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Neuere Geschichte (19. und 20. Jahrhundert)

Teaser

In der Neueren Geschichte richten wir den Blick auf das 19. und 20. Jahrhundert und verschiedene Regionen Westeuropas, Nordamerikas und Afrikas. Viele Konzepte, Ordnungen, Institutionen, ja auch Probleme der heutigen Zeit gehen auf das 19. Jahrhundert zurück. Deren Genese, Kontinuität und Wandel bilden zentrale Themen der Neueren Geschichte. So fragen wir beispielsweise, wie Europäer:innen koloniale Herrschaft im Hochimperialismus konzipierten und zu etablieren versuchten und welche globalen Auswirkungen diese Herrschaft bis in die Gegenwart zeigt. Wir analysieren, wie sich ein neues globales Machtungleichgewicht herausbildete und wie militärische Gewaltanwendung rationalisiert und gleichzeitig entgrenzt wurde. Wir untersuchen transnationale Zusammenhänge nationalstaatlicher Entwicklungen und fragen nach dem Ursprung und der Wirkung gesellschaftlicher Differenzkategorien. 

 

Bei allen diesen Fragen nehmen wir ebenso lokal- wie globalgeschichtliche Perspektiven ein. Es geht um den Transfer von Wissen, Personen, Objekten und Ideen, um die Geschichte von Verflechtungen und Abgrenzungen. Es gibt keine Zeitzeug*innen mehr, die Antworten liefern könnten – aber eine Vielzahl an Quellen. So analysieren wir etwa Autobiografien, Briefe, amtliche Dokumente, Filme, Fotos, Kunstwerke, Tonaufnahmen und Bauwerke. Dabei kommen verschiedene Methoden zur Anwendung, beispielsweise Diskursanalyse, hermeneutische Verfahren, Praxeologie, Vergleich oder Prozessanalyse. 

Aktuelles

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Anstehende Veranstaltungen

  • Liebe Interessierte! Wir laden euch herzlich zur Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Immig und Prof. Dr. Brockmeyer ein. "Von Hessen in den Orient: eine Reise im Jahr 1869 und Perspektiven auf die europäische Geschichte." Die Veranstaltung findet um 18:15 Uhr im Philosophikum I, Hörsaal A5 (Otto-Behaghel-Str. 10A, 35394 Gießen) statt. Wir freuen uns auf rege Teilnahme!

 

Vergangene Veranstaltungen

    • Kompaktkurs "Spurensuche": Archivkunde für die postkoloniale Provenienzforschung vom 13.5. bis 17.5.2024 in Gießen

    Sie arbeiten in einem Museum oder Forschungsinstitut und wollen der Herkunft von Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten nachgehen? Sie verfolgen ein eigenes Projekt, bei dem es um die Geschichte von solchen Objekten geht? Sie haben noch wenig Erfahrung mit der Archivarbeit oder wollen Ihre Kenntnisse auffrischen?

    Dann kann Ihnen der Kompaktkurs „Spurensuche“ Anleitung geben und Lösungswege eröffnen. Sie gewinnen einen Überblick über die deutsche (post)koloniale Archivlandschaft und erwerben die grundlegenden Kompetenzen zu selbstständiger Archivarbeit.

    Der Kompaktlehrgang ist mit einem großen Anteil von Praxis- und Übungselementen konzipiert. Die Lehrenden geben Ihnen Werkzeuge zur Lösung Ihrer Probleme bei der Recherche an die Hand. Sie tauschen sich mit Archivar:innen aus ganz unterschiedlichen Häusern aus. Historiker:innen der Universität Gießen führen Sie in historische Methoden ein. Kulturschaffende und Museumspraktiker:innen geben Denkanstöße.

    Hier gehts zum Flyer!

    Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Website.

     

  • Workshop: Deutsche Kolonisierung und ihre Auswirkungen in Burundi.

Wann? 16.11.2023 & 17.11.2023

Wo? GCSC, Konferenzraum 1

 

  • Jenseits von Restitution - Kolonialgeschichte in Objektgeschichten

Öffentliche Podiumsdisskusion (Im Rahmen der Tagung "Zur Restitution von Objekten aus Kolonialismus und Nationalismus, hier gehts zum Flyer)

Wann? 12.07.2023, 18.00-20.00 Uhr

Wo? Justus-Liebig-Universität, Otto-Behaghel-Straße 12, GCSC (International Graduate Centre for the Study of Culture), Konferenzraum 1

Oberseminar

 

Sommersemester 2024, Mittwoch 18.00–20.00 Uhr c.t., Raum C 214 

 

Klicke hier, um das Programm runterzuladen.

