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Artikelaktionen

Veranstaltungen

Veranstaltungen

Workshop: Tentacular Desire. Von handelnden Objekten und verhandelten Körperbildern im Kontext queerer Pornografie und feministisches Porno-Screening: FLUIDØ

Tentacular Desire

Workshop: Tentacular Desire. Von handelnden Objekten und verhandelten Körperbildern im Kontext queerer Pornografie und feministisches Porno-Screening: FLUIDØ

Die ZMI-Sektion Medien und Gender organisiert am Mittwoch, den 18. Dezember 2019 von 15:00 bis 17:00 Uhr einen Workshop zu queerer Pornografie. Der Workshop mit Friederike Nastold findet im Ludwigplatz 13, Raum 707 statt. Die Veranstaltung ist auf 15 Teilnehmende begrenzt, ihm schließt sich ein öffentliches Film-Screening an.

Wer, wie, was handelt und wird verhandelt? Orgiastische Körper im Blick: Im Rahmen eines zweistündigen Workshops wollen wir uns verschiedenen queerfeministischen Filmprojekten aus dem künstlerischen und aktivistischen Kontext widmen. Was ist queere Pornografie und wie zeigt sich ihr kritisches Potential? Über einen historischen Abriss sollen die feministischen sex wars der 1970er Jahre aufgegriffen und mit den heutigen Diskussionen in Bezug gesetzt werden.

Kein Vorwissen erforderlich. Max. 15 Personen. Anmeldungen bitte an .

 

Feministisches Porno-Screening: FLUIDØ

Poster_Fluido_2_300.jpgDeutschland, 2017, 80 Minuten, Regie: Shu Lea Cheang, Hauptdarsteller*innen: Candy Flip, Bishop Black, Kristina Marlen

„Im Jahr 2060 ist die Welt von Aids befreit. Allerdings sind bei einigen Menschen die HI-Viren zu einem Gen mutiert, aus dem sich eine Droge gewinnen lässt, die zum Rauschmittel des 21. Jahrhunderts geworden ist. Eine Geheimpolizei versucht mithilfe virtuell unterstützter Direktkontrollen zu ermitteln, wer Träger*in dieses Gens ist. Währenddessen müssen anderenorts junge Männer an ein Kabelsystem gefesselt Sperma für die Gewinnung marktbeherrschender Pharmazeutika produzieren.

Die in Taiwan geborene Multimediakünstlerin und Filmemacherin Shu Lea Cheang hat in Berlin einen dystopischen Science-Fiction gedreht, bei dem es um die Macht von Körperflüssigkeiten und um deren Gewinnung geht. In Form einer orgiastischen Oper inszeniert sie einen atemlosen Reigen aus Körpern, Sekreten, Performances und sexuellen Akten, die oft im Dienste einer übergeordneten Ökonomie stehen. Ein über weite Strecken experimentelles und ungewöhnliches, auf konsequente Art parapornografisches Drama, in dem die Grenzen zwischen den Geschlechtern verschwimmen.“

Mit einer Einführung in den Kontext queerer, feministischer Pornografie mit anschließender Diskussion mit Friederike Nastold, Kunsthochschule Mainz. Sie promoviert zu queerer Pornografie, organisiert Vulva-Workshops und ist in feministischen Kollektiven (ToytoytoyOrga Orga) aktiv.

Wann: am Mittwoch, den 18. Dezember 2019, ab 18 Uhr im Kinocenter Gießen.

Hier finden Sie einen Trailer zum Film.

 

 

 

(24.10.2019, Berit Beckers)

"Stimmen aus der Praxis" mit Regina Schilling

"Stimmen aus der Praxis" mit Regina Schilling

Stimmen aus der Praxis - Regina SchillingBei der Veranstaltungsreihe "Stimmen aus der Praxis", die dieses Semester erneut stattfindet, war Regina Schilling beim ersten Termin zu  Gast. Regina Schilling ist Dokumentarfilmerin und Autorin von Kinder- und Jugendbüchern, bekannt insbesondere durch ihren preisgekrönten Film Kulenkampffs Schuhe (2018). Darin spürt sie ihrem verstorbenen Vater anhand der Unterhaltungsshows nach, die ihn und nahezu die gesamte Bundesrepublik von den 1950er bis in die 1970er Jahre samstagabends vor dem Fernseher gefesselt haben.

Der Dokumentarfilm erzählt nicht nur eine persönliche Geschichte, sondern auch die des deutschen Fernsehens in der Zeit des "Wirtschaftswunders", in der der Krieg immer wieder überraschend nachhallte. Regina Schilling macht damit die Schwere sichtbar, die das Bedürfnis nach der Leichtigkeit der Samstagabendshows schuf.

Die Diskussion mit Regina Schilling fand am Dienstag, den 05.11.2019 um 13 Uhr in Raum C29 statt.

Die Reihe "Stimmen aus der Praxis" wird von der Fachjournalistk Geschichte der JLU in Kooperation mit der Sektion Medien und Geschichte des ZMI veranstaltet.

 

(05.11.2019, Jonas Feike)

Digitaler Habitus: Tagung zu Bourdieus Habitusbegriffs in Zeiten der Digitalisierung

digitaler_habitusDigitaler Habitus: Tagung zu Bourdieus Habitusbegriff in Zeiten der Digitalisierung

In Anlehnung an den Ansatz von Bourdieu liefert das Konzept eines digitalen Habitus ein erweitertes Verständnis des grundlegenden Wandels literaler Praktiken und Bildungsprozesse, wie er mit der umfassenden und fortscheitenden Digitalisierung nahezu aller Lebensbereiche zu beobachten ist. Ein solches Konzept des Digitalen Habitus birgt das Potential, digitalisierungsbedingte Transformationen des Habitus im Sinne durch die Sozialisation erworbener Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Handlungsschemata heuristisch fassen zu können.

