof. Dr. Martin Kramer, Prof. Dr. Eric M. Moormann und JLU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz (vorne von links nach rechts)

Foto: JLU/Till Schürmann

Begrüßung des Liebig-Professors Eric M. Moormann an der JLU

 

Der niederländische Archäologe Prof. Dr. Eric M. Moormann ist an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) zum Liebig-Professor bestellt worden. Mit diesem Ehrentitel zeichnet die JLU renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus und intensiviert die Zusammenarbeit mit ihnen durch eine Gastprofessur. Prof. Dr. Martin Kramer, Vizepräsident für Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, überreichte die Urkunde in einer kleinen Feierstunde im Hauptgebäude der JLU.

Prof. Moorman ist ein weltweit führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der römischen Wandmalereiforschung und der neuzeitlichen Rezeption antiker römischer Kunst und Kultur. Die Liebig-Professur, die zum 1. Dezember 2022 offiziell gestartet ist, hat eine Laufzeit von zunächst zwei Jahren. In dieser Zeit wird der emeritierte niederländische Archäologe von der Radboud Universität Nijmegen mit der Professur für Klassische Archäologie (Prof. Dr. Katharina Lorenz) in Forschung und Lehre kooperieren – unter anderem zur Performativität römischen Lebens am Beispiel von Malerei und Skulptur, zur Sammlungsgeschichte deutscher altertumswissenschaftlicher Universitätssammlungen und zu Aspekten von Globalisierung und Lokalisierung in den Grenzregionen des römischen Reiches.
 
„Wir vergeben unsere Liebig-Professuren nur an wenige ausgewählte Persönlichkeiten, von denen wir uns eine substantielle Kooperation im jeweiligen Fachgebiet versprechen“, betonte der JLU-Vizepräsident Prof. Kramer. „Die Zusammenarbeit dürfte vor allem dem Akzentbereich ‚Visualitäten: Kontexte und Rahmungen‘ zugutekommen, der von Kollegin Lorenz geleitet wird.“ Er freue sich besonders darüber, dass die Forschungen des Ehrengastes Schnittstellen zur Wahrnehmungsforschung und zum International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der JLU aufwiesen.
 
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
 

Credits: re:publica/Jan Michalko CC BY 2.0

Forschung in der virtuellen Realität

 

Digitale und immersive Technologien spielen aktuell eine zentrale Rolle in Forschung und Wissensvermittlung. Die Klassische Archäologie der JLU Gießen, die bereits seit 2018 intensiv den Einsatz von digitalen Interaktionstechnologien im musealen Kontext sowie in der Lehre erprobt, geht nun auch in der Forschung neue Wege. In Kooperation mit der Allgemeinen Psychologie werden im Rahmen eines Virtual-Reality-Experiments anhand von 3D-Modellen antiker Skulpturen Wahrnehmungsstrukturen per Eye-Tracking erforscht.

Studierende der Klassischen Archäologie sind herzlich zu der Teilnahme an dem Wahrnehmungsexperiment eingeladen!

Für weitere Informationen oder bei Interesse an der Teilnahme melden Sie sich gerne bei Dr. Claudia Schmieder.

Die Antikensammlung im Interview mit Hessen-schafft-Wissen

 

QR-Codes und die Antike: In der neuen Folge von "Hessen-schafft-Wissen. Wissenschaftsreporter" stellt Dr. Michaela Stark vom Lehrstuhl für Klassische Archäologie (JLU Gießen) die Antikensammlung vor. Gemeinsam mit einer Studentin erklärt sie, wie mit moderner Technik in die Vergangenheit geblickt wird.

Hier
geht's zum Video.

Diagnoptico goes viral - auf dem DidaktikHub von HessenHub

 

Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Diagnoptico - Panofsky meets Experience- und Interaction Design" haben Studierende der Klassischen Archäologie im Wintersemester 21/22 interaktive Lernmodule zu archäologischen Objekten aus der Antikensammlung der JLU erstellt, die am 15. Mai zum Internationalen Museumstag erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Seitdem sind sie für Studierende, Schüler*innen, Museumsbesucher*innen und alle Interessierte auf der Plattform Ilias zu erreichen.

Nun wird Diagnoptico, der digitale Beschreibungs- und Analysetrainer für Studium und Kulturgutvermittlung, als innovatives Konzept zur digital gestützten Lehre auf dem DidaktikHub des hessenweiten Verbundprojekts HessenHub (Digital gestütztes Lehren und Lernen in Hessen) gefeatured! Ziel dieses Projekts, zu dem sich 11 hessische Hochschulen zusammengeschlossen haben, ist es, Studierenden einen Zugang zu barrierefreien und qualitätsgesichterten digitalen Lehrinhalten und digital gestützten Lehr-Lernformaten zu ermöglichen.

Diagnoptico trainiert mit Hilfe von Lernspiel-Szenarios die archäologische Beschreibungs- und Analysekompetenz. Als wichtiges Element im Studium der Bildwissenschaften veranktert das Projekt nicht nur den Einsatz digitaler Technologien in der Lehre, sondern nutzt gleichzeitig das Konzept "Gamification", also die Integration spielerischer Elemente in den Kontext des Wissenserwerbs und -transfers, um die Motivation zur Erschließung komplexer Inhalte zu steigern und damit auch den Lernerfolg zu erhöhen.

Erfahrungsbericht zum Projekt “Diagnoptico – Panofsky meets Experience- und Interaction Design” auf dem HessenHub Blog.

Bild und Text auf römischen Mosaiken. Intermediale Kommunikationsstrategien im Kontext der Wohnkultur des 3.-5. Jahrhunderts

 

Claudia Schmieder
Gefördert durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Band 35 der Reihe Materiale Textkulturen des gleichnamigen Heidelberger Sonderforschungsbereichs 933 (Hrsg. Ludger Lieb)
 
 

In der intensiven Nutzung der Kombination von Bild und Text liegt eine zentrale Innovation römischer Mosaiken des 3. bis 5. Jhs. Dabei werden die beiden Teilmedien genutzt, um Themen des Alltags, aber auch außergewöhnliche Ereignisse und kulturelle Bestände in den sozialen Räumen der Auftraggeber neu zu inszenieren. Die vorliegende Monographie legt erstmals eine umfassende Analyse der komplexen medialen Konfiguration dieser Kunstwerke vor. In Absetzung von bisherigen Ansätzen, die in den textuellen Anteilen lediglich das Potenzial einer Erklärung der Bilder sahen, wird ein Zugriff gewählt, der beide Medien als potenziell gleichberechtigt betrachtet. Dieser Zugriff erlaubt es, den Mosaiken von Seiten der Auftraggeber eingegebene Diskursangebote zu evaluieren, die sich in einem Spannungsfeld zwischen Engführung und Erweiterung einer sozialen Kommunikation bewegen. Dabei werden die neuen Einsichten für eine Bearbeitung des Materials fruchtbar gemacht, welche die kommunikativen Strategien der Mosaiken innerhalb ihres räumlichen Kontexts, aber auch vor ihrem sozialen und kulturellen Hintergrund offenlegt.

Ausstellung "Im Reich des Dionysos"

 

Im Festkalender des antiken Athen fanden im März/April – dem antiken Monat Elaphebolion – die städtischen Dionysien, ein mehrtägiges Kultfest zu Ehren des Dionysos statt. Diesen Anlass nutzen wir und widmen dem Gott des Weines und des Theaters eine kleine Sonderausstellung in drei Vitrinen im Alten Schloss.