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Artikelaktionen

Sektion 4 Medien und Geschichte

Sek4

Sprecherin: Prof. Katharina Stornig in Vetretung für Prof. Dr. Ulrike Weckel (WS 17/18 und SoSe18)

 

Die Sektion bündelt Forschungsprojekte zur Geschichte der Medien, zur Vermittlung und Inszenierung von Geschichte in den Massenmedien sowie zur Wirkung und Aneignung medialer Repräsentationen durch das Publikum. Im Sinne des ZMI liegt der Schwerpunkt auf der Interaktivität, d.h. wir betreiben Mediengeschichte als (politische) Kulturgeschichte und interessieren uns insbesondere für die Wechselbeziehungen zwischen den Medien und ihrer Wahrnehmung durch die historischen Akteure. Themen aktueller und geplanter Forschungsvorhaben sind u.a. der (Anti-)Kolonialismus im Film, medienwirksame Gewalt, Geschichte im Comic, die Rolle der Massenmedien in gesellschaftlichen Transformationsprozessen sowie Bilder vom "Orient" und Wahrnehmungen des Islam im Westen.

 

Aktivitäten

Archiv

Katharina Stornig berichtet über den interdisziplinären Workshop Data Collection and Visualization of Networks in History and Culture des ZMI, GCSC und Herder-Instituts

Katharina Stornig berichtet über den interdisziplinären Workshop Data Collection and Visualization of Networks in History and Culture des ZMI, GCSC und Herder-Instituts

Die Netzwerkforschung erlebt aktuell eine Konjunktur. Diese erfasste in den letzten Jahren auch die Geschichts- und Kulturwissenschaften, welche sich zunehmend mit den Möglichkeiten und Grenzen von zum Beispiel digitalen Netzwerkanalysen und der Visualisierung von Netzwerken auseinandersetzen. Der Begriff des "Netzwerks" erfährt dabei durchaus unterschiedliche Interpretationen und Konnotationen: So wird er in manchen Studien als Quellenbegriff operationalisiert und als Selbstzuschreibung von AkteurInnen betrachtet, die sich explizit als Netzwerk verstanden und beschrieben. Andere Studien wiederum verwenden den Begriff eher metaphorisch, um unterschiedliche (kommunikative) Bezüge zwischen Personen und/oder Institutionen deutlich zu machen.

Die historische Netzwerkforschung im engeren Sinn geht hingegen auf sozialwissenschaftliche Theorien und Methoden zurück. Sie versteht die Netzwerkanalyse als ein Instrument, welches es uns erlaubt, komplexe soziale Beziehungen und Bezüge auf Basis von bestimmten – zum Beispiel aus Textquellen erhobenen und kritisch reflektierten – Daten systematisch zu erfassen und darzustellen. Der erfolgreiche Einsatz der digitalen Netzwerkanalyse erfordert folglich nicht nur ein fundiertes Verständnis von ihrem analytischen Potential in bestimmten Forschungskontexten, sondern auch eine gewisse Vertrautheit mit den einschlägigen Programmen und Medien. Die Vermittlung dieses Wissens sowie die kritische Reflexion auf die Möglichkeiten und Grenzen dieses methodischen Zugriffs aus Sicht der Geschichts- und Kulturwissenschaften standen im Zentrum des Workshops, welcher von Dr. Martin Stark (Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung Aachen), einem Experten und langjährigen Kenner des Feldes der historischen Netzwerkforschung, geleitet wurde.