Am 14./15. November 2019 veranstaltete der Forschungsschwerpunkt Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft eine von der Thyssen Stiftung geförderten Tagung zu dem Thema. Es wurde mit der Frage auseinandergesetzt, inwiefern das Konzept des Digitalen Habitus als explanatorische Kategorie für die Theoriebildung wie auch empirische Ansätze fruchtbar gemacht werden kann und interdisziplinär anschlussfähig ist. Dazu zählen beispielsweise Formen und Fähigkeiten der Selbstpräsentation in digitalen Medien oder Wechselwirkungen verschiedener Konfigurationen des Digitalen Habitus mit bestimmten literalen Praktiken im Zuge von Digitalisierungsschüben.

 

(31.10.2019, Rahel Schmitz)

Podiumsdiskussion und Vortrag zu 30 Jahre Mauerfall

Podiumsdiskussion und Vortrag zu 30 Jahre Mauerfall

Schafer_Nerlich.jpg
Dr. Verena Schäfer-Nerlich

Zu 30 Jahre Mauerfall lud die Justus-Liebig-Universität Gießen zu einer Podiumsdiskussion mit Annekatrin Hendel (Regisseurin und Produzentin) und Roland Jahn (Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Sicherheitsdienstes der ehemaligen DDR) ein. Die Veranstaltung wurde von Dr. Verena Schäfer-Nerlich (Projektkoordinatorin des Forschungsverbundes „Antidemokratische Haltungen“, JLU Gießen) moderiert. Die Podiumsdiskussion fand am Freitag, 25. Oktober im Zeughaus (Großer Hörsaal; Zugang via Landgraf-Philipp-Platz) statt.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion hielt Prof. Martin Sabrow (Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam) am Mittwoch, 30. Oktober einen Vortrag von mit dem Titel „Die ungewisse Republik. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer“ im Margarete-Bieber-Saal in der Ludwigstraße 34.

Die Veranstaltungsankündigung im Gießener Anzeiger kann hier gelesen werden.

 

 

(24.10.2019, Komla Digoh)

Podiumsdiskussion „ ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik“

 Podiumsdiskussion „ ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik“

Podiumsdiskussion RundfunkMit der Podiumsdiskussion „ ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik“ ist insbesondere auf die unabhängige Berichterstattung sowie auf das Modell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen eingegangen worden. Dabei wurden häufig geäußerte Kritikpunkte aus Medienhistorischer und Mediensoziologischer Sicht beleuchtet, auch wurde auf das Medienvertrauen vonseiten der Bürgerinnen und Bürger eingegangen.

 

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Sektion „Macht – Medium – Gesellschaft“ des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) in Kooperation mit dem Forschungsverbund „antidemokratische Haltungen – Herausforderungen für Bildung und Sozialisation“ des Fachbereichs 03 (https://www.uni-giessen.de/fbz/fb03/forschung/antidemokratische-haltungen).

 

Als ReferentInnen nahmen an dieser Veranstaltung Frau Prof. Ulrike Weckel (JLU), Frau Prof. Nicole Zillien (JLU) und Herr Prof. Tanjev Schultz (Universität Mainz) teil. Letzterer begleitete auch die „Langzeitstudie Medienvertrauen“. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Verena Schäfer-Nerlich (JLU/ZMI).

 

Die Podiumsdiskussion fand am 29.10.2019 um 18 Uhr in der Aula statt. Sie ist hier im Veranstaltungskalender der JLU eingetragen

 



(08.10.2019, Jonas Feike)

"Patriots for Peace?" und aktuelle "Hessenzeit" feiern Premiere im Kinocenter

"Patriots for Peace?" und aktuelle "Hessenzeit" feiern Premiere im Kinocenter

Filmpremiere FaJo

Am 17.10. wird das Kinocenter Gießen erneut Filme von Studierenden der Fachjournalistik aufführen. Neben dem Masterprojekt "Patriots for Peace?" wird auch die aktuelle Ausgabe des studentischen Nachrichtenmagazins "Hessenzeit" zu sehen sein. Im Rahmen des Master-Praxismoduls und der „Fernsehwerkstatt“ produzieren Studierende der Fachjournalistik Geschichte regelmäßig eigene Filme und Fernsehbeiträge. Unterstützt werden die Projekte von Filmschaffenden, dem Medienprojektzentrum Offener Kanal (MOK) Gießen und der Medienanstalt Hessen (LPR). Wie schon in früheren Jahren feiern wir die nächste Premiere wieder im Kinocenter Gießen.

Alle sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, für Getränke und Snacks ist gesorgt.

 

Patriots For Peace?

 

Die meisten Gießener*innen kennen das ehemalige US-Depot. Als es noch in Betrieb war, wusste aber kaum jemand, was hinter den Mauern vor sich ging. Durch Gießen verlief jahrzehntelang eine kilometerlange Front des Kalten Krieges, die nur wenige Deutsche überquerten. Vor den Mauern formierte sich in den 1980er Jahren der Widerstand der Friedensbewegung und der damals frisch gegründeten Grünen: gegen die US-Army, gegen die NATO, gegen die nukleare Aufrüstung. Nach Ende des Kalten Krieges verließen die Amerikaner nach und nach Gießen. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls, dem Anfang vom Ende des Kalten Krieges, haben fünf Masterstudierende der Fachjournalistik Geschichte Zeitzeugen begleitet und einen Film über diesen blinden Fleck in der Stadt gedreht. 

                                              

und im Vorprogramm:

HessenZeit

 

In der neuesten Folge dieses bereits wohlbekannten Formats, das unsere Lehrbeauftragte und Alumna Jana Kremin seit vielen Jahren mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fernsehwerkstatt produziert, werden dieses Mal zu sehen sein: ein plastikfreier Unverpacktladen, eine bunte Fußballmannschaft, in der Männer und Frauen gemeinsam kicken, ein Stadtradelstar mit GoPro auf dem Helm und die Galerie 23 von Menschen mit Behinderung.

