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Urodynamik und Urogynäkologie

Überaktive Blase

Das Krankheitsbild der überaktiven Blase (ÜAB; overactive bladder, OAB) beschreibt einen Symptomenkomplex geprägt von gesteigertem, bisweilen imperativem Harndrang, welcher in Kombination mit erhöhter Miktionsfrequenz und Nykturie auftritt. Epidemiologische Studien zeigen, dass 11,8 % der Erwachsenen von diesem Krankheitsbild betroffen sind. Die Ätiopathogenese der OAB ist multifaktoriell und bislang noch nicht vollständig geklärt. Neben neurogenen Schädigungen liegen häufig nicht-neurogene Veränderungen zu Grunde. Hierzu scheint insbesondere die Blasenauslassobstruktion eine gewichtige Rolle zu spielen. 
In unseren Studien untersuchten wir zunächst das Urothel, welches ein non-neuronal cholinerges System beherbergt. Die einzelnen Komponenten dieses Systems wurden identifiziert.

Weitere Studien beschäftigten sich mit den sensorischen Fasern der Blase (Blasenafferenzen), welche ebenfalls cholinerge Rezeptoren exprimieren.

Beckenbodenrekonstruktion
Prof. Dr. Florian Wagenlehner

Bis zu einem Viertel der erwachsenen Frauen leiden am Krankheitsbild der Urin-/Stuhlinkontinenz bzw. einem Vorfall der Genitalorgane. Beckenbodendefekte und -dysfunktionen sind hier als maßgebliche Ursache anzusehen. Die Prävalenz des Krankheitsbildes nimmt mit steigendem Alter, der Zahl der Geburten und dem Körpergewicht zu. Bis zu 25% der Frauen und 11% aller Männer in Deutschland sind inkontnent. 

Die Therapie der Harninkontinenz und Beckenbodenfunktionsstörungen umfasst konservative und operative Möglichkeiten. Zu den operativen Behandlungsformen zählen alle Formen der beckenbodenkorrigierenden und organbeeinflussenden Eingriffe im Becken und Beckenboden bei Frauen und Männern. Wichtig ist hierbei die exakte Lokalisation der Beckenbodendefekte.

Basierend auf der Integraltheorie von P. Petros werden operativ mittels Schlingensystemen (TFS, tissue fixation system) lockere Bandstrukturen ersetzt bzw. unterstützt und die ursprüngliche Anatomie rekonstruiert. Dies stellt eine minimal invasive Methode dar, bei der von vaginal Polypropylen-Bänder mit Gewebeankern an die lockeren körpereigenen Bänder eingebracht werden und diese verstärken. Diese Operationsmethode wird  „Tissue Fixation System (TFS)“ genannt. Die Evaluation dieses operativen Eingriffs sowie des postoperativen Ergebnisses (v.a. Lebensqualität der Patientinnen, Inkontinenz und Drangbeschwerden) ist Ziel unserer derzeitigen Patientenbeobachtungsstudie.