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Philipp Krämer

e-Mail: philipp.l.kraemer@bio.uni-giessen.de

 

Interessengebiete / Arbeitsschwerpunkte

Der Humboldtstrom ist eines der produktivsten marinen Ökosysteme weltweit. Nicht nur befindet sich hier mit der Peruanischen Sardelle die größte Fischerei des Planeten, sondern die Meeresregion vor der südamerikanischen Westküste bietet auch unzähligen Seevögeln einen Lebensraum.

In meiner Doktorarbeit beschäftige ich mich mit vier Arten von Sturmschwalben, die in der trockensten Wüste der Welt – der Atacama-Wüste im Norden Chiles – brüten. Bei den vier Arten handelt es sich um

– den Rußwellenläufer (Hydrobates markhami),

– den Kragenwellenläufer (Hydrobates hornbyi),

– den Galápagoswellenläufer (Hydrobates tethys)

– und die Elliotsturmschwalbe (Oceanites gracilis).

Im Fokus stehen das Raumnutzungsverhalten adulter Tiere, insbesondere während der Brutzeit, sowie die Nahrungszusammensetzung und die Auswirkungen von Lichtverschmutzung als relevante anthropogene Gefährdungsursache. Das Verhalten der Tiere analysiere ich im Kontext des El-Niño-Zyklus – eines globalen Klimaphänomens, das insbesondere im Ostpazifik starke Auswirkungen auf die dortige Fauna hat.

Für die Feldarbeit reise ich in die chilenischen Küstenstädte Iquique und Arica sowie in die angrenzenden Wüstenregionen. Methodisch nutze ich GPS-Tracking, um Nahrungsflüge zwischen Kolonie und Meer zu verfolgen. Zur Analyse des Nahrungsspektrums kommen molekularbiologische Methoden wie Metabarcoding und Metagenomik sowie stabile Isotopenanalysen zum Einsatz.

Die Feldarbeit und das Projekt insgesamt finden in Kooperation mit der chilenischen NGO Red de Observadores de Aves y Vida Silvestre de Chile (ROC) statt.

Finanziert wird das Promotionsvorhaben über ein Graduiertenstipendium der Justus-Liebig-Universität Gießen und DFG-Sachmittel ("Räumliche und trophische Ökologie von drei Sturmschwalben-Arten im nördlichen Humboldtstrom", P.Quillfeldt: QU 148/39-1).