 

Die Premiere wird von der Sektion Medien und Geschichte des ZMI unterstützt.

Filmabend der Fachjournalistik Geschichte

17.10. um 19:30 Uhr

Kinocenter Gießen, Bahnhofstraße 34

Der Eintritt ist frei.

(08.10.2019, Jonas Feike)

Vortrag von Prof. Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg) zum Thema „Sexuelle Bildung zwischen Gewaltprävention und der Förderung sexueller Selbstbestimmung: Welche Rolle spielen Medien?“

Vortrag von Prof. Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg) zum Thema „Sexuelle Bildung zwischen Gewaltprävention und der Förderung sexueller Selbstbestimmung: Welche Rolle spielen Medien

voss_sexuelle_bildung2Die Sektion Medien und Gender des Zentrums für Medien und Interaktivität an der Universität Gießen befasst sich mit Fragen von Medienbildung im Hinblick auf zeitgemäße Sexualaufklärung und geschlechtliche Selbstbestimmung. Während in der Öffentlichkeit darüber gestritten wird, welche Art der Geschlechterpädagogik und Sexualaufklärung an Schulen stattfinden soll, suchen sich junge Menschen häufig Informationen zu Geschlecht und Sexualität im Internet. Als problematisch an der Selbstaufklärung im Internet wird oft der damit verbundene Konsum von Pornografie betrachtet, die stereotype Geschlechter- und Sexualitätsvorstellungen vermittelt. Befunde zum Zusammenhang von Pornografiekonsum und sexueller Gewalt unter Jugendlichen (u.a. Maschke/Stecher 2018) legen nahe, dass Medienbildung im Hinblick auf Geschlechterfragen im schulischen Kontext sinnvoll wäre. Gleichzeitig befördern Debatten um diesen Zusammenhang tendenziell auch moralische Panik. Eine differenzierte Betrachtungsweise von Möglichkeiten der Selbstaufklärung über insbesondere digitale Medien findet selten statt und erscheint bislang untererforscht.

Angesichts der Bedeutung, die die Lehramtsausbildung an der Universität Gießen hat, stellt sich die Frage, wie eine pluralistische Sexualaufklärung und Geschlechterpädagogik an Schulen heute aussehen sollte und wie zukünftige Lehrer*innen darauf vorbereitet werden sollten. Dabei ist der Aspekt der Mediennutzung besonders wichtig: Welche Art des Einsatzes von Medien und des Umgangs damit ist zur Sexualaufklärung sinnvoll und notwendig? Wie können Lehrkräfte Schüler*innen einen selbstbestimmten Umgang mit Medien vermitteln, der zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beiträgt und Gewalterfahrungen vorbeugt?

Prof. Heinz-Jürgen Voß befasst sich im von ihm geleiteten BMBF-Projekt “Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung” eingehend mit Fragen zu sexueller Bildung. In einem von ihm und Michaela Katzer herausgegebenen Sammelband mit dem Titel Geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung durch Kunst und Medien: Neue Zugänge zur sexuellen Bildung (2019) wird auch die Funktion der Medien beleuchtet. Die Sektion Medien und Gender des ZMI freut sich daher auf die Ausführungen von Heinz-Jürgen Voß zu zeitgemäßer Sexualbildung und der Rolle von Medien. Es werden auch erste Ergebnisse des Projekts „Sexuelle Bildung für das Lehramt“ vorgestellt.

Der Vortrag „Sexuelle Bildung zwischen Gewaltprävention und der Förderung sexueller Selbstbestimmung: Welche Rolle spielen Medien?“ findet am Montag, den 11. November 2019, 18 Uhr c.t., im Hörsaal AUB 1 der Alten Universitätsbibliothek statt. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende und Lehrende an der JLU sowie an alle Interessierten und Akteur*innen im Bereich sexueller Bildung auch außerhalb der JLU.

 

 

(02.10.2019, Rahel Schmitz)

Podiumsdiskussion: Autoritäre Populisten gegen Gender: Trump, Bolsonaro und die AFD

autoritäre populisten

Podiumsdiskussion: Autoritäre Populisten gegen Gender: Trump, Bolsonaro und die AFD

Autoritäre Populisten erfahren in vielen Ländern wachsenden Zuspruch durch die Wahlbevölkerung. Staaten von weltpolitisch zentraler Bedeutung wie die USA und Brasilien werden mit Donald Trump und Jair Bolsonaro inzwischen von autoritären Populisten regiert. Auch in Europa wird mit Ungarn durch die langjährige Regierung Victor Orbans ein Land durch die Herrschaft eines autoritären Populisten seit Jahren stark umstrukturiert. In Deutschland wachsen die Tendenzen ebenfalls hin zu einem autoritären Populismus: Indikatoren dafür sind die bundesweiten Wahlerfolge der AfD, die es als Partei erst seit wenigen Jahren gibt.

Zentrale Elemente des politischen Handelns autoritärer Populisten sind Angriffe gegen demokratische und egalitäre Geschlechtervorstellungen, und ganz konkret gegen Frauen und LGBTIQ*. Diese Angriffe finden in verschiedensten Formen statt: verbal, physisch, diskursiv, symbolisch, institutionell und nicht zuletzt durch Regierungshandeln. Ein Charakteristikum dieses genderfeindlichen populistischen Handelns ist seine mediale Dimension, und insbesondere die direkte Kommunikation autoritärer Populisten über soziale Medien.

Mit der Podiumsdiskussion wurde das Phänomen der „autoritären Populisten“ anhand der zentralen Akteure Donald Trump und Jair Bolsonaro im Hinblick auf deren Gender-Handeln und ihre damit verbundenen medialen Strategien beleuchtet. Im Hinblick auf Deutschland wird gefragt, inwiefern Angriffe auf Geschlechtergleichheit, Frauen und LGBTIQ* auch hier Teil eines autoritären Populismus sind oder ob die in Deutschland beobachtbaren Phänomene kategorial anders eingeordnet werden müssen. Nicht zuletzt interessieren auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der medialen Strategie sowie die Bedeutung unterschiedlicher Medien und Medienformate für den Erfolg autoritärer Populisten.

