Workshop 2: FREMDREPRÄSENTATIONEN IN AUSSTELLUNGS- UND AUFFÜHRUNGSMEDIEN (1850-1950)
Der zweite Workshop betrachtet Fremdrepräsentationen von Sinti*zze und Rom*nja in Ausstellungs- und Aufführungsmedien. Untersucht wird, wie beispielsweise in Oper/ette, Féerie, Vaudeville oder Weltausstellung Alteritätskonstruktionen als alternative Wissensformate multimodal in Szene gesetzt werden, um die Schaulust am Unbekannten, Ungewöhnlichen und Spektakulären zu bedienen. Es geht u.a. um eine nähere Bestimmung spektakulärer Wissensvermittlung mit Schwerpunkten auf Performativität und multimodaler Ästhetik.
- https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb05/romanistik/aktuelles/cal/ws2
- Workshop 2: FREMDREPRÄSENTATIONEN IN AUSSTELLUNGS- UND AUFFÜHRUNGSMEDIEN (1850-1950)
- 2026-03-25T09:30:00+01:00
- 2026-03-26T14:15:00+01:00
- Der zweite Workshop betrachtet Fremdrepräsentationen von Sinti*zze und Rom*nja in Ausstellungs- und Aufführungsmedien. Untersucht wird, wie beispielsweise in Oper/ette, Féerie, Vaudeville oder Weltausstellung Alteritätskonstruktionen als alternative Wissensformate multimodal in Szene gesetzt werden, um die Schaulust am Unbekannten, Ungewöhnlichen und Spektakulären zu bedienen. Es geht u.a. um eine nähere Bestimmung spektakulärer Wissensvermittlung mit Schwerpunkten auf Performativität und multimodaler Ästhetik.
25.03.2026 09:30 bis 26.03.2026 14:15 (Europe/Berlin / UTC100)
Online. Link auf Nachfrage bei Prof. Dr. Kirsten von Hagen
Mögliche Akzentuierungen und Themenfelder:
- Fort- und Festschreibung literarischer Topoi in Aufführungs- und Ausstellungsmedien
- Intermediale Wechselwirkungen im Kontext populärer Wissensvermittlung
- Multimodale Fremdinszenierungen zwischen Spektakularität, Subalternität und Selbstermächtigung
- Verhältnis von Alteritätsinszenierung, Wissensfiguration/ -zirkulation und Medienreflexivität
- Z-Figuren in der Oper: Alteritätskonstruktionen als „transmediales Spektakel“
- Formen der Beteiligung und Mitwirkung von Sinti*zze und Rom*nja in Ausstellungs- und Aufführungskontexten im Zeichen von Agency
Der Workshop versammelt interdisziplinäre wissenschaftliche Perspektiven auf die Frage, inwieweit Sinti*zze und Rom*nja in den untersuchten Darbietungsformen Subjekte spektakulärer Inszenierungen sind oder in diesen lediglich als musikalisch und tänzerisch be-
gabte, exotische ‚Andere‘ ausgestellt werden. Es wird untersucht, inwiefern diese Ausstellungs- und Aufführungskontexte Optionen der
Selbstrepräsentation und Selbstermächtigung z.B. als ‚performer‘ und/oder ‚entrepeneur‘ ermöglichen (wie durch eigene Tanz- oder
Musik-Performances) oder (wie im Falle der Kolonialausstellungen) vereiteln.