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Bestände

Das Universitätsarchiv Gießen gehört zu den wenigen deutschen Hochschularchiven, deren früheste Bestände älter sind als die Universität selbst.




Inventurliste

           Inventurliste von 1624

    
  





                                

Die vom Archiv verwahrte wertvolle Urkundensammlung, die insgesamt 359 Stücke umfasst, reicht bis in das Jahr 1341 zurück (die Universität Gießen wurde im Jahr 1607 gegründet). Die meisten dieser Urkunden gelangten nach der zwischen den Universitäten Marburg und Gießen vorgenommenen Vermögensteilung im sogenannten Hauptakkord 1627 gemeinsam mit den Einkünften und dem Grundbesitz säkularisierter hessischer Klöster in den Besitz der Gießener Universität. Die Sammlung enthält vor allem Urkunden des Kugelhauses in Marburg und des Augustinerklosters in Alsfeld, vereinzelt auch Urkunden der Vogtei des Grünberger  Antoniterhauses, deren Erträge zu den wichtigsten Einnahmequellen der Universität zählten. 

Das Universitätsarchiv verwahrt ca. 2.000 Regalmeter Akten (Stand: März 2011). Die Bestände umfassen den Zeitraum von der Universitätsgründung (1607) bis in die Gegenwart, größere Überlieferungslücken sind für das 19. Jahrhundert zu verzeichnen. Durch Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs wurden vor allem Promotionsakten aus dem Zeitraum von 1830 bis 1890 und Personalakten des 19. Jahrhunderts vernichtet. Die Archivbestände gliedern sich in die Akten der zentralen Universitätsverwaltung und in die Unterlagen der einzelnen Fakultäten (Theologische, Juristische, Medizinische und Philosophische Fakultät) sowie der ab 1970/71 bestehenden Fachbereiche und zentralen Einrichtungen. Sie enthalten u.a. Akten von Rektor und Senat, die Matrikel- und Inskriptionsbücher, umfangreiche Personal- und Berufungsakten, Rechnungsbände, Unterlagen zu Stiftungen und Stipendien, Materialien zu Instituten und Seminaren, Akten der Dekanate sowie Promotions- und Prüfungsakten aller Fakultäten bzw. Fachbereiche. Hinzu kommen Aktenbestände verschiedener Institute und einzelner Lehrstühle sowie zentraler Einrichtungen, darunter u.a. Akten der Universitätsbibliothek, des Zentrums für Kontinentale Agrar- und Wirtschaftsforschung und des AStA. Zu den Beständen siehe die Bestandsübersicht.