Der Workshop umfasste im Wesentlichen zwei Teile. Der erste Teil fand am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) in Gießen statt und bestand aus einem öffentlichen Vortrag von Martin Stark mit anschließender Diskussion. Stark präsentierte eine Fallstudie zum Kreditwesen im ländlichen Württemberg in den mittleren Dekaden des 19. Jahrhunderts. Am Beispiel der Gemeinde Ohmenhausen diskutierte er die soziale Einbettung des lokalen Kreditmarktes und fragte insbesondere nach der Bedeutung von sozialen und familiären Netzwerken für die Kreditvergabe vor dem Hintergrund sich wandelnder rechtlicher Rahmenbedingungen. Dabei konnte Stark deutlich machen, dass die Wichtigkeit familiärer Netzwerke am Ohmenhausener Kreditmarkt nach 1850 tendenziell abnahm, was er darauf zurückführte, dass neue Gesetze zunehmend Rechtssicherheit für Kreditgeber hergestellt und somit das Ausfallrisiko reduziert hatten. Im Zentrum der anschließenden Diskussion standen jedoch weniger Starks empirische Ergebnisse als vielmehr sein methodisches Vorgehen: Im Besonderen wurde dabei Starks Erhebung von Daten aus "klassischen" Quellen der Geschichtswissenschaft (vor allem den diversen Medien des Kreditmarktes wie zum Beispiel Kreditbüchern, Vermögensverzeichnissen, Steuerlisten oder Kirchenregistern) und ihrer Verarbeitung und Analyse mittels digitaler Instrumente diskutiert, welche er genutzt hatte, um die sozialen Bezüge der zu erforschenden Kreditvergaben zu erfassen und zu visualisieren. Kritisch hinterfragt wurde auch das Verhältnis zwischen Aufwand und analytischem Nutzen der digitalen Datenerhebung und ihrer Visualisierung.

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Foto: Herder-Institut

Die Auseinandersetzung mit den Instrumenten der Digitalen Netzwerkforschung und ihren Möglichkeiten und Grenzen bildete einen wesentlichen Aspekt des zweiten Teils der Veranstaltung, einem praktisch- und diskussionsorientierten Workshop, zu dem sich eine Gruppe von insgesamt 24 Teilnehmenden am folgenden Tag im Herder-Institut in Marburg versammelte. Im Rahmen des Workshops wurden nicht nur der Begriff des Netzwerks und sein heuristisches Potential, sondern auch sein analytischer Mehrwert für die historische und kulturwissenschaftliche Forschung diskutiert. Dies geschah stets sowohl auf theoretischer als auch auf praktischer Ebene. In mehreren Gruppendiskussionen entwarfen die Teilnehmenden diverse Netzwerke, welche nicht nur Personen und Institutionen umfassten, sondern auch anders gelagerte Beziehungen und Bezüge, wie zum Beispiel semantische Netzwerke, mit einschlossen. Darüber hinaus beschäftigte sich der Workshop mit der Frage der Erhebung von relevanten Daten aus Textquellen und der Umwandlung von textbasierten Netzwerkdaten in Soziogramme und/oder Matrizen. Mit Palladio und Vennmaker führte Stark zudem nicht nur einschlägige Software zur Analyse und Visualisierung von Netzwerken ein, sondern stellte deren Operationalisierung auch zur Diskussion. Dies geschah stets in engem Bezug zu den Forschungsinteressen und -schwerpunkten der Teilnehmenden, welche zum Teil ihre eigenen Forschungsdaten präsentierten und die entsprechenden Visualisierungen abschließend im Plenum diskutierten.

Organisiert und durchgeführt wurde der interdisziplinäre Workshop, der am 15. und 16. November 2017 in Gießen und Marburg stattfand, in Kooperation zwischen der ZMI-Sektion 4, dem GCSC und dem Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg. Für die Organisation verantwortlich waren Prof. Katharina Stornig (ZMI-Sektion 4/GCSC), Dr. Elke Bauer und Dr. Victoria Harms (jeweils Herder-Institut).

(12.12.2017, Katharina Stornig)

Reporter bei der Huffington Post Deutschland - Lennart Pfahler bei Stimmen aus der Praxis

Reporter bei der Huffington Post Deutschland - Lennart Pfahler bei Stimmen aus der Praxis

Stimmen aus der PraxisWie schreibe ich im Internet journalistisch spannend und unterhaltsam über Politik? Wie erreiche ich mein Publikum und wie mache ich auf meine Artikel aufmerksam? Ist Facebook dabei mein Kooperationspartner oder Gegner?

Antworten auf diese Fragen gibt der ehemalige Fachjournalistik-Student Lennart Pfahler. Pfahler ist Reporter im News- und Politikteam der Huffington Post Deutschland und Absolvent der Fachjournalistik Geschichte der Justus-Liebig-Universität. Der 24-Jährige Journalist berichtet zurzeit als Parlamentskorrespondent vor allem über innenpolitische Themen. Bevor Pfahler durch ein Volontariat bei der Huffington Post in den Beruf einstieg, lebte er in Ägypten und den USA und absolvierte diverse Praktika im Bereich Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. In seinem Blog Die Letzte Seite schreibt Lennart Pfahler über Innen- und Außenpolitik, insbesondere über den Nahen Osten und die Türkei.  In Stimmen aus der Praxis berichtet der Politikjournalist über seinen Berufsweg zur Huffington Post, über seinen Arbeitsalltag sowie seine Reporter-Reisen in die USA, die Türkei und den Irak. Der öffentliche Vortrag findet am Dienstag, 5.12.2017 um 18:30 Uhr im Phil I, Haus C, Raum 113 statt.