Die Veranstaltung fand am 24. Oktober um 18 Uhr c.t. in der Aula der JLU statt; die Referierenden waren Dr. Dinah Leschzyk (ZMI-Sektion Medien und Gender), Prof. Dorothée de Nève (stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des ZMI) und Prof. Greta Olson (ZMI-Sektion Medien und Gender).

 

(19.08.2019, Berit Beckers)

Internationale Tagung: Trans*Time in TV Series: (Inter)National Projections

 Internationale Tagung: Trans*Time in TV Series: (Inter)National Projections

TransTime Plakat

Vor etwa einem Jahrzehnt, im März 2007, wurden die international anerkannten Yogyakarta-Prinzipien festgehalten, die erste systematische Menschenrechtsgewährleistung für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT). In ihnen wurden zum ersten Mal Anforderungen formuliert, die die Menschenrechtsstandards in Bezug auf sexuelle Minderheiten festschrieben. Punkt 18 geht explizit auf die Pathologisierung der Geschlechtsidentität ein und verlautbart, dass „niemand [...] aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität gezwungen werden [darf], sich irgendeiner Form von medizinischer oder psychologischer Behandlung, Untersuchung oder Maßnahme zu unterziehen, oder in eine medizinische Einrichtung eingewiesen zu werden“ (Hirschfeld-Eddy-Stiftung, 2008: 28). Dieser Meilenstein kristallisierte die Arbeit von trans* Aktivist*Innen weltweit. 

In den letzten Jahrzehnten heraus und diente als Sprungbrett für weitere Aktionen. Die Bemühungen zielten besonders auf die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und trugen zur Verbesserung der Situation von trans* Personen in verschiedenen Ländern bei, z. B. durch Gesetzesänderungen, wie sie die internationale Kampagne STP ,Stop Trans Pathologization‘ herbeiführte.

Zehn Jahre später, 2017, ist das Bild widersprüchlich. Einerseits ist Studien von The Human Rights Campaign Foundation und Trans People of Color Coalition zufolge die Zahl der registrierten Morde an trans* Personen die höchste aller Zeiten. Andererseits war in diesem Jahr die World Pride in Madrid dem trans* Kollektiv gewidmet, was ein Zeichen für die Anerkennung und Unterstützung innerhalb der LGTBIQ*-Bewegung ist.

Was die Sichtbarkeit von trans* Personen in den Medien angeht, was in der LGBTIQ*- Bewegung nahezu einstimmig als unabdingbarer Voraussetzung zur gesellschaftlichen Normalisierung von Minderheiten betrachtet wird, ist in den letzten Jahren ein Höhepunkt zu konstatieren. Das GLAAD-Media Institute, – Gay and Lesbian Alliance Against Defamation – begrüßte 2016 die zunehmende Präsenz von trans* Figuren aus verschiedenen identitären Intersektionen in Crenshaws Sinne in Serien (vgl. Loughrey 2016). Sophia Burset in Orange is the New Black oder die Protagonistin der Serie Transparent, Maura, sind gute Beispiele. Allerdings kritisiert GLAAD die einseitige und/oder oberflächliche Darstellung, die die Pathologisierung und/oder Stigmatisierung des Kollektivs reproduziere (vgl. Respers France 2017).

Auch in den letzten Jahrzehnten ist eine deutliche Popularisierung der Serien sowohl im Fernsehen als auch auf international verfügbaren Online-Streaming Plattformen, wie z. B Netflix, Amazon Prime und Hulu, festzustellen, sodass die Rede von einer Art Golden Age von Serien ist (vgl. Smith 2018: 72; de Gorgot 2014). Die Zuschauerquoten von Serien steigen ständig, was auch ihre zunehmende gesellschaftliche, akademische und wissenschaftliche Anerkennung bedingt. Das renommierte Filmfestival von Cannes beispielsweise hat eine separate Sektion für Serien eingerichtet, was diesen Anerkennungsprozess spiegelt (vgl. Muñoz Fernández 2016: 69).

Wie diese Beispiele zeigen, ist eine vergleichende Annäherung seitens der Medienwissenschaften methodisch sinnvoll und gesellschaftlich relevant. Dem Verständnis folgend, dass Serien Gesellschaftsmodelle anbieten und gewissermaßen befördern, zielt unsere Tagung darauf ab, die multisemiotischen Darstellungen (vgl. Kress 2010) von trans* Personen in den letzten Jahrzehnten in Serien zu untersuchen. Spezifischer geht sie der Hypothese nach, dass die Popularisierung von trans* Personen in kommerziellen Serien den „good-Trans*“ herstellt und dadurch die von Ihnen potenziell verkörperte Transgression verschleiert. Ferner setzt sich diese Tagung als Ziel, zu erläutern, durch welche - gerade medialen - Mittel dies stattfindet.

Die englischsprachige Tagung findet vom 30. bis 31. Januar 2020 im Margarete-Bieber-Saal der JLU Gießen statt.

Kontakt: Dr. Danae Gallo González


(19.09.2019, Berit Beckers)

Konferenz: Renegotiating Minoritarian In_Visibilities – englischsprachige, interdisziplinäre Konferenz

Konferenz: Renegotiating Minoritarian In_Visibilities – englischsprachige, interdisziplinäre Konferenz

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In recent years, the relation between visibility and invisibility of minoritarian subject positions has been renegotiated and led to a preliminary re-assessment of the political potential of the concept of visibility. Thereby, invisibility or imperceptibility are subject to significant revaluation. Especially from activist, cultural and political points of view and in the contexts of queer or non-racist politics of migration, attempts have been made to question the topos of visibility and its positive connotations. However, the debate about a possible end of the critique of representation often disregards that politics of becoming imperceptible or invisible can indeed develop new modes of presentation and perception and therefore cannot unfold beyond representation.

