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Shaping the Future: Über das Projekt

Shaping the Future

Willkommen!

Plakat

Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zu unserem Projekt "Shaping the Future: Female and Queer Perspectives on Possible Futures" gefördert vom Ideenwettbewerb zur Frauenförderung der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Die interdisziplinäre Vortragsreihe "Shaping the Future: Female and Queer Perspectives on Possible Futures" hat das Ziel, queere und weibliche Stimmen mit Blick auf Zukünfte, ein globales Zusammenleben und im Diskurs rund um die Corona-Pandemie stärken.

 

Worum geht es?

Das Projekt hat mehrere aufeinander aufbauende Ziele: Mit einer Online-Vortragsreihe via Zoom, dieser Website und dem eigens kreierten YouTube-Kanal möchte das Projekt queere und weibliche Stimmen mit Blick auf Zukünfte, ein globales Zusammenleben und im Diskurs rund um die Corona-Pandemie als Krise und Chance stärken.

Wöchentliche Vorträge mit anschließender Live-Frage- und Diskussionsrunde im digitalen Sommersemester 2021 geben queeren und weiblichen Perspektiven auf die Welt und unsere gemeinsame Zukunft den benötigten Raum.

 

Hintergrund

In einem Beitrag zu Krisis! Krisenszenarien, Diagnosen, Diskursstrategien (2007) argumentiert Prof. Dr. Dr. h.c. Ansgar Nünning, dass Krisen aus narratologischer Sicht eine „bestimmte Form von narrativen Ordnungs- und Sinnstiftungsmustern“ sind, die auf Selektions-, Abstraktions- und Unterscheidungsprozessen beruhen [1]. Nun stellt sich gerade in der Corona-Krise die Frage welche Akteur*innen welche Vorselektion vorgenommen haben. Wer sind die Unterscheidungs- und Entscheidungsinstanzen, die dieses Krisennarrativ maßgeblich beeinflusst haben und welche Rolle spielten und spielen Frauen und LGBTQIA+ in der Konstruktion dieser Krise?
Wir laden unsere Referent*innen dazu ein, diesen blinden Fleck der Konstruktion der Pandemie als globale Krise mit ihren Perspektiven zu erhellen und Konsequenzen zu ziehen.
Wurde und wird die Pandemie nach wie vor hauptsächlich als Krise interpretiert, so fasst Arundhati Roy in einem Artikel für die Financial Times das utopische Moment der Corona-Krise treffend zusammen:


Whatever it is, coronavirus has made the mighty kneel and brought the world to a halt like nothing else could. Our minds are still racing back and forth, longing for a return to ‘normality’, trying to stitch our future to our past and refusing to acknowledge the rupture. But the rupture exists. And in the midst of this terrible despair, it offers us a chance to rethink the doomsday machine we have built for ourselves. Nothing could be worse than a return to normality. Historically, pandemics have forced humans to break with the past and imagine their world anew. This one is no different. It is a portal, a gateway between one world and the next.

 

Vorträge: Thematische Ausrichtungen

In den Vorträgen widmen wir uns daher verschiedensten Fragen, die diese Krise aufgeworfen hat:

  • Ist die Corona-Krise Gefahr oder Chance? 
  • Welche sozioökonomischen Faktoren betreffen vor allem Frauen in der Krise und wo ist dahingehend noch Entwicklungspotential? 
  • Ist es nur ein Zufall, dass Länder wie Neuseeland, in denen eine Frau Regierungsoberhaupt ist, besser mit der Krise umgehen? 
  • Welche Rolle spielen LGBTQIA+ und Frauen als Wissenschaftler*innen in der Entstehung und Entwicklung des Diskurses rund um die Covid-19-Pandemie und darüber hinaus?
  • Wie sieht eine Zukunft globalen Zusammenlebens aus? 
  • Welche feministisch-utopischen Zukunftsbilder lassen sich auf Basis dessen denken und umsetzen? 
  • Welche Ungerechtigkeiten und Verstrickungen treffen LGBTQIA+ und Frauen im 21. Jahrhundert besonders hart und wo ist dahingehend Protest und Reaktion gefragt? 
  • Welche Veränderungen sollten jetzt angestrebt und vorangebracht werden?

Vorträge aus u.a. den Politikwissenschaften, der Genderforschung und Literatur- und Kulturwissenschaften bieten den Teilnehmenden Denkanstöße und laden sie ein, gemeinsam über neue Konzepte des zukünftigen Zusammenlebens zu diskutieren. Das Projekt beschränkt sich jedoch nicht auf Perspektiven aus der Wissenschaft, so eruieren wir beispielweise, was die Corona-Pandemie für das eigene Verständnis als Teil einer Gesellschaft bedeutet und wie stark sich Krise und Gewalt in interfamiliären Kontexten bedingen.

 

Alle Vorträge werden mit Einwilligung der Referent*innen aufgezeichnet und auf dem YouTube-Kanal der Vortragsreihe zur Ansicht hochgeladen. Den Link zum aktuellen Vortrag finden Sie hier.

 

Zitierte Quellen:

[1] Nünning, Ansgar (2007). "Grundzüge einer Narratologie der Krise. Wie aus einer Situation ein Plot und eine Krise (konstruiert) werden." In: Krisis! Krisenszenarien, Diagnosen, Diskursstrategien. Hg. Henning Grünewald u. Manfred Pfister. München: Fink. 48-71. S.49.

[2] Roy, Arundhati (2020). “The Pandemic is a Portal.” The Financial Times. 3 April 2020. https://www.ft.com/content/10d8f5e8-74eb-11ea-95fe-fcd274e920ca