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Dr. Diana Siebert

Diana.Siebert@geschichte.uni-giessen.de | Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Dr. Diana Siebert

Historisches Institut, Osteuropäische Geschichte

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt: "Territorialisierung in der Belarusischen Sozialistischen Sowjetrepublik Verschiebungen von Grenzverläufen und Maßnahmen zur Flächendurchdringung von 1918 bis 1941"

Tel. (Sekretariat): 0641/99-28251

Diana.Siebert@geschichte.uni-giessen.de

 

Curriculum Vitae

Publikationen

Biographie

 

seit Februar 2021

 

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Territorialisierung in der Belarusischen Sozialistischen Sowjetrepublik“

 

November 2015 – Oktober 2018

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte seit 1945 an der Universität Siegen.
Teilprojekt „Herrschaftstechniken im Sumpf und ihre Reichweiten, 1915-1941“ im Forschungsprojekt „Polesien als Interventionslandschaft. Raum, Herrschaft, Technologie und Ökologie an der europäischen Peripherie 1915-2015“.

 

2001 – Oktober 2015

Geschäftsführerin von Bündnis 90/Die Grünen Köln      

        

1999 – 2001

Geschäftsführerin des Lew Kopelew Forums e.V., Köln

 

1998

Promotion an der Universität zu Köln.
Thema: Bäuerliche Alltagsstrategien in der Belarussischen SSR (1921-1941). Die Zerstörung patriarchalischer Familienwirtschaft

 

1995–1997

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Osteuropäische Geschichte der Universität zu Köln.

 

1992–1993

 

Dissertationsstipendium in Minsk. Quellenstudium im Staatsarchiv der Republik Belarus (Weißrussland) und im Nationalen Archiv der Republik Belarus.

 

1991–1993

 

DFG-gefördertes Forschungsprojekt am Seminar für Osteuropäische Geschichte der Universität zu Köln "Bibliographie zur Alltagsgeschichte des Russischen Reiches, 1861-1914" mit Forschungsaufenthalten in München, Berlin, Helsinki und St. Petersburg

 

Januar 1991

 

Magister Artium; Magisterarbeit: Die ländliche Wirtschaft im polnischen und sowjetischen Teil des weißrussischen Polesien. Universität Köln, 1990

 

1985 – 1991

 

Studium der Osteuropäischen Geschichte, Slawistik und Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität zu Köln

 

1975 – 1985

 

Arbeit in einer Wellpappenfabrik, in einer Wäscherei und als Taxifahrerin

1975

Abitur

 

 

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte der Belarus
  • Geschichte von Staatlichkeit und Revolution
  • Agrargeschichte
  • Geschichte des Geografismus

Projektbeschreibung

 

Projekt „Territorialisierung in der Belarusischen Sozialistischen Sowjetrepublik Verschiebungen von Grenzverläufen und Maßnahmen zur Flächendurchdringung von 1918 bis 1941“


In der Geschichtswissenschaft bezeichnet Territorialisierung sowohl die herrschaftliche und staatliche Produktion und Durchdringung von Flächen. Unter dieser Prämisse fordern die am Ende des Ersten Weltkrieges vorgenommene Kreierung einer Belarusischen Volksrepublik (BNR)sowie die Konstruktion einer Belarusischen Sozialistischen Sowjetrepublik (BSSR) mit ihren Außen- und Binnengrenzen geradezu zu einer kritischen Analyse heraus. Diese kann empirische Bausteine zu einer Theorie der Territorialität liefern. Denn es ist zu beobachten, wie Moskau in einem 1917 noch umrisslosen Gebiet 1920/21 ein Völkerrechtssubjekt schuf, das in drei Etappen (1924, 1926 und 1939) an Fläche gewann und zu einer ethnisch legitimierten Sowjetrepublik avancierte. (b) Die Etablierung der Sowjetunion mit ihrer am Reißbrett geschaffenen Verwaltungsgliederung verweist im Hinblick auf die Akteure nicht nur auf ethnizistisches, sondern auch auf ein bis dato wenig beachtetes geografistisches Denken ‒ hier bezogen auf eine von ländlichen Räumen geprägte Republik, deren Bevölkerung sich jeglichen Identitäten gegenüber ambivalent verhielt.  (c) Das Projekt will in einer Monographie zu untersuchen, wie und warum innere und äußere Grenzen der BSSR neu justiert wurden. Wir wollen dabei ausloten, welche Auswirkungen die Entscheidungen der politischen Akteure auf die Titularnation der Belarusen und die Minderheiten der Juden, Polen und Russen hatten. Dadurch wollen wir herausfinden, wie sich das ethnische Paradigma und der Sowjetpatriotismus zu einander verhielten. Während der polnisch-sowjetische Vertrags von 1921 bei der Grenzziehung sprachliche Kriterien noch nicht berücksichtigte, betrieb die Sowjetunion beim Hitler-Stalin-Pakt 1939 auf Grundlage ethnischer Argumente Territorialpolitik. In diesem Sinne fokussiert das Projekt auf den Geografismus der Akteure. Dieser ist als Komplementärideologem zu Kulturalismus und Biologismus anzusehen; er stellt keinen irredentistisch ausbuchstabierten Nationalismus dar, sondern unterliegt der Annahme, Siedlungsgebiete seien Entitäten von langer Dauer. Im Gegensatz dazu versteht das Projekt Territorien als Konstruktion, als etwas von außen wie von innen Gemachtes.