Ankündigung

Stipendienprogramm "New Perspectives on German Colonial Rule – A Scholarship Programme for Cooperative Research"

Das Stipendienprogramm "New Perspectives on German Colonial Rule – A Scholarship Programme for Cooperative Research" widmet sich der Aufarbeitung der deutschen Kolonialherrschaft in Ländern Afrikas, Asiens und des Pazifiks. Es wird organisiert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und finanziert vom Auswärtigen Amt (AA). Gefördert werden Arbeiten von Nachwuchswissenschaftler*innen aus ehemals von Deutschland kolonisierten Ländern.  Das Programm soll einen Grundstein legen für längerfristige Kooperationen. Als Doktorand an der JLU Gießen untersucht Jean Ndihokubwayo die Geschichte der deutschen Kolonialherrschaft in Burundi.

Am 17.10.2022 findet das Launch Event des Programms im Auswärtigen Amt in Berlin statt.

 

Link zur Ankündigung zum Programm beim DAAD 

 

Ausstellung „Die Klassifizierung der Welt – universitäres Sammeln im kolonialen Kontext“

Die Sonderausstellung „Die Klassifizierung der Welt – universitäres Sammeln im kolonialen Kontext“ ist vom 01.09. – 16.10.2022 im Palmenhaus des Botanischen Gartens zu sehen. Sie beleuchtet Exponate aus den Sammlungen der Justus-Liebig-Universität Gießen. Im Zentrum stehen dabei vier Themensektionen (Antikensammlung, Botanischer Garten, Sondersammlungen der Universitätsbibliothek, Sektion Linguistik), die unterschiedliche Sammlungsbestände der Universität im 19. und frühen 20. Jahrhundert beleuchten.

 

Link zum Flyer

 

Hausarbeiten

Hausarbeiten für Frau Brockmeyer können im Briefkasten vor dem Sekretariat der Professur für Zeitgeschichte / Mittelalterliche Geschichte in Raum 238, Phil I eingeworfen werden. Zu den Geschäftszeiten des Sekretariats ist auch eine persönliche Abgabe möglich.

 

Geschäftszeiten des Sekretariats:

Montag: 14:00 Uhr -15:30 Uhr

Dienstag: 09:30 Uhr - 12:00 Uhr sowie von 14:00 Uhr - 15:30 Uhr

Mittwoch: 09:30 Uhr - 12:00 Uhr sowie von 14:00 Uhr - 15:30 Uhr

donnerstags und freitags nach Vereinbarung per Mail unter

 

Fachbereich 04 - Geschichts- und Kulturwissenschaften

Professur für Neuere Geschichte (19. und 20. Jahrhundert)

Zum 01.10.2021 hat Frau Prof. Dr. Bettina Brockmeyer ihren Dienst an der JLU Gießen auf der Professur für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt 19 und 20. Jahrhundert aufgenommen.

Personen

Personen

Das Team der Neueren Geschichte (m. d. Schwp. 19. und 20. Jahrhundert), 2023 Justus-Liebig Universität

Professur


 

 

 

Prof. Dr. Bettina Brockmeyer [mehr ...]

Tel: 0049-641-99-28230
Tel. Sek.: 0049-641-99-28222
Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 005

 

Sprechstunden in den Semesterferien:

14.2. 17-18 Uhr

6.3. 15-17 Uhr

21.3. 15-17 Uhr

(nur nach vorheriger Anmeldung über Stud.IP)

DFG Heisenberg-Stelle

 

PD Dr. Katharina Stornig [mehr...]

Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C 244

Tel. 0049-641-9928167

katharina.stornig

Sprechstunde (während des Semesters):

Mittwoch, 10-11.00 Uhr, nach vorheriger Anmeldung über StudIP


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Sekretariat


Melanie Rosenberg
Tel. : 0049-641-99-28222
Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 238

 

Geschäftszeiten:

Montag:       08:00 Uhr - 14:00 Uhr

Mittwoch:     08:00 Uhr - 14:00 Uhr

Donnerstag: 08:00 Uhr - 14:00 Uhr

Freitag:        08:00 Uhr - 12:00 Uhr

 

Termine im Büro bitte vorher per Mail vereinbaren.

 


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Wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen


Johannes Nagel [mehr ...]

Tel. 0049-641-99-28233

Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 009

Sprechstunde während der Vorlesungszeit buchbar über Stud.IP, ansonsten nach Vereinbarung per Email

 

Patrick Merziger [mehr ...]