(5.12.2017, Max Stümpel)


Interdisziplinärer Workshop Data Collection and Visualization of Networks in History and Culture

Interdisziplinärer Workshop Data Collection and Visualization of Networks in History and Culture

ZMI, GCSC und Herder-Institut Marburg veranstalten am 16. November 2017 gemeinsam den Workshop Data Collection and Visualization of Networks in History and Culture. Die von Prof. Katharina Stornig (ZMI-Sektion 4/GCSC), Dr. Elke Bauer und Dr. Victoria Harms (jeweils Herder-Institut) organisierte Veranstaltung eröffnet am 15. November 2017 mit einem öffentlichen Vortrag von Dr. Martin Stark (Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung). Das Programm sieht folgende Themenschwerpunkte vor:

Over the last decade, network analysis has made its way from a fringe theory to an established albeit minor methodology in historical research that goes beyond a purely metaphorical use of the term "network". A substantial number of studies on different topics and periods have shown that network theories and formal network methods developed in other disciplines can be fruitfully applied to various bodies of historical sources. Recognizing the growing importance of digital research tools and methods in the humanities and social sciences, the workshop aims at exploring the potential of processing and visualizing network data for the broader field of the study of history and culture. The speaker, Dr. Martin Stark (Hamburg/Aachen), is specializing in network theories and the development of digital tools for historical research. He will host a two-part-series of events. On the first day, Dr. Stark will introduce his research and relevant concepts, methods, and theories in the framework of a public lecture, followed by a discussion. On the second day, Dr. Stark will hold a hands-on workshop, which aims at providing registered participants the possibility to adapt the digital methods presented in the lecture via applying open source tools to their own research questions and projects. With Dr. Stark’s assistance, each participant is invited to bring his or her own research data and use the findings to visualize the implicit historical networks.

The workshop, a collaboration between the GCSC, the Herder Institute and the ZMI, is open to all graduate students, researchers, and staff interested in digital history. No prior knowledge of digital history is required. Participants are expected to bring their own laptops. Material to process will be provided, but individual findings can be used, too. Please indicate your preference in your registration email. In order to register, please send a short email summarizing your study/research interests and motivation to participate in this workshop by November 5, 2017, to victoria.harms. This informal email will only be used to better service your needs.

Zeit/Ort:

Mittwoch, 15. November 2017 (17.00-19.00 Uhr): Öffentlicher Vortrag "Historical Network Research: The Case of a Rural Credit Market in the 19th Century" (Ort: Multifunktionsraum des GCSC, Alter Steinbacher Weg 38, 35394 Gießen, in Kooperation mit dem Oberseminar zur Neueren und Neuesten Geschichte).

Donnerstag, 16. November 2017 (9.30-16.00 Uhr): Workshop "Data Collection and Visualization of Networks in History and Culture" (Herder-Institut Marburg).

Den Flyer mit dem kompletten Programm finden Sie hier.

(05.10.2017, Katharina Monaco)

Neuerscheinungen

Archiv der Sektionsveranstaltungen 2009 - 2013


Neuerscheinungen

 

  • van Laak, Jeannette / Mück, Florentin (Hg.) (2016): Sehnsuchtsort Gießen? Erinnerungen an die DDR-Ausreise und den Neubeginn in Hessen. Hrsg. im Auftrag des Magistrats der Universitätsstadt Gießen: Stadt Gießen.
  • Feuchert, Sascha / Thill, Hans / Venske, Regula (2016): Hinauf in das winzige Zelt von Blau – Writers in Prison/Writers at risk. In: Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik "die horen". Göttingen: Wallstein Verlag.
  • Feuchert, Sascha / Roth, Markus / Tromsdorf, Kristine (2016): Mendel Szajnfeld: Erzähl, was mit uns geschehen ist! Erinnerungen an den Holocaust. In: Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur. Berlin: Metropol Verlag.