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Debiasing

Die Professur für Managerial Accounting beschäftigt sich sowohl in der Lehre als auch in der Forschung mit dem Thema Debiasing.

 

Debiasing bedeutet, dass Denkfehler bei menschlichen Entscheidungen (sog. Biases) bei der Ausgestaltung der Kernprozesse im Unternehmen Berücksichtigung finden und Maßnahmen im Unternehmen implementiert werden, die potenziell negative Effekte von Biases auf Entscheidungen vermindern. Einen Überblick zum Debiasing geben Kreilkamp/Schmidt/Wöhrmann mit dem Beitrag Effizienzsteigerung durch Debiasing: Empfehlungen für die Praxis in der Zeitschrift Controlling. In diesem Artikel werden Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis in einem Framework zur Implementierung von Debising in Unternehmen zusammengeführt. Auf dieser Basis werden Handlungsempfehlungen formuliert und mit Beispielen veranschaulicht.

 

Debiasing in der Lehre 

  • In der Master-Veranstaltung Anwendungen des Controllings (02-BWL:MSc-B4-1; WS) wird das Controlling aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Dabei wird auch der Einfluss von Biases auf Entscheidungen sowie mögliche Debiasing-Maßnahmen, um potenziellen Schaden für das Unternehmen abzuwenden, besprochen.
  • Im Master Research Seminar in Controlling (02-BWL:MSc-Sem; WS) verfassen Studierende eine 15-seitige wissenschaftliche Arbeit. Schwerpunkt in diesem Seminar ist das verhaltensorientierte Controlling. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig auch Themen zu Debiasing angeboten, beispielsweise die kritische Analyse von Herausforderungen und Chancen des Debiasing in verschiedenen Unternehmensprozessen.
  • In der Veranstaltung Experimental and Archival Research in Accounting (02-BWLL: MSc-B4/B7-1) werden Forschungspapiere aus dem Financial und Managerial Accounting präsentiert und diskutiert. Dabei nimmt das Thema Debiasing (auch durch den Forschungsschwerpunkt der Professur) eine wichtige Rolle ein.

 

 

Ausgewählte Publikationen der Professur zum Thema Debiasing in 2019 

 

  • In dem Forschungspapier "Why Management Accountants Are Punished for Reporting Bad News: Understanding the Cognitive Processes" (https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3313746) untersuchen Matanovic/Schmidt/Wöhrmann wie sich der Ausgang von Projekten (positiv vs. negativ) auf die Performancebewertung von Mitarbeitern auswirkt. Sie zeigen zum einen, dass die Bewertung der Arbeitsleistung eines Mitarbeiters, der ausschließlich für die Berichterstattung verantwortlich ist, von dem Erfolg des Projektes abhängen kann. Dieser Bias verstärkt sich sogar, wenn das Projekt besonders wichtig ist, bspw. wenn der Entscheider (Manager) finanziell vom Ausgang des Projekts abhängig ist.
  • Das Forschungspapier "The Effect of Compensation Caps on Risk-Taking" (https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3230978) von Kreilkamp/Matanovic/Sommer/Wöhrmann untersucht den Einfluss von gedeckelten Boni auf Risikoverhalten. Gedeckelte Anreizsysteme werden in der Politik als Maßnahme diskutiert, um exzessives Risikoverhalten von Managern zu vermindern. Kreilkamp/Matanovic/Sommer/Wöhrmann können zeigen, dass auch Personen, die von der Deckelung nicht betroffen sein sollten (risikoneutrale oder -averse Entscheider), unter diesem Vergütungssystem weniger Risiken eingehen. Dieser Effekt nimmt durch hohen Rechtfertigungsdruck sogar zu. Dieses Papier zeigt auf, dass schlecht gestaltete Anreizsysteme oder Kontrollmaßnahmen negative Effekte von Biases sogar verstärken können.