Otto-Behaghel-Str. 10 C, 35394 Gießen, Haus C Raum 233

patrick.merziger@geschichte.uni-giessen.de

  •  Koordination des Kompaktkurses "Spurensuche"

Stefanie Coché [mehr...]

Tel: 0049-641-99-28162

Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 111

Sprechstunde: Mittwoch 16:30 - 17:30 Uhr

stefanie.h.coche

Doktorand/-innen


Jacqueline Reinisch [mehr ...]

Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 005

jacqueline.reinisch@outlook.de


Jean Berchmans Ndihokubwayo [mehr ...]

Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 005


Johannes Kelting [mehr ...]

Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 005

johannes.kelting@geschichte.uni-giessen.de


Manuela Rochholl [mehr ...]

Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 005

Manuela.Rochholl


Sandra Engels [mehr ...]

Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 005

Sandra.Engels


Charlotte Prauß [mehr...]

charlotte.prau

 

 

 

Studentische Hilfskräfte


Rosa Berfin Kuşkaya

Tel: 0049-641-99-28232
Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 005

 

 

hilfskraefte.neuere


Alexander Türk

Tel: 0049-641-99-28232
Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 005

Alexander.Tuerk

 

 

hilfskraefte.neuere


Deborah Klein

Tel: 0049-641-99-28232
Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 005

deborah.klein

 

hilfskraefte.neuere


Emeritus


Prof. Dr. Friedrich Lenger [mehr ...]

Prof. Dr. Lenger befindet sich seit dem 01.04.2024 im Ruhestand.


Prof. Dr. Helmut Berding (†) [mehr ...]

Ehemalige

Studentische Hilfskraft

Hendrik Holes

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Forschung

Forschung

Forschungsschwerpunkte

  • Ein Forschungsschwerpunkt der nächsten Jahre befasst sich mit der Frage, wie Kolonialismus und Archiv zusammenhängen. Es geht um die kolonialen Spuren in Archiven, es geht aber auch allgemeiner um Fragen nach Macht und Asymmetrien in der Kolonialgeschichtsschreibung. Ab Oktober 2023 konzipieren wir in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste eine Schulung für die Provenienzforschung in Archiven.

 

  • Zusammen mit Jesse Bucher plant Bettina Brockmeyer ein Buch zur politischen und wissenschaftshistorischen Geschichte des Schädels von Chief Mkwawa.

 

  • Ein weiterer Schwerpunkt wird in den kommenden Jahren auf der materiellen Kulturgeschichte liegen und der Frage nach der Toxizität von Objekten.

 

  • Johannes Nagel entwickelt derzeit ein Forschungsprojekt zur Zwischenkriegszeit im deutschsprachigen Zentraleuropa. Dabei geht es um Umbruchserfahrungen, politischen Wandel und Gewalt insbesondere außerhalb der Hauptstädte und in interregional vergleichender statt traditionell nationalgeschichtlicher Perspektive.

 

  • Geschichtstheoretische Fragen bilden einen weiteren Forschungsschwerpunkt in der Neueren Geschichte. Historiografiegeschichtliche Fragen sind dabei ebenso von Interesse wie die Analyse der Prinzipien geschichtswissenschaftlichen Arbeitens und Argumentierens. Ausgangspunkt ist die Vermutung, dass in der geschichtswissenschaftlichen Praxis mehr Kontinuitäten bestehen, als gängige theoriepolitische Selbstdarstellungs- und Abgrenzungsdiskurse suggerieren. Dies ist anhand vergleichender Textstudien zu prüfen.

 

  • Johannes Nagel arbeitet außerdem an der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse seiner Dissertation, in der er die amerikanische Verteidigungspolitik vor dem Ersten Weltkrieg in globalhistorischer Hinsicht neu erklärt. Hier geht es insbesondere um die Beobachtungs-, und Emulationszusammenhänge im Zuge der "Ersten Globalisierung," was sich etwa am Beispiel des militärischen Lernens aus Kriegsbeobachtungen zeigt. Diese Arbeit ist an der Schnittstelle von Geschichts- und Politikwissenschaft situiert.

Lehre

lehre

Im Sommersemester 2023 lehren folgende Dozentinnen und Dozenten:

Prof. Dr. Brockmeyer

Zum aktuellen Lehrveranstaltungsangebot siehe evv.

Johannes Nagel

Zum aktuellen Lehrveranstaltungsangebot siehe evv.