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Ankündigung: Kriminologisches Seminar im Wintersemester 2026/27: Kommunale Kriminalprävention – What works? (Dr. Herden)

Dr. Frederik Herden, LL.M.                                                          Wintersemester 2026/27

 

Kriminologisches Seminar: Kommunale Kriminalprävention – What works?

Um die Sicherheit – oder auch das Sicherheitsgefühl – in Kommunen zu erhöhen, werden oft ähnliche Maßnahmen verfolgt. In Hessen lässt sich in den letzten Jahren beispielsweise eine zunehmende Verbreitung von Waffenverbotszonen oder von Videoüberwachung im öffentlichen Raum beobachten. Obwohl die Wirkungsforschung Fortschritte macht, mangelt es bei vielen verbreiteten kriminalpräventiven Maßnahmen weiterhin an gesicherter Evidenz zu ihrer Wirksamkeit. Erschwerend kommt hinzu, dass wissenschaftliche Erkenntnisse oft nicht den Weg in die Praxis finden. Dieses Seminar widmet sich der kommunalen Kriminalprävention und setzt sich insbesondere mit der Frage nach der Wirksamkeit spezifischer präventiver Maßnahmen auseinander. Es werden insgesamt 11 Themen zur Bearbeitung angeboten:

 

Themenblock 1: Grundlagen & Methodik

Thema 1) Was versteht man unter Kommunaler Kriminalprävention?

Thema 2) Methoden der Wirkungsforschung: Wie lässt sich die Wirksamkeit einer kriminalpräventiven Maßnahme wissenschaftlich nachweisen?

 

Themenblock 2: Spezifische Präventionsmaßnahmen und ihre kriminalpräventive Wirkung

Bei den Themen 3 bis 8 geht es um die wissenschaftliche Bewertung konkreter kriminalpräventiver Maßnahmen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, ob die Maßnahmen geeignet sind, um Kriminalität zu verhindern. Darüber hinaus sollen weitere relevante Aspekte thematisiert werden, wie etwa die Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl oder andere potenzielle – unter Umständen auch negative – Folgen. Bei einzelnen Themen soll auch eine kurze Auseinandersetzung mit den rechtlichen Rahmenbedingungen erfolgen (nähere Informationen hierzu werden in der Vorbesprechung gegeben).

Thema 3) Verstärkte Polizeipräsenz

Thema 4) Waffenverbotszonen

Thema 5) Videoüberwachung

Thema 6) Straßenbeleuchtung

Thema 7) Städtebau

Thema 8) Mängelmelder (Broken-Windows-Ansatz: Beseitigung von Müll, Graffiti etc.)

 

Themenblock 3: Spezifische Phänomene und ihre Prävention

Bei den Themen 9 und 10 geht es um konkrete Phänomene und die Frage, wie diesen Phänomenen begegnet werden kann.

Thema 9) Sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum

Thema 10) Wohnungseinbruch

 

Sonderthema:

Thema 11) Was ist über die Verbreitung von „Racial Profiling“ in Deutschland bekannt? Empirische Erkenntnisse und Herausforderungen bei der Erforschung.

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Anmeldung und Vorbesprechung

Sofern Sie Interesse an einer Seminarteilnahme haben, teilen Sie bitte Ihr Wunschthema mit. Es können mehrere Themenwünsche angegeben werden. Die Voranmeldung ist bis Mittwoch, 14. Oktober 2026, per E-Mail an Frederik.Herden@recht.uni-giessen.de möglich. Sie erhalten dann zeitnah Bescheid, ob Sie zur Vorbesprechung eingeladen werden.

Die Vorbesprechung mit verbindlicher Themenvergabe findet am Montag, 19. Oktober 2026, 14:00 Uhr im Seminarraum der Professur für Kriminologie (Licher Straße 64, 35394 Gießen, 1. OG) statt.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt (Termin folgt).