Connecting theory and practice, the conference will provide spaces for various artistic, scholarly and political forms of exchange.

The three-day conference will take place on November 12–14, 2019 at the Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) of the Justus-Liebig-University Giessen, Germany. The conference is organized by the Research Area Visual and Material Culture Studies of the GCSC in cooperation with the ZMI-section Media and Gender. If you need childcare for the duration of or part of the conference, kindly let us know well in advance.

For questions, please contact 


Organisation:

  • Oliver Klaassen (Queer Art Studies, PhD student at the GCSC; Lecturer at various German universities)
  • Jana Tiborra (Art Pedagogy, Research Assistant at the Institute for Art Pedagogy, JLU; PhD student at the GCSC)
  • Katharina Wolf (Contemporary History, PhD student and Research Assistant at the GCSC)
  • Cathérine Ludwig-Ockenfels (Early Modern History, PhD student at the GCSC)

 

 

(19.09.2019, Berit Beckers)

Tagung: Medien als Dinge denken

Plakat: Medien als Dinge denken

Tagung: Medien als Dinge denken

Ansätze, die Medien als Dinge denken, haben schon seit einer ganzen Weile Konjunktur. Die Notwendigkeit einer soziologischen Forschungsperspektive, die die technisch-materielle Ausformung von Medien in den Blick nimmt, drängt sich in Zeiten umfassender Digitalisierung und Algorithmierung geradezu auf. Denn nach der Materialität des Digitalen zu fragen, heißt, die Stofflichkeit, Handlungsträgerschaft, Sichtbarkeit, Eigenlogik und Ästhetik des Digitalen zu reflektieren, wobei hier an eine Vielzahl an Ansätzen und Theorieangeboten angeknüpft werden kann: Materiellen Artefakten wird nicht nur in der Mediensoziologie, sondern beispielsweise auch in der Technik- und Wissenschafts-, der Architektur-, Organisations-, Kultur- oder Film- soziologie analytische Relevanz zugewiesen.

In den Science and Technology Studies, der Mediatisierungsforschung, Medienökologie und historischen Epistemologie liegen ebenso wie beispielsweise in der Medien- und Kommunikationswissenschaft, den Kultur- und Erziehungswissenschaften, der Philosophie und Psychologie versierte Ansätze zur Untersuchung der gesellschaftlichen Bedeutung von Materialitäten vor. So unterschiedlich sich diese Ansätze, Forschungsfelder und Disziplinen auch gestalten: Werden die Dinge analytisch mitgedacht, so ist das Handeln mit selbigen üblicherweise als soziomaterielles Wechselspiel angelegt. Es wird von einer Prägekraft, Eigendynamik, Logik und generativen Kraft der Dinge, der Algorithmen, Technologien und Infrastrukturen ausgegangen. Diese Konzeptionen sind für die (Medien)Soziologie ebenso vielversprechend wie herausfordernd, werfen in theoretischer, epistemologischer und methodologischer Hinsicht zahlreiche Fragen auf und sind in der empirischen Forschung gar nicht so einfach einzulösen.

Auf der Jahrestagung der Sektion Medien- und Kommunikationssoziologie sollen theoretische und empirische Analysen vorgestellt und diskutiert werden, die die Materialität digitaler Medien in der Untersuchung sozialen Handelns systematisch mitdenken. Wir möchten dabei Arbeiten unterschiedlicher Verortungen miteinander ins Gespräch bringen, Gemeinsamkeiten und Differenzen der Perspektiven ausfindig machen und eine Selbstpositionierung in der Vielfalt der Ansätze ermöglichen.


Die Tagung fand am Donnerstag, den 10. und Freitag, den 11. Oktober im Margarete-Bieber-Saal statt. Für weitere Informationen sind das Plakat und das Programm der Tagung zu beachten.

Organisation: Nicole Zilien


(17.09.2019, Jonas Feike)

"Stimmen aus der Praxis": Fix it in the Post - AVEV Audio Concepts

AVEV Audio Concepts (Gießen) berichtet über Möglichkeiten und Grenzen von Sounddesign und Postproduktion.

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"Stimmen aus der Praxis": Fix it in the Post - AVEV Audio Concepts

Im Rahmen des Sommerfestes der Fachjournalistik Geschichte am Donnerstag, den 18.Juli 2019  fand die letzte Veranstaltung der Reihe "Stimmen aus der Praxis" dieses Semesters statt. Zu Gast waren Fabrizio Costantino, Martin Giemza und Philipe Zenz von AVEV Audio Concepts. Bei AVEV handelt es sich um einen Zusammenschluss vierer junger Musiker, Komponisten und Audioproduzenten aus Gießen. Regelmäßig unterstützt AVEV Projekte, die in Zusammmenarbeit mit dem Institut für Fachjournalistik Geschichte entstanden sind. 

Anhand knapper Werkstattberichte, die die diversen Ebenen klanglicher Ausgestaltung unterschiedlicher geschichtsvermittelnder Medien thematisieren, lieferte der Vortrag Einblicke in wesentliche Aufgabenfelder (bspw. Tonaufzeichnung und -bearbeitung, Mischung, Musikproduktion, Restauration) im Bereich der Audioproduktion. Nicht zuletzt wurden auch Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Postproduktion ausgelotet.

Der Vortrag begann um 18:15 Uhr und fand in Raum C214, im Phil. 1 statt.

 

 

(16.07.2019, Jonas Feike)

Filmgespräch: Die Sonneninsel

Die Sonneninsel Poster

Filmgespräch: Die Sonneninsel

Die Sektion "Medien und Geschichte" lädt zu Filmvorführung und anschließendem Gespräch mit Regisseur und Filmwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Elsaesser ein.

