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IBAE Berichte

Berichtsreihe des Instituts für Betriebslehre der Agrar- und Ernährungswirtschaft

Die Berichtsreihe des IBAE stellt eine Sammlung von Projektberichten, Arbeitsberichten und Evaluationsberichten dar. Sie wird gemeinsam von Prof. Dr. Joachim Aurbacher und Prof. Dr. Christian Herzig herausgegeben und im Schriftenrepositorium der JLU verzeichnet. Die unten aufgelisteten Berichte wurden von Mitgliedern der Professur für Betriebslehre der Ernährungswirtschaft und des Agribusiness erstellt.

Berichtsreihe bei JLUpub: https://jlupub.ub.uni-giessen.de/handle/jlupub/19364

Herzig, C., Keller, M., Bruse, M., Tolle, N., Flörke, S. Ross, S., Büning, L., Herrlich, L., Nutz, K., 2025, Machbarkeit für ein nachhaltiges Ernährungsnetzwerk in Stadt und Landkreis Kassel – Abschlussbericht BioRegion Kassel Stadt + Land. IBAE Bericht, Dezember 2025, Gießen, 97 Seiten.
Das Projekt „BioRegion Kassel – Stadt und Land: Aufbau und Stärkung bioregionaler Wertschöpfungsketten vom Acker auf den Teller" untersuchte die Voraussetzungen für eine Versorgung der Gemeinschaftsverpflegung (GV) mit ökologischen Lebensmitteln aus der Region Kassel/Nordhessen. Projektpartner waren das Institut für Betriebslehre der Agrar- und Ernährungswirtschaft (IBAE) der Justus-Liebig-Universität Gießen, das ZÖL e.V. als Träger der Ökomodellregion Nordhessen sowie der GV-Praxispartner Ganz+Gar.
In einem transdisziplinären Mixed-Methods-Ansatz wurden mittels Akteursmapping, Interviews und Workshops Hemmnisse und Potenziale entlang von Wertschöpfungsketten (WSK) identifiziert. Eine Foodshed-Analyse ermittelte die regionale Eigenversorgungskapazität u. a. für Getreide, Eier und Kartoffeln. Da die aktuelle Nachfrage kein neues physisches Bündelzentrum trägt, richtete sich der Fokus des Forschungs- und Entwicklungsprojekts auf den Ausbau und die Stärkung bestehender Bündel- und Logistikstrukturen. Hierfür wurden als zentrale Ergebnisse drei praxistaugliche Funktionsmodelle zur Warenbündelung entwickelt sowie Schlüsselfaktoren – insbesondere fehlende Verarbeitungsinfrastrukturen und instabile Nachfrage – identifiziert. Die Ergebnisse bieten eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Kommunalpolitik und WSK-Akteur*innen in der Projektkulisse Kassel - Stadt und Landkreis.

Keller, M., Landgrebe, I., Herzig, C. (2024): Bio-regionale Mittagsverpflegung an Kitas und Schulen der Stadt Kassel – Konzeptentwicklung und Empfehlungen. IBAE Bericht, August 2024, Gießen, 77 Seiten.

Das Projektvorhaben „Bio-regionale Mittagsverpflegung an Kitas und Schulen der Stadt Kassel – Konzeptentwicklung und Empfehlungen“ unterstützte das Vorhaben der Stadt Kassel, bis 2030 klimaneutral zu werden. Dementsprechend wurde durch die Zusammenarbeit des IBAE mit der Stadt Kassel ein Konzept zur Förderung nachhaltiger Ernährungsstrukturen (pflanzlicher und bio-regional erzeugter Lebensmittel) in der Mittagsverpflegung an Kasseler Schulen und Kitas entwickelt. Es wurden: Formen und Wege der Ausschreibung von Kita- und Schulverpflegung bestimmt; Qualitätskriterien mit dem Schwerpunkt auf geeignete und strategisch sinnvolle Größenvorgaben zu Bio-Anteil und regionalen Warengruppen identifiziert; ein Prüfkonzept zur Kontrolle der Umsetzung der entwickelten Qualitätskriterien definiert; Ausschreibungsunterlagen zur weiteren Verwendung in der Stadt Kassel erstellt; konzeptionelle bzw. strategische Verbesserungsmöglichkeiten der Rahmenbedingungen im städtischen Einfluss, mit denen eine klimagesunde Verpflegung in der Zukunft verbessert werden kann, identifiziert und formuliert. Die Ergebnisse bilden eine Entscheidungsgrundlage für die städtische Mittagsverpflegung unter bio-regionalen Gesichtspunkten. Die aufgezeigten Handlungsmöglichkeiten berücksichtigen auch eine mögliche Übertragbarkeit auf andere Einrichtungen der Mittagsverpflegung (wie z. B. Betriebskantinen).