Neuere Geschichte
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In der Neueren Geschichte richten wir den Blick auf das 19. und 20. Jahrhundert und verschiedene Regionen Westeuropas, Nordamerikas und Afrikas. Viele Konzepte, Ordnungen, Institutionen, ja auch Probleme der heutigen Zeit gehen auf das 19. Jahrhundert zurück. Deren Genese, Kontinuität und Wandel bilden zentrale Themen der Neueren Geschichte. So fragen wir beispielsweise, wie Europäer:innen koloniale Herrschaft im Hochimperialismus konzipierten und zu etablieren versuchten und welche globalen Auswirkungen diese Herrschaft bis in die Gegenwart zeigt. Wir analysieren, wie sich ein neues globales Machtungleichgewicht herausbildete und wie militärische Gewaltanwendung rationalisiert und gleichzeitig entgrenzt wurde. Wir untersuchen transnationale Zusammenhänge nationalstaatlicher Entwicklungen und fragen nach dem Ursprung und der Wirkung gesellschaftlicher Differenzkategorien.
Bei allen diesen Fragen nehmen wir ebenso lokal- wie globalgeschichtliche Perspektiven ein. Es geht um den Transfer von Wissen, Personen, Objekten und Ideen, um die Geschichte von Verflechtungen und Abgrenzungen. Es gibt keine Zeitzeug*innen mehr, die Antworten liefern könnten – aber eine Vielzahl an Quellen. So analysieren wir etwa Autobiografien, Briefe, amtliche Dokumente, Filme, Fotos, Kunstwerke, Tonaufnahmen und Bauwerke. Dabei kommen verschiedene Methoden zur Anwendung, beispielsweise Diskursanalyse, hermeneutische Verfahren, Praxeologie, Vergleich oder Prozessanalyse. |
Deutsch-Französisches Doktorandenkolleg (DFDK) Konferenz:
"Postcolonial Power Structures and The 'Ethnographic Object'"
17-19. Juni 2026, Goethe-Universität Frankfurt am Main