 

Im Deutschland der 1920er Jahre steht Liesel Elsaesser zwischen zwei Männern: Verheiratet ist sie mit Martin Elsaesser, und Leberecht Migge liebt sie. Beide Männer sind Architekten. Thomas Elsaesser, Enkel von Martin Elsaesser und einer der weltweit renommiertesten Filmwissenschaftler, erzählt in seinem Essayfilm die Liebes- und Familiengeschichte unter Verwendung privater Filmaufnahmen und Dokumente aus dem Familienarchiv. Martin Elsaesser prägte als Stadtbaudirektor das Stadtbild der Finanzmetropole Frankfurt am Main (1925 bis 1935). Leberecht Migges Interesse hingegen galt hauptsächlich der Garten- und Landschaftsarchitektur. Auf der "Sonneninsel" in der Nähe von Berlin versuchte der "Urahn" der grünen Bewegung mit Liesels Unterstützung seine Idee von sozialem Ausstieg und Selbstversorgung umzusetzen. Dort begegneten auch die beiden Männer einander. Thomas Elsaesser verknüpft seine Liebes- und Familiengeschichte mit der Reflexion der konträren architektonischen Konzepte Elsaessers und Migges, des Bauens im Geiste des kapitalistischen Wachstumsdenkens oder einer Stadtplanung, die dem Gemeinwohl verpflichtet ist und auf Ideen zurückgeht, die bis heute in der grünen Bewegung fortleben.

 

Das Screening fand am Donnerstag den 4. Juli 2019 um 19:30 Uhr im Kinocenter Gießen, Bahnhofstraße 34 statt.


(24.06.2019, Jonas Feike)

Marian Petraitis (Zürich) über Formen digitaler Dokumentationen

Plakat Marian Petraitis

Marian Petraitis (Zürich) über Formen digitaler Dokumentationen

Im Oberseminar zur Neueren und Neuesten Geschichte berichtete Marian Petraitis (Zürich) über den Wandel der RezipientInnen dokumentarischer Medien von bloßen ZuschauerInnen hin zum aktiven Mitgestalten der Formate.

Mit dem Aufkommen neuer dokumentarischer Formen im Digitalen ist der Betrachter mit einer scheinbar unendlichen Menge an Bewegtbildern konfrontiert. Obwohl dem Medium Film nahe, stellen neuere dokumentarische Projekte durch ihre Interaktions- und Partizipationsmöglichkeiten zu-dem klassische Epistemologien in Frage. Dabei fordern sie die Zuschauer*innen als User*innen auf, eigenes dokumentarisches Bildmaterial beizu-steuern oder bereits gesammeltes Material online zu bearbeiten, somit aktiv in den Entstehungsprozess einzugreifen. Auffallend häufig geht der Akt kollektiver Bilderproduktion mit dem Versprechen einher, einen alternativen Zugang zu Geschichte(n) zu eröffnen. Der Vortrag stellte zwei Gruppen neuer dokumentarischer Formen im Digitalen vor und fragte nach deren Potenzial, als Gegenstand für eine Geschichtsschreibung fungieren zu können.

 

Das Oberseminar fand am Mittwoch, den 19. Juni 2019 um 18 Uhr s.t. im Phil. I Raum C214 statt.

 

 

(18.06.2019, Jonas Feike)

Studientag "Außenseiterdiskurse in Geschichte und Gegenwart"

Studientag "Außenseiterdiskurse in Geschichte und Gegenwart"

Aussenseiter_Diskurse

Außenseiter – von einer einflussreichen sozialen Gruppe der Regelverletzung bezichtigte und darum von dieser ausgegrenzte Individuen – scheinen in den modernen westlichen Gesellschaften allgegenwärtig zu sein und sich in unserer zunehmend von politischen, religiösen und sozialen Krisen geprägten Zeit weiterhin zu vermehren: Der vieler Orten wiederauflebende protektionistische Nationalismus, die Islam- und Judenfeindlichkeit etwa in Europa, die Gewalt gegen people of color v. a. in den USA, aber auch der derzeit zu beobachtende Backlash gegen emanzipatorische Bewegungen und egalitäre Veränderungen, die Kontroversen um die Rechte Homosexueller, die Ungleichstellung von Frauen im Berufsleben und im Alter sind nur einige der aktuellen Symptome dieser Konjunktur des Außenseitertums.

Dabei hat es Außenseiter fraglos auch in der älteren und jüngeren Geschichte immer gegeben: Die frühneuzeitliche Hexenverbrennung mit klar misogyner Ausrichtung, die ethnisch motivierte Vertreibung der amerikanischen Ureinwohner wie auch der Holocaust in der NS-Zeit – all diese Verfolgungswellen lassen sich als ideologisch geführte Feldzüge etablierter Gruppierungen gegen stigmatisierte und rigoros ausgegrenzte Minderheiten lesen: In allen Manifestationen sind Machtstrukturen wirksam, die in den selbst- und fremdgestifteten, diversen und konkurrierenden Diskursen von Außenseitern und über Außenseiter ihre Spuren hinterlassen haben.

Der in Verbindung mit dem komparatistischen Seminar Novela picaresca – Schelmenroman veranstaltete Studientag zielte darauf ab, bei den Teilnehmenden eine höhere Sensibilität für die Außenseiterthematik zu schaffen und die Mechanismen und Funktionsweisen hinter den Diskursen aufzudecken.

 

Die Veranstaltung fand am 03. Juli  2019 von 14-18h im Phil I, Raum G233 statt und war offen für alle interessierten Mitglieder der JLU.

