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Bericht zum 3. Zukunftsrat – Mobilität und Verkehr

 Wie wollen wir leben - Die offene Gesellschaft

Bericht zum 3. Zukunftsrat – Mobilität und Verkehr

Im Foyer des Stadttheaters fand am Sonntag, den 12. März 2017 der dritte Gießener Zukunftsrat statt. Der Zukunftsrat gehört zur bundesweiten Diskussionsreihe Wie wollen wir leben – Die offene Gesellschaft und soll den Bürgerdialog fördern. In Gießen wird er durch Prof. Claus Leggewie (Inhaber der Ludwig Börne-Professur,  JLU/ZMI) in Kooperation mit dem Stadttheater veranstaltet. Der dritte Gießener Zukunftsrat befasste sich mit dem wichtigen und zukunftsweisenden Themengebiet Verkehr und Mobilität. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Leggewie und Behzad Borhani vom Stadttheater.

 

Dass dieses Thema den GießenerInnen offenbar unter den Nägeln brennt, merkte man deutlich an der großen Resonanz der Veranstaltung. Gekommen waren BürgerInnen aller Altersklassen, sowohl aus der Stadt wie auch aus dem angrenzenden Umland. Als Impulsgeber für die Diskussion fungierten Bürgermeisterin Weigel-Greilich, Dr. André Kavai (Geschäftsführer des RMV), Prof. Dr.-Ing. Frank Lademann (Leitung Studiengang Bahningenieur THM), Luca Manns (stellv. Stadtschulsprecher), Roland Meuschke (Bahnhofsmanager Gießen) und Prof. Dr.-Ing. Hartmut H. Topp (Institut für Mobilität & Verkehr - imove TU Kaiserslautern).

 

Zur Einleitung in den Abend formulierte Claus Leggewie vier generelle Thesen zum Thema Mobilität: Erstens sei Mobilität ein Grundrecht, zweitens müsse sie nachhaltig ausgestaltet werden, drittens bestehe noch erheblicher Verbesserungsbedarf und viertens müssten alle VerkehrsteilnehmerInnen individuell Verantwortung für ihre Verkehrsnutzung übernehmen. Danach folge ein kurzer Film, der einige wissenswerte Fakten zum Thema Mobilität in Gießen lieferte. Im Anschluss erklärte Dr. Kavai, dass Gießen ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Hessen sei und die Strecke Gießen-Frankfurt die höchste Auslastung im gesamten RMV-Gebiet aufweise. Die geplanten und teils begonnenen Ausbauten dieses Abschnitts würden zur zukünftigen Entlastung stark betragen. Außerdem wies er darauf hin, dass ein Erreichen der Klimaziele in Hessen ohne einen Ausbau des ÖPNV und eine intelligente Vernetzung der Mobilität nicht zu erreichen sei.

 

Ein Schwerpunkt des Abends war die Anbindung des Umlands an die Stadt Gießen. Einige Bahnlinien, z.B. die Lumdatalbahn, sind vor Jahren stillgelegt worden. Dies, so herrschte bei den Anwesenden breiter Konsens, sollte dringend rückgängig gemacht werden, um eine Verlagerung weg vom Individualverkehr mittels PKW hin zu einer verstärkten Nutzung und Nutzbarkeit des ÖPNV zu erreichen. Darüber hinaus bestehe auch beim Busverkehr erheblicher Nachholbedarf. Dies sind nur einige wenige von sehr vielen Maßnahmen zur Reduzierung des Autoaufkommens in der Stadt, die in der Diskussion gefordert wurden. Diese Forderung ging immer wieder auch einher mit dem Wunsch nach einem sicherer und attraktiver gestaltetem Fuß- und Fahrradverkehr in der Stadt.

 

Abschließend hielten Prof. Leggewie, Behzad Borhani und die Intendantin des Stadttheaters, Cathérine Miville fest, dass es erforderlich sei, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und zu verändern und politisch neue Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen und zukunftsträchtigen Verkehr zu schaffen. 

 

Die Dokumentation der Veranstaltung erfolgte durch ein Graphic Recording von Janina Röhrig:

 

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© Stadttheater Gießen / Janina Röhrig

 

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© Stadttheater Gießen / Janina Röhrig

(14.03.2017, Ina Daßbach)