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Lebensbegleitendes Lernen und Weiterbildungsberatung

Lebensbegleitendes Lernen und Weiterbildungsberatung

gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), 01.05.-31.07.2021

 

Es existieren im politischen und wissenschaftlichen Raum Begriffe und Konzepte eines Lernens über den ganzen Lebensverlauf. Die Begriffe variieren von Lifelong Learning, Lifelong Education, Lifewide Learning, éducation permanente oder recurrent education. Diese Begriffe werden oft nahezu synonym verwendet. Gleichwohl lassen sich aus dem Gebrauch der Begriffe Unterschiede erkennen, die unterschiedliche Verständnisse und „Definitionen“ vermuten lassen. Bei diesen Diskursen wird oft und verstärkt seit den 2000er Jahren die Bedeutung der Weiterbildungsberatung unterstrichen und diskutiert. Kaum reflektiert ist jedoch eine Weiterbildungsberatung im Sinne einer Beratung für lebensbegleitendes Lernen, die an den Bedarfen und Möglichkeiten individueller Bildungs- und Erwerbsbiographien orientiert ist. Über Lernen und Arbeit hinaus ist auch unbedingt die Nacherwerbsphase in den Blick zu nehmen, da in einer Gesellschaft des langen Lebens die Chancen und Risiken für Erwachsenenbildung sich neu konfigurieren. Lebensbegleitendes Lernen endet nicht mit 65 bzw. 67 Jahren nach Renteneintritt, sondern leistet auch Beiträge zu einem aktiven Ruhestand und Gesundheit bis ins hohe Alter. Insgesamt besteht Bedarf, die Verständnisse der Begrifflichkeiten „Lebensbegleitendes Lernen“ und
„Beratung für lebensbegleitendes Lernen“ zu eruieren und aus dieser Deskription das Verhältnis von lebensbegleitendem Lernen und Beratung für lebensbegleitendes Lernen zu operationalisieren. Dieser Aufgabe will sich das hier beantragte Projekt im Rahmen einer Literaturanalyse widmen.