 

Kontakt:

 

(04.06.2019, Rahel Schmitz)

Podiumsdiskussion zum Thema "Digitale Schule"

Podiumsdiskussion zum Thema "Digitale Schule"

Seitdem der Bund angekündigt hat, im Rahmen des sogenannten „Digitalpakts“ 5 Milliarden Euro in die Digitalisierung der Schulen zu investieren, fragen sich viele, wie genau mit den Geldern verfahren werden soll, damit die SchülerInnen „fit für die Zukunft“ gemacht werden. Sollen die Schulbücher abgeschafft werden? Sollen Hausaufgaben und Klausuren künftig am Computer bearbeitet werden? Sollen historische ZeitzeugInnen per Hologramm im Klassenzimmer erscheinen? Ein solcher Wandel verlangt vor allem den Lehrkräften einiges ab. Sie müssen entscheiden, welchen Mehrwert die Digitalisierung in Form von Apps etc. mit sich bringt und stehen dann vor der Herausforderung, sich mit der Technik vertraut zu machen – und das alles parallel zu den alltäglichen Aufgaben.

Unter dem Titel "Digitale Schule - Bildung per Doppelklick?" fand am Montag, den 27. Mai 2019, eine Podiumsdiskussion zu dem Thema statt.Eltern, SchülerInnen, Lehrkräfte und Bildungsinteressierte jeglichen Alters waren herzlich eingeladen; der Eintritt war frei. Devise: mitdiskutieren und mitmission!


Auf dem Podium waren:

  • Dr. Nicole Graulich (Didaktik der Chemie, JLU)
  • Ina Daßbach (Koordinatorin des Forschungsschwerpunkts Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft am ZMI Gießen )
  • Prof. Dr. Jürgen Kurtz (Englischdidaktik, JLU)
  • Kai-Oliver Graf (Gymnasiallehrer Chemie/Bio)
  • Roland Mevißen (Gesamtschullehrer Arbeitslehre/Chemie sowie Lehrbeauftragter Didaktik der Arbeitslehre, JLU)
  • Moderation: Dr. Leo Will (mitmission e.V.; Englischdidaktik, JLU)

Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Parole Bildung" des Vereins mitmission e.V. statt. Ein Bericht des Gießener Anzeigers findet sich hier.

 

 

(22.05.2019, Rahel Schmitz)

Vortrag "Richtig gendern" von Duden-Autorinnen

Vortrag "Richtig gendern" von Duden-Autorinnen

Richtig_GendernSeit seiner Veröffentlichung im Jahr 2017 sorgt der Dudenband Richtig gendern für hitzige Diskussionen rund um den geschlechtergerechten Sprachgebrauch. Nun bietet sich die Möglichkeit, mit den Autorinnen des Ratgebers ins Gespräch zu kommen.

Am 6. Juni 2019 hielten die Autorinnen Prof. Dr. Gabriele Diewald und Dr. Anja Steinhauer des Ratgebers Richtig gendern. Wie Sie angemessen und verständlich schreiben einen Vortrag an der Justus-Liebig-Universität. In Form eines Werkstattberichtes erläuterten die Autorinnen die Hintergründe der Entstehungsgeschichte sowie Inhalte des Nachschlagewerkes. Was waren Anreize und Überlegungen, die die Veröffentlichung angeregt haben? Welche Inhalte wurden aufgenommen und welche nicht? Und von welchen Reaktionen und Rezensionen können die Autorinnen berichten? In ihrem Vortrag berichteten die Wissenschaftlerinnen auch über die Reaktionen und Rezensionen nach der Veröffentlichung des Dudenbandes.

Nach dem etwa einstündigen Vortrag bot sich dem Publikum die Möglichkeit zum Austausch mit den Verfasserinnen. Von großem Interesse waren dabei sicher auch Fragen nach der praktischen Anwendung des Ratgebers im alltäglichen Sprachgebrauch und in Zusammenhang mit der Einführung des dritten Personenstandes.

Der Vortrag begann um 18 Uhr und fand im Margarete-Bieber-Saal (Ludwistraße 34, 35390 Gießen) statt. Die Veranstaltung wurde von Dr. Jutta Hergenhan, der wissenschaftlichen Geschäftsführerin des ZMI sowie Sprecherin der Forschungssektion Medien und Gender, moderiert. Organisiert wurde der Vortrag von dem hessenweiten Netzwerk Gender in der Lehre in Kooperation mit dem ZMI. Der Eintritt war frei. 

 

 

(14.05.2019, Rahel Schmitz)

Vortragsreihe: Medientechnik ∙ Körper ∙ Gesundheit

Vortragsreihe: Medientechnik ∙ Körper ∙ Gesundheit


Plakat Medientechnik - Körper - Gesundheit

Die Vortragsreihe im Sommersemester 2019 fragte nach medienbasierten Techniken und Technologien im Umgang mit dem alternden Körper und dem Streben nach Gesundheit, Fitness und Partizipation. Aktuelle gesellschaftliche Beispiele wurden dabei mit Überblicken der historischen Entwicklungen kombiniert.

 

20. Mai 2019, 14-16 Uhr: „Moderne Medizintechnik im Altenheim: Partizipation durch Mediengestaltung“

 

Dr. Julia Inthorn (Hannover) initiierte in ihrem Forschungsprojekt „Moderne Medizintechnik im Altenheim“ mediengestützte Diskurse über ethische Fragen und soziale Problemstellungen, die durch den Einsatz von Medizintechnologie bei hochaltrigen und dementen Menschen aufgeworfen werden. Im Bezug darauf stellte sie in ihrem Vortrag dar, wie über Partizipation und im Zuge dessen über Medienproduktion gesprochen wird und welche Einflussmöglichkeiten Pflegeschüler*innen für sich für denkbar halten.

 

17. Juni 2019, 14-16 Uhr: „Das Zeitalter der Fitness“

 

Prof. Dr. Jürgen Martschukat (Erfurt) befasste sich in seinem Vortrag mit einer Geschichte der Fitness. Dies meint mehr als Erfolg im Sport. Aus soziokultureller Perspektive stellt Fitness ein regulierendes Ideal moderner Gesellschaften dar und fordert dazu auf, an der Optimierung der eigenen körperlich-mentalen-sozialen Fähigkeiten zu arbeiten, um sie in die verschiedensten Lebensbereiche fruchtbar einzubringen.

 

8. Juli 2019, 14-16 Uhr: „Sein Leben in Ordnung bringen. Die Geschichte medienbasierter Selbsttechnologien von Rousseau bis Runtastic“

 

Dr. Gerrit Fröhlich (Trier) rückte in seinem Vortrag die mediale Verfasstheit von Selbsttechnologien in den Fokus. Entlang der Fallbeispiele des Tagebuchs und der digitalen Selbstvermessungen soll am Konzept der medienbasierten Selbsttechnologien aufgezeigt werden, wie mediensoziologische Ansätze für eine Soziologie des Subjekts fruchtbar gemacht werden können.

 

Ort

Justus-Liebig-Universität Gießen

Seminargebäude II, Raum 012

Alter Steinbacher Weg 44, 35394 Gießen

 

Organisation der Reihe: Tristan Dohnt, Dirk Medebach und Nico Wettmann

GGS-Sektionen „Medialisierung von Gesellschaft“ und „Alter(n) in Gesellschaft“

Institut für Soziologie

 

(13.05.2019, Jonas Feike)

Herausforderungen der Demokratiearbeit

Werkstattgespräch: Herausforderungen der Demokratiearbeit


Herausforderungen der DemokratiearbeitIn der Folge der Ereignisse von Chemnitz im August 2018 forderte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer eine stärkere Rolle der Zivilgesellschaft beim Einsatz für die Demokratie ein. Mit einer solchen Anerkennung der wichtigen Rolle zivilgesellschaftlichen Engagements für die demokratische Kultur durch den Ministerpräsidenten geht allerdings sofort ein Dilemma einher: Wie können von der höchsten Ebenen des politischen Systems Prozesse initiiert, Akteure gestärkt und eine Kultur gefördert werden, die ihrer Natur nach, um Bestand haben zu können, im Alltag durch Prozesse von Unten mit Leben erfüllt werden müssen? Hinzu treten weitere Schwierigkeiten.

Welche Herausforderungen stellen die wirtschaftliche und demografische Entwicklung des ländlichen Raums dar? Wie wirkt sich eine ostdeutsche- bzw. Nachwende-Identität und die ostdeutsche „deep story“ (Hochschild, 2016) auf die Entwicklung und Förderung einer demokratischen Kultur aus? Nicht zuletzt gibt es im Feuilleton immer wieder auch Forderungen, mit den Rechten zu reden (zuletzt Leo, Steinbeis und Zorn, 2017) oder ihnen zuzuhören (Richter 2018). Dabei stellt sich auch die Frage nach der Interaktion von kritischer medialer Repräsentation einer lokalen Situation für eine nicht-lokale breite Öffentlichkeit und den Reaktionen vor Ort auf diese Darstellung der Situation? Erleichtert oder erschwert das Skandalisieren von lokalen Zuständen die Demokratie-Arbeit im ländlichen Raum.

Mit diesen Fragen hat sich Maja Ulatowski, MA von der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie MV e.V. am Dienstag den 14.05.2019 auseinandergesetzt. Die Veranstaltung begann um 18 Uhr.

Maja Ulatowski ist Politikwissenschaftlerin und schrieb ihre Masterarbeit zum Thema „Demokratiestärkung und Rechtsextremismusprävention im Stadt-Land-Vergleich am Beispiel der Partnerschaften für Demokratie Anklam / Amt Anklam-Land und Rostock“ bei Prof. Dr. Hubertus Buchstein an der Universität Greifswald. Sie arbeitet als Beraterin im RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Vorpommern-Greifswald in Anklam.


(07.05.2019, Jonas Feike)


"Stimmen aus der Praxis": Die Reportage - Zwischen Nähe und Distanz

"Stimmen aus der Praxis": Die Reportage - Zwischen Nähe und Distanz


Logo Stimmen aus der PraxisDonnerstag, 9. Mai 2019, 18:15 Uhr, C 214

 

Lena Niethammer hat Geschichte studiert, ist jetzt 29 Jahre alt und arbeitet sehr erfolgreich als freie Journalistin in Berlin. Sie schreibt vor allem Langzeitreportagen und Porträts u.a. für das Süddeutsche Zeitung Magazin, den Spiegel, für Reportagen, Die Zeit und den Tagesspiegel. Ihre Reportagen sind eindringlich und gehen einem nach der Lektüre noch lange durch den Kopf. Das liegt sowohl an der persönlichen Beziehung, die Lena Niethammer zu ihren ProtagonistInnen offenkundig entwickelt, als auch an der gelungenen Dramaturgie ihrer Reportagen. Sie wurde bereits mit dem Axel Springer Preis und dem Georg Schreiber Preis ausgezeichnet und mehrfach für den Deutschen Reporterpreis nominiert.

 

Wir haben mit Lena Niethammer am Beispiel zweier ihrer Texte über ihre Arbeit gesprochen. "Sieht mich jemand?" ist das Porträt eines 45-Jährigen, der per Kleinanzeige unter dem Titel „Gottverdammte Einsamkeit“ nach einem einzigen Menschen suchte, der mit ihm in den Zoo ging. Mehr sei hier nicht verraten. Lesen Sie lieber selbst:  

http://www.reporter-forum.de/fileadmin/pdf/Reporterpreis_2017/niethammer_sieht.pdf
Die Reportage "Täter und Opfer" handelt von sexuellem Missbrauch in einer Familie, dem Zerbrechen der Familie und dem Versuch zu verzeihen. Lena Niethammer hat dazu Antworten aus ihren langen Einzelinterviews mit der Tochter, dem Vater und der Mutter zu einem Gespräch komponiert, das die drei miteinander nie geführt hatten.

http://www.reporter-forum.de/fileadmin/pdf/Reporterpreis_2017/niethammer_opfer.pdf

Hier finden Sie weitere Reportagen von Lena Niethammer: https://cargocollective.com/LenaNiethammer

 

(07.05.2019, Jonas Feike)