Nebenbei und zwischendurch.
Bruno Strecker
Ein Blick auf Formen und Funktionen der Abschweifung
Kohärenz – schon immer ein zentrales Thema für Gerd Fritz – ist fraglos mehr als nur ein Desiderat, wenn es darum geht, Ansprüche an sprachliches Handeln zu formulieren. Was in Texten oder Gesprächen vorgebracht werden soll, hat in angemessener Weise an das anzuschließen, was bereits vorgebracht wurde, oder, so ein Gespräch erst aufgenommen werden soll, den situationellen Gegebenheiten so weit Rechnung zu tragen, dass nachvollziehbar bleibt, was damit hier und jetzt erreicht werden soll. Doch, anders als bei den ausnahmslos geltenden Kommunikationsprinzipien – den sog. Grice’schen Maximen – bleibt in Sachen Kohärenz Raum für Abweichungen, solange diese sich an bestimmte Spielregeln halten und nicht völlig blind bleiben für die Umstände, unter denen sie vorgebracht werden. Mit solchen lässlichen Verletzungen des berechtigten Anspruchs auf kohärente Fortführung eines gegebenen Diskurses befasst sich dieser Beitrag.
Empfohlene Zitierweise: Strecker, Bruno (2008): Nebenbei und zwischendurch. In: Fest-Platte für Gerd Fritz. Hg. und betreut von Iris Bons, Dennis Kaltwasser und Thomas Gloning. Gießen 09.12.2008. URL: http://www.festschrift-gerd-fritz.de/files/strecker_2008_nebenbei-und-zwischendurch.pdf