Professuren der Sparte Öffentliches Recht
Prof. Dr. Steffen AugsbergÖffentliches Recht Prof. Augsberg ist seit 2013 Professor für Öffentliches Recht an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seine Schwerpunkte liegen im Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht sowie im Öffentlichen Gesundheitsrecht.
Prof. Augsberg Mitorganisator des Gesundheitsrechtliche Praktikerseminars des Fachbereichs, das sich nicht nur an Studierende und Doktoranden der Rechtswissenschaft und Medizin, sondern an alle Personen richtet, die in Praxis und Wissenschaft mit dem Zusammenwirken rechtlicher und medizinischer Aspekte zu tun haben oder die allgemein an entsprechenden Konstellationen interessiert sind. In diesem Kontext wirkt er auch am inter- und intradisziplinär angelegten „Zertifikatskurs Gesundheitsrecht“ mit.
Prof. Augsberg ist international anerkannter Experte zu Fragen der Data Governance und des Gesundheitsrechts sowie ehemaliges Mitglied des Deutschen Ethikrats (2016–2024). Er hat die Entwicklung des Datennexus mit seiner weitreichenden rechtlichen Expertise und Kenntnissen in ethischen Fragen der Medizinforschung unterstützt. Außerdem ist er BAföG-Beauftragter des Fachbereichs.
|
Prof. Dr. Jürgen BastÖffentliches Recht und Europarecht Prof. Bast ist seit 2013 Leiter der Professur für Öffentliches Recht und Europarecht an der JLU. Zuvor war er als Professor für Völker- und Europarecht an der Radboud Universität Nijmegen in den Niederlanden und als Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg tätig. Er hat in Frankfurt am Main und Berlin Soziologie und Rechtswissenschaft studiert. Forschungsaufenthalte haben ihn an die University of Tuscia in Viterbo, die Central European University in Wien, die Universität Fribourg und das Interdisciplinary Center Herzliya geführt.
In der Lehre hält Prof. Bast regelmäßig Vorlesungen im Staatsorganisationsrecht und im Europarecht. Er betreut mit Prof. Marauhn den Schwerpunktbereich „Europarecht und Völkerrecht“ (SPB 6). Er ist Wissenschaftlicher Leiter der Refugee Law Clinic Gießen (RLC) und Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES).
Forschungsschwerpunkte von Prof. Bast sind das Migrationsrecht und das Europäische Verfassungsrecht. Er ist Sprecher der DFG-Forschungsgruppe „Menschenrechtsdiskurse in der Migrationsgesellschaft (MeDiMi)“ und Leiter des Teilprojekts „Territorialität, Öffentliche Gewalt und Rechte: die Grenzregimes der EU“.
Prof. Bast ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Ausländerrecht (ZAR) und des World Comparative Law (VRÜ/WCL) sowie der Nomos-Reihe „Schriften zum Migrationsrecht“. Zu seinen Veröffentlichungen gehören ein Studienbuch zum „Unionsverfassungsrecht“ (2025, hrsg. mit Armin von Bogdandy) und eine Forschungsmonographie zu „Human Rights Challenges to European Migration Policy” (2022, mit Frederik von Harbou und Janna Wessels).
|
||
|
|
||
![]() |
Prof. Dr. Sonja HeitzerÖffentliches Recht
Prof. Heitzer wurde im Oktober 2025 zur Professorin für Öffentliches Recht (W1 Tenure Track W2) an der Justus-Liebig-Universität Gießen ernannt. Ab dem Sommersemester 2026 wird sie als Dozentin für Öffentliches Recht die Studierenden im Rahmen des UniRep-Programms der JLU auf das erste Staatsexamen vorbereiten. In ihrer 2023 erschienenen Dissertation „Messing with the Regulator“ geht Prof. Heitzer der Frage nach, warum Banken sich nur selten gerichtlich gegen Anordnungen ihrer Aufsichtsbehörden wehren und inwiefern diese Zurückhaltung für den Rechtsstaat ein Problem ist. Im Anschluss an ihre Promotion wirkte Prof. Heitzer als Marie Skłodowska-Curie Fellow in Skopje/Nordmazedonien an einem EU-Forschungsprojekt mit, ehe sie ihre wissenschaftliche Arbeit zum Verfassungs- und Verwaltungsrecht an der LMU München fortsetzte und im Jahr 2025 den Ruf auf die Juniorprofessur an die JLU Gießen annahm. Zu Prof. Heitzers Schwerpunkten zählen das öffentliche Wirtschaftsrecht, das Klimarecht sowie die Dynamiken zwischen Europäischer Union, Bund, Ländern und Kommunen. Ihr laufendes Habilitationsprojekt beschäftigt sich mit Formen und Inhalten staatlicher Krisenbearbeitung. |
|
|
|
Prof. Dr. Thilo MarauhnÖffentliches Recht und Völkerrecht Prof. Marauhn hat seit 2001 die Professur für Öffentliches Recht und Völkerrecht inne. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Völkerrecht. Schon seit 2001 ist er Ständiger Gastprofessor an der Universität Luzern. Seit 2016 leitet Prof. Marauhn die Forschungsgruppe „Völkerrecht“ am Leibniz-Institut Peace Research Institute Frankfurt (PRIF) in Frankfurt am Main. Außerdem ist er seit 2021 außerordentlicher Professor für das Recht der Rüstungskontrolle an der Universität Amsterdam, abgeordnet an das Asser Institut. Er ist an mehreren Forschungsverbünden beteiligt und leitet zahlreiche Drittmittelprojekte. So war er u.a. Hauptantragsteller für die Errichtung des deutsch-kolumbianischen Friedensinstituts (CAPAZ) und ist heute federführend am Forschungszentrum „Transformations of Political Violence“ (TraCe) beteiligt. Thilo Marauhn war an verschiedenen europäischen und außereuropäischen Universitäten als Gastprofessor tätig. Er hat Aufgaben in der Politikberatung übernommen. So ist er seit 1995 Mitglied und seit 2014 Vorsitzender des Deutschen Komitees zum Humanitären Völkerrecht. 2012 wurde er auf Vorschlag der Bundesregierung zum Mitglied der Internationalen humanitären Ermittlungskommission gewählt und ist seit 2017 deren Präsident. Von 2002 bis 2009 war Prof. Marauhn Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dessen Vorsitz er von 2006 bis 2009 innehatte. Von 2008 bis 2018 war er Mitglied des VN-politischen Beirats des Auswärtigen Amtes. |
||
|
|
Bildquellen: Rolf K. Wegst, Jan Will (Prof. Heitzer); Jan Dönges (Prof. Augsberg)





