Abschlussarbeiten Bachelor und Master Prof. Hermann
In der Abteilung Klinische Psychologie werden insgesamt ca. 32 Abschlussarbeiten (sowohl für Studierende im klinischen wie auch im "allgemeinen" Master) zu sehr unterschiedlichen Themen und mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen angeboten (z.B. Reaktionszeitexperimente, psychophysiologische Messungen, Fragebögen, Evaluation von Interventionen, Forschungssynthesen, Netzwerkanalysen). Im Folgenden finden Sie verschiedene Themenbereiche mit einer Liste möglicher Fragestellungen, die dann später gemeinsam konkretisiert werden wird. Zu den verschiedenen Fragestellungen können jeweils mehrere, jeweils voneinander unabhängige Arbeiten vergeben werden. Prinzipiell sind auch Gruppenarbeiten (zu zweit) möglich, allerdings nur nach vorheriger Absprache. Häufig bilden wir auch Teams aus Master- und Bachelorstudierenden, um Synergien zu schaffen. Einige der Masterarbeiten sind mit externen Kooperationspartner:innen geplant.
Hinweis: Grundsätzlich besteht für Masterstudierende auch die Möglichkeit der Betreuung von (hier nicht aufgeführten) externen Arbeiten oder die Erarbeitung eines eigenen Themas. Sollten Sie dies beabsichtigen, so wenden Sie sich direkt an Prof. Hermann zwecks Absprache einer möglichen (Mit) Betreuung.
Über das genaue Vorgehen der Platzvergabe sind Sie bereits von den Studienkoordinatorinnen informiert worden.
(1) Schmerz verstehen und behandeln
- Im Labor und in der Literatur: Erlebe und zeige ich mehr Schmerz, wenn ich (nicht) alleine bin? Die Auswirkungen von sozialem Kontext auf Schmerzerleben und Schmerzausdruck
- Was beeinflusst, wie wir den Schmerz anderer einschätzen – und warum bewerten ihn manche Menschen anders?
- Wie erleben Menschen mit chronischen Schmerzen Unterstützung – in der Partnerschaft, im Beruf, im medizinischen Setting und auf gesellschaftlicher Ebene?
- Wie gut messen wir eigentlich soziale Unterstützung? Messen wir damit auch das, was Menschen mit chronischen Schmerzen als wichtig erachten? Und wenn nicht, wie könnten wir das verbessern?
- (Psycho)Therapie bei Schmerzpatienten im ambulanten und stationären Setting – wirklich hilfreich und, falls ja, für wen? Analysen auf Gruppen- und Einzelfallebene
- Psychische Belastung und Behandlungserwartungen bei Patientinnen und Patienten mit neuropathischen Schmerzen (Klinik f. Neurologie)
- Schmerz lernen und verlernen – Welche Rolle spielen Erwartungen und deren Verletzung?
- Wie beeinflussen chronische Schmerzen die Qualität, Struktur und Dynamik zwischenmenschlicher Beziehungen (konkret z.B. das Ausmaß an sozialer Unterstützung, die Größe des sozialen Netzes, die Gestaltung von Konflikten)?
- Wie könnte man Beeinträchtigungen in der sozialen Funktionsfähigkeit bzw. der Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen valide erfassen?
(2) Psychopathologie, Emotionen und Emotionsregulation: Von adaptiv bis pathologisch
- Wie kann man das Verlernen von Angst effektiver machen und was bedeutet das für die Konfrontationstherapie?
(3) Belastungen im Studium
- "Stress mindset" im universitären Setting: Nützlich oder überflüssig?
- Lässt sich durch die Verbesserung des Schlafes neben Schlaf auch die Stressbelastung reduzieren? Evaluation eines Gruppentrainings zur Verbesserung des Schlafs.
- Profitieren Lehramtsstudierende in ihrer Examensvorbereitung von einer gruppenbasierten Intervention zu Prüfungsängstlichkeit?
(4) Evaluation von psychologischen Interventionen und Mechanismen von Psychotherapie
- Evaluation einer Intervention zur Verbesserung der Zeitmanagement-Fähigkeiten
- Wie effektiv sind verschiedene universitäre Beratungsangebote?
- "Stress mindset" im universitären Setting: Nützlich oder überflüssig? (Interventionsstudie)
- Lässt sich durch die Verbesserung des Schlafes neben Schlaf auch die Stressbelastung und psychpathologische Symtome reduzieren? Evaluation eines Gruppentrainings zur Verbesserung des Schlafs.
- Ist die Psychologische Beratungsstelle für Studierende an der JLU hilfreich?
- Wie werden Behandlungserwartungen eigentlich erfasst und welche Rolle spielen sie beim Erfolg von Psychotherapie bei der Behandlung von sozialer Angststörung?
- Weshalb scheiden Teilnehmer:innen trotz Bedarf vorzeitig aus solchen psychologischen Interventionen aus? (Qualitative Studie)
(5) Evaluation von Lehrtherapien (im MSc KlinPsych)
- Einstellung zur Lehrtherapien aus Sicht der Patient:innen, Therapeut:Innen und Praktikant:Innen (quantitive und qualitative Erhebung)
(6) Placebo Effekte in angstebsetzten sozialen Situationen
- Lässt sich das interpersonelle Erleben und Verhalten vor (und während) angstbesetzter sozialer Situationen mithilfe von Placebos positiv beeinflussen?
(7) Alltagserleben, Psychopathologie und neuronale Mechanismen:
Studien im Rahmen des DYNAMIC-Z-Projekts
Im Rahmen des standortübergreifenden DYNAMIC-Z-Projekts untersuchen wir psychische Belastungen, Alltagserleben und
neurobiologische Grundlagen transdiagnostischer Symptome (z.B. Anspannung, Schlafprobleme, Rückzug, Grübeln) mithilfe von
ökologischer Momentaufnahme (EMA), Verhaltensaufgaben, MRT und EEG. Mögliche Themen:
- Analyse von bestimmten Aufgaben (z. B. ESprachaufgaben, Verhaltensexperimente)
- Untersuchung von Alltagskorrelaten einzelner Symptome (z.B. Grübeln, Rückzug)
- Einzelfallanalysen von Symptommustern im EMA-Kontext
- Methodische Fragen (z.B. Compliance, Itemqualität, Validierungsanalysen)
(8) Interpersonelle Aspekte bei Depressionen
- Inwieweit zeigen Personen mit Depressionen unterschiedliche Profile im interpersonellen Verhalten? Sind diese Profile mit unterschiedlichen interpersonellen Problemen assoziiert?
- Wie hängen depressive Symptome, soziale Kompetenzen und interpersonelle Probleme im zeitlichen Verlauf miteinander zusammen? In welcher temporalen Beziehung stehen diese